Corona-Infektionen: Aktueller Trend geht „eindeutig in die richtige Richtung“

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Pressemeldung des Max-Planck-Instituts:

In Deutschland geht die Entwicklung eindeutig in die richtige Richtung: Wenn sich der aktuelle Trend sinkender Neuinfektionen fortsetzt, ist in Deutschland – Stand 6. April – mit insgesamt etwa 120.000 bis 160.000 bestätigten Corona-Fällen zu rechnen…

Die Prognose gilt nur unter der Bedingung, dass sich die Epidemie nicht wieder schneller ausbreitet. Das ist nur zu erwarten, wenn die strikten Einschränkungen in der Wirtschaft sowie im sozialen Leben solange in Kraft bleiben, bis die Infektionszahlen nicht weiterwachsen…

Nackte Zahlen sagen selten die ganze Wahrheit. So gibt es in Frankreich bis dato nur unwesentlich mehr bestätigte Corona-Fälle als in Deutschland. Dass die Lage in unserem Nachbarland dennoch ungleich dramatischer ist, zeigt die Anzahl der Todesfälle durch Covid-19. Sie liegt dort mehr als fünfmal so hoch wie hierzulande.

Gerade anhand der Daten bestätigter Infektionen lässt sich also nicht auf das ganze Ausmaß der Corona-Krise in den verschiedenen Ländern schließen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass in den verschiedenen Ländern unterschiedlich häufig auf die Infektion getestet wird. In Deutschland etwa ließen Ärzte vergleichsweise oft Proben von Verdachtsfällen auf das Coronavirus hin analysieren.

Hierzulande führt Statistik also relativ viele Patienten mit allenfalls leichten Symptomen auf. Vergleiche mit anderen Ländern sind daher schwierig.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.mpg.de/14661027/corona-pandemie-analyse-prognose


Wahrsager-Pleiten 2017: Katastrophen und Weltuntergänge, die ausgefallen sind…

Ob aus Bibelversen errechnet oder mit dem plötzlichen Auftauchen eines ominösen Planeten namens „Nibiru“ begründet – mindestens viermal verstrich im ablaufenden Jahr ein Weltuntergangstermin, ohne dass irgendetwas passiert ist.  

Bilder von kannibalistischen Pandabären, einer Invasion riesiger Marienkäfer in irgendeiner Stadt oder von Menschen, die überall in der Welt von aggressiven Eichhörnchen angefallen werden, wären den Medien sicher auch nicht entgangen, aber diese tierischen Vorhersagen des kanadischen Mediums Nikki Pezaro erwiesen sich ebenfalls als völlig daneben.

Der Mainzer Mathematiker Michael Kunkel hat für die GWUP auch für 2017 die Prognosen von Hellsehern, Astrologen und Wahrsagern unter die Lupe genommen und die Blamage der Augurenzunft dokumentiert.

Kunkel, der seit vielen Jahren solche esoterischen Prognosen sammelt und auswertet, hofft, dass irgendjemand Frau Pezaro einmal ein Biologiebuch schenkt: „Sie hat noch vorhergesagt, dass ein aus einem Tank ausgebrochener Piranha mehrere Menschen fressen soll – für ein Tier, das höchstens 40 cm groß wird, ein ziemlich unmögliches Unterfangen.“

Auch bei anderen Themen lagen Hellseher weit daneben:

Der Brite Craig Hamilton-Parker sagte nicht nur einen Euro-Crash und den darauffolgenden Austritt von Italien und Dänemark aus der EU voraus, sondern auch die Vereinigung von Nord- und Südkorea und ein Feuer im britischen Parlament.

Wie üblich sah der überwiegende Teil der Wahrsager pechschwarz in die Zukunft. Katastrophale Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen und Terroranschläge – nicht nur Hamilton-Parker und Pezaro hatten solche Prognosen im Angebot, auch hierzulande warnten Annatala Geiger-Jordtveidt, Gabriele Sperzel, Christiane Durer oder Christine Schoppa vor einem oder mehreren dieser Szenarien.

Hamilton-Parker und der deutsche Palmblattdeuter Thomas Ritter prognostizierten sogar beide einen Vulkanausbruch auf Island mit weitreichenden Folgen für den Rest Europas.

Kunkel wundert sich nicht: „Was in der Vergangenheit geschah, wird als Prognose für die Zukunft wiederholt – es könnte ja noch einmal passieren. Wirklich Überraschendes wie der Rücktritt des Papstes 2013 oder eben die Folgen des Vulkanausbruchs in Island von 2010 fand man in den Prognosen der Wahrsager damals nicht, und auch heute bedienen sich die Prognosen fast ausnahmslos bereits bekannter Szenarien.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.gwup.org/infos/nachrichten/1965-prognosen-check-2017


Prophetien zum „Gegenpapst“ Franziskus?

Auf dem katholischen Internetseite „Tradition und Glauben“ wird über die Frage gemutmaßt, ob Franziskus überhaupt ein gültig gewählter Papst sei  – und nicht vielmehr ein Gegenpapst   –  und folglich Benedikt noch rechtmäßig im Amte. Foto Michaela Koller

Nun kann man über alles Mögliche bis Unmögliche diskutieren, selbstverständlich kann man auch Sachkritik an Äußerungen von Franziskus üben (wozu aus meiner Sicht ohnehin reichlich Anlaß besteht), doch die Voraussetzungen, unter denen man eine bestimmte steile These aufstellt, sollten schon Hand und Fuß haben.

Im Artikel „Die Stimme des Gegenpapstes“ vom 17. August 2016 wird die erwähnte Behauptung mit „Prophetien“ eingeleitet, welche u. a. die eigene Begründung untermauern sollen. 

Zunächst heißt es, daß Gott uns „Prophetien“ schenke, um uns in „außergewöhnlichen Zeiten um Umständen zu helfen“. Freilich fragt man sich, ob nicht fast jede Phase der Geschichte sich gleichsam als „außergewöhnlich“ empfunden hat  – aber sei es drum.

La Salette und Fatima unzutreffend zitiert

Weiter heißt es, Gott habe sogar „seine eigene Mutter“ gesandt, um uns vor gegenwärtigen Ereignissen zu warnen. Zitiert wird u.a. folgende „Botschaft“ aus La Salette:

Rom wird den Glauben verlieren und der Sitz des Antichrist werden.”

Was allerdings unerwähnt bleibt: Es handelt sich bei dieser Aussage nicht um den kirchlich approbierten (genehmigten, gebilligten), also den ersten und „eigentlichen“ Teil der La-Salette-Botschaft, sondern um ein Zitat aus späteren Visions-Anmerkungen der Seherin Melanie, welche von der Kirche ausdrücklich abgelehnt wurden.

Zur Sache selbst sei zugleich angemerkt, daß jener Satz auch in sich selber unlogisch ist: Radio Vatikan

Was heißt hier „Rom“? Die Haupstadt Italiens? Was spielt es gesamtkirchlich für eine Rolle, ob diese Stadt vom Glauben abfällt oder nicht?

Sollte aber mit Rom der Vatikan gemeint sein, so träfe diese Prophetie auf die These von Franziskus als einem Gegenpapst durchaus nicht zu, denn der Vatikan besteht beileibe nicht nur aus dem Papst, sondern aus zahlreichen Kurienkardinälen, Würdenträgern, Bischöfen, Prälaten usw.  – Haben diese etwa alle „den Glauben verloren“?  – Zudem: Damit Rom der Sitz des Antichristen werden kann, muß dieser erst einmal existent sein bzw. öffentlich aufgetreten sein, wovon  –  jedenfalls derzeit  –  keine Rede sein kann.

Noch kurioser ist die Behauptung, daß „Unsere Liebe Frau von Fatima“ angeblich folgende Ansage verkündigt haben soll: 

Satan regiert sogar an den höchsten  Stellen und bestimmt die Richtung der Dinge. Er wird es schaffen, sich seinen Weg sogar in die höchsten Gipfel der Kirche zu schlängeln…”

Dieser Satz findet sich jedoch nirgendwo in den Botschaften von Fatima – und auch nicht in den sonstigen Äußerungen der Hauptseherin Lucia. Es handelt sich dabei lediglich um eine willkürliche Spekulation über das „3 Geheimnis von Fatima“, wobei die diesbezügliche Gerüchteküche vor der Veröffentlichung im Jahre 2000 ohnehin ins Kraut schoß.

Franz von Assisi und seine angeblich „prophetische“ Botschaft

Damit nicht genug, wird auch noch auf eine angebliche Privatoffenbarung des Ordensgründers Franz von Assisi zurückgegriffen. Darin heißt es über spätere Zeiten: Herz-Jesu_01

„Die Teufel werden ungewöhnliche Macht haben, die unbefleckte Reinheit unseres Ordens, und die anderer Orden, wird so sehr verdunkelt, dass es sehr wenige Christen geben wird, die dem wahren Papst und der Römischen Kirche mit treuem Herzen und in perfekter Liebe folgen werden. Zur Zeit dieser Drangsal wird ein Mann, der nicht kanonisch gewählt wurde, zum Papst erhoben werden, der durch seine Raffinesse sich nach Kräften bemühen wird, viele in Irrtum und Tod zu stürzen.

Die Skandale werden sich vervielfachen, unser Orden wird geteilt werden, und viele andere Orden  werden vollkommen zerstört werden, weil sie dem Irrtum beipflichten, statt ihn zu bekämpfen.“

Abgesehen davon, daß sich dieser Orden bereits zu Lebzeiten des hl. Franziskus geteilt hat und später zahlreiche weitere Abspaltungen erlebte, wird man wohl dem derzeitigen Papst kaum „Raffinesse“ unterstellen bzw. (je nach Standpunkt) „zugutehalten“ wollen, vielmehr äußert er sich bisweilen eher in die banale bis plumpe Richtung, die keine oder jedenfalls wenig Raffinesse aufweist.

Am Ende dieser Prognosen-Auflistung heißt es, bei diesen und anderen Botschaften sei das übereinstimmende Thema ein „massenhafter Abfall vom Glauben – von oben nach unten“.

Spielt die biblische Prophetie keine Rolle?

Interessanterweise bleibt aber völlig unerwähnt, daß man für die Vorstellung von einem endzeitlichen Glaubensabfall keiner einzigen „Privatoffenbarung“ bedarf, sondern daß diese „Zukunftsmusik“ sich vielmehr aus mehreren Stellen der Heiligen Schrift klar ergibt  –  aber die Bibel rückt bei manchen angeblich „traditionstreuen“ Katholiken wohl gleich gar nicht ins Blickfeld? 0018

Dabei schreibt schon Petrus, der erste Papst, den Christen folgendes zum Thema biblische Prophetie ins Stammbuch:

„Und so besitzen wir umso zuverlässiger das prophetische Wort  – und ihr tut gut daran, daß ihr darauf achtet wie auf ein Licht, das aufstrahlt an dunkler Stätte, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“ (2 Petr 1,19).

Der Völkermissionar Paulus erläuterte den Thessalonichern hinsichtlich der Phase vor der Endzeit zudem Folgendes:

„Laßt euch von niemandem verwirren oder in Schrecken versetzen, weder durch eine vermeintliche Geistesoffenbarung noch durch einen Ausspruch oder einen angeblichen Brief von uns (…), als ob der „Tag des Herrn“ schon bevorstehe. Niemand soll euch in irgendeiner Weise irreführen!

Denn zuerst muß der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit sich offenbaren, der Sohn des Verderbens (…) Sein Auftreten erfolgt in der Kraft Satans, mit aller Macht, mit scheinbaren Zeichen und Wundern und mit aller Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben“ (2 Thess. 2 ff).

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Vorhersagen von Astrologen und Hellsehern haben sich wieder nicht bewahrheitet

Astrologen, Hellseher und Wahrsager haben mit ihren Prognosen für 2015 „auf ganzer Linie“ versagt. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften in einer am 11. Dezember veröffentlichten Auswertung. 038_35

Für sie hat der Mathematiker Michael Kunkel die Vorhersagen von 70 Auguren ausgewertet. So gab es weder Stromausfälle durch Sonneneruptionen, noch eine Verschiebung der tektonischen Erdplatten oder einen Riesenoktopus, der im Mittelmeer ein Kreuzfahrtschiff versenkt hätte – wie es die kanadische Hellseherin Nikki Pezaro weissagte. Kunkel zufolge sind Katastrophen aller Art das Lieblingsthema aller Prognostiker – etwa Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Terroranschläge und nukleare Unfälle.

Allerdings fehlten Hinweise, wann und wo sie sich hätten ereignen sollen. Damit seien die Vorhersagen wertlos. Kunkel: „Wenn tatsächlich genauere Daten genannt wurden, dann erwiesen sich diese als falsch.“

So hätte die Welt zwischen dem 24. September und dem 7. Oktober gleich dreimal untergehen und der dritte Weltkrieg zwischen dem 1. und 10. November ausbrechen sollen. Für Dezember erwarteten einige Hellseher, dass ein Planet namens Nabiru mit der Erde zusammenstößt.

Quelle und vollständige Nachricht hier: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/vorhersagen-2015-hellseher-lagen-voll-daneben-83597.html

 


„Prognose Tod“: Zwei kritische KAO-Filme über Organtransplantationen

Vor einigen Tagen fand in Frankfurt eine Tagung der DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation) statt, in der es darum ging, die Situation von Angehörigen der „Organspender“ zu betrachten. Nicht verwunderlich, kommt die DSO zu einer Einschätzung, die unseren Erfahrungen diametral entgegensteht: Der Opfertod der „Spender“ sei ein großer Trost für die Hinterbliebenen. 62f10dc686

In zwei neuen Filmen, gedreht von der renommierten Fernsehjournalistin Silvia Matthies, die sich seit drei Jahrzehnten intensiv mit der Problematik von Hirntod und Organentnahme beschäftigt, werden unsere Erfahrungen ​dargestellt; die Filme sind auf Youtube zu finden:

Erster Film: Tod bei lebendigem Leib – was geschah mit Lorenz Meyer?

https://youtu.be/1kFv2ju8IRU

Welches Trauma eine Organentnahme für die Angehörigen des Spenders bedeuten kann, zeigt der Fall des 15-jährigen Lorenz Meyer. Die Eltern wurden bereits eine Nacht nach der Einlieferung ihres Sohnes in eine Schweizer Klinik mit der Frage nach Organentnahme konfrontiert. In ihrer Verzweiflung stimmten sie trotz aller Vorbehalte der Entnahme der Nieren zu. Ein Schritt, den sie im Nachhinein bitter bereuen sollten.

Erst bestand nur der Verdacht, dass mehr Organe entnommen wurden als zugesagt. Doch dann stellte sich heraus, dass es gravierende Zweifel an der Richtigkeit der Hirntoddiagnostik gibt. Scannen0005

Zweiter Film: Prognose Tod – Wann ist die Frage nach Organen zulässig?

https://youtu.be/d7eAEtEJl30

In vielen Kliniken werden die Angehörigen eines Patienten schon wenige Stunden nach der Einlieferung nach Organentnahme gefragt. Zu diesem Zeitpunkt ist oft noch keine Hirntoddiagnostik durchgeführt worden. Gerechtfertigt wird die Frage nach Organen mit einer aus Sicht der Ärzte aussichtslosen Prognose. Doch ist das Thema Organentnahme zu diesem Zeitpunkt  nicht verfrüht?

Welche fatalen Auswirkungen solche voreiligen Prognosen für die Betroffenen, ihre Angehörigen, aber auch für die Kliniken haben können, zeigt der Fall von Thomas  Linder.

Wer schützt Patienten, die als potentielle Organspender identifiziert werden, vor falschen Prognosen?

Kontakt: KAO (Kritische Aufklärung über Organtransplantationen), Dr. Martin Stahnke, Nelkenstr. 9 in 47906 Kempen

 


Alle Jahre wieder – irren sich Astrologen…!

Nicht nur die Nostradamus-Deuter haben sich wieder mal geirrt – für die gesamte Orakelzunft war 2014 ein rabenschwarzes Jahr: avatar92

„Versinkende Pyramiden, ein kippendes Empire State Building und der zumindest teilweise Einsturz des Kolosseums in Rom gehörten für 2014 zu den Lieblingsprognosen des kanadischen Mediums Nikki Pezaro.

Während diese ein besonderes Faible für die Zerstörung weltweit bekannter Gebäude hatte, blieben ihre Kollegen hierzulande mehr bei den klassischen Prognosethemen und sagten Katastrophen aller Art voraus.

Die aktuelle Auswertung der Voraussagen von Hellsehern, Wahrsagern und Astrologen durch die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften zeigte auch für 2014 das gewohnte Bild.

Wahrsager entpuppen sich als Wahrversager, und auch der astrologische Blick in die Sterne liefert keine Informationen über die Zukunft.”

Quelle und Fortsetzung hier: http://blog.gwup.net/2014/12/12/vorhersehbar-astrologenkritik-an-gwup-prognosenauswertung/


Zukunftsforscher Matthias Horx kritisiert Weltuntergangsstimmung und Panikmache des Club of Rome: „Und sie erholt sich doch!“

Gegen Weltuntergangsszenarien angesichts von Umweltverschmutzung, Klimawandel und Artensterben hat sich der Zukunftsforscher Matthias Horx (Wien) gewandt.

In der neuen Ausgabe der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „P.M. Magazin“ äußert er sich unter dem Titel „Und sie erholt sich doch!“ optimistisch zur Zukunft der Erde. Wer glaube, dass die Menschheit auf einem „kranken Planeten“ lebe, der sollte sich neue Aufnahmen der US-Weltraumbehörde NASA anschauen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

„Sie erzählen die Geschichte eines Planeten, der von einer intelligenten Spezies bewohnt wird, die nicht immer alles gut macht, aber auf dem Weg ist zu lernen. Dass wir diesen Planeten gleichsam ‚umbringen‘ könnten und uns selbst gleich mit, ist wahrscheinlich die am weitesten verbreitete Größenwahn-Fantasie unserer Zeit“, schreibt Horx.

Er äußert sich kritisch zu den Analysen des „Club of Rome“, einer Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik. Großes Aufsehen erregte 1973 die von der Organisation in Auftrag gegebene Studie „Grenzen des Wachstums“. Damals sei „in dramatischen, grob gepixelten Kurven“ das nahe Ende der Erde vorhergesagt worden, so Horx.

In dem Bericht des „Club of Rome“ vom vergangenen Jahr heißt es, dass die Menschheit nicht überleben werde, wenn sie ihren bisherigen Weg der Verschwendung und Kurzsichtigkeit fortsetze. Laut Horx ist die Botschaft der „enorm erfolgreichen Medien-Marke ‚Club of Rome‘“ bis heute die gleiche geblieben: „Die Menschen werden es nicht schaffen.“

Doch die Annahmen der Vereinigung basierten auf einem „mechanistischen, zu stark vereinfachten Weltmodell“. So resultiere nach dem Club of Rome Umweltverschmutzung „in einem starren 1:1-Zusammenhang aus Wirtschaftswachstum“. Doch die Wirklichkeit sei viel komplexer: „Wirtschaftliche Kräfte führen auch zu kulturellen Veränderungen. Wenn breite Mittelschichten entstehen, erzeugt die Nachfrage nach Lebensqualität die Durchsetzung neuer Umweltschutz-Technologie.“

Veränderungen werde es auch bei der globalen Bevölkerungsentwicklung geben. Die Zahl der Erdenbürger werde spätestens ab 2060 zu sinken beginnen. Die Höchstzahl werde zwischen 9 und 9,4 Milliarden liegen. Im Jahr 2015 wird es laut Horx mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger Erdenbewohner geben als heute.

Dem Zukunftsforscher zufolge sind Publizisten und Wissenschaftler im Umfeld des Club of Rome der Versuchung erlegen, „durch drastische Extreme und Übertreibungen Aufmerksamkeit zu erregen“. Das habe eine Tunnelsicht in den Köpfen vieler Menschen gefestigt und dazu beigetragen, „dass unsere heutigen Zukunftsdebatten alarmistisch verlaufen“. Das schüre nicht Handlung, sondern Ohnmacht, nicht Aufklärung, sondern Paranoia.  

Quelle: http://www.idea.de