Mehr Segensfeiern in unserer Kirche!

Von Felizitas Küble

Die Charismatiker-Bewegung  – ob evangelisch, freikirchlich oder katholisch  –  punktet seit Jahrzehnten damit, daß sie bei ihren Lobpreis-Veranstaltungen und Gottesdiensten eine Einzelsegnung der Teilnehmen durchführt.

Viele Menschen wünschen sich eine solche Segnung, einen Zuspruch von oben, eine persönliche Segensverheißung.

Das Bedürfnis ist verständlich und richtig, die Ausführung in der schwarmgeistigen Szene jedoch häufig verfehlt.

Oft wird der Segen nicht von Priestern erteilt – und wenn doch, handelt es sich meist um euphorische Wanderprediger aus Indien oder sonstige Geistheiler-Patres, die ganz auf „Zeichen und Wunder“, „Heilung und Befreiung“ konzentriert sind, um hier die wichtigsten „Zauberworte“ in diesem enthusiastischen Spektrum zu erwähnen.

Es gibt aber auch die Chance – und sie sollte weitaus stärker genutzt werden, den Gläubigen einen ganz und gar besonnenen und kirchlichen Einzelsegen durch einen Priester zu erteilen, sei es z.B. an einem Feiertag oder Jubiläum nach der heiligen Messe  –  oder im Rahmen einer eucharistischen Andacht.

So geschah es in erfreulicher und gediegener Weise am heutigen Pfingstsonntag in Telgte, einem kleinen, aber bekannten westfälischen Marienwallfahrtsort mit einer Gnadenkapelle und einer großen Stadtkirche daneben.

In diesem Gotteshaus gab es am Nachmittag eine ehrfurchtsvolle Anbetungsfeier vor dem Allerheiligsten mit Gebeten, Liedern, Fürbitten und Litaneien (siehe 1. Foto).

Danach kamen die Gläubigen in einer Reihe nach vorne zum Priester und erhielten von ihm einen persönlichen Segen mit Handauflegung (siehe 2. Foto).

Propst Michael Langenfeld, der für die Pfarrkirche St. Clemens zuständig ist, bat in diesem Segen um den besonderen Beistand des Heiligen Geistes, der am Pfingstfest im Mittelpunkt steht.

Fotos: Felizitas Küble