AfD will die Meisterpflicht wiedereinführen

Die AfD-Bundestagsfraktion hat am 27.9.2018 einen Antrag zur Wiedereinführung der Meisterpflicht eingebracht (Bundestagsdrucksache 19/4633). Initiatoren des Antrags sind der Fraktionsvize und handwerkspolitische Sprecher, Tino Chrupalla, und der bildungspolitische Sprecher der AfD im Bundestag, Dr. Götz Frömming. Sie begründen den Antrag folgendermaßen:

„Solides Handwerk ist innovativ, bildet flächendeckend aus, erhöht die nationale Wirtschaftskraft und schützt die Verbraucher. Mit der Wiedereinführung der Meisterpflicht soll den bestehenden Fehlentwicklungen entgegengewirkt und die in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen korrigiert werden, um das Handwerk als elementaren Bestandteil der deutschen Wirtschaft zu stärken und wieder zukunftsfähig zu machen.“

FOTO: Glaubensfrohes Werbe-Plakat des Handwerker-Verbandes

In ihrem Antrag fordert die AfD-Fraktion die Bundesregierung auf, die duale Ausbildung und die Attraktivität von Handwerksberufen mit dem Ziel zu fördern, den Nachwuchskräftemangel zu beheben und die Jugendarbeitslosigkeit zu senken.

Weiter begründet die AfD-Fraktion den Antrag mit dem kulturellen Wert handwerklicher Fertigkeiten, den es zu erhalten gelte. Der Meisterbrief diene auch der Qualitätssicherung und dem Verbraucherschutz, der seit der Abschaffung der Meisterpflicht Schaden genommen habe.

Wissenschaftliche Studien belegten außerdem, dass Betriebe, deren Inhaber einen Meisterbrief besitzen, größere Chancen auf nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg hätten. „Die Wiedereinführung des Meisterbriefs würde sich deshalb positiv auf den wirtschaftlich benachteiligten ländlichen Raum auswirken, insbesondere auf die historisch gewachsenen wirtschaftlichen Strukturen in sogenannten ,Handwerksregionen‘, die zum Teil schon seit dem 19. Jahrhundert bestehen“, so die Autoren des Antrags.

Tino Chrupalla kommentiert: „Unser Antrag hat das Ziel, eine Kernforderung der AfD ins Parlament zu bringen, die schon seit Jahren in unserem Wahlprogramm steht. Auch die Altparteien sehen zunehmend ein, dass die Abschaffung der Meisterpflicht ein Fehler war. Das ist erfreulich.

Ich bin zuversichtlich, dass man unseren Antrag ausnahmsweise einmal nicht ablehnen wird. Endlich gibt es ein Thema, bei dem wir jetzt alle einer Meinung sind. Ich hoffe, dass sich früher oder später auch in anderen Bereichen die Vernunft durchsetzt und wieder Politik im Interesse unseres Landes gemacht wird.“

 


Innenminister Seehofer verbietet BAMF in Bremen weitere Asylentscheidungen

Als Konsequenz aus unrechtmäßigen Asylentscheiden in Bremen hat Innenminister Horst Seehofer der dortigen Außenstelle des Flüchtlingsbundesamtes BAMF bis auf weiteres verboten, über Anträge von Flüchtlingen zu entscheiden. Das teilte das Ministerium am heutigen Mittwoch mit.

Seehofer erklärt: „Das Vertrauen in die Qualität der Asylverfahren und die Integrität des Ankunftszentrums Bremen ist massiv geschädigt worden. Um dieses wiederherzustellen, habe ich daher entschieden, dass das Ankunftszentrum in Bremen ab sofort und bis zum vollständigen Abschluss des Ermittlungsverfahrens und der laufenden Überprüfungen keine Asylentscheidungen mehr trifft.“

In der Außenstelle Bremen sollen zwischen 2013 und 2016 Mitarbeiter Menschen ohne ausreichende rechtliche Grundlage Asyl gewährt haben. Die Bearbeitung der Asylverfahren des Ankunftszentrums Bremen wird von anderen Außenstellen des BAMF mit sofortiger Wirkung übernommen.

Der Minister betont, im Asylverfahren werde nach Recht und Gesetz entschieden:

„Die Qualität der Asylentscheidungen steht für mich an erster Stelle. Daher habe ich das BAMF angewiesen, weitere qualitätssichernde Maßnahmen sofort zu ergreifen. Zukünftig werden u.a. zusätzlich nach dem Zufallsprinzip 10 Prozent aller Asylentscheidungen des BAMF vor der Zustellung durch die Qualitätssicherung des BAMF überprüft.

Dafür wird die Mitarbeiterzahl in der Qualitätssicherung in der BAMF-Zentrale erheblich verstärkt. In Zukunft sollen auch regelmäßig Entscheidungen der Außenstellen überprüft werden, deren Schutzquoten vom bundesweiten Durchschnitt abweichen.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/mai-2018/keine-asylentscheidungen-mehr-vom-bamf-bremen/


Mangelhafte Recherche der „Süddeutschen Zeitung“ in puncto Lukas-Schule

„Wie kam ein derart schlecht recherchierter Artikel durch die redaktionelle Qualitätssicherung?“

Die evangelische Webseite „Bibelkreis München“ veröffentlichte am gestrigen Montag, den 22. Oktober, einen Leserbrief von Michael Sandweg an die  „Süddeutsche Zeitung“ wegen ihres Rundumschlags gegen die evangelikale Lukas-Schule in München-Laim:

„In diesem Artikel wird suggeriert, als wäre bei der Lukas-Schule in München “Fundamentalismus” am Werk. Allein die Tatsache, dass hier schon der reine Glaube an das Wort Gottes, die Bibel, als Fundamentalismus bezeichnet wird, macht mich stutzig. Wie stellt sich die Autorin Tina Baier “Glauben” denn vor? Dass man Mitglied einer Kirche ist, aber in Wirklichkeit nicht an das glaubt, was in der Bibel steht?  (…)

Man hat den Eindruck, dass hier überhaupt nicht recherchiert wurde, sondern nur die persönliche Meinung der Autorin transportiert werden sollte. Unterschwellig wird es z.B. in dem Satz erkennbar: “Offenbar gibt es Eltern, die nichts von der fundamentalistischen Ausrichtung der Lukas-Schule wissen”.  – Dieser Satz ist regelrecht hinterhältig: Er unterstellt als Tatsache, dass eine fundamentalistische Ausrichtung vorhanden ist und dass es nur leider Eltern gibt, die das nicht wissen.

Dabei wird weder belegt, dass die Lukas-Schule eine fundamentalistische Ausrichtung hat noch wird erklärt, worin eine solche besteht. Und dass im Schulbus Kassetten mit bestimmten Inhalt gehört werden, wird hier der Schule angelastet? Habe ich das richtig gelesen?

Man hat den Eindruck, dass die SZ sich von einem unzufriedenen Elternteil hat instrumentalisieren lassen und sich nun dazu hergibt, eine Einrichtung öffentlich abzuschießen.

Es ist mir schleierhaft, wie ein derart schlecht recherchierter Artikel durch eine redaktionelle Qualitätssicherung kommen konnte. Oder hat die SZ eine solche Qualitätssicherung gar nicht?

Ich kenne persönlich Kinder, die diese Schule besucht haben, und Lehrer, die an dieser Schule unterrichten: Ich kann überhaupt nicht bestätigen, dass die Aussagen in diesem Artikels zutreffen. Ich halte ihn für falsch, schlecht recherchiert und tendenziös.

Wenn die Autorin ihre Meinung zum christlichen Glauben veröffentlichen will, dann soll sie das bitte auf der Meinungsseite tun und dadurch ihre Absicht korrekt kennzeichnen. Unter Berichterstattung hat das nichts zu suchen.“

Quelle und vollständiger Text hier: http://bibelkreis-muenchen.de/?p=2209