Berliner Jugend-Museum Schöneberg indoktriniert Schüler mit Gender-Ideologie

Freifrau Hedwig v. Beverfoerde

Aus der Stadt Berlin gibt es Erschreckendes von einer aktuellen Ausstellung zu berichten. Unter dem Titel „Welcome to diversCITY! Queer in Schöneberg und anderswo“ sollen Kinder und Jugendliche im „Jugend Museum Schöneberg“ über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt „lernen“.

Die interaktive Ausstellung ist das Ergebnis des staatlich geförderten und von der Bundesregierung mit einem Preis ausgezeichneten Projekts „All included!“.

Dieses Museumsprojekt läuft seit vier Jahren und hat rund 3000 Schüler (laut taz ab 3. Klasse!) mit Themen wie Gender und Homo- und Transsexualität konfrontiert und sie aufgefordert, die Geschlechter männlich und weiblich und die natürliche Sicht auf Ehe und Familie zu hinterfragen.

In der Ausstellung, die bis August 2019 läuft, erfahren die Schüler nun die „queere Geschichte des Schöneberger Regenbogenkiezes“ und bekommen „queere Exponate“ präsentiert, wozu allen Ernstes auch eine Skulptur von Jesus mit dem Apostel Johannes gehört.

Doch damit nicht genug: Ab März veranstaltet das Museum dazu Workshops für Schulklassen.

Eltern sollten wachsam sein.

Die Publizistin Hedwig von Beverfoerde leitet u.a. die Elternrechtsbewegung „Demo für alle“: www.demofueralle.de


Berlin: „Queere“ SPD-Gruppe provoziert mit Postkartenspruch „Du Hetero-Sau“

Wie die „Berliner Zeitung“ berichtete, hat sich die Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Pankow anläßlich des 40. Jubiläums des homosexuellen CSD in Berlin etwas Besonderes einfallen lassen, nämlich eine Postkarte mit dem Spruch „Du Hetero Sau“ in fetten Buchstaben, daneben die Regenbogenfahne als Symbol.

Die SPD-Aktion wolle damit provokativ auf „homophobe Beleidigungen“ wie „Schwule Sau“ aufmerksam machen, erklärte Alfonso Pantisano, stellv. Leiter dieser SPD-Initiative. Hinsichtlich der Kritik an dieser Postkartenaktion sprach er von einer „erkrankten Diskussionskultur in Deutschland“. Man arbeite sich an Überschriften ab, „ohne sich mit Inhalten auseinanderzusetzen“.

Auf die Idee, wie auch immer geartete „Inhalte“ seriöser vorzutragen, scheint dieser „queere“ Sozialdemokrat nicht zu kommen.


Bischof Bode erntet den wohlverdienten Beifall von Gegnern und „Reformern“ der Kirche

Mathias von Gersdorff

Wenn Bischof Franz-Josef Bode mit seinem Vorschlag, Homo-Paare segnen zu lassen, Applaus von den Feinden der Kirche ernten wollte, so hat er sein Ziel erreicht.

So kommentierte das „Neue Deutschland“, ehem. Organ der SED in der DDR: „Ein gewichtiges Wort. Immerhin ist der Niedersachse stellvertretender Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und dienstältester Bischof in Deutschland.“

Das Internetportal „Queer“, das sich selbst als das „Zentralorgan der Homo-Lobby“ bezeichnet, gab der Nachricht zwar Bedeutung, hielt sich aber mit einer Bewertung zurück. 

In den Kommentaren zum Queer-Artikel wurde aber betont, dass es sich um eine Revolution und eine Abkehr von der katholischen Lehre handelt: „Wir reden hier von der katholischen Kirche! Da ist das eine Revolution, die Herrn Bode unter Ratzinger den Kopf gekostet hätte. In seinem (und Wojtylas) Volkswartbund-Sprech der 40er Jahre ginge es hier um die Segnung der ‚Legalisierung des Bösen‘.“

Ein anderer Schreiber fordert, dass die Homo-Community diesen Kirchenmann unterstützt: „Bischof Bode war immer schon liberal und weltoffen, auch gegenüber Schwulen und Lesben, weswegen er von Steinzeitkatholiken immer mal wieder angegriffen wurde. Seine jetzige Forderung sollte man uneingeschränkt unterstützen und nicht sofort Maximalforderung stellen. Schritt für Schritt!“

Markus Gutfleisch, Sprecher der „Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche“ meint: „Bischof Bode bringt neuen Wind in die katholische Kirche.“

Begeistert äußert sich auch das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK). Dessen Präsident Thomas Sternberg erklärt: „Wir brauchen ein Signal der kirchlichen Wertschätzung für gleichgeschlechtliche Paare“.

Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann macht sich in Katholisch.de sogar schon Gedanken, wie eine solche „Segnung“ liturgisch aussehen könnte.

Die ultralinken Katholiken von „Wir sind Kirche“ fordern sogar von der Bischofskonferenz Leitlinien für die Segnung homosexueller Paare.

An diese Reaktionen wird klar: Auf der Seite Bischof Bodes versammeln sich all diejenigen, die seit eh und je gegen die Kirche wettern und das katholische Lehramt ablehnen. Sie haben sofort verstanden, dass es hier um eine Demontage der katholischen Lehre über Ehe und Familie und damit auch um eine Schwächung der katholischen Kirche insgesamt geht. 

Auf der anderen Seite stößt Bischof Bode gerade diejenigen vor den Kopf, die in einer zunehmend säkularisierten Welt der Kirche treu bleiben. Und noch schlimmer: Just zu einem Zeitpunkt, in dem sich viele Muslime dem katholischen Glauben zuwenden, verdunkelt Bischof Bode die Strahlkraft der Kirche Christi.

Zu meinen, Bischof Bode würde das Ausmaß seines Handelns nicht ermessen, ist naiv. Seit langem kämpft er gegen die katholische Lehre über Ehe, Familie und Sexualität. Vor der Bischofssynode im Herbst 2015 gehörte er zu den Liberalsten überhaupt. Er musste wissen, dass er Jubel bei den Kirchenfeinden erzeugen würde.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt und veröffentlicht seine aktuellen Stellungnahmen u.a. auf diesem Weblog: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Schleswig-Holstein: „Queere“ Schulpläne wurden gegen den Elternwillen durchgezogen

Mathias von Gersdorff

Eines der größten Ärgernisse für die Eltern Schleswig-Holsteins war die massive Ausdehnung der „Queeren Bildung“ in den Schulen durch die rot-grüne Landesregierung.

Diese „Erziehung“ sieht vor, dass die Kinder alles über „sexuelle Vielfalt“, homo- und sonstige Partnerschaften erfahren. Kurz: Das gesamte Gender-Programm fand Einzug in die Schulen des hohen Nordens.

Besonders heftige Reaktionen provozierte die Tatsache, dass schulfremde Gruppen homosexueller Aktivisten das Lernziel „Queere Bildung“ vermitteln sollen, was geradezu eine Einladung ist, Propaganda für bestimmte Lebensweisen zu machen. Der Etat hierfür würde von der Albig-Habeck-Landesregierung glatt verzehnfacht.

Manche Lehrbücher machten dermaßen offen Propaganda für alternative Sexualformen, dass sie aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken zurückgenommen wurden.

Für die bürgerlichen Wähler waren dies sowie weitere schulpolitische Themen von höchster Bedeutung. Trotzdem hat sich CDU-Spitzendkandidat Daniel Günther nie eindeutig gegen die skandalöse „Queere Bildung“ ausgesprochen.

Der Verein „Echte Toleranz“, der stets gegen die „Queere Erziehung“ argumentiert und publiziert hat, fragte sich: „Fürchtet der CDU-Spitzenkandidat, dass eine öffentliche Debatte über die verfassungs- und schulrechtlichen Grenzen „Queerer Bildung“ der CDU mehr schaden als nutzen könnte? Solange Günther sich nicht äußert, lässt sich hierüber nur spekulieren. Die naheliegende Vermutung lautet: „Queere Bildung“ ist ein Tabu-Thema, zu dem sich generell niemand öffentlich äußern möchte.“

Kurz vor der Wahl äußerte sich schließlich die CDU-Schattenministerin für Bildung, Karin Prien, zur „Queeren Bildung“, ließ aber offen, ob und was sie dagegen zu tun gedenke, sollte sie Landesministerin werden. Doch immerhin erklärte sie: „Themen wie Inter- und Transsexualität; diese haben in Kindergärten oder Grundschulen jedenfalls nichts zu suchen.“ 

Ist das ein Grund zur Hoffnung? Zunächst muss abgewartet werden, ob überhaupt eine CDU-geführte Landesregierung zustande kommt. Auch Rot-Gelb-Grün wäre möglich.

Doch eines ist sicher: Ohne Druck von der Basis wird sich nichts ändern. Nur der Protest der Bürger wird sicherstellen, dass die Schulen nicht zu Gender-Indoktrinatonsstätten werden. Wir werden jedenfalls die Entwicklung in Schleswig-Holstein weiter kritisch beobachten und darüber berichten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und schreibt aktuelle Beiträge u. a. hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Lesbisch-queere Entgleisungen: Islam-Kopftuch und Männer-Diskriminierung

Von Felizitas Küble

In den letzten Jahren mehren sich merkwürdige Tendenzen im lesbischen, genderbewegten und „queeren“ Spektrum (worunter neben Homos auch Bi-, Inter- und Trans-Sexuelle zu verstehen sind). foto-dcubillas-www_freimages_com_

So wurde z.B. auf dem „Lesbisch-schwulen Stadtfest“ in Berlin-Schönefeld im vorigen Jahr mit einem Plakat für die „Frauenliebe“ geworben, das sogar in eigenen Kreisen nicht ganz unumstritten war:

Das offizielle Poster der Organisatoren zeigte zwei sich innig küssende Frauen, eine davon mit Kopftuch, offenbar eine Muslima. Das Motto „Gleiche Rechte für Ungleiche“ war auf Deutsch und Arabisch (!) zu lesen.

Klar: Die rotgrüne Multikulti-Ideologie läßt grüßen, da drückt man betr. frauenfeindlichem Islam nicht nur zwei Augen zu, sondern biedert sich diesem sogar noch an.  

Zweites Beispiel:

Zu den Stör-Aktionen gegen den „Marsch für das Leben“ hatte auch die Initiative FLTI* (FrauenLesbenTransInter*) aufgerufen. Jene Damen und Trans-Inter-Personen legen alljährlich besonderen Wert darauf, daß ihre Teilnehmerschaft die Gegen-Demo vorne anführt, also den ersten Block bildet.

Diese lesbischen und und sonstigen Transgender-Aktivisten etc. haben freilich mit echten Männern nichts am Hute  – also mit jenen Männern, die weder „trans“ noch „inter“ noch sonstwie „queer“ sind, sondern sich allen Ernstes schlicht als Männer „selbstwahrnehmen“ (wozu auch die meisten Schwulen gehören).

Die erwähnte Gruppierung FrauenLesbenTransInter schreibt in ihrem Einladungstext zu den Störaktionen folgendes:

„Es sind alle Menschen eingeladen, im 1. Block mit zu laufen, außer Cis-Männer. Unter Cis-Männern verstehen wir, dass sich Menschen mit dem „männlichen“ Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugewiesen wird, identifizieren und weder trans noch inter sind.“

Also: Cis-Männer unerwünscht.  – Näheres dazu in diesem kritischen Artikel von Dr. David Berger: https://philosophia-perennis.com/2016/09/18/queeriban/


Meinungsfreiheit ade? – Zensur gegen islamkritische Seiten von David Berger

Von Felizitas Küble

Die homosexuelle Bewegung in Deutschland ist kein einheitlicher Block, wie es manchen Leuten auf den ersten Blick erscheinen mag. Es gibt zB. im schwulen Spektrum nicht etwa nur rot-grüne oder sonstige linksgestrickte Aktivisten, sondern auch bürgerlich-liberale bis konservative Zeitgenossen.  DavidBergerPM

Zu diesen liberal-konservativen Persönlichkeiten gehört der Philosoph und Publizist Dr. David Berger aus Berlin (siehe Foto)

Er befaßt sich skeptisch mit der Gender-Ideologie, wendet sich gegen linke Meinungszensur und Einseitigkeit in den Medien  –  und er äußert sich vor allem eindeutig islamkritisch. Daher wurde er sogar   –  wir hatten hier im CF darüber berichtet   –  als Chefredakteur des homosexuellen Magazins „Männer“ gefeuert; zudem erlebte er ständige verbale Attacken aus dem Lager der „Homo-Funktionäre“.

Die Krönung der gegen Berger gerichteten Unverschämtheiten geschah kurz nach dem Massaker von Orlando. Der Autor hatte sich die weltfremde Islamverharmlosung vieler Multikulti-Fans und sonstiger Zeitgeist-Naivlinge vorgeknöpft  und den „real existierenden Islam“ unter die Lupe genommen. Zugleich beschwerte er sich über die „Blindheit linksgrüner Homo-Aktivisten in Deutschland“. 

Kaum zu glauben, aber wahr: Facebook sperrte als Reaktion hierauf für 30 Tage sowohl Bergers persönliches Facebook-Profil wie auch die FB-Seite seines Gaystream-Online-Magazins. 

Ein eklatanter Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, eine Zensurmethode, die durch nichts gerechtfertigt ist  – und wo bleibt der Protest jener Kreise, die sich sonst so gerne als Lordsiegelbewahrer von Toleranz, Pressefreiheit, Dialog und souveräner „Streitkultur“ verstehen?

Schweigen im Walde, genauer: im linken Blätterwalde.
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Auch die Homo-Szene und „queere“ Kreise hielten es nicht für nötig, sich mit Dr. Berger zu solidarisieren. Dies ist umso unverständlicher, weil das Eintreten für Meinungsfreiheit keineswegs bedeutet, ohne weiteres mit den Ansichten des Betreffenden übereinzustimmen. Toleranz bewährt sich doch gerade dann, wenn es um Andersdenkende geht  – bei Gleichgesinnten erübrigt sich diese Tugend.
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Aber nicht einmal zu dieser fairen Haltung, wie sie für Demokraten selbstverständlich sein sollte, konnte man sich in diesem Spektrum durchringen.
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Hingegen setzten sich Medien aus dem politisch konservativen Lager (zB. die „Junge Freiheit“), aus der evangelikalen Bewegung (Magazin PRO) und aus dem romtreuen Katholizismus (Tagespost) für die Meinungsfreiheit Bergers ein und kritisierten die skandalösen Sperrungen von Facebook.

Dr. Berger zieht aus diesen ernüchternden Erfahrungen eine klare Schlußfolgerung:

„So erfreulich diese Solidarisierungen auch im Hinblick auf eine Normalisierung des Verhältnisses zwischen überzeugten Christen und bürgerlichen Homosexuellen sind, so erschreckend ist die Tatsache, dass wir in Zeiten leben, wo politisch Konservative, konsequent katholische oder evangelische Christen die Meinungsfreiheit Homosexueller gegen eine inzwischen bereits halb staatlich (Maas-Kahane) organisierte Zensur verteidigen.“

Inzwischen hat Facebook auf Druck islamischer Gruppen auch arabisch-sprachige Freidenker- und Atheisten-Profile gelöscht  – auch darüber berichtet Dr. Berger: https://philosophia-perennis.com/2016/06/26/news-facebook-2/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Artikel der katholischen TAGESPOST von Dr. Stefan Meetschen: http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Wen-Facebook-loescht-und-sperrt;art310,170345

Weitere Infos zur Zensur gegen Dr. Berger hier: http://www.david-berger.info/#!Wenn-Konservative-und-Katholiken-f%C3%BCr-die-Meinungsfreiheit-Homosexueller-k%C3%A4mpfen/c1vx5/576bf0fb0cf27c385a746fe2


Causa Marcel Rohrlack: Das eiserne Schweigen in der grünen und queeren Szene

Von Dr. David Berger

Der Fall des schwulen Sprechers der Grünen Jugend München, Marcel Rohrlack, der auf dem Nachhause weg vom CSD München von einer Gruppe junger Männer – aus homophoben Motiven – angegriffen und am Auge verletzt wurde, führt zunehmend zu immer kontroverseren Diskussionen. pressefotoberger11

Diese beziehen sich auf sein Interview mit der Huffington Post, in dem er der AfD und den „Besorgten Eltern“ die Schuld an dem ihm angetanen Unrecht gegeben hatte.

Seitdem durch die Suchmeldung der Polizei bekannt wurde, dass es für die Thesen Rohrlacks keinen Anhaltspunkt gibt, hat sich auch die Stimmung in den sozialen Netzwerken deutlich gedreht. Auf dem Facebook-Profil Rohrlacks, auf dem er selbst den Vorfall zuerst bekannt und fotografisch dokumentiert hat, überwiegen nun die kritischen Kommentare.

Dies rührt auch daher, dass die Polizei von einem „südländischen Aussehen“ der Täter spricht – was viele als Hinweis darauf interpretieren, dass es sich bei den Angreifern um junge Männer mit muslimischem Migrationshintergrund gehandelt hat. (http://www.taz.de/!5169513/)

Viele Facebook-Kommentare zeigen Ängste und eine Wut im Bauch, für die der Fall Rohrlack nur ein Auslöser war. Daher dann auch die fast zornigen Kommentare auf den strategischen Umgang Rohrlacks mit dem Vorgefallenen. pc_pi

So schreibt ein Kommentator: „Ich würde ja sehr gerne sagen, dass es mir leid tut, Herr Rohrlack. Aber das wäre eine Lüge.  Ich selber bin homosexuell, aber das, was Ihr da veranstaltet, musste ja auf lange Sicht zwangsläufig in sowas münden. Eure Affenliebe kommt Euch teuer zu stehen. Seit Jahrzehnten wird genau vor sowas gewarnt. 

Mit dem Feind auf Kuschelkurs zu gehen ist wie reine Blausäure trinken in der Erwartung, dadurch unsterblich zu werden. Ich möchte Dir dennoch vom ganzen Herzen gute Genesung wünschen und alles Glück dieser Erde, lieber Marcel.“

Und ein anderer bemerkt: „Ich bin für die Homoehe und gegen die Ausgrenzung von Schwulen und Lesben, aber auch dagegen, noch mehr Menschen ins Land zu holen, die einer Mittelalterreligion angehören und alles Westliche hassen und verdammen, daher kann ich eine gewisse Schadenfreude nicht verleugnen. Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“ foto-dcubillas-www_freimages_com_

Warum herrscht bei Opfer und Grünen nun eisernes Schweigen zu den Tätern?

Auch die, die vorher ganz auf der Seite des Grünen-Politikers standen, fragen nun mit Nachdruck an, was man nun zu den Tätern sagen können. So schreibt ein Facebook-Kommentator auf dem Profil von Marcel: „Sehr geehrter Herr Rohrlack, wurden die Täter gefasst? Waren es die üblichen nationaldeutschen Nazis? Warum wird nirgends ein Wort über die Täter verloren? Worauf beziehen Sie sich mit „be proud“?

Schweigen zu den Tätern nährt Spekulationen

Von dem Jungpolitiker und seiner Partei gibt es bislang zu den drängenden Fragen keine offizielle Stellungnahme.

Bester  Boden dafür, dass andere sich der Sache annehmen. So etwa der Ex-Muslim und Menschenrechts-Aktivist Kaya Cahit in verschiedenen Facebook-Posts: https://www.facebook.com/kayacahit.

So schreibt er: „Wie dumm muss man sich eigentlich fühlen, sich so beherzt gegen JEDE Kritik an Muslimen und Islam einzubringen, um dann ausgerechnet von Muslimen als kranke Schwucht*el gesehen und zusammengeschlagen zu werden? So geschah es diesem Typen. Er ist Sprecher der Grünen Jugend München, eine Vorfeldorganisation islamistischer Gruppen, wenn man ihren Schwachsinn durchliest.

Es ist kein Geheimnis, dass die Mehrheit der Muslime Schwule nicht nur nicht mögen, sondern regelrecht verachten. Ich könnte es gut verstehen, wenn man die Teile der modern denkend und lebenden Muslime in Schutz nimmt, die zu Unrecht angegriffen werden. Aber sich für ALLE stark zu machen und nichts Kritisches zuzulassen führt eben dazu, dass man auch die großen Gruppen von Neandertalern verteidigt, die sich unter Muslimen finden lassen: man verteidigt also Menschen, die einen selbst für krank und pervers halten und bei der ersten Gelegenheit vermöbeln, wie das Beispiel hier bestens zeigt!“

AfD-Vertreter kritisiert Blindheit gegenüber Islam

Auch die „Homosexuellen in der AfD“ haben sich nun in der Sache zu Wort gemeldet. Der Bremer Bürgerschaftsabgeordnete und Bundessprecher der Homosexuellen in der AfD, Alexander Tassis, erklärt dazu: Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Es sei bereits „soweit gekommen, dass politische Korrektheit selbst körperliche Angriffe von Ausländern auf Schwule rechtfertigt. Nicht die Angreifer sind für ihre Taten verantwortlich, sondern sie werden scheinbar von der deutschen Kultur zu ihrer Schwulenfeindlichkeit getrieben.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Ja, die Angreifer sind die Opfer von „Islamophobie“. Das stellt die Dinge auf den Kopf und Herr Rohrlack hat die gesamte Ideologie der politischen Korrektheit geschluckt.

Es wird einmal eine Zeit kommen, an dem die Schwulenbewegung erkennen wird, dass sie spätestens in der Mitte des zweitens Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts vom Wege der Emanzipation abgekommen ist und Teil der Politischen Korrektheit geworden ist. Wer sich mit diesen Strang der Geistesgeschichte verbündet, wird daran langfristig als Homosexueller aufgeknüpft und nicht nur, wie aktuell geschehen, zusammen geschlagen werden.“

Realistische Debatte ist überfällig

Es bleibt aber nicht bei in der Sache harten, aber fairen Kommentaren: In vielen Facebook-Kommentaren sind auch homophobe Untertöne hörbar, so dass eine Facebook-Kommentatorin, offensichtlich eine Verwandte Rohrlacks, bereits zur Mäßigung aufgerufen hat.

Wenig hilfreich sind dabei die Kommentare von gewaltbereiten Rohrlack-Fans: ein Richard Polle etwa kündigt an, dass sich der genannte Islamkritiker Kaya Cahit bei ihm „ein Veilchen abholen kommen“ kann: „Oder auch zwei“.

Irgendwie hat man den Eindruck, dass man die mit der versuchten politischen Instrumentalisierung gerufenen Geister nun nicht mehr los wird und sie sich gegen den wenden, der zuerst Opfer der Sache war – und ihn nun zum zweiten Mal zum Opfer machen. Dass Marcel daran nicht unbeteiligt war, mag man zurecht einwenden.

Vielleicht ist es noch nicht zu spät: Wir brauchen jetzt eine kritische Debatte zum Verhältnis Islam und Homosexualität in Deutschland.

Ob es angemessen ist, das  –  angesichts seines jugendlichen Alters  –  zu tun, scheint sehr fraglich. Jetzt wäre es Zeit, ihm strategisch klug die Augen für das zu öffnen, was da passiert ist, ihn vor einem weitergehenden Stockholm-Syndrom zu bewahren  – und den längst überfälligen Diskurs zum Verhältnis Islam und Homosexualität (auch in Deutschland) nicht denn (virtuellen) Stammtischen zu überlassen.

Unser Autor Dr. David Berger ist Philosoph, Theologe und Publizist; er lebt in Berlin und wurde Anfang dieses Jahres wegen islamkritischer Äußerungen als Chefredakteur des Homosexuellen-Magazins „Männer“ gefeuert: https://charismatismus.wordpress.com/2015/02/02/dr-david-berger-flog-wegen-islamkritik-aus-der-chefetage-der-manner-zeitschrift/

Erstveröffentlichung dieses Beitrags hier: http://journalistenwatch.com/cms/71873/