Kira Grünberg aus Tirol: lebensfroh und tapfer trotz schweren Unfalls

Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen. Ein Mensch, der dieses Wort verwirklicht, ist die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg aus Tirol. Facebook-Zitat-Stein

Die heute 22-Jährige war die Leichtathletik-Hoffnung Österreichs, sie sammelte Medaillen wie andere Leute Pilze, hält den nationalen Rekord in der Disziplin. Bis zu dem schweren Trainingsunfall Ende Juli, der Kira ab Brusthöhe abwärts lähmte. Ihre Karriere dahin, die Träume zerplatzt, das ganze weitere Leben ein Fragezeichen.

Aber Kira kämpft: „Ich bin nicht krank. Ich bin nur querschnittsgelähmt“, sagt sie lebensfroh. „Ich sehe den Unfall als Bestimmung und Schicksal.“

In der Reha im Kurzentrum Bad Häring macht sie Fortschritte, hat gelernt, fast ohne fremde Hilfe alleine zu essen, zu trinken und sich die Zähne zu putzen. Durch Spezialtraining gewinnt sie Kraft im Oberkörper, wodurch sie sich besser mit dem Rollstuhl bewegen kann. Ihr knuddeliger Assistenzhund geht gerade in die Hundeschule.

Jetzt freute sie sich auf das Christfest bei ihren Eltern, denn bis Anfang Januar durfte sie nach Hause. Kira will eine Stiftung gründen, „damit auch andere Leute Unterstützung erhalten, so wie ich. Es ist mir ein Anliegen, anderen zu helfen.“  –  Stark.

Christian Rudolf in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Buch-TIP: „Riss im Glück“ von Stephan Kulle

Untertitel: „Diagnose: Querschnittslähmung  – Wie ich wieder auf die Beine kam.“

Das im Fischer Taschenbuch-Verlag vor zwei Jahren erschienene Buch des Fernsehmoderators und katholischen Theologen Stephan Kulle wurde uns bereits mehrfach von Lesern empfohlen. 

Der Lebensbericht des einst Querschnittsgelähmten ist für 9,95 € durchaus erschwinglich –  und vor allem spannend und informativ.

Als junger Mann  – aufgewachsen im katholischen Eichsfeld  –  erlebte er einen unverschuldeten Unfall und war jahrelang im Rollstuhl; doch mit eisernem Willen, guter Therapie und Glaubenszuversicht kam er buchstäblich wieder auf die Beine.

Wir baten unsere  Autorin Cordula Mohr (siehe Foto: mit zwei ihrer Kinder im Krippenmuseum) um ihre Gedanken zum Kulle-Buch. 

Cordula ist dreifache Familienmutter mit einer behinderten Tochter; sie ist in der Lebensrechtsbewegung in Rheine aktiv.

Hier Cordulas Eindrücke frisch nach ihrer Lektüre von „Riss im Glück“:

„Schon der Titel des Buches passt 100 % zum Buch und zum Autor. Er war und ist ein sehr fröhlich  und positiv eingestellter Mensch, der durch einen kleinen Auffahrunfall gelähmt wird. Er hat sich seinen katholischen Glauben zutiefst bewahrt und glaubt, dass Gott ihm durch Menschen, neue Therapien und viel positive Ereignisse geholfen hat, wieder auf die Beine zu kommen. 

Tatsächlich hat er wieder laufen gelernt.Nicht zuletzt war ein ganz starker Wille da, es zu schaffen.  Er kennt sich medizinisch sehr gut aus und hilft anderen Patienten, die nicht diese Stärke haben.

Zudem schreibt er auch über jene schreckliche Zeit, wo er in Unwissenheit leben musste, ob er überhaupt gelähmt sei  – und darüber, wie andere mit dieser Diagnose umgehen. Er erwähnt den Selbstmord einer Frau, die gerade verheiratet war, deren Mann aber völlig überfordert war mit dieser Situation.

Der Autor zeigt auch auf,  dass seine eigenen Eltern damit überfordert sind. Zum Schluss jedoch lässt er seine Mutter im Glauben, das Lourdeswassser hätte ihm geholfen;  sie rieb öfters seine Beine damit ein.

Er beschönigt nichts von der Lähmung und von psychischen Belastungen für sich und andere. Aber sein frischer Schreibstil lässt einen nicht los von dem Buch. Manchmal muss man regelrecht schmunzeln über die Wortwahl des Verfassers. 

Ich würde es jedem zur Lektüre empfehlen, besonders natürlich Betroffenen. Es kann auch in anderen schwierigen Lebenssituationen hilfreich sein.“