Gleichstellung zerstört die Gleichberechtigung

Beatrix von Storch

In meiner Bundestagsrede konnte ich aus Anlass des Internationalen Frauentages etwas sehr Positives zum Thema Gleichberechtigung sagen: Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist in Deutschland tatsächlich erreicht, und das schon seit Jahrzehnten.

Deswegen brauchen wir keinen Internationalen Frauentag. Dem Mainstream-Feminismus geht es aber nicht um Gleichberechtigung, sondern um Gleichstellung.

Gleichstellungspolitik zerstört Gleichberechtigung. Die Geschlechterparität im Wahlrecht zerstört die freie und geheime Wahl, vor allen Dingen die gleiche Wahl. Die Quote behindert die freie Berufswahl und die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz. Wir müssen heute aktiv die Gleichstellungspolitik bekämpfen, um die Gleichberechtigung zu bewahren.

Gleichberechtigung heißt: Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, unabhängig von ihrem Geschlecht. Auf der Grundlage dieser Rechtsgleichheit können die Frauen und Männer dann freie Entscheidungen treffen.

Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass in allen Gremien, in allen Vorständen, in allen Parlamenten eine paritätische Besetzung vorhanden ist, und auch nicht, dass in allen Berufen und in allen Branchen gleich viele Männer und Frauen arbeiten müssen. Für die Politik muss gelten: Freie Bürger treffen freie Entscheidungen, und die Politik respektiert das Ergebnis – das ist Gleichberechtigung – und nicht: Die Politik zwingt, manipuliert, fordert, bevormundet und indoktriniert so lange, bis das politisch gewünschte Ergebnis eintritt.

Meine Rede dazu im Video finden Sie hier.


Medizin-Professor Freyschmidt will eine „Männerquote“ beim Arztberuf

Der ehem. Professor der Medizinischen Hochschule Hannover, Jürgen Freyschmidt, hat sich für eine Männerquote unter Ärzten ausgesprochen. Die Teilzeitarbeit der Frauen nach dem Medizinstudium verschärfe die Versorgungsproblematik drastisch, warnte er in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

„Es ist die Angst, ins Fettnäpfchen zu treten, wenn es darum geht, das eigentliche Problem anzufassen – und das liegt in dem unausgeglichenen Geschlechterverhältnis zwischen Ärztinnen und Ärzten“, schrieb Freyschmidt. Auch die von jungen Ärzten angestrebte „Work-Life-Balance“ stelle das derzeitige Gesundheitssystem vor große Probleme.

Über 65 Prozent aller Studienanfänger seien derzeit weiblich, da Frauen im Schnitt bessere Abiturnoten hätten als Männer. Doch viele von ihnen würden das Studium vorzeitig abbrechen oder nach dem Staatsexamen durch eine Familiengründung ihren Beruf nicht oder nur teilweise ausüben: „Von den ärztlich tätigen Ärztinnen arbeiten zahlreiche nur halbtags, was besonders die Kliniken zu spüren bekommen, wenn nachmittags Stationen nicht mehr ausreichend besetzt sind.“

Der einstige Chefarzt fordert anstelle von guten Noten für die Aufnahme in das Medizinstudium einen psychologischen Eignungstest und eine Quote von 50 Prozent weiblichen und 50 Prozent männlichen Anfängern. 

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Briefzustellung am nächsten Tag? – Deutsche Post schafft keine Quote von 80%

Briefe sind mit der Deutschen Post häufig deutlich länger unterwegs als nur einen Tag. In einer Stichprobe für die NDR-Doku  Der große Post-Check haben Reporter ihre Briefe quer durch Deutschland geschickt.
Lediglich 60 Prozent der Briefe landeten am nächsten Werktag im Briefkasten der Empfänger.
Damit verstößt die Deutsche Post gegen die Post-Universaldienstleistungsverordnung. Darin ist gesetzlich verankert, daß die Post mindestens 80 Prozent der Briefe am nächsten Werktag zustellen muß.

Nach einer Statistik, die die Post selbst veröffentlicht hat, werden 95 Prozent aller Briefe bereits am Folgetag zugestellt. Auf die Recherchen des NDR reagierte das Unternehmen ausweichend: Man garantiere ja nicht, daß die Briefe am nächsten Tag ankommen. Dies sei vielmehr ein Kundenanspruch, dem man genügen wolle. Das gelinge nicht in jedem Fall.

 Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk (ots)