Radio Vatikan im Interview mit Erzbischof Gänswein über Papst Benedikt

Im April wird er 90 Jahre alt, doch nach wie vor gilt: „Papst Benedikt ist guter Dinge!“  – Das sagt sein Sekretär, Kurien-Erzbischof Georg Gänswein, in einem Interview mit Radio Vatikan. Der emeritierte Papst gehe täglich spazieren, lese die Zeitung, bete, höre Musik und empfange Besucher.

Prälat Gänswein weiter:  

„Was ihm etwas Sorgen bereitet, sind die Füße, die Beine. Er hat Schwierigkeiten mit dem Gehen, darum nimmt er den Rollator zu Hilfe, und damit kommt er ganz gut zurecht.

Sonst: ganz klar im Kopf, ganz hell. Nimmt Anteil an allem. Er liest, er betet, er hört Musik, er hat Besuch; jeden Tag ist auch ein kleiner Spaziergang mit Rosenkranz angesagt, also – das, was er am Anfang seiner Zeit als Papa emeritus gemacht hat, das macht er auch jetzt.“

Frage: Schaut er italienische oder deutsche Fernsehnachrichten? Liest er den „Osservatore Romano“ (Vatikanzeitung), italienisch oder deutsch?

Wenn der Bruder da ist, sind deutsche Nachrichten angesagt. Wenn der Bruder nicht da ist, sieht er – da er ja in Italien lebt – italienische Nachrichten. Der (italienische) „Osservatore Romano“ ist selbstverständlich eine Lektüre, Tag für Tag, und er liest darüber hinaus auch anderes, um sich zu informieren und zu wissen, was in der Welt los ist.

Frage: Hat er einen sehr geregelten Tagesablauf oder bleibt er einfach mal länger im Bett?

Nein – die Regelmäßigkeit des Ablaufs, die konkrete Einteilung des Tages ist seit eh und je eindeutig. Es ist nicht so, dass er mal ausschläft, und dann fängt der Tag eben später an, sondern der Tag beginnt mit der heiligen Messe, jeden Tag zur gleichen Zeit.

Frage: Und hält er da auch eine kleine Predigt oder Betrachtung? Bereitet er sich darauf vor?

Jeden Sonntag, ja. Am Sonntag hält er immer eine schöne Predigt für uns, die „Memores“ und mich. Ab und zu ist auch ein Besuch da.

Frage: Schreiben Sie sich eigentlich auf, was der emeritierte Papst predigt  –  oder geht das einfach so verloren?

Wir halten es fest, was er predigt, denn er spricht frei. Er hat wohl ein Predigtheft, in das er Notizen macht, aber er predigt frei. Und wir versuchen schon, festzuhalten, was er sagt.

Quelle und vollständiger Text hier: http://de.radiovaticana.va/news/2017/03/19/wie_geht_es_benedikt_xvi_fragen_an_georg_g%C3%A4nswein/1299704


Vatikan: Erzbischof Gänswein warnt vor einer zeitgeistigen Gefälligkeits-Kirche

Kurien-Erzbischof Georg Gänswein mahnt die Kirche, sich nicht mit dem Zeitgeist gemein zu machen. „Die Kirche darf sich nicht von dem leiten lassen, was gerade ankommt, sondern sie muss verkünden, worauf es ankommt.“ Radio Vatikan

Das sagte der Präfekt des Päpstlichen Hauses und Sekretär vom em. Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS.

Den Vorwurf, die Kirche sei nicht mehr zeitgemäß, nannte Gänswein „unbegründet und haltlos“. Die Kirche werde immer unzeitgemäß sein: „Ansonsten verrät sie das Wort Gottes, das in gewisser Weise immer auch eine heilsame Zumutung für die Menschen ist.“

Die Zusammenarbeit mit Papst Franziskus nennt Gänswein „gelegentlich nicht ganz leicht“. Das Kirchenoberhaupt liebe Überraschungen „und sorgt auch für solche“, da könne es schon einmal Termin-Kollisionen geben. „Eine manchmal heikle Angelegenheit“, sagte Erzbischof Gänswein weiter.

Quellen: Radio Vatikan und FOCUS-online


USA: Brandstiftung in afroamerikanischen Kirchen nicht „rassistisch“ motiviert

Seit Wochen gab es in den Medien, sogar bei „Radio Vatikan“, große Aufmerksamkeit für eine auffallende Häufung von Brandstiftungen speziell in Kirchen in den USA, die fast ausschließlich solche Gotteshäuser betrafen, die von Afro-Amerikanern genutzt werden.

Im Bereich vor der Eingangstüre wurde Feuer gelegt, so dass Menschen nicht zu Schaden kamen und der Sachschaden sich in Grenzen hielt. Sofort wurde in zahlreichen Medien weltweit spekuliert, dass dies eigentlich nur Rassisten getan haben könnten… HIER !
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Nun folgte allerdings, von nur wenigen Medien publiziert, die Überraschung: Wie „kathpress“ mitteilt, wurde der mutmaßliche Brandstifter endlich geschnappt: ein Afro-Amerikaner!  —> HIER !
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Quelle und vollständiger Text hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/11/presse-rassisten-zundeten-in-den-usa.html

Pater Klaus Mertes SJ agitiert weiter gegen die Glaubenskongregation

Von Felizitas Küble

Wir erinnern uns: Mitte September 2013 berichtete Radio Vatikan, daß der in der Medienwelt als „Aufklärer“ vielgerühmte Jesuitenpater Klaus Mertes die kritische Debatte um frühere Pädosex-Skandale bei den Grünen kritisiert.

Und warum gefiel dem katholischen Geistlichen diese  – immerhin seit Jahrzehnten überfällige  –  Aufklärung und Kontroverse nicht?

Der heutige Leiter der Jesuitenschule Sankt Blasien im Schwarzwald wandte sich folgendermaßen gegen die Thematisierung der grünen Vergangenheit im Wahlkampf:

„Mich ekelt jede Form der Instrumentalisierung dieses Themas und jede damit verbundene Selbstgerechtigkeit schlicht an.“

BILD: Empfehlenswertes Aufklärungsbuch „Die mißbrauchte Republik“ über Pädosex-Forderungen von Grünen und 68ern

Pater Mertes hat damit die grüne Partei in Schutz genommen, obwohl es sich bei jener Debatte um eine  – auch durch wissenschaftliche Archiv-Forschung fundierte  –  Sach-Auseinandersetzung handelte, die von Opferschutzverbänden ausdrücklich begrüßt wurde, zB. von „NetzwerkB“, einem der größten Interessensverbände von Betroffenen sexuellen Mißbrauchs.

Im April 2012 wurde P. Mertes mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis der SPD ausgezeichnet. Die Partei begründet diese Würdigung damit, daß Mertes als Leiter des Berliner Canisius-Kollegs ehem. Schüler über die Mißbrauchsfälle informiert und damit zur Aufklärung des Skandals beigetragen habe.

Was die SPD freilich verschwieg:

Der Jesuit wußte bereits vier bis fünf Jahre vorher über die Mißbrauchsvorgänge Bescheid, hat sie aber erst im Januar 2010 „aufgedeckt“, wobei er diese Aktion mit dem Versuch verknüpfte, eine grundsätzliche Kirchenkritik loszutreten, was im Blätterwald bestens ankam. Besonders die katholische Sexualmoral bewarf er mit scharfen Vorwürfen, was ihm noch mehr Beifall einbrachte.

Der bekannte evangelische Berliner Kriminalpsychiater Prof. Kröber wies allerdings darauf hin, daß von den 150 angeblichen oder tatsächlichen Betroffenen, die sich bei der Mißbrauchsbeauftragten des Jesuitenkollegs (der Rechtsanwältin Raue) gemeldet haben, mit einer einzigen Ausnahme alle verjährt waren, also schon Jahrzehnte zurücklagen.

Auch dies zeigt, daß es dem späten „Aufklärer“ Mertes wohl vor allem darum ging, eine Medien-Lawine gegen die eigene Kirche loszutreten, um sie dann umso erfolgreicher mit seinen modernistischen Forderungen zur Sexualmoral behelligen zu können. Dieses Konzept ist auch voll aufgegangen, wie man weiß.

Während Pater Mertes die Grünen mit ihrem Pädosex-Sumpf gerne verteidigt, hat er jetzt auf „Katholisch.de“ wieder  die eigene Kirche attackiert – wohlgemerkt: ausgerechnet das Internet-Portal der Deutschen Bischofskonferenz stellt ihm ein Forum für seine erneuten Rundumschläge zur Verfügung. Vat_Flagge

Das katholische Weblog „Kreuzknappe“ schreibt dazu::

„Im Grunde unterstellt er den demnächst zur Synode versammelten Bischöfen, sie seien (allesamt) in ihrer Glaubwürdigkeit „tief erschüttert“. Er zitiert einen engagierten ehemaligen australischen Weihbischof, der z.B. den Umgang von Papst Johannes Paul II. mit dem Thema als „armselig“ bezeichnet. 

Die zuständige Glaubenskongregation sei mit Leuten besetzt, „deren Wille zur Aufklärung aus guten Gründen sehr zweifelhaft ist“.  – Ein wenig wundert’s mich schon“, meint der „Kreuzknappe“ sodann recht zurückhaltend, „dass derart massives Geschütz aufgefahren wird.“

Da braucht er sich bei Pater Mertes überhaupt nicht wundern. Schließlich hat dieser Merkwürden schon im Februar 2014 nichts weniger als den Rücktritt von Glaubenspräfekt Gerhard Müller gefordert, der ihm als moraltheologisch konservativer Kardinal natürlich nicht ins linksliberale Konzept paßt  –  eine Vorgehensweise, die wirklich „armselig“ und „aus guten Gründen sehr zweifelhaft“ ist.

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das ökumenische Christoferuswerk e.V. in Münster

 


Wir dürfen Wahrheit und Barmherzigkeit nicht gegeneinander ausspielen

Mathias von Gersdorff

In ihren Kommentaren zur jüngsten Papstansprache zum Thema Ehe, Familie und Geschiedene (Generalaudien0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529z 5. August 2015) suggerieren sowohl Radio Vatikan (deutsche Sektion) wie auch Katholisch.de, das Internetportal der Deutschen Bischofskonferenz, dass es so etwas gäbe wie einen Wettbewerb zwischen Barmherzigkeit und Wahrheit.

Dergleichen kennt man aus der Wirtschaft, man nennt es Crowding-Out-Effekt: Je stärker die wirtschaftliche Aktivität des Staates, desto geringer die der Privatwirtschaft.

Beide katholischen Nachrichtendienste suggerieren etwas Ähnliches: Will man Barmherzigkeit ausüben, muss man Abstriche bei der Wahrheit machen, in diesem Falle die Standpunkte der Kirche über Ehe und Familie, die Sexualmoral und vor allem die Lehre über die Unauflöslichkeit der Ehe aufweichen.

Es wird ein falsches Dilemma zwischen Barmherzigkeit und Wahrheit fabriziert: Barmherzigkeit setzt die Wahrheit voraus. Wahre Barmherzigkeit will den Menschen zur Wahrheit und damit zu Christus führen. Das Ziel ist stets die Wahrheit Christi.ce56f-radiovatikan

So gibt Radio Vatikan (dt. Sektion) Zitate aus einem Kommentar des Pastoraltheologen François-Xavier Amherdt aus Fribourg (Schweiz) wieder:

„Die mehrfache wiederholte Bemerkung des Papstes, dass geschiedene Wiederverheiratete keineswegs exkommuniziert seien, könne sich in die Disziplin der Kirche hinein übersetzen, vor allem was den Zugang dieser Menschen zu den Sakramenten betrifft“, hofft Amherdt.“

Allerdings hat Franziskus diesen Punkt am Mittwoch gar nicht konkret angesprochen.“

Aus der Ansprache des Papstes lässt sich an keiner Stelle ableiten, dass eine Änderung der Lehre der Kirche über Ehe und Familie sowie die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen angestrebt wird (in der Tat ist eine solche Änderung oder Reform gar nicht möglich). Dennoch wird dies aber im Artikel von Radio Vatikan suggeriert. Vat_Flagge

Die deutsche RV-Sektion unternimmt seit langem eine echte Propaganda-Kampagne, um beim Kirchenvolk die Idee zu vermitteln, die Lehre der Kirche über Ehe und Familie ließe sich im Sinne der liberalen Theologen à la Kardinal Walter Kasper ändern. Dass sich inzwischen ein gewaltiger Widerstand gegen dieses Ansinnen gebildet hat, ignoriert Radio Vatikan. In der deutschen Sektion des offiziösen Organs scheint eine regelrechte Narrenfreiheit zu herrschen.

Nicht viel anders sieht es bei „Katholisch.de“ aus. Die Papstansprache wird folgendermaßen kommentiert:

„Schon seit langem wird darüber spekuliert, welche Haltung der Papst in dieser brisanten Frage hat. In die Karten hat er sich bisher, auch nach seinen jüngsten Äußerungen, nicht schauen lassen. Bei allem, was er bisher sagte, hat sich Franziskus auf die Lehre der Kirche berufen, ohne jedoch explizit auf deren Unveränderlichkeit zu pochen. Dies hatte beispielsweise Erzbischof Georg Gänswein getan.“

Hier werden dem Papst Worte in den Mund gelegt. Auch dieses Informationsportal suggeriert ständig, die Lehre der Kirche ließe sich eventuell nach den abstrusen Vorstellungen eines Kardinal Kasper ändern. Abgesehen von Stellungnahmen von Kardinal Gerhard Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, wird der Widerstand gegen diese Linie in der Weltkirche ignoriert.

Diese beiden offiziösen kath. Organe halten ihre Leser zum Narren und betreiben ein gefährliches Spiel. Sie wecken nämlich Hoffnungen bei liberalen Katholiken, die kaum zu erfüllen sind, denn die Weltkirche interessiert sich nicht für die seltsamen Ideen der deutschen Linkskatholiken.

Die deutschen Bischöfe, allen voran die Delegierten für die Familiensynode in Rom im Herbst 2015, sollten dem Verwirrspiel, das katholische Medien betreiben, ein Ende setzen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“


Deutschsprachiges „Radio Vatikan“ verbreitete irreführende Thesen zur Sexualmoral

Mathias von Gersdorff

Am 2. Juli veröffentlichte die deutsche Redaktion von Radio Vatikan einen Artikel unter dem Titel „Kirchliche Sexualmoral ist in Bewegung“ und verbreitet darin haarsträubende Thesen von P. Martin Lintner OSM zur Sexualmoral. Pater Lintner ist Provinzial der Tiroler Provinz des Ordens.

Radio Vatikan schreibt über dessen Vorstellungen zur menschlichen Sexualität:

Der Vorsitzende der „Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie“ begründete seine Einschätzung mit einem Wandel weg von einer naturrechtlich bestimmten „Aktmoral“, bei der jede einzelne sexuelle Handlung danach beurteilt wurde, ob diese der „Natur der Sexualität“ entspreche, hin zu einer bereits vom Zweiten Vatikanischen Konzil vertretenen Sichtweise, wonach „sexuelles Verhalten als leibliche Kommunikation“ zu gelten habe.“

Das ist inhaltlicher Unfug und überdies unverschämt, die Aussagen des 2. Vatikanums derart zu verdrehen, was zur Desorientierung der Gläubigen führen kann. Vat_Flagge

Auch P. Lintner missbraucht die von Papst Franziskus berufene Familiensynode, um eine Anpassung der katholischen Sexualmoral an die wirren Vorstellungen der „sexuellen Revolution“ der 1968er zu fordern:

Nicht zuletzt die Diskussionen während der außerordentlichen Bischofssynode vom Herbst 2014 sowie das jüngst veröffentlichte Arbeitspapier für die Familiensynode im Oktober 2015 zeigen laut Lintner ein „Umdenken“ im Umgang mit homosexuellen Menschen,“ heißt es im Text von Radio Vatikan.

Radio Vatikan bebilderte den Text mit einem schamlosen Foto, das niemals in einem katholischen Nachrichtendienst erscheinen dürfte. 

Die Proteste in katholischen Blogs und in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook blieben aber offenbar nicht ohne Erfolg: Der irreführende Text wurde von Radio Vatikan entfernt, was in linkskatholischen Kreisen bereits für Verärgerung sorgte. Aber hoffentlich freut sich unsereins da nicht zu früh, falls der strittige Artikel später wieder online gestellt wird.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“


Vatikan-Webseite von türkischer Seite gehackt

Türkische Täter haben in der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche die amtliche Internetseite des Vatikans gehackt.

Das berichtet The Hill. Die Webseite deutet die mehrfachen Hackerangriffe als Antwort auf die Worte des Papstes bezüglich des Völkermords an den Armeniern und die Bezeichnung „Genozid“.

Laut The Hill hat sich ein türkischer Hacker zu den Aktionen bekannt und vom Papst die Rücknahme seiner Aussage gefordert. Wie TechWorm berichtet, bezeichnen sich die Hacker selbst als THTHerakles.

Sie wollen  – so der Artikel –  nicht aufhören, die Seite www.vatican.va zu attackieren, wenn der Vatikan die Beschuldigungen weiter verbreite.

Quelle: Radio Vatikan (http://de.radiovaticana.va/news/2015/04/15/vatikan_t%C3%BCrkei_hackerangriff_auf_die_webseite_des_vatikan/1136988)