„Fernsehbischof“ Sheen wird heiliggesprochen

Am 5. Juli billigte Papst Franziskus das Dekret der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, das ein Wunder anerkennt, welches auf die Fürsprache des amerikanischen Bischofs Fulton Sheen zurückgeführt wird.

Der Erzbischof wurde am 8. Mai 1895 in Illinois als Sohn irischer Einwanderer geboren und starb am 9. Dezember 1979 in New York.

„Meine größte Liebe war immer die Mission“, erklärte der Oberhirte noch kurz vor seinem Tod.

Von 1930 bis 1950 leitete er die abendliche Radiosendung „The Catholic Hour“ (Die katholische Stunde) bei NBC.

Später wurde er berühmt durch seine Fernsehsendung „Life is Worth Living“, die mehr als 30 Millionen Zuschauer erreichte und ihm zwei Emmy Awards für seine außergewöhnlichen Medienfähigkeiten einbrachte. 

Am 28. Mai 1951 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Weihbischof von New York. Er nahm am 2. Vatikanischen Konzil teil und wurde am 21. Oktober 1966 von Papst Paul VI. zum Bischof von Rochester ernannt.

Als Professor für Philosophie lehrte er an der Katholischen Universität Washington. Er gründete die Zeitschrift „Christ in the World“ und veröffentlichte etwa 300 Bücher und Artikel.

Der Erzbischof spielte eine hervorragende Rolle bei der Bekehrung bedeutender Persönlichkeiten zum katholischen Glauben, darunter Schriftsteller, Politiker und Unternehmer. Bekannt war er auch für seinen Humor.

Er starb am 9. Dezember 1979, als er in seiner privaten Kapelle vor dem Tabernakel betete. Zuvor hatte er sich einer schwierigen Operation unterzogen.

Quelle: Fidesdienst

 


Vertrauen in die Medien weiter gesunken

Das Vertrauen in die Medien hat im vergangenen Jahr gelitten, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL zeigt:
Radio, Presse und TV haben demnach gegenüber dem Vorjahr jeweils vier Prozentpunkte eingebüßt. In den neuen Bundesländern trauen nur 16 Prozent der Befragten dem Fernsehen. Im Westen sind es 30 Prozent.
Als im Vergleich noch am Zuverlässigsten gilt das Radio. 56 Prozent der Umfrageteilnehmer haben großes Vertrauen in den Rundfunk.
Quelle: https://de.statista.com/infografik/12398/vertrauen-in-die-deutschen-medien/

Deutsche sitzen trotz „neuer Medien“ immer länger vor der Mattscheibe

Vor allem Fernsehzuschauer sind Objekte der Meinungsmacher

In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Factum“ schreibt Redaktionsleiter Thomas Lachenmaier: „Das Fernsehen informiert nicht, sondern macht Zuschauer häufig zu Opfern politisch und kommerziell motivierter Meinungsmache.“

Fernsehzuschauer meinten zwar, gut Bescheid zu wissen, doch wenn man sie zu aktuellen Themen befrage, bekomme man kaum Fakten  –  aber jede Menge Gefühle der Empörung, der Sympathie und der Antipathie.

„Wir leben in einer Gesellschaft, in der   – überspitzt formuliert  –  jeder zu allem eine Meinung hat und starke Gefühle für oder gegen etwas hegt  –  aber keiner mehr Bescheid weiss“, so Lachenmaier. 0022

Er beruft sich auf den Direktor der Psychiatrischen Uniklinik in Ulm, Prof. Manfred Spitzer, der einen Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Fernsehen sieht.

Laut Spitzer bedroht der massiv gestiegene Fernsehkonsum die wirtschaftliche Zukunft, weil die Menschen immer weniger Wissen zur Bewältigung des Alltags und der beruflichen Anforderungen hätten.

Lachenmaier sieht im Fernsehen ein „Breitband-Psychopharmakum“, das die eigentlichen Anliegen und die tieferen Bedürfnisse der Bürger nur scheinbar aufnehme. Tatsächlich würden sie durch die gleichförmige Flut von richtigen und falschen, wichtigen und unwichtigen Informationen neutralisiert.

Dabei verbringen die Deutschen immer mehr Zeit vor dem Fernseher, hören Radio oder nutzen das Internet. Bei den 14- bis 49-Jährigen betrage die tägliche Mediennutzung fast zehn Stunden, stellt der „Navigator Mediennutzung 2012“ des Mediendienstleisters Seven-One Media fest. Dies seien 16 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Mit durchschnittlich 205 Minuten nehme das Fernsehen den Spitzenplatz ein. An zweiter Stelle rangiere der Hörfunk mit 149 Minuten. Das Internet hole mit 107  Minuten immer mehr auf. Im Jahr 2002 habe die tägliche Nutzung erst bei 30 Minuten gelegen.

Dagegen nehme das Interesse an gedruckten Medien ab. Zeitungen würden nur noch 19 Minuten täglich gelesen, was einen Rückgang um 20 Prozent gegenüber 2002 bedeute   –  und die Beschäftigung mit Zeitschriften sei von 17 auf täglich acht Minuten gesunken.

Erstmals ermittelte Seven-One Media auch die Gewohnheiten der über 50-Jährigen: sie schauen täglich mehr als fünf Stunden fern, genau 328 Minuten. Im Internet halten sie sich nur 30 Minuten auf.

Quelle: http://www.idea.de