FDP-Brüderle betet regelmäßig

„Ich bete regelmäßig.“  –  Das bekannte der Spitzenkandidat der FDP und Vorsitzende ihrer Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, in einem Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag“ (Berlin).

Der 68-Jährige hat sich vor sechs Wochen  –  also im Bundestagswahlkampf  –  bei einem Sturz Unterarm und Oberschenkel gebrochen. Mit Gott hadere er deswegen nicht: „Ich kann ja keinen Beschwerdebrief nach oben schicken. So funktioniert die Veranstaltung nicht“, sagte der evangelische Christ.

Außerdem werde er schnell dankbar, wenn er das Leid anderer Menschen bedenke. Er sei zudem „calvinistisch geprägt“ und beherzige das Motto: „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir der liebe Gott.“   –  Für Brüderle ist Gott „auch ein Liberaler, der mich in meiner Eigenart akzeptiert“.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur http://www.idea.de


Weiblicher Zwischenruf zur Sexismus-Debatte: „Ich bin es leid, als Opfer betrachtet zu werden“

Von Birgit Kelle (Leiterin von „Frau 2000plus“)   Birgit Kelle neu

Es scheint, als lebten wir alle in einem Land voller männlichen Lüstlinge. Seit einer Woche gibt es kein anderes Thema mehr als die Frage, wer sich noch als Opfer von Sexismus fühlt.

Ich wollte ursprünglich nicht zu der Brüderle-Geschichte schreiben. Zu durchschaubar war die Strategie des STERN, dass man hier offensichtlich ein Jahr nach den Ereignissen einen Skandal aus dem Hut zaubert. Bezeichnend auch, dass die Journalistin, die dort ihre Erfahrung niedergeschrieben hat, seither öffentlich untergetaucht ist.

Nun fühlen sich über 60.000 Frauen bei Twitter als Opfer sexistischer Übergriffe und hinter jedem falsch verstandenen Kompoliment lauert ein neuer Sexismus-Fall. Es wird inflationär. Wir Frauen sind nun angeblich alle Opfer.

Wie in einer Gruppentherapie saß da am Sonntag abend eine Runde bei Günther Jauch zusammen und ließ sich von Frau Schwarzer erklären, dass sie schon immer Recht hatte.

Ich bin es nun also leid, als Opfer betrachtet zu werden. Echte Sexismus-Opfer gehen gerade unter in einem Meer an Banalitäten.

Und vor allem geht niemand der Frage nach, wieso es eigentlich erlaubt ist, dass Frau ihren Körper und ihr Aussehen als Instrument einsetzt, es aber nicht erlaubt ist, dass Mann darauf reagiert? 

Wir können doch als Frauen nicht ernsthaft verlangen, in die Vorstandsetagen vorgelassen zu werden, wenn wir angeblich nicht einmal in der Lage sind, einem blöden Spruch nachts an der Bar mit passender Antwort zu begegnen.

Grund genug also für eine Kolumne „Dann mach doch die Bluse zu“  – daraus ein Ausschnitt:

„Es wird als Befreiung der Frau gefeiert, dass wir Sexualität heute frei ausleben können. Dass wir uns nehmen, was wir wollen und wen wir wollen. Ja, es ist sexy: eine Frau, die weiß, was sie will. Wir fordern die Männer heraus, kokettieren mit unserer Sexualität. Aber natürlich nur, wenn wir wollen.

Wir reklamieren nur für uns als Frauen das Recht, dass nicht etwa gilt, was der Mann gemeint hat, sondern das gilt, wie es bei uns ankommt. Was ist, wenn die Männer sich mal auf den gleichen Standpunkt stellen?

Die amerikanische Schauspielerin Megan Fox ziert gerade in Unterwäsche das aktuelle Cover des „Esquire“, gibt aber gleichzeitig von sich, sie wolle von ihrem sexy Image weg. „Dann mach doch die Bluse zu“, möchte man ihr da zurufen: „Vielleicht schaut dir dann auch mal einer in die Augen!“

Wir verpacken schon kleine Mädchen in Lolita-Klamotten und zerreden die Intimität von Sexualität als Prüderie. Wir laufen in Slutwalks durch die Straßen und proklamieren das Recht, wie Schlampen herumlaufen zu dürfen. Gleichzeitig wollen wir aber nicht als Schlampe bezeichnet oder gar behandelt werden.

Wir punkten mit unserem Aussehen, gelten als das schöne Geschlecht, schnüren uns die Brüste hoch beim Oktoberfest, aber nein, wir wollen damit keine Aufmerksamkeit, wir wollen damit nur unsere inneren Werte betonen.

Gerade prostituieren sich bei RTL wieder junge Damen mit ihrem Aussehen in der x-ten Staffel des „Bachelor“. In einer Folge Bachelor lernt man mehr über Frauen als durch 100 feministische Bücher. Frauen ziehen sich aus für den „Playboy“ und haben für das Recht gekämpft, ihren Körper verkaufen zu dürfen. An Männer. Keine Frage, die weibliche Anatomie taugt sehr gut als Waffe.“

Den ganzen Artikel finden Sie hier  –  wie immer mit der Möglichkeit zu kommentieren:

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5805-bruederle-debatte-und-sexismus

Kontakt:
Mail: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net

FDP-Fraktionschef Brüderle kritisiert Energiewende: „Benachteiligung für sozial Schwache“

Die Energiewende benachteiligt nach Ansicht von FDP-­Fraktionschef Rainer Brüderle sozial schwache Menschen.

„Drastisch ausgedrückt subventioniert die kleine Oma in der Sozialwohnung den Schickimicki, der mit der Solaranlage seinen Swimmingpool heizt und seinen teuren Solarstrom zum hohen Fixpreis über Jahrzehnte garantiert verkauft“, sagte der freidemokratische Politiker dem Magazin Cicero (November-Ausgabe).

Brüderle kritisierte in diesem Zusammenhang das Erneuerbare-­Energien-­Gesetz EEG, das „Traumverträge“ für Betreiber von Solaranlagen ermögliche. „Das Gesetz muss gründlich überarbeitet werden. Möglichst schnell.“

Der FDP-­Politiker will zudem ein Modell durchsetzen, das Energieerzeuger oder Stromhändler verpflichtet, einen bestimmten Anteil des Stromes aus erneuerbaren Energien zu erzeugen oder zu verkaufen. Dabei soll es egal sein, ob diese Energie aus Sonne, Wasser oder Wind gewonnen werde.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Der ESM-„Rettungsschirm“ und die FDP: Wichtig ist, was verschwiegen wurde…

Die „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlichte gestern (10.5.2012) folgenden bemerkenswerten Leserbrief von Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner aus Linkenheim-Hochstetten, der damit auf einen SZ-Artikel über den FDP-Bundesparteitag vom 23.4. reagierte:

Die Kritik von Rainer Brüderle  an CDU/CSU,SPD und Grünen in seiner feurigen Rede auf dem FDP-Bundesparteitag war verständlich. Eigentlich wichtig war jedoch das, was er nicht gesagt hat:

Allen freiheitsliebenden Bürgern brennt die geheimnisvolle ESM-Bank auf den Nägeln, über deren Ausstattung mit 190 Milliarden Euro durch Deutschland am 25. Mai 2012 der Bundestag abstimmen wird.  Diese ESM-Bank wurde auf dem Parteitag mit keiner Silbe erwähnt – wohlweislich.

Der umjubelte Philipp Rösler will 2014 einen Haushalt ohne Neuverschuldung. Das ist natürlich Phantasie, wenn man an das ESM-Finanzierungsgesetz denkt. Deshalb redet man in der FDP am besten nicht über dieses Gesetz.

Hätte man anstelle von Brüderle auf dem FDP-Parteitag Frank Schäffler reden lassen, hätten die FDP-Delegierten zwar weniger wonnige Gefühle gehabt, aber die Öffentlichkeit hätte in der FDP einen Willen zur Glaubwürdigkeit erkennen können.

Das neue Grundsatzprogramm ist für die FDP wichtiger als die Verarmung Deutschlands durch die von Rösler befürwortete Übernahme der Schulden korrupter Staaten.


 

FDP-Fraktionschef Brüderle stellt sich hinter Bundesbank-Präsident Weidmann

Inflationsgefahr: „Aus dem Geldfluß darf keine Geldflut werden“

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann im Streit über die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) den Rücken gestärkt. „Die Europäische Zentralbank darf nicht zur Europäischen Zentraldruckerei werden„, sagte Brüderle dem „Handelsblatt“ vom 7.3.2012.

Eine ständig wachsende Geldmenge erhöhe zwangsläufig die Inflationsgefahren, sagte Brüderle.

Bundesbank-Präsident Weidmann hatte zuvor ebenfalls Zweifel an der Wirksamkeit der EZB-Milliardenkredite an die Banken der Euro-Zone geäußert.

Die EZB muss sich stärker auf das besinnen, was die Bundesbank immer beherzigt hat: auf die Sicherung der Geldwertstabilität“, sagte Brüderle. Damit aus dem Geldfluß keine Geldflut werde, müsse überschießende Liquidität rechtzeitig zurückgeführt werden.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur