„Davids Steinschleuder“: Israel baut sein Raketenabwehrsystem aus

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat während der wöchentlichen Kabinettssitzung am 2. April bekannt gegeben, dass ein weiteres Raketenabwehrsystem einsatzbereit ist. 

Das System mit dem Namen „Davids Steinschleuder“ soll Mittelstreckenraketen abfangen und damit die Sicherheit in Israel deutlich erhöhen.

Israel verfügt über mehrstufige Raketenabwehrkapazitäten. Die erste Stufe stellt dabei die „Eiserne Kuppel“ dar, die Kurzstreckenraketen, kleine Drohnen und bestimmte Mörsergranaten abfangen kann, wie sie etwa von der Hamas aus dem Gazastreifen abgefeuert werden.

Die dritte Stufe wird durch die Systeme „Pfeil 2 und 3“ gebildet, deren Ziel das Abfangen von Langstreckenraketen ist. Im vergangenen Monat fing „Pfeil“ erstmals eine aus Syrien abgeschossene Rakete ab.

Quelle: Times of Israel, israelische Botschaft


Klare Antworten auf drei häufige Fragen zum Israel-Gaza-Konflikt

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Warum gibt es relativ wenige Opfer auf israelischer Seite?
 
64 israelische Soldaten wurden seit dem Beginn der Militäroperation am 8. Juli 2014 getötet. Zudem wurden drei israelische Zivilisten durch Raketen und Mörsergranaten getötet. Gaza-rocket-hits-factory-640x477
 
Wegen der steigenden Gefahr durch Raketen hat Israel stark in die Entwicklung eines doppelten Abwehrsystems investiert. So erklärt sich die verhältnismäßig geringe Zahl von Opfern  –  trotz der 3500 auf Israel abgefeuerten Raketen.
 
1. Israel entwickelte das Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ (Iron Dome), das sich als wirksamer Schutz der Zivilbevölkerung erwiesen hat und hunderte Menschenleben gerettet hat.
 
2. Israel hat ein ausgedehntes Netz an Schutzräumen errichtet und ein Frühwarnsystem entwickelt, das es seinen Bürger ermöglicht, schnell Schutz zu finden, wenn Terroristen ihre Raketen abschießen.
 
Ohne Raketenabwehrsystem und Schutzräume wäre die Zahl israelischer Opfer in diesem Konflikt sehr hoch.
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Gibt es eine Blockade des Gazastreifens?
 
Nein, es gibt keine israelische „Blockade“ des Gazastreifens. Vier Jahre lang wurde die Einfuhr aller Güter in den Gazastreifen genehmigt  –  mit Ausnahme von Waffen und Geräten, die von Terroristen verwendet werden könnten. 1403634115528
Nicht nur Lebensmittel, Medizin, Benzin und Hilfsgüter wurden durch die Übergänge von Israel in den Gazastreifen gebracht, sondern auch Konsumgüter aller Art.
 
Darüber hinaus teilt der Gazastreifen auch eine Grenze mit Ägypten.  –  Ägypten (nicht Israel) kontrolliert den Grenzübergang Rafah im südlichen Gazastreifen.

Was hat Israel getan, um der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu helfen?
 
Israel hat große Anstrengungen unternommen, um die Einfuhr von Hilfsgütern auch während der Kampfhandlungen aufrecht zu erhalten. Ermöglicht wurde so die Einfuhr von etwa 2000 LKW-Ladungen mit circa 40.000 Tonnen Lebensmitteln, Medikamenten und weiteren Gütern während der wochenlangen Kämpfe. 
 
Israel hielt die Übergänge zum Gazastreifen auch dann offen, als diese direkt von terroristischen Organisationen beschossen wurden, zuletzt mit mehreren hundert Raketen auf den Übergang Kerem Shalom, den wichtigsten Übergang für Güterverkehr.
 
Israel hat zudem immer wieder humanitäre Feuerpausen während der Kämpfe eingeräumt, um der Zivilbevölkerung im Gazastreifen die Möglichkeit zu geben, sich zu versorgen und in sichere Gegenden umzuziehen. Obwohl diese Feuerpausen zum Wohl der Bewohner des Gazastreifens durchgeführt wurden, hat die Hamas jede einzelne davon gebrochen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Schutzlinie-QA-Update.aspx