Kuba: Friedlicher Streik gewaltsam aufgelöst

In der Nacht vom 26. auf den 27. November wurden alle 14 Aktivisten der „San Isidro Bewegung“ unter Gewalteinsatz von kommunistischen Sicherheitskräften in Kuba verhaftet. Kurz vor Stürmung des Hauses wurden viele Online-Dienste in Havanna und in großen Teilen Kubas unterbrochen.

Die Streikenden protestieren seit dem 18. November gegen die Inhaftierung des kubanischen Rappers Denis Solís.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die willkürliche Festnahme und Gewaltanwendung gegen die friedlich im eigenen Hause demonstrierenden Aktivisten und fordert die europäischen Regierungen auf, das kubanische Regime zu sanktionieren.

Alle Teilnehmer des Streikes wurden innerhalb weniger Stunden wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

„Die Machthaber in Havanna riskieren Tote und Friedhofsstille. Sie können weder die Kritik von Künstlern noch von einfachen Bürgern ertragen.

Diese kubanische Regierung ist verantwortlich für die Verarmung der Menschen. Sie hat ein Klima der Perspektivlosigkeit und Zukunftsangst geschaffen. Kritiker werden in die Selbstaufgabe, Emigration oder Hungerstreik gezwungen. Die Erstürmung des Künstlerhauses beweist erneut, dass Kuba von einer brutalen Diktatur beherrscht wird“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage auf Kuba: www.igfm.de/kuba/ 


Kuba: Gewalt gegen protestierende Künstler

Seit dem 18. November 2020 protestieren sieben kubanische Künstler des „San Isidro Movement“ mit einem Hungerstreik gegen die Inhaftierung des kubanischen Rappers Denis Solís sowie gegen die willkürlichen Verhaftungen und Drangsalierungen von Bürgerrechtlern durch die kommunistische Diktatur.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, sind Beamte der Staatssicherheit gewaltsam gegen einzelne Künstler vorgegangen. Bürgerrechtler sowie Journalisten wurden ebenfalls mit Gewalt gehindert, an Demonstrationen teilzunehmen.

Der Rapper Denis Solís wurde wegen „Missachtung“ zu acht Monaten Haft verurteilt. Am 6. November 2020 betrat ein uniformierter Polizist das Haus des Rappers. Denis Solís stellte ihn zur Rede, bat den Polizisten, das Haus zu verlassen und filmte den Vorfall mit seinem Smartphone. Anschließend veröffentlichte Solís den Vorfall über soziale Medien ein und wurde daraufhin verhaftet.

Um gegen seine Inhaftierung und für Menschenrechte zu demonstrieren, hatte die „San Isidro Bewegung“ für Sonntag, 22. November 2020, um 15 Uhr zu landesweiten Protestaktionen in Parks aufgerufen. Daraufhin verhafteten Beamte der Staatssicherheit Aktivisten und unabhängige Journalisten, um sie von der Teilnahme abzuhalten.

Während einzelne Aktive der 13-köpfigen Gruppe den Hungerstreik aus gesundheitlichen Gründen bereits beendet haben, ist die Situation der beiden Aktivisten Luis Manuel Otero Alcantara und Maykel Osorbo äußerst kritisch, da sie die Aufnahme von Flüssigkeit verweigern. Viele Kubaner solidarisierten sich bereits mit den Künstlern, einige versuchten, die Gruppe zu besuchen, was Polizei und Staatssicherheit verhindert.

Weitere Infos zu Menschenrechten auf Kuba: www.igfm.de/kuba


Auftritt von antisemitischen Rappern am Brandenburger Tor ist eine Schande!

Vor dem Brandenburger Tor wird es am heutigen Mittwoch (17 bis 19 Uhr) eine Pro-Palästina-Demonstration geben, bei der israelfeindliche und antisemitische Rapper auftreten.

Laut „Tagesspiegel“ und „Berliner Zeitung“ veröffentlichten diese beiden Judenhasser u.a. einen Song, in dem sie davon singen, Tel Aviv zu bombardieren und Juden „zu zertreten“.

Die Veranstalter rechnen demnach mit 400 Teilnehmern. Laut Berliner Polizei gibt es keine besonderen Auflagen für die Kundgebung.

Beatrix von Storch (siehe Foto), Vize-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, erklärt dazu:

„Judenhass in Berlin. Das ist eine Schande. Und wer lebt ihn aus? Muslimische Migranten.

Wenn zwei palästinensische Rapper vom Massenmord träumen und die Auslöschung der israelischen Stadt Tel Aviv besingen, gehören sie eingesperrt oder abgeschoben, aber nicht vors Brandenburger Tor. Doch der rot-rot-grüne Senat riskiert nicht, sich mit seiner Klientel anzulegen.“

 


Schüler aus Berlin und Brandenburg diskutieren mit dem israelischen Botschafter

Über 200 Schüler aus Berlin und Brandenburg besuchten am Dienstag (3. November) den Projekttag „Israel – anders kennen lernen“ im FEZ Berlin. Dort lernten sie die vielfältigen Facetten Israels kennen.

Zu Beginn sprachen Musemspädagoge Samuel Schidem, Schauspieler Shai Hoffmann und Rapper Roni in einer Podiumsdiskussion über ihre persönliche Verbindung zu Israel.

In einer Vielzahl von Workshops bekamen die Schüler Einblicke in das Land, welche den meisten Schülern im Alltag verwehrt bleibt. Major Arye S. Shalicar, Pressesprecher der israelischen Verteidigungskräfte, leitete z.B. gemeinsam mit zwei Vertretern der Bundeswehr einen Workshop zum Thema „Nationale Sicherheit – aus israelischer und deutscher Sicht“.

Zum Abschluss des Tages stellte sich der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman den Fragen der Schüler/innen.

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Kuba: Sechs Jahre Knast für Rapper

Der bekannte Rapper und Bürgerrechtler Angel Arzuaga  – genannt „El Crítico“ („Der Kritische“)  –  ist im kommunistisch regierten Kuba zu einer sechsjährigen Haftstrafe wegen angeblichen „Angriffs auf die Staatssicherheit“ verurteilt worden. Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

Alexánder Rodríguez, ebenfalls Mitglied der oppositionellen „Patriotischen Union Kubas“ (UNPACU), wurde im selben Prozess zu fünf Jahren Haft verurteilt, der Regimekritiker Rudisnei Villavicencio Figueredo zu vier Jahren.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verzeichnet einen besorgniserregenden Anstieg der langjährigen Haftstrafen für Bürgerrechtler auf Kuba.

Angel Yunier ist Koordinator der UNPACU und wurde am 26. März 2013 nach einem Angriff auf sein Haus willkürlich festgenommen. Er verbüßt seine Haftstrafe derzeit im Provinzgefängnis von Granma „Las Mangas“. Am 23. Februar 2014 wurde er von zehn Gefängnisaufsehern misshandelt, weil er auf ein Bettlaken „Libertad“ (Freiheit) geschrieben hatte, um gegen seine willkürliche Inhaftierung zu protestieren. Lessenthin-Martin-IGFM-100

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (siehe Foto) erklärt hierzu:

„Das Castro-Regime verletzt damit klar das fundamentale Menschenrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Die Europäische Union sollte ihren Worten nun Taten folgen lassen und ihre Verhandlungen über ein Kooperationsabkommen mit Kuba im Juni 2015 an eine Verbesserung der Menschenrechtslage und die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpfen.“

Nach Angabe der IGFM forderte die kubanische Staatsanwaltschaft am 3. Oktober 2014 eine fünfjährige Haftstrafe für den Demokratieaktiven Ciro A. Casanova.

Am 21. Oktober 2014 sollen die „Dame in Weiß“ Sonia Garro und ihr Ehemann Ramón Gonzalez mittels einer fingierten Anklage zu zehn bzw. vierzehn Jahren Haft verurteilt werden.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba: http://www.igfm.de/kuba

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