Biblischer Flehruf: „Warum läßt Du mich die Macht des Bösen erleben?“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Habakuk 1,2-3.2,2-4:

Wie lange, HERR, soll ich noch rufen und du hörst nicht?  –  Ich schreie zu dir: Hilfe, Gewalt!  –  Aber du hilfst nicht.  Warum lässt du mich die Macht des Bösen erleben und siehst der Unterdrückung zu?

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

Wohin ich blicke, sehe ich Gewalt und Mißhandlung, erhebt sich Zwietracht und Streit.

Der HERR gab mir Antwort und sprach:

Schreib nieder, was du siehst, schreib es deutlich auf die Tafeln, damit man es mühelos lesen kann.
Denn erst zu der bestimmten Zeit trifft ein, was du siehst; aber es drängt zum Ende und ist keine Täuschung; wenn es sich verzögert, so warte darauf; denn es kommt, es kommt und bleibt nicht aus.

Sieh her: Wer nicht rechtschaffen ist, schwindet dahin, der Gerechte aber bleibt wegen seiner Treue am Leben.