„Ärzte für das Leben“ gegen jede Lockerung des Embryonenschutz-Gesetzes

Leihmutterschaft und Embryonen-Selektion abgelehnt

Die „Ärzte für das Leben“ haben die Forderung von Wissenschaftlern, der Bundestag müsse das Embryonenschutzgesetz in dieser Legislaturperiode durch ein Fortpflanzungsmedizingesetz ersetzen, kritisiert. 

„Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich an ihrem Umgang mit den Schwachen“, erklärte der Vorsitzende, Professor Dr. Paul Cullen, in einer Pressemitteilung des Vereins. Diese dürften nicht zur „Verfügungsmasse der Reichen und Starken“ werden.

16 Forscher hatten in einem von der Nationalen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Diskussionspapier bemängelt, das deutsche Embryonenschutzgesetz erlaube „keine angemessene Reaktion auf die medizinische Entwicklung und den gesellschaftlichen Wandel“ auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin  – und sie haben seine Ersetzung durch eine Fortpflanzungsmedizingesetz gefordert.

Wie die „Ärzte für das Leben“ schreiben, schlage die sechszehnköpfige Grupp“ in ihrem zehnseitigen Papier eine „vollständige Verschiebung der rechtlichen Perspektive vor“. Anders als bisher sollten künftig nicht mehr die Rechte der ungeborenen Kinder Vorrang genießen, sondern die der sogenannten „Wunscheltern“.

Entscheidend solle auch nicht mehr die biologische Abstammung sein, sondern die „Wünsche der zahlenden Kundschaft“. Die „rechtliche Zuordnung des Kindes“ solle erst „mit oder nach der Geburt“ erfolgen.

Dieser Logik folgend fordere das Papier die „Freigabe“ der Embryonenselektion (Single-Embryo-Transfer), der Eizellspende, der Embryonenspende und -adoption sowie der Leihmutterschaft.

Quelle: ALFA-Newsletter


US-Repräsentantenhaus beschließt besseren Rechtsschutz für ungeborene Kinder

Ein von Republikanern eingebrachter Gesetzentwurf, der eine Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen vorsieht, mit denen die USA vorgeburtliche Kindstötungen rechtlich regeln, hat die erste Hürde genommen.

Slogan: „GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN“

Wie mehrere US-amerikanische Medien übereinstimmend berichten, stimmten am vergangenen Mittwoch im US-Repräsentantenhaus 237 Abgeordnete für den Entwurf, 189 dagegen. Während von den Republikanern bis auf zwei alle Abgeordneten für den Entwurf votierten, stimmten die demokratischen Abgeordneten bis auf drei geschlossen gegen die Novelle.

Der sogenannte „Pain-Capable Unborn Child Protection Act“ (Schutzgesetz für schmerzfähige ungeborene Kinder) will Abtreibungen, die nach der 20. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden, grundsätzlich verbieten. Verstöße hiergegen können mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden. Ausnahmen sieht der Gesetzentwurf in Fällen vor, bei denen das Leben der Mutter durch die Fortsetzung der Schwangerschaft gefährdet wird, sowie bei Vergewaltigung und Inzest.

Begründet wird die 20-Woche-Frist damit, dass ungeborene Kinder zu diesem Zeitpunkt Schmerzen empfinde. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, der Republikaner Paul Ryan, sagte in der Debatte: „Diese ungeborenen Babys fühlen Schmerz; sie leiden. Das ist wirklich hart zu hören und es ist hart, es auszusprechen.“

US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, ein solches Gesetz unterzeichnen zu wollen, wenn es in beiden Kammern des Kongresses eine Mehrheit erhalte. Damit rechnet allerdings kaum jemand.

Um den US-Senat erfolgreich zu passieren, müssten 60 Senatoren für den Gesetzentwurf stimmen. Die Republikaner verfügen im Senat nur über 52 Sitze.

Quelle: Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)

WEITERE MELDUNG aus den USA:

US-Präsident Donald Trump hat am vergangenen Freitag einen Erlass unterzeichnet, der die Arbeitgeber von der Pflicht befreit, für Policen zu bezahlen, die eine Gratis-Abgabe künstlicher Verhütungsmittel enthalten. Die vorige Regelung wurde vom ehem. US-Präsident Barack Obama eingeführt. Mit der neuen Regelung wird die Gewissenfreiheit von Gläubigen in den USA wieder aufgewertet. Die katholische Kirche zeigte sich über den Erlass von Trump sehr erfreut.  


Jordanischer König Abdullah: Rechtsschutz für Christen ist eine Verpflichtung

Der Schutz der Rechte von Christen vor den Konflikten mit religiösem Hintergrund, die den Nahen Osten erschüttern, „ist keine Frage der Höflichkeit, sondern eine Pflicht“, auch weil „arabische Christen eine Schlüsselrolle beim Aufbau der arabischen Gesellschaften gespielt haben“, sagte der jordanische König Abdullah II. den Teilnehmern der Konferenz „The Challenges of Arab Christians“, die vom 3. bis 4. September in Amman stattfindet und sich mit den Herausforderungen befasst, mit denen sich arabische Christen konfrontiert sehen. IMG_0748

In seiner Ansprache an über 70 Vertreter christlicher Kirchen und Gemeinschaften im Nahen Osten betonte er auch die Notwendigkeit eines Bündnisses zwischen Christen und Muslimen bei der Überwindung sektiererischer Tendenzen, die die Konflikte in der Region schüren und die „unseren Traditionen und unserem humanitären und kulturellen Erbe fremd sind“.

Christen und Muslime so König Abdullah weiter, sollten „Bemühungen um Zusammenarbeit koordinieren“ und dabei einen „gemeinsamen Verhaltenskodex zugrunde legen“, da die Isolierung von Anhängern verschiedener Religionen „das soziale Gefüge untergräbt“.

In diesem Zusammenhang betont der jordanische König, dass er „keine Mühe scheut“, wenn es darum geht, die Identität der arabischen Christen zu schützen: “Die arabischen Christen verstehen mehr als jeder andere den Islam und dessen wahren Werte“ und können diesen vor weit verbreiteten Vorurteilen in Schutz nehmen.

Quelle: Fidesdienst


Türkei: Rechtsschutz für Frauen weitgehend unwirksam

Während die meisten deutschen Medien zum Internationalen Frauentag die Sexismus-Debatte wieder unter der Gürtellinie hervorholen, berichtet die Tageszeitung „Die Welt” über etwas viel Wichtigeres:  

Weil eine türkische Mutter zu lange telefonierte, erstach ihr Mann sie auf offener Straße. Anwohner und Kinder sahen zu.

Kein Einzelfall: 165 Frauen wurden 2012 in der Türkei von Angehörigen ermordet. Die Tendenz ist seit Jahren steigend, obwohl die Regierung formal allerlei Maßnahmen ergriffen und Gesetze reformiert hat, um den Frauen mehr Schutz zu geben.

Aber die Fälle vom Februar zeigen, woran es hakt: Eines der Opfer wurde ermordet, weil oder zumindest nachdem sie die Polizei um Schutz gebeten hatte. 

Experten streiten, ob der Anstieg der Gewalt real ist  –  oder ein Ergebnis einer verbesserten statistischen Erfassung. Dass auch in der islamisch geprägten Regierungspartei AKP Gewalt gegen Frauen zwar offiziell verpönt, de facto aber kein Tabu ist, zeigte die Grußbotschaft eines regionalen AKP-Chefs namens Mehmet Demir auf seiner Facebook-Seite. Im mittlerweile gelöschten Beitrag hatte er “leichte Schläge” gegen Frauen “um ihnen Angst zu machen” als durchaus zulässig bezeichnet, um den häuslichen Frieden zu erhalten.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://journalistenwatch.com/cms/2013/03/08/welt-turkei-das-opfer-ist-fast-immer-eine-frau/