Regensburg: Festakt zum zehnjährigen Bestehen des Institut Papst Benedikt XVI.

Am Sonntagabend hat im Priesterseminar Regensburg unter sehr großer Anteilnahme die Feier des zehnjährigen Bestehens des Institut Papst Benedikt XVI. stattgefunden.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Gründungsdirektor des Instituts, stand der Pontifikalvesper in St. Jakob vor. Beinahe 150 Personen waren gekommen, um das freudige Ereignis zu begehen. Unter den Gästen befand sich auch Apostolischer Protonotar Georg Ratzinger, der Bruder des emeritierten Papstes.

Im Institut werden die Gesammelten Schriften Josef Ratzinger als die für die Zukunft maßgebliche Edition und Referenzpunkt für die Wissenschaft herausgegeben.

BILD: Prof. Christoph Ohly, Bischof Voderholzer und Kardinal Müller

Von hier aus werden alle maßgeblichen internationalen Aktivitäten koordiniert und begleitet, die sich dem Studium des Werkes des Heiligen Vaters widmen.

Bischof Dr. Voderholzer kündigte bei dieser Gelegenheit das Erscheinen von Band 14 der Gesammelten Schriften an, das die Predigten Joseph Ratzingers enthalten wird. Der Regensburger Bischof informierte darüber, dass ein bedeutender Theologe jüngst bereits von der „Regensburger Ausgabe“ der Werke Joseph Ratzingers gesprochen und diese im selben Atemzug mit der „Kölner Ausgabe“ der Schriften des heiligen Albertus Magnus genannt habe.

Was die Edition der Werke betrifft, so sind bereits zwei Drittel der Arbeit vollzogen worden.

Aufgabe des Instituts ist es auch, die Rezeption des Werkes Joseph Ratzingers anzustoßen. Dr. Voderholzer erinnerte daran, dass es in dieser Hinsicht für die Theologie noch viel zu tun gebe.

Nicht zuletzt die Erforschung des Beitrags Joseph Ratzingers bzw. der Rezeption seiner Arbeiten und seiner Theologie mit Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil (1962 – 1965) sind noch nicht umfassend angegangen worden.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Symposien zu bedeutenden Aspekten der Theologie Ratzingers stattgefunden, was eine Aufgabe des Instituts ist. Der Regensburger Bischof nannte das Wirken zugunsten der Theologie Joseph Ratzingers eine „erfrischende Tätigkeit“. Die Arbeit werde nicht so schnell ausgehen. Es gelte, den Weg zu einer sprudelnden Quelle weiter zu bahnen.

Kardinal Gerhard Müller, in dessen Zeit als Bischof von Regensburg das Institut eingerichtet worden war, nannte Benedikt XVI. einen „Theologen vom Rang der Kirchenväter“. Er erinnerte daran, dass Vernunft und Glaube im Leben Joseph Ratzingers bis heute nicht zu trennen sind. Das hohe Interesse, das Werk in zahlreiche Fremdsprachen zu übersetzen, zeige seine internationale Bedeutung.

BILD: Eines der neueren Bücher von Papst em. Benedikt  – hier über das Priestertum

Dr. Christian Schaller, Stellv. Direktor der Einrichtung, hatte die Festgäste aus nah und fern begrüßt und in die Feierstunde eingeführt. Im Rahmen des Instituts sind 47 Publikationen in zehn Jahren entstanden. Er stellte zahlreiche Aktivitäten zur internationalen Vernetzung des Instituts vor.

Der Trierer Kirchenrechtler Prof. Dr. Christoph Ohly hielt anschließend auf sehr ansprechende Weise einen Festvortrag. Dabei stellte er die Theologie Joseph Ratzingers als eine faszinierende symphonische Theologie vor.

In der Homilie während der Pontifikalvesper bereits hatte Bischof Dr. Voderholzer gezeigt, wie sich in einer Probepredigt des wenige Wochen zuvor zum Diakon geweihten Joseph Ratzinger bereits seine Meisterschaft abzeichnete. Es war die Predigt vom 3. Dezember 1950, die Diakon Ratzinger im Rahmen seiner Predigtausbildung gehalten hatte.

Quelle: Bistum Regensburg

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Bischof Rudolf Voderholzer bekräftigt den Sinn des priesterlichen Zölibats

Regensburger Oberhirte gegen „Missbrauch des Missbrauchs“

Im Rahmen des Pontifikalamtes zum Hochfest des hl. Wolfgang nahm der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer Bezug auf die öffentliche Debatte um die MHG-Studie über den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen von Klerikern in der Kirche, vor allem aber auf die Konsequenzen, die nach Meinung bestimmter Kommentatoren daraus gezogen werden sollten.

Die Stimmen mehren sich, die Teilen der MHG-Studie erhebliche Schwächen nachweisen. Insbesondere wird die Schlussfolgerung kritisch gesehen, dass angeblich die zölibatäre Lebensform der Priester und die Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität mitursächlich für den sexuellen Missbrauch seien.

Man gewinnt den Eindruck, nicht wenigen Interessierten komme diese Schlussfolgerung gerade recht, um lange ersehnte kirchenpolitische Ziele zu verfolgen.

Es ist auch kaum mehr von den Opfern und einer Verbesserung der Prävention die Rede, sondern von grundstürzenden Veränderungen in der Kirche und der Gestalt des geistlichen Dienstamtes, erklärt der Bischof von Regensburg und fügt hinzu:

„Ich halte das für einen Missbrauch des Missbrauchs, insbesondere für einen Missbrauch der Opfer des Missbrauchs. Wenn der Zölibat ursächlich wäre für diese Verbrechen, wie erklärt es sich dann, dass 99,9 Prozent dieser Fälle von nicht zölibatär lebenden Männern getan werden?

Die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ist die Lebensform Jesu und der Apostel, sie stand in der Kirche von Anfang an wegen ihres Zeugnischarakters in hohem Ansehen und wurde vom Mönchtum, aber auch von Bischöfen und Priestern gelebt, lange bevor sie dann für den Bereich der Westkirche im Mittelalter verbindlich vorgeschrieben wurde. Zu behaupten, der Zölibat sei im Mittelalter ausschließlich aus ökonomischen Gründen eingeführt worden, entbehrt jeder historischen Vernunft.“

Jeder Priesteramtskandidat weiß, so der Bischof weiter, dass die Kirche die freiwillige Annahme des Zölibats als Berufung zur Christusnachfolge zum Kriterium der Berufung in den geistlichen Dienst gemacht hat. Jeder Weihekandidat bekundet ausdrücklich diese Freiwilligkeit.

Dass diese Lebensform in einer übersexualisierten Gesellschaft ein Skandalon darstellt, angefochten, verlacht und bespuckt wird, sei noch lange kein Grund, von dieser biblisch begründeten Tradition abzugehen: „Vielleicht war sie noch nie so wichtig wie heute!“, gibt Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zu bedenken.

Notwendig sei freilich eine gute Vorbereitung der Priesteramtskandidaten und eine gute Begleitung der Priester, damit diese Lebensform gut gelebt werden und ihren Zeugnischarakter auch bewahren kann, betont Bischof Voderholzer:

„Unsere Priesterausbildung berücksichtigt sehr wohl die psychologischen und menschlichen Gesichtspunkte, die notwendig sind für eine reife Persönlichkeit. Ich lege dafür meine Hand ins Feuer. Und ich möchte auch an dieser Stelle der überwältigenden Mehrheit der Priester mein Vertrauen aussprechen, die ihren Dienst eifrig und gewissenhaft tun, die unbescholten waren und sind.“

In Deutschland gibt es mit Recht ein sehr strenges Datenschutzgesetz. Gleichzeitig wird von bestimmter Seite die Forderung erhoben, die Personalakten, also einen Datenbestand von höchster Sensibilität, die Personalakten aller Priester gewissermaßen der Öffentlichkeit preiszugeben:

„Dieses Ansinnen ist ungeheuerlich! Die Priester genießen denselben Datenschutz wie alle anderen Menschen auch. Niemand käme doch auf die Idee, den Staat aufzufordern, alle  Personalakten der Lehrer offen zu legen, weil es auch in Schulen zu Fällen sexuellen Missbrauchs kommt. Wenn ein begründeter Anfangsverdacht besteht, dann hat die Staatsanwaltschaft das Recht auf Akteneinsicht und die Pflicht zur Aufklärung“, so der Regensburger Oberhirte.

Und weiter: „Aber diesen Generalverdacht, der sich hier breit macht, weise ich auf das Entschiedenste zurück! Das haben die Priester nicht verdient. Und das hat die katholische Kirche nicht verdient. Die katholische Kirche ist die erste und einzige Institution der Zivilgesellschaft in Deutschland, die sich in so umfassender Weise diesem Problem stellt.

Ich kann nicht dazu schweigen, dass nun der Eindruck im Raum stehen bleibt, wir seien die einzige Institution, die dieses Problem hat. Ja, wir haben gelernt, dass die Opferperspektive absoluten Vorrang hat vor jeder Rücksichtnahme auf die Institution oder die Täter. Aber sind denn die vielen Opfer in den anderen Bereichen der Gesellschaft weniger wert oder bedeutsam?“, so Bischof Voderholzer abschließend.

Quelle: https://www.bistum-regensburg.de/news/debatte-um-mhg-studie-bischof-rudolf-voderholzer-stellt-klar-zoelibat-ist-lebensform-nach-vorbild-von-jesus-christus-und-den-aposteln-6369/


Erneute Teilnahme des Bischofs von Regensburg am „Marsch für das Leben“

Pressemitteilung des Bistums Regensburg:

Am heutigen Samstag, dem 22. September 2018, beteiligen sich Gläubige aus dem Bistum Regensburg, darunter Bischof Rudolf Voderholzer, am Marsch für das Leben in Berlin.

Es wird eine ökumenische Demonstration mit Menschen aller Konfessionen und Parteien, die sich für das im Grundgesetz garantierte Recht auf Leben einsetzen – darunter in diesem Jahr auch der evangelisch-lutherische Bischof Hans-Jürgen Abromeit.

In einer Pressemitteilung sorgt sich nun der Oberpfälzer grüne Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt über die aus seiner Sicht „extremistische Unterwanderung“ des Marsches für das Leben und warnt sowohl die Katholiken im Bistum Regensburg als auch Bischof Rudolf Voderholzer davor, am kommenden Samstag in Berlin von ihrem Demonstrationsrecht (Art. 8 GG) Gebrauch zu machen.

Worauf er seine Warnungen bezieht, ist nicht genau bekannt geworden – dennoch kann seine Warnung nicht ganz von der Hand gewiesen werden.

Denn wer sich die Fotos anschaut, die in den vergangenen Jahren beim Marsch für das Leben entstanden sind, sieht in der Tat erschreckende Gewaltbereitschaft, Hass, Hetze und Beleidigungen.

Es handelt sich dabei allerdings nicht um die Teilnehmer/innen am Marsch für das Leben, sondern der sog. Gegendemonstration, zu der u.a. die Grünen (also die Partei von Herrn Schmidt), die Linkspartei sowie andere Gruppierungen aufrufen.

Anstatt die Katholiken im Bistum Regensburg davor zu warnen, von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen, sollte sich Herr Schmidt überlegen, sich von der Hassdemonstration, zu der seine eigene Partei maßgeblich aufruft, zu distanzieren.

Quelle: https://www.bistum-regensburg.de/news/wir-demonstrieren-fuer-das-leben-einladung-zum-marsch-fuer-das-leben-am-22092018-in-berlin-6268/


Ehem. evangelischer Pfarrer Hartmut Constien ist katholischer Priester geworden

Der protestantische Pfarrer Hartmut Constien ist mit seiner Frau (einer Theologin) und den drei Kindern am 1. September 2014 in die katholische Kirche eingetreten.

Der Konvertit (siehe 1. Foto) wirkte zuvor als Pastor der theologisch konservativen, lutherischen Freikirche SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche) in Mittelhessen. Er war Jugendpfarrer für den SELK-Kirchenbezirk Hessen-Süd und Pfarrer der SELK-Paulusgemeinde in Allendorf bei Wetzlar.

Nach seinem Übertritt 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Papst Benedikt XVI. in Regensburg. Zugleich studierte er katholische Theologie im österreichischen Stift Heiligenkreuz, einer päpstlichen Hochschule.

Am 30. Juni 2018 wurde der inzwischen 41-jährige Familienvater in Regensburg von Bischof Rudolf Voderholzer (siehe 2. Foto) zum Priester geweiht.

Wenn evangelische Pastoren, die zur katholische Kirche übertreten, zum Priester geweiht werden, sind sie nicht an den Zölibat (Ehelosigkeit, Enthaltsamkeit) gebunden. Diese Sonderregelung gilt seit langem, nicht etwa erst seit dem 2. Vatikanischen Konzil.

Die WochenzeitungDie Tagespost“ berichtet zudem am 27. Juni 2018:

„Wie Constien in einem Interview mit „katholisch.de“ erzählt, merkte er in seiner Zeit als evangelischer Pastor immer stärker, wie seine Art zu glauben und den Glauben zu leben, katholisch ist.

Wie Constien betont, wurde er nicht mit dem Ziel katholisch, unbedingt auch Priester werden zu müssen. „Ich wollte vor allem katholisch sein“.

Besonders fasziniert Constien am katholischen Glauben die weltumspannende  und die Geschichte überdauernde lebendige Gemeinschaft. „Dieses Bewusstsein der sichtbaren Einheit der Kirche gibt es in den evangelischen Kirchen so nicht.“

Für den ehem. evangelischen Pastor ist  – so die DT  – der gemeinsame Kommunionempfang „nur der Endpunkt der Ökumene“: 

„Er selbst habe vor seiner Konversion bewusst auf den Empfang der Eucharistie verzichtet, obwohl er in dieser Zeit „wirklich einen eucharistischen Hunger“ verspürte. So „wurde bei meiner Konversion der erste Empfang der Kommunion zum sichtbaren Ausdruck: Jetzt bin ich Teil der katholischen Kirche!“

1. Foto: https://www.bistum-regensburg.de/news/am-30-juni-2018-ist-priesterweihe-die-weihekandidaten-stellen-sich-vor-6103/


Regensburg: Bischof würdigt Glaube und Kultur der vertriebenen Donauschwaben

„Das Kreuz gehört in den öffentlichen Raum“

Anlässlich der 59. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Basilika St. Anna in Altötting am Sonntagvormittag eine Pontifikalmesse gefeiert. Während der sehr ermutigend wirkenden Predigt bat der Regensburger Bischof die zahlreich Anwesenden, die Sonntagskultur stark zu halten, das Kreuz im öffentlichen Raum wertzuschätzen und die Marienverehrung zu pflegen.

Er erinnerte an die große Bedeutung der Donauschwaben sowie überhaupt der Lebensleistung der vertriebenen Gläubigen innerhalb Europas – bis heute und gerade angesichts der Lage des Kontinents in dieser Zeit.

Der Bischof, der von der Herkunft seiner Mutter aus dem Sudetenland sehr geprägt wurde, sagte: „Es bewegt mich tief, zu erleben, mit welcher Hingabe Sie die geerbten Traditionen pflegen.“

Angesichts des zunehmenden Einflusses des Islam in Europa betonte der Regensburger Bischof die Notwendigkeit, den christlichen Glauben zu leben und zu bekennen. Er forderte dazu auf, die Sonntagskultur zu leben, denn mit dem staatlichen Schutz sei es nicht getan. Zu den Formen einer zeitgemäßen Sonntagskultur gehöre nicht zuletzt die Tracht. Zahlreiche Donauschwaben waren in ihrer traditionellen Tracht zu diesem Gottesdienst erschienen (siehe Foto).

Außerdem erklärte Bischof Dr. Voderholzer, dass zu den Grundlagen des christlichen Europa das Kreuz gehört. „Das Kreuz gehört in den öffentlichen Raum: Ich verstehe es nicht, wenn der Bayerische Ministerpräsident sogar aus kirchlichen Reihen heraus kritisiert wird, weil er das Anbringen von Kreuzen in öffentlichen staatlichen Räumen angeordnet hat.“ 

Das Kreuz stehe für die vor-staatlich religiösen Wurzeln unserer Gesellschaft und für ein Fundament, das sich der Staat nicht geben kann und das er nicht garantieren kann. Allerdings werde auf die Dauer auch ein Erlass nicht helfen, wenn es nicht Menschen gibt, die die Religion des Kreuzes von innen her leben und lieben, erklärte der Bischof.

Schließlich erinnerte der Regensburger Oberhirte auch an die große Bedeutung der Marienverehrung. Wallfahrtswege seien die Pulsadern des christlichen Europa und die Marienwallfahrtsorte seien Knotenpunkte der christlichen Vernetzung.

Bischof Voderholzer würdigte die Tatsache, dass die Wallfahrt die Donauschwaben nach Altötting führt. Abschließend stellte er fest: „Die Vertriebenenverbände und Volksgruppen sind prädestiniert, Förderer eines vereinten Europas auf der Basis des christlichen Glaubens zu sein. Niemand weiß mehr um die Bedeutung und die Notwendigkeit eines vereinten Europas auf der Basis des Christentums als Sie!“

Die Donauschwaben sind eine Gemeinschaft mit einer besonderen gemeinsamen Geschichte: Aus deutschen Ländern kamen sie ab dem Ende des 17. Jahrhunderts aufgrund von gewährten Privilegien in Gegenden an der Donau, die heute in den Staaten Ungarn, Rumänien und Serbien liegen. Die österreichische Kaiserin Maria-Theresia u.a. hatte sie gerufen, um das Land zu kultivieren, das im Zuge der Türkenkriege verwüstet worden war. Bald brachten sie die Gegenden durch handwerkliches wie auch landwirtschaftliches Geschick zur Blüte.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs sowie nach Kriegsende flohen sie zum Teil. In großer Zahl wurden Donauschwaben, die geblieben waren, aber auch interniert, vertrieben oder zu vielen Tausenden in fürchterlichen Massakern ermordet. Schon immer spielte der katholische Glaube bei den Donauschwaben eine große Rolle, auch und gerade bei den Überlebenden, die diesen ihren Glauben bei ihrer Flucht und Vertreibung nach Österreich, Deutschland, weitere Länder Europas sowie überhaupt in die ganze Welt mitnahmen. 

Quelle (Text/Fotos): https://www.bistum-regensburg.de/news/sonntag-kreuz-maria-bei-der-christlichen-praegung-europas-haben-die-donauschwaben-eine-besondere-aufgabe-6151/


Katholikentag: Bischof Voderholzer erinnert an Karl Leisner und Josefa Mack

Der Internationale Karl-Leisner-Kreis e.V. (IKLK) veranstaltete am 11. Mai 2018 auf dem Katholikentag in Münster eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: „Versöhnung im Krieg unter Feinden – Die geheime Priesterweihe von Karl Leisner im KZ Dachau 1944“.

Teilnehmer waren neben Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) der em. Erzbischof von Hamburg, Werner Thissen, der wie Leisner im niederrheinischen Kleve geboren ist. Als weitere Gäste beteiligten sich Pfarrer i.R. Hans-Karl Seeger vom IKLK und der Bonner Historiker Dr. Christoph Kösters (Kommission für Zeitgeschichte, Bonn), um das Leben und die Spiritualität Leisners zu würdigen.

Bischof Voderholzer berichtete, dass er seit langem von diesem glaubensstarken Geistlichen tief beeindruckt ist. Sein besonderes Schicksal  – die Priesterweihe im KZ –  sei zudem weltweit einzigartig und zugleich ein Zeugnis christlicher Völkerverständigung; der ebenfalls in Dachau inhaftierte französische Bischof Gabriel Piguet hatte die Weihe am 17. Dezember 1944 vorgenommen.

Zudem erinnerte der Regensburger Oberhirte an die besondere Bedeutung der jungen „Botin“ Josefa Mack, ohne die Leisners Priesterweihe nicht möglich gewesen wäre, da sie nötige liturgische Gegenstände, die sie von Kardinal Faulhaber erhielt, unter Todesgefahr ins KZ Dachau einschmuggelte. Die spätere Ordensfrau (ab ihrem Ordenseintritt hieß sie „Maria Imma“) sei ebenso mutig wie bescheiden gewesen, sagte der Bischof, der sie persönlich kannte; sie habe erst im höheren Alter von ihren heroischen Taten berichtet und die Autobiographie „Warum ich Azaleen liebe“ veröffentlicht.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.bistum-regensburg.de/news/katholikentag-in-muenster-bischof-voderholzer-wuerdigt-den-seligen-karl-leisner-und-josefa-mack-als-vorbild-fuer-glaeubige-6056/

Foto: Felizitas Küble