Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei!

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Amos 6,1a.4-7:

Wehe den Sorglosen auf dem Zion
und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria.
Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern.
Zum Essen holt ihr euch Lämmer aus der Herde
und Mastkälber aus dem Stall.
Ihr grölt zum Klang der Harfe,
ihr wollt Lieder erfinden wie David.
Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen,
ihr salbt euch mit dem feinsten Öl
und sorgt euch nicht über den Untergang des Stammes Josef.
Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran.
Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei.

Berlin: Historiker Rainer Zitelmann spricht am 22.11. in Berlin über den Kapitalismus

Tagung des FORUM MITTELSTAND am Donnerstag, den 22. November um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) imPaulaner im Spreebogen, Alt-Moabit 98 (Nähe S-Bhf Schloss Bellvue / U-Bhf Turmstr.) in Berlin-Moabit zum Thema: „Sind der Kapitalismus und die Reichen das Problem der westlichen Welt?“ 

Redner ist der Philosoph, Politikwissenschaftler, Historiker und Unternehmer Dr. phil. Dr. rer. pol. Rainer Zitelmann (siehe Foto).
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„Der Markt hat versagt, wir brauchen mehr Staat!“ – Das behaupten seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren Politik, Medien und  Intellektuelle. Rainer Zitelmann vertritt die Gegenthese: Mehr Kapitalismus tut den Menschen gut.
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In seinem Buch „Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung“ zeigt Zitelmann: In Ländern, in denen der Staat seinen Einfluss beschränkt und die Menschen dem Markt mehr vertrauen, steigt der Wohlstand und geht die Armut zurück. Belege für diese These finden sich in Europa, Amerika und Asien.
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Der Kapitalismus hat gewaltige Probleme gelöst – und dies immer wieder in der Geschichte der Menschheit. Die größte Gefahr für unseren Wohlstand ist, dass diese Erfahrungen in Vergessenheit geraten. Zunehmend werden Reiche (Manager, Unternehmer, Banker, Finanz- und Immobilieninvestoren) als Sündenböcke für Fehlentwicklungen dargestellt, die in Wahrheit ihre Ursache nicht in „zu viel“, sondern zu wenig Kapitalismus haben.
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Das Forum Mittelstand versteht sich als überparteilich, proatlantisch und bürgerlich-ordnungspolitisch verortet. Es bekennt sich explizit zur westlichen Wertegemeinschaft und den Ideen der Freiburger Schule. In regelmäßigen Abständen finden Veranstaltungen zur kritischen Begleitung der Tagespolitik und der politischen Gesamtsituation statt..
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Rainer Zitelmann (geb. 1957) studierte in Darmstadt Geschichte und Politikwissenschaft und promovierte 1986 über Hitlers Selbstverständnis eines Revolutionärs. 1987 bis 1992 war er Wissenschaftlicher Assistent am Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin. In den Jahren 1992 bis 2000 war er im Axel-Springer Verlag in verschiedenen Führungsfunktionen tätig – zunächst als Cheflektor der Verlage Ullstein und Propyläen, später als Ressortleiter der Tageszeitung „Die Welt“.
Im Jahr 2000 gründete er die Dr.ZitelmannPB.GmbH, die Marktführer für die Kommunikationsberatung von Immobilienunternehmen wurde. 2016 verkaufte er sein Unternehmen und promovierte ein zweites Mal – diesmal an der Universität Potsdam im Fach Soziologie mit einer Arbeit über die „Psychologie der Superreichen“. 2017 veröffentlichte er seine Autobiografie http://zitelmann-autobiografie.de/.

Zitelmann hat 21 Bücher geschrieben, die weltweit in zahlreichen Sprachen erfolgreich sind. Sein aktuelles Buch: http://kapitalismus-ist-nicht-das-problem.de/

Quelle: Einladung von Stefan Friedrich M. A., Leiter des Forum Mittelstand, www.forummittelstand.net

Hochmütige stürzen hinab in die Unterwelt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 49 (48),14-15ab.15cd-16.17-18.19-20.

So geht es denen, die auf sich selbst vertrauen,
und so ist das Ende derer, die sich in großen Worten gefallen.
Der Tod führt sie auf seine Weide wie Schafe,
sie stürzen hinab zur Unterwelt.

Geradewegs sinken die Reichen hinab in das Grab;
ihre Gestalt zerfällt, die Unterwelt wird ihre Wohnstatt.
Doch Gott wird mich loskaufen aus dem Reich des Todes,
ja, er nimmt mich auf.

Lass dich nicht beirren, wenn einer reich wird
und die Pracht seines Hauses sich mehrt;
denn im Tod nimmt er das alles nicht mit,
seine Pracht steigt nicht mit ihm hinab.

Preist er sich im Leben auch glücklich
und sagt zu sich: „Man lobt dich, weil du dir‘s wohl sein lässt“,
so muss er doch zur Schar seiner Väter hinab,
die das Licht nie mehr erblicken.