Hirnforschung und Spiritualität: Der Mensch neigt von Natur aus zur Religion

Ist der Mensch nicht nur als eine höhere Stufe seiner Kulturentwicklung, sondern vielmehr seit alters her „unheilbar religiös“? Sind das Bedürfnis nach Glaube und Frömmigkeit, nach einem „höheren“ Lebenssinn und „Spiritualität“ tief in seinem Wesen verankerte Neigungen?

Hat der Schöpfer in der menschlichen Natur und sogar in den „Hirn-Regionen“ gleichsam seine Spuren hinterlassen – auch in physiologischer Hinsicht? Oder läßt sich die menschliche Religions-Sehnsucht allein neurologisch oder psychologsich erklären?

Diese Fragen werden zwischen Theologen, Philosophen, Psychologen, Ethnologen und Neurowissenschaftlern seit langem teils kontrovers, teils übereinstimmend diskutiert.

In einem Artikel des Deutschlandfunks vom 15. Juli 2021 heißt es unter dem Titel „Spiritualität ist tief in der menschlichen Natur verwurzelt“ u.a.:

„Neurowissenschaftler konnten nachweisen, dass Spiritualität und Religion in einem überraschend alten Teil des Gehirns verankert sind.“

Christian Röther schreibt weiter über das „aquäduktale Grau“, mit dem ein „ziemlich alter Teil des menschlichen Gehirns“ definiert ist und das auch „zentrales Höhlengrau“ genannt werde:

„Dieses Grau ist an ganz grundlegenden Gefühlen beteiligt, wie Schmerz, Angst und Fluchtreflexen. Und offenbar hat es auch mit Religion und Spiritualität zu tun. Das hat ein US-amerikanisches Forscherteam jetzt herausgefunden, um den Neurowissenschaftler Michael Adam Ferguson.

Laut Verfasser ist Prof. Ferguson Dozent an der medizinischen Fakultät der Harvard University und Neurowissenschaftler in Boston: „Er hat sich spezialisiert auf „Neurospiritualität“ – also auf eine Mischung aus Hirnforschung und Spiritualitätsforschung.“

Der Neuro-Forscher erklärt, die „biologischen Grundlagen“ für die „religiöse Musikalität“ seien nicht in einem „einzelnen Gottesknopf“ zu suchen, vielmehr seien „unterschiedliche Hirnareale an religiösen Gefühlen beteiligt“.

Gleichzeitig gelte natürlich: „Dass alle Menschen diese Hirnareale haben, bedeute aber nicht automatisch, dass auch alle Menschen religiös sein müssten.“

Gemälde: Evita Gründler


Der Fall Galilei zwischen Fakten und Polemik

Von Dr. Josef Bordat

Galileo Galilei ist ein Physiker. Er ist jedoch vor allem ein Sinnbild, ein Symbol, eine Metapher. Er steht paradigmatisch für eine Kirche, die Wissenschaftler unterdrückt, den Fortschritt hemmt und die Moderne ablehnt.

Der historische Verlauf des Prozesses gegen ihn (seine Gründe, die Argumentation in den Verhandlungen, das genaue Ergebnis) ist dabei den wenigsten im Detail bekannt, die Wirkmacht der Metapher reicht diskursiv völlig aus, um die angeblich systematische Wissenschaftsfeindlichkeit der Katholischen Kirche zu zeigen.

Bei genauerer Betrachtung stellen sich jedoch die Dinge ganz anders dar.

Denn der Galilei-Prozess markiert nicht die vermeintliche Bruchstelle zwischen Kirche und Wissenschaft (oder gar Religion und Vernunft), als die er so oft und gern herbeizitiert wird, sondern verdeutlicht vor allem die Differenz von Theorie und Tatsache, einen Unterschied, auf den die Kirche (insbesondere deren Verfahrensbevollmächtigter Robert Kardinal Bellarmin) im Gegensatz zum Angeklagten größten Wert legte, eine Haltung, die auch von der gegenwärtigen Wissenschaftsphilosophie eingefordert wird.

Ob Karl Popper, Paul Feyerabend oder Carl Friedrich von Weizsäcker – sie alle billigen der Kirche des 17. Jahrhunderts implizit oder explizit zu, was der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts selbstverständlich werden sollte: Eine Theorie ist keine Tatsache.

Diese und andere Fakten rund um den „Fall Galilei“ leuchtet der Kirchenhistoriker Walter Kardinal Brandmüller in seinem sehr empfehlenswerten Buch kenntnisreich aus. Die Neuauflage im Verlag Media Maria entspricht der bleibenden Relevanz des „Falls Galilei“ im Diskurs über Glaube und Wissenschaft – und der Notwendigkeit, die historischen Fakten gegen polemische Stimmungsmache zu verteidigen.

Hier geht es zur weiteren Buchbesprechung: https://jobosblog.wordpress.com/2021/06/26/dekonstruktion-eines-paradigmas/


Unser CF auf Platz 2 der TOP-Bloggerinnen

Bereits vor ca. zwei Wochen veröffentlichte Faktenkontor eine Meldung mit dem etwas flapsigen Titel „Die Wunderweiber des Webs“. Es ging um die besten Blog-Betreiberinnen Deutschlands, um die vordersten Plätze im 50-TOP-Ranking der erfolgreichsten Frauenseiten.

Faktenkontor ist eine führende Unternehmens- und Kommunikationsberatungsgruppe in Hamburg.

Die fünfzig einflußreichsten Internetseiten wurden auf einer Basis von ca 2000 Frauen-Blogs ermittelt, die ihrerseits bereits eine Auswahl darstellen.

Dazu erklärt Faktenkontor: Das Analyse-Tool der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor bewertet fortlaufend die Performance von 2.000 Blogs nach Sichtbarkeit, Verlinkung, Social-Media-Performance, Aktivität und Interaktion mit seiner Community.

Den sagenhaften Platz 1 der „fünfzig Besten“ erreichte die Wirtschaftswoche-Redakteurin Claudia Tödtmann mit ihrem WiWo-Management-Blog.

Kaum zu glauben, aber wahr: Auf den schönen Platz 2 kommt unser CHRISTLICHES FORUM. Dabei sind wir der einzige religiös geprägte Blog in der 50-Top-Liste.

Dazu heißt es in der Faktenkontor-Pressemeldung:

„Mit religiösen Themen beschäftigt sich nur ein einziger Top-50-Blog – dafür aber besonders erfolgreich: Das „Christliche Forum“ unter Felizitas Küble setzt die Kirche zwischen Küche und Konzernen auf Platz zwei.“

Über den Blogger-Relevanzindex gibt es hier weitere Infos: https://www.faktenkontor.de/blogger-relevanzindex/.

Die TOP-Meldung – stets mit dem Hinweis auf unseren 2. Platz – hat sich in Windeseile verbreitet, z.B. auf Presseportalen wie HIER oder HIER.

Auch in einem Börsenportal wurde berichtet – ebenso kam ein Artikel in der Saarbrücker Zeitung – und selbst in der Musikszene interessierte man sich für die „Wunderweiber des Web“ – so etwa HIER.

Natürlich hat auch die Wirtschaftswoche vor zwei Wochen über diese Auszeichnung berichtet: https://blog.wiwo.de/management/2021/06/10/in-eigener-sache-bloggerinnen-deutschlands-top-50-blogs-von-frauen-management-blog-auf-wiwo-de-auf-platz-eins/

Es handelt sich bereits um die v i e r t e Auszeichnung für unser CHRISTLICHES FORUM mit einem TOP-Siegel in den letzten drei Jahren: zweimal bei den Frauen-Blogs und zweimal beim allgemeinen TOP-100-Ranking. Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/05/20/zum-3-mal-top-auszeichnung-fur-unser-cf/


Glosse von Kurt Tucholsky: Der Mensch…

DER MENSCH hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenns ihm gut geht, und eine, wenns ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion. Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird.

Der Mensch wird auf natürlichem Wege hergestellt, doch empfindet er dies als unnatürlich und spricht nicht gern davon...

Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören. Man könnte den Menschen geradezu als ein Wesen definieren, das nie zuhört. Wenn er weise ist, tut er damit recht: denn Gescheites bekommt er nur selten zu hören.

Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Er darf nicht, also sollen die andern auch nicht.

Um sich auf einen Menschen zu verlassen, tut man gut, sich auf ihn zu setzen; man ist dann wenigstens für diese Zeit sicher, daß er nicht davonläuft. Manche verlassen sich auch auf den Charakter.

Der Mensch zerfällt in zwei Teile: In einen männlichen, der nicht denken will, und in einen weiblichen, der nicht denken kann.

Beide haben sogenannte Gefühle: man ruft diese am sichersten dadurch hervor, daß man gewisse Nervenpunkte des Organismus in Funktion setzt. In diesen Fällen sondern manche Menschen Lyrik ab...

Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden. Doch hat noch niemand sich selber beherrscht; weil der opponierende Sklave immer mächtiger ist als der regierungssüchtige Herr. Jeder Mensch ist sich selber unterlegen.

Wenn der Mensch fühlt, daß er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise; er verzichtet dann auf die sauren Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr.

Die verschiedenen Altersstufen des Menschen halten einander für verschiedene Rassen: Alte haben gewöhnlich vergessen, daß sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, daß sie alt sind, und Junge begreifen nie, daß sie alt werden können.

Der Mensch möchte nicht gern sterben, weil er nicht weiß, was dann kommt. Bildet er sich ein, es zu wissen, dann möchte er es auch nicht gern; weil er das Alte noch ein wenig mitmachen will. Ein wenig heißt hier: ewig.

Im übrigen ist der Mensch ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen läßt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.

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Buch-Tip: Neuerscheinung über islamische Strömungen mit Weltherrschaftsanspruch

Wer wird die Welt beherrschen? Der erobernde Westen? Das erobernde China? Der erobernde Islam? – Große, übergeordnete Systeme wollen herrschen!

Der Islam ist das weltanschauliche System, das weltweit am schnellsten wächst. Wo der erobernde Islam Fuß fasst, scheinen Konflikte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen unvermeidlich.

Aber Vorsicht: Es gibt tausend verschiedene Arten, ein Muslim zu sein – liberal oder radikal, als Sufi, Salafist, Agnostiker, Dschihadist und vieles mehr.

Für viele Muslime ist der Islam überhaupt kein eroberndes System, sondern nur eine Sinnquelle, ihre Religion. Wenig praktizierende Muslime kennen häufig ihre eigenen Grundlagentexte nicht gut und auch nicht die Eroberungsstrategien, die seit den Ursprüngen ihrer religiösen Tradition verfolgt wurden.

Shafique Keshavjee stellt diese Vielfalt des Islam vor – vor allem aber beschreibt er, wie der erobernde Islam im Sinne eines „übergeordneten Systems“ alle Dimensionen des Daseins, die spirituellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, militärischen, wirtschaftlichen etc. einschließt und wie seine Welteroberungsstrategie funktioniert.

Und diese Richtung des Islam kann sich zu Recht auf die Grundlagentexte des Islam berufen – ganz anders als beim Christentum, wo im Neuen Testament grundlegend zwischen Religion und Politik unterschieden wird.

Das Buches hilft zu verstehen, wie dieses System es mit seinen Vormachtsansprüchen geschafft hat, viele Orte, an denen es Fuß gefasst hat, zu beherrschen und zu erobern.

Dieses Buch ist im März 2021 im evangelikalen Brunnen-Verlag erschienen, umfaßt 208 Seiten und kostet 15 Euro.

Bestellungen hier: https://www.sendbuch.de/a115279/shafique-keshavjee/der-erobernde-islam


Irak: Premier würdigt Beitrag der Christen

„Der Irak wäre nicht der Irak ohne Christen“, sagte der irakische Premierminister Mustafa Al-Kadhimi am gestrigen Donnerstag, dem 18. Februar, bei einem Treffen mit Vertretern der christlichen Kirchen im Nahen Osten.

„Wir Iraker sind stark durch unsere kulturelle und religiöse Vielalt, und wir werden trotz finsterer Aktivitäten von Gruppen, die mit ihren Plänen, unser wundervolles Land zu zerstören, gescheitert sind, ein Symbol für Koexistenz, Toleranz und echte Staatsbürgerschaft bleiben“.

“Die Präsenz eingeborener christlicher Gemeinschaften im Irak seit apostolischen Zeiten”, bemerkte der irakische Ministerpräsident, „bestätigt die Fähigkeit zur Offenheit, die diese Zivilisationen kennzeichnet, die seit der Antike im territorialen Raum Mesopotamiens lebten“.

Al-Kadhimi ist ein ehemaliger Journalist und war Chef des irakischen Geheimdienstes und ist ein Freund des saudischen Prinzen Mohammed Bin Salman. Er war in den 1980er Jahren nach Großbritannien ausgewandert, von wo er nach Erlangung der britischen Staatsbürgerschaft nach dem Sturz von Saddam Husseins zurückkehrte.

Der armenisch-apostolische Erzbischof Avak Asadourian würdigte im Namen der Delegation die Bemühungen der irakischen Regierung, den kulturellen und religiösen Pluralismus der Nation zu schützen.

Im Juni 2020, kurz nach seinem Amtsantritt als Premierminister, drückte al Kadhimi seine Besorgnis über den stillen Exodus aus, der die christlichen Gemeinschaften schwinden lässt, die seit Jahrtausenden in den Gebieten des antiken Mesopotamien verwurzelt sind.

Quelle: Fidesdienst


Die moderne Quantenphysik und unser Glaube

Von Lucia Tentrop

Die Quantenphysik brachte das frühere mechanistische Weltbild zum Einsturz – und damit auch die damit verbundene materialistische Ideologie.

Das Weltbild der modernen Physik steht dem christlichen Glauben wieder näher, denn sie befaßt sich mit dem „geistigen Urgrund des Universums“, wie es im Untertitel des Buches von Bruno Machinek aus dem Gerhard-Hess-Verlag heißt.

Seine Neuerscheinung „Gott und die Welt der Quanten“ eröffnet frische Denkhorizonte und ein besseres Miteinander von Religion und Naturwissenschaft.

Wenn unsere Kirche die Erkenntnisse der Physik des 20. Jahrhunderts nicht  länger dem Techno- und Kapitalmarkt überlässt, sondern sie für unsere Geisteswelt auswertet und in ihre Pädagogik und Verkündigung integriert, haben wir wieder eine allen gemeinsame naturwissenschaftliche Grundlage des Denkens. Dann sind wir offen für die Revitalisierung unserer Glaubenskräfte.

Religiöses Wissen braucht zu seiner Vermittlung die Basis realer Anschauung. Zu allen Zeiten hat die Kirche in Partnerschaft mit der jeweiligen Naturwissenschaft gelebt – bis sich nach der kopernikanischen Wende und dem Rationalismus der Aufklärung das Weltbild der klassischen Physik (Keppler, Galilei, Descartes, Kant und Newton) in eine absolute Herrschaft des menschlichen Verstandes entwickelte. Hier schien für Gott kein Platz mehr frei zu sein.

Der Rationalist glaubt an seine Ratio und deren Kapazitäten, und was diese nicht begreifen, ausbeuten und in ihrem Kopf horten können, wird entsorgt: Ein ego-zentrisches Weltbild des Menschen, eine geist- und seelenlose Weltanschauung. 

Noch 120 Jahre nach Max Plancks Gründung der Quantenphysik glauben (!) wir immer noch an die Grundannahmen der „klassischen Physik“: für sie ist die Welt ein geschlossenes und determiniertes System, das wie ein Uhrwerk gesetzmäßig abläuft.

Bereits Ende des 19. Jahrhundert galten diese Gesetze als erforscht. Man riet Max Planck daher vom Studium der Physik ab, weil da kaum noch Neues zu erwarten sei. Der aufgeklärte Mensch hat ja alles „im Griff“.

Der Glaube an einen göttlichen Schöpfer gilt als rückständig und naiv. Gegen „Volksfrömmigkeit“ ist unsere wissenschaftlich gestylte Intelligenz bis zur Berührungsangst allergisch. Und welcher arglose Mensch durch-schaut die intellektualisierten Formen der Verblödung unserer materialistisch orientierten Titelhelden in Medien und sozialistisch orientierten Quasselseminaren?

Wie viele ehemals gläubige Menschen gehen auf akademischen Stelzen, um sich im müden Glück ihrer eigenen Bedeutung gegenseitig zu zitieren und ihre seelische Lebendigkeit im Muff des Statusdenkens zu ersticken? Intellekt dient immer einer Interessenlage; er kann also auch im Dienst der Dummheit stehen.            

In diesem Verlies unserer verdrängten Geisteswelt öffnet die Quantenphysik das Fenster zur Ewigkeit. Ihre Erkenntnisse beruhen nicht auf opportuner Anpassung an politische Strömungen, sondern auf  neutralen und nachvollziehbaren Experimenten.

Schon die Tatsache, dass es auf der Ebene der kleinsten Teilchen weder Raum noch Zeit gibt und die Quanten sogar nachträglich ihre Gestalt ändern können, wirft neues Licht auf scheinbare Paradoxien unseres Glaubens, z.B. auf die eucharistische Realpräsenz, an die laut Autor Machinek auch Martin Luther noch glaubte.

Jenseits von Raum und Zeit ist alles  mit allem verbunden; Informationen werden über jede Entfernung in einem Moment übertragen und sind sofort am Ziel. Der einzelne Mensch ist mit dem Kosmos verbunden. Wir beeinflussen die Materie. In Reaktion auf einen bewussten Beobachter ändern immaterielle Wellen ihre Gestalt und werden zu Materie. In Beziehung zu einem handelnden Bewusstsein wandelt z.B. auch Wasser, das durch den Segen des Priesters zu Weihwasser wird, seine Konsistenz.   

Die Quantenphysik bestätigt die Gläubigen sowie uraltes Wissen der Seele,  Aussagen unserer Kirchenväter, Weisheiten der Antike und der Religionen unserer Welt.

„Im Anfang war der Geist“

Das Grundgesetz unserer abendländischen Kultur und Kunst ist wieder gültig: „Es ist der Geist, der sich den Körper schafft.“ – Nicht die Materie ist Ursprung des Lebens – wie an deutschen Schulen und Universitäten immer noch gelehrt wird – sondern der Geist, der frei von Materie existieren kann.

Die Ordnung der materiellen Realität beruht auf metaphysischen Wirkungsfaktoren. Wir sind jenseits von Zeit und Raum einem transzendenten Sein verbunden. Das durch die Aufklärung entstandene Gegeneinander von Wissenschaft und Religion ist überholt.

Die Quanten pfeifen auf eine begrenzte menschliche Logik, die sich über den Logos – die Weisheit von oben – zu erheben suchte:  Wir dürfen wieder glauben!

Warum wird diese Wissenschaft nicht verkündet, im kirchlichen Bereich publiziert und unter das Volk gebracht?

Es gibt namhafte katholische Theologen, die die  Bedeutung der Quantenphysik und ihres neuen Weltbildes für unseren Glauben erkannt haben, voran unser Papst em. Benedikt XVI.

Warum wird dieses Wissen nicht populär? Warum produzieren unsere Medien wie am  Fließband kirchenpolitische Blasen, statt über die Erkenntnisse einer faszinierenden Wissenschaft aufzuklären, die unser materielles Anspruchsniveau kippt und über ein neues Staunen die Demut und den Glauben befreit?

Natur Mensch Umwelt

Warum kriecht die deutsche Kirche wegen ihrer schwarzen Schafe auf allen Vi(e)ren, statt ihre positiven Erinnerungen und Kräfte zu steigern und sich neu aufzurichten, um am Horizont jenen rettenden Engel zu erkennen, der schon seit über 100 Jahren auf diese Erkenntnis wartet?

Nicht der einfache Gläubige, sondern der intellektuelle Wasserkopf an unseren deutschen Schulen und Universitäten ist der Dumme, der seine Rückständigkeit pflegt und nicht merkt, dass sich das Blatt auf einer tieferen Ebene der Erkenntnis längst gewendet hat: durch Albert Einstein, Max Planck, Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger, Max Born, den Dänen Niels Bohr u.v.a.  

Im Jahre 1900  begründete Max Planck die Quantenphysik. Wie lange wollen wir also noch warten, bis die Theologie das materialistische Weltbild abstößt, das der Seele die Luft abwürgt und unsere Glau- benskräfte unterdrückt, das Wunderbare in unserer Religion analytisch zerrupft und den ehemaligen Diener des Geistes, den Intellekt, über das Ganze setzt?

Der innovative Wissenschaftler Max Planck wurde in unserem Land geboren. Er hat in unserer Sprache geforscht, gedacht und erkannt und in unserem Land gewirkt. Wie lange wollen wir noch passiv zusehen, wie andere Länder und Kulturen diesen Geist für eine fremde Weltanschauung oder Religion vereinnahmen?   

Die Quantenphysik ist etwas Gutes, das sich als erfolgreich erwiesen hat und sogar bei Agnostikern höchstes Ansehen genießt. Kein Mensch kann seriöserweise an einem Wissen zweifeln, dessen Inhalt überprüfbar ist. – Können wir das von den Erkenntnissen aller Wissenschaftsbereiche sagen? Ich nicht, denn ich habe ein sozialwissenschaftliches Zweitstudium  absolviert. 

Langfristig sollte die katholische Kirche das Grundwissen der Quantenphysik in die Theologie integrieren und sie allen Christen vermitteln.

Unsere Autorin Lucia Tentrop (siehe Foto) ist katholische Theologin, Pädagogin, Malerin und Musikerin; sie lebt in Berlin. – Hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de

Das erwähnte Quanten-Buch von Bruno Machinek aus dem Gerhard-Hess-Verlag (http://www.gerhard-hess-verlag.de/) kann für 12,80 Euro dort bestellt werden – oder auch bei uns (portofrei): felizitas.kueble@web.de – oder Tel. 0251-616768


Studie: Gemeinsames Beten festigt die Ehe

Von Felizitas Küble

Der sich auf Englisch reimende Spruch „A family that prays together, stays together“ ist nicht zuletzt durch Mutter Teresa weltweit bekannt geworden, die ihn öfter zitiert hat.

Auch wir haben ihn vor vielen Jahren auf einem unserer Plakate herausgebracht – natürlich auf deutsch: „Eine Familie, die zusammen betet, hält auch zusammen.“

Ursprünglich soll das Motto auf den katholischen Pater Patrick Peyton zurückgehen, der eine marianische Vereinigung (Family Rosary Crusade) gegründet hat und durch seine Radioprogramme in den USA bekannt wurde.

Immer wieder liest man von Studien, die diese Lebensweisheit (die aber schon dem gesunden Menschenverstand von selber einleuchtet) bestätigen.

So schreibt die jüngste WELT AM SONNTAG vom 25. Oktober 2020 unter dem Titel „Auf dass uns Gott helfe“ auf S. 54 über ein Team um die amerikanische Familienforscherin Victoria King von der University of Georgia, das sich in einer zehnjährigen Untersuchung genau damit befaßt habe. Die Studie der Wissenschaftler sei im „Journal of Psychology of Religion and Spirituality“ veröffentlich worden – und zwar mit dem Ergebnis, so wörtlich:

„Der gemeinsame Gang zu Messen und Gebetskreisen festigt die Ehe, insbesondere im höheren Alter.“

Zudem hätten die Forscher einen weiteren interessanten Zusammenhang entdeckt: „Paare, die gläubig waren, verbrachten zunehmend mehr Zeit miteinander – und umgekehrt wurden Paare, die viel zusammen unternahmen, immer religiöser.“

Dies habe damit zu tun, daß der Glaube im Laufe des Lebens bedeutsamer werde. Gemeinsamer religiöser Einsatz wirke wohltuend auf die Ehe und ihre „Haltbarkeit“.


Warum mischt sich die kath. Kirchenpresse in den US-Wahlkampf ein?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Sollten katholische Kirchenzeitungen den allgemeinen Anti-Trump- bzw. den Pro-Biden-Trend praktizieren?

Natürlich ist die Versuchung gegeben, mit dem großen Haufen zu laufen, wie Frau Noelle-Neumann vor vielen Jahren konstatiert hat.

In einer katholischen Kirchenzeitung geschieht das mit der Titelüberschrift „Mit Rosenkranz gegen Gewehre.“

Der Untertitel lautet: „Joe Biden könnte nach John F. Kennedy der zweite Katholik werden, der ins Weiße Haus einzieht.“

Weiter heißt es: „Der demokratische Bewerber beruft sich auf seinen Glauben, der ihm geholfen habe, mit Schicksalsschlägen fertig zu werden.“

Die katholische Haltung Joe Bidens wird mit Zitaten unterstrichen wie „Er hat immer den Rosenkranz dabei“… „Das Versprechen Jesu spendet ihm Trost“, sagt die Ordensfrau Simone Campbell.

„Seit dem Tod seines Sohnes Beau trägt der Katholik stets dessen Gebetskette bei sich… geprägt wurde Biden durch zwei ‚Johns, den ersten katholischen US-Präsidenten John Kennedy und Papst Johannes XXIII. dessen Einsatz für soziale Gerechtigkeit ihn prägte“  – „Mit seiner Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten hat der regelmäßige Kirchgänger derzeit gute Aussichten als zweiter Katholik ins Weiße Haus einzuziehen“.

Soweit die seriös klingende Beschreibung Bidens.

BILD: In den USA wird auch mit Kecksen und Kleingebäck für Biden geworben

Auch der Amtsinhaber Trump wird zitiert mit Worten, die ihn eher ins Abseits stellen: „Er (Biden) ist gegen Gott. Er ist gegen Gewehre“. Biden wolle „eine Welt ohne Religion schaffen… Gott würde die Wahl Bidens ins Weiße Haus ‚weh tun‘“.

Niemand kann beurteilen, in welchem Zusammenhang diese Worte gefallen sind.

Nun werden im gleichen Artikel auch katholische Stimmen gebracht, die auf Bidens „angebliche (!) abtreibungsfreundliche Haltung“ hinweisen.

„Tatsächlich verteidigt“, so heißt es, „der demokratische Kandidat politisch die Selbstbestimmung von Frauen – auch wenn er Schwangerschaftsabbrüche persönlich ablehne“.

Hier werden Katholiken, die ihren Glauben ernst nehmen, hellhörig. Sie wissen, dass die Kirche Abtreibung für ein „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ hält.

Es mag stimmen, dass Biden persönlich eine Abtreibung ablehnt, entscheidend ist, was er als Präsident tut.

Informierte Zeitgenossen wissen, dass sich Biden für eine Lockerung der Abtreibungsgesetze ausgesprochen hat. Biden als „katholischen“ Kandidaten herauszustellen, erscheint etwas gewagt. Das kann man wohl nur, wenn man für die „Selbstbestimmung“ der Frauen in der Abtreibung ist, die in Wahrheit eine „Fremdbestimmung“ über das Kind bedeutet.


Trotz Corona-Krise: Deutsche denken kaum häufiger über ihren Tod nach

Lediglich elf Prozent der Deutschen denken angesichts des Coronavirus jetzt öfter darüber nach, was nach dem Tod kommen könnte. Zu diesem Ergebnis gelangt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA-Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.

Demnach gaben 81 Prozent an, auch jetzt nicht häufiger darüber nachzudenken, was sie nach dem Tod erwartet.

Vor allem muslimische Befragte denken offenbar häufiger (23 Prozent) über das Leben nach dem Tod nach als vorher. Gleichzeitig tun dies 59 Prozent der Muslime nicht.

Sowohl die katholischen wie auch die protestantischen Teilnehmer der Umfrage liegen mit elf Prozent im Gesamtdurchschnitt derjenigen, die nun verstärkt darüber nachdenken, was nach dem Tod kommt. Bei den freikirchlichen Befragten sind es 15 Prozent. Der Anteil der Konfessionslosen, die angesichts der Corona-Krise häufiger als bisher über das Leben nach dem Tod nachdenken, ist mit neun Prozent etwas geringer als der Gesamtschnitt.

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