Mehrfache Mentalitätsveränderungen führten zu einer egozentrischen Single-Gesellschaft

Von Christa Meves

Eine neue Studie verdient Beachtung. Sie dokumentiert drei Phasen der mentalen Veränderung der Menschen hierzulande seit 1945 bis heute.

Während in der Nachkriegszeit von 1945 – 1968 die Mentalität der Menschen vor allem vom Aufbruch aus dem Inferno geprägt war, entstand ab 1965 im Westen – so weiß heute jedermann – eine schlagartig veränderte Lebenseinstellung. Jetzt begann – von den Medien einhellig unterstützt – ein links-liberaler Vorrang in der Lebensweise – eine Art „Locker vom Hocker“-Mentalität zu dominieren.

Im neuen Jahrhundert ist der Trend nun neu bestimmt von einer wirtschaftlich orientierten Europäisierung und von dem Durchbruch der Technik hinein in jedermanns Alltagsleben. Die dadurch jeweils gefärbten mentalen Veränderungen scheinen in einem ersten Ansatz durch die bereits erwähnte Studie im Auftrag einer Wirtschaftsfirma ins Visier genommen worden zu sein: Sie veranlasste eine Forschungsgruppe, die mentalen Veränderungen in zeitlich unterschiedenen Gruppierungen zu erkunden, um daraus Schlüsse für wirtschaftliche Optimierungen herauszufinden.

Ihre Ergebnisse sind aber auch psychologisch relevant und von interessanter Eindeutigkeit. Diese Digitalagenturgruppe Syzygy machte es sich also zur Aufgabe, die vorherrschende Lebenseinstellung eben bei den besagten drei Gruppen von je 1000 Personen in den drei jüngsten Zeitabschnitten zu untersuchen.

Sie verglich das Verhalten der 53 – 79-Jährigen – das sind die in die Nachkriegszeit Hineingeborenen – mit einer zweiten Gruppe der 37 – 52-Jährigen. Das sind in der BRD jene mit der im Westen ab 1965 einsetzenden 68er Kulturrevolution. Diese beiden Gruppierungen verglichen sie dann darüber hinaus und vorrangig mit den Jüngsten, den 19 – 36-Jährigen, also den ab 1981-1991 Geborenen.

Eindrucksvoll ist das Ergebnis der Untersucher: 

Während in der Nachkriegszeit offenbar die alten gesellschaftlichen Strukturen dominierten, erbrachte der Trend ab 1969 im Westen durch die revolutionäre, extrem liberalistische Veränderung einen Trend zur sog. antiautoritären Erziehung.

Aus diesen bald aufeinander folgenden Wechselbädern der beiden vergangenen Phasen hat sich nun – laut Studie – vor allem in der jüngsten Generation durch das Vorherrschen der neuen Technik im Verhalten der 19 bis 36-Jährigen eine erstaunliche weitere Veränderung ergeben.

Verstärkter Trend in Richtung Narzissmus

Diesen widmet die Studie vorrangig Aufmerksamkeit; denn im Gegensatz zu den Älteren zeigt sich in der jüngsten Generation hierzulande die Mentalität einer unverblümt offerierten, gesteigerten Ichhaftigkeit. Zitat: „Die Millennial-Generation in Deutschland dreht sich gerne um sich selbst und beansprucht für sich nur die besten Produkte und Dienstleistungen. Somit ist die ‚Generation Narzissmus‘ eine echte Herausforderung für Unternehmen, die sie als Konsumenten gewinnen wollen.“

Egozentrizität scheint hier also zu dominieren. Die Untersucher fassen sie unter dem Begriff „Narzissmus“ zusammen und verstehen darunter eine individualistische Dominanz mit einer besonderen Vorliebe für die eigenen Belange mit einer vorrangigen Nutzung nun nicht mehr allein des Fernsehers und dessen Krimi-Serien, sondern alles Digitalen, das ihnen vom Jugendalter ab mehrheitlich zur Verfügung gestellt wurde, dem Workman, dem Discman zunächst, dem Handy, dem PC in voller Wucht und in jüngster Zeit dann dem Smartphone.

Wie die Hirnforscher nun bereits längst gewarnt haben, verändert dieser Vorrang einer allein auf sich selbst bezogenen Beschäftigungsmöglichkeit anscheinend geradezu den Charakter zugunsten einer Abschottung und geistigen Verarmung. Auch die Forscher dieser Studie meinen nun, im Hinblick auf das Interesse für die Personen der Außenwelt geradezu einen Schwund feststellen zu können: Die jungen Menschen bleiben in zunehmendem Maß auf sich selbst bezogen.

Wachsende Gleichgültigkeit plus Selbstüberheblichkeit

Die Untersucher meinen zu konstatieren, dass so der Verlust einer nach außen gewandten Emotionalität stattfinde. Sie beschreiben eine selbstbezogene Gleichgültigkeit ihrer Probanden und sprechen von einem daraus resultierenden überheblichen Selbstbewusstsein, das sich in gespielter Nüchternheit „an Fakten hält“.  

Die Forscher betonen aber auch eine wie selbstverständliche Anspruchshaltung der jungen Menschen mit einer eher oberflächlichen Nutzung der Marktangebote. Aber sie meinen ebenfalls, eine überzogene Darstellungsbereitschaft per Super-Outfit bei öffentlicher Artikulation feststellen zu können. Gleichzeitig scheint sich den Untersuchern ein verringertes Interesse an spektakulären Ereignissen der Öffentlichkeit zu zeigen. Selbst dem dort so hoch gepolten Sexuellen mag die junge Mannschaft keine Neugier mehr abzugewinnen.

Die Motivation der Untersucher schließt die Frage nach den Ursachen dieser eklatanten Charakterveränderung der jungen Menschen aus; denn ihr Auftrag bezieht sich vorrangig auf das Konsumverhalten der jungen Menschen. Diese mag durch die Dominanz der Technik in jedem der jungen Köpfe mitverursacht worden sein; aber das kann allein die neue Mentalität nicht hervorgebracht haben.

Nimmt man dieses Verhalten pädagogisch, so lässt sich nicht die Frage ausschalten, wie es zu dieser erheblichen Einstellungsänderung hat kommen können, und wie dem zu begegnen sei.

Vernachlässigung brachte eine Single-Generation hervor

Die veränderte Erziehungsweise dieser jungen Generation, das viel größere Sich-selbst-Überlassen-sein bei meist beiden im Arbeitsprozess stehenden Elternteilen, die unzureichende Bindung an eine duale Bezugsperson im Kleinkindalter, der dadurch hervorgerufene Trend zur Kollektivierung von der frühen Kindheit ab, die Notwendigkeit, sich selbst zu behaupten bei einem uneingeschränkten Erlaubtsein von allem und jedem – so fürchteten praktisch arbeitende Psychotherapeuten schon durch das gesamte damalige Erziehungsklima ab 1969 hindurch – würde (wie Fritz Riemann das bereits prognostizierte) eine Gesellschaft von Singles produzieren.

Das scheint jetzt in der Tat Wirklichkeit zu werden. Denn sogar die Anziehung auf das andere Geschlecht scheint sich jenseits der Pubertät nicht etwa zu verstärken, sondern als eher überdrüssig uninteressant einzuschränken.

Der Wille zum Heiraten und damit zur Familienbildung wird dadurch offensichtlich bereits gemindert. „In mein Privatleben passen andere Menschen einfach nicht hinein. Sie stören nur“, sagte jüngst ein gut verdienender 25-Jähriger zu mir.

Dennoch: Nach meiner Beobachtung scheinen die bedrückenden Ergebnisse dieser Studie mit der Beschreibung einer sich konstituierenden Gesellschaft von Einsiedlern nicht das letzte Wort zu haben.

Wie viele lebendige, hoch motivierte und interessierte Kinder habe ich allein auf den Tagungen unseres Vereins „Verantwortung für die Familie“ kennengelernt – als die Erziehungsergebnisse liebevoll bemühter Eltern, die zäh und unermüdlich dem schädlichen Nesthocker-Zeitgeist widerstanden! Das mag eine kleine, aber für die Zukunft wertvolle Gruppierung sein.

Aber darüber hinaus hat sich allgemein in den letzten Jahren bei erstaunlich vielen jungen Menschen – wie ein Aufbäumen der Befindlichkeit gegen die seelische Verengung – nun eine erstaunliche Freude an großen Events mit einem christlichen Hintergrund entwickelt. Und dieses wird von mehreren christlichen Sendern, von Radio Horeb bis zu Hope Chanel, EWTN und Bibel-TV in gezieltem Ausmaß dokumentiert und propagiert

Auf diese Weise scheint sich die geminderte Emotionalität Bahn brechen zu wollen. Das sollte doch Hoffnung sein auf eine Reanimierung seelischer Vielfalt und damit auf eine Zukunft mit mehr seelischer Gesundheit und auf neu angeregte kultivierte Glaubensfülle, denn ohne diese wird’s beim „Haschen nach Wind“ bleiben.


Weihnachten und jüdisches Chanukkafest fallen in diesem Jahr zeitlich zusammen

Weihnachten und Chanukka, das jüdische Lichterfest zur Wiedereinweihung des Tempels, fallen in diesem Jahr zeitlich zusammen.

Dazu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung: Stephan_Lochner_Adoration_of_the_Magi

„Weihnachten und Chanukka sind traditionell Feste des Lichts, die das Dunkel vertreiben und Strahlen der Hoffnung und des Friedens aussenden. Diese Botschaft hat in diesem Jahr angesichts des furchtbaren und menschenverachtenden Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche eine besondere Tragweite.

In vielen Teilen der Welt finden wir in diesen Tagen eine angespannte Lage vor. Im syrischen Aleppo sterben viele Menschen im barbarischen Krieg. Im Irak kämpfen die Menschen weiter gegen den IS. Hinsichtlich des Ukraine-Konflikts vermissen wir die Einhaltung des Minster Abkommens durch Russland zur Deeskalation und Befriedung der Lage.

Auf der ganzen Welt werden Menschen aufgrund ihrer Religion bedrängt und verfolgt. Doch es gibt auch Hoffnung: In Kolumbien haben die Regierung und die FARC-Guerilla einen Durchbruch auf dem Weg zum Frieden für ihr Land erreicht.

Die Botschaft des Friedens, der Versöhnung und der Hoffnung, die Weihnachten und Hanukkah über die Welt bringen, ist in diesem Jahr besonders dringend. In unseren Gebeten, Gedanken und Wünschen sind wir in diesem Jahr besonders bei den Menschen, denen dieses Licht versagt bleibt.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wünscht allen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest.“


Reutlingen: Ausstellung im Heimatmuseum zeigt Schutzengel-Bilder aus 200 Jahren

Schau vom 27. November 2016 bis 5. März 2017

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Die Ausstellung im Heimatmuseum Reutlingen verdeutlicht die unterschiedlichen „Aufgaben“ der himmlischen Wesen als Beschützer vor äußerer und innerer Gefahr: als Seelenlehrer, als ständiger Helfer in allen Lebenssituationen, als Begleiter der Seele vom Himmel auf die Erde und zurück.
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Der Überblick über verschiedene Erscheinungsformen von Schutzengelbilder aus den letzten 200 Jahren umfasst Wandbilder, Andachtsbildchen, Postkarten, Ofenrohrbilder, Bücher und sonstige Gegenstände, darunter auch „Himmelsbriefe“, magische Schutzbriefe aus einer Zeit ohne Versicherungen.
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Die Schutzengel-Objekte stammen aus der Privatsammlung Balon, Böblingen. Ergänzend zeigt das Heimatmuseum weitere Engeldarstellungen aus der eigenen Sammlung.
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Wirkt eine islamfreundliche Multikulti-Ideologie wie Opium für das Volk?

Von Hanna Jüngling

So hysterisch unsere „Eliten“ auf einheimische Faschismen und eine schimärische „Rechte“ reagieren, so hysterisch reagieren sie auf solide Kritik am evidenten, unbezweifelbaren islamischen Antifeminismus, Antijudaismus, Antizionismus, Antimodernismus, an seiner Homophobie, Demokratiefeindlichkeit, einem Menschenbild, das Ungläubige mit Tieren gleichsetzt, und an seiner Antichristlichkeit. IGFM_Scharia

Was auf der Hand liegt, was jeder mit Leichtigkeit nachlesen könnte, wird ignoriert, mit Hilfe eines Kultur-Relativismus, der logischen Widersprüchen einen Persilschein zur rasanten Einfahrt ins eigene Haus ausgestellt hat, schöngeredet oder womöglich vollständig verleugnet.

Der Islam ist jedoch vor allem eine Anti-Religion. Er ist defensiv und offensiv zugleich. Er hat uns nichts Positives zu sagen, er ist der „Geist, der stets verneint“ und der seine Anhänger in einen spirituell angestrichenen, materialistischen Feindschaftsmodus treibt.

Es gibt keine Religion, die eine so ausgeprägte Feindesnotwendigkeit aufweist. Ein Islam ohne einseitig erklärten irdischen Feind oder wenigstens eine irdische Rivalität bricht in sich selbst zusammen. Folgerichtig gehen alle rein islamischen Gesellschaften zugrunde.

Ohne Feind, den man (im besten Fall) unterwerfen, (im schlimmsten Fall) vernichten kann, sind sie dem Untergang geweiht. „Islam“ heißt nicht nur „UnterwerfuMoschee-Bonn-4ng“, sonder meint auch „Unterwerfung“. Wenn alle nicht-islamischen Feinde vernichtet sind, steht als finaler Akt die endgültige Zerstörung der Frau an.

Wir sind Zeitzeugen dieser Zerstörung der Frau. Unsere Feministinnen sind allerdings, von wenigen Ausnahmen abgesehen, zu beschränkt, um das zu erkennen.

Ein Niqab oder eine Burka ist eine Art lebendiges Grab. Die Frau soll, wie in der Gnosis, „sterben“, geistlich sterben, wie es im Thomas-Evangelium aufscheint, das die Kirche u.a. deswegen verworfen hat. Vorläufig ist sie noch notwendig, um als „Saatfeld des Mannes“ zu dienen.

Wären postmoderne Europäer nicht solche ausgewachsenden Religions-Ignoranten, würden sie das mit Leichtigkeit sehen können, denn auch unsere schwarze Priestersoutane oder der Nonnen- und Mönchshabit bedeutete stets genau dies: das Absterben für die Welt.

Nur wurde dies niemandem aufgezwungen, sondern tatsächlich und per definitionem freiwillig von wenigen ergriffen.

Das „Absterben“ für diese Welt wurde im übrigen auch niemals einseitig der Frau auferlegt, während der Mann darin seine weltliche Macht fundiert. Das christliche „Absterben“ für diese Welt ist Grundhaltung für jede Seele in einem persönlichen und vor allem gerade nicht im Rahmen der Ehe stattfindenden Sonderraum: dem Kloster oder dem Weiheamt. Foto 1 - Leh für PAZ - Burkas schn DSC_0305

Damit und durch die dem Mann ebenso wie der Frau auferlegte Monogamie war trotz allem die Ehe eine vergleichsweise herrschaftsfreie Zone geworden.

Anders als im Islam zeichnete das Christentum mit dieser Kleidung eher eine spirituelle Arkandisziplin aus, an der einer oder eine Anteil hatte, die dem normalen Sterblichen gerade nicht abverlangt werden durfte!

Zu stark wirkt im fahrlässig „aufgeklärten“ Europa außerdem das Narkotikum Lessings von den drei angeblich ununterscheidbaren Ringen nach. Aufklärung könnte man in Sachen Religion auch als Ignoranz, als eine regelrechte „selbstverschuldete Unmündigkeit“ hinsichtlich eines fundierten und großen Religionswissens bezeichnen.

„Aufklärung“ heißt heute, man findet Religion überflüssig und doof  –  und man ist stolz darauf, darüber nichts zu wissen  –  eine dumpfe Haltung, die sich bitter rächt und all jene, die sich so positioniert haben, eiskalt erwischt.

Die Aufklärung hat eine notwendige einheimische Religionskritik hervorgebracht, die im letzten Ende aber zur Ignoranz hinsichtlich der Religion geführt hat. Nicht nur Religion kann Opium für das Volk sein, sondern jede Weltdeutung, die die Wachsamkeit und das Unterscheidungsvermögen betäubt.

Insofern wurde auch die Aufklärung zum Opium für das Volk. tuerkei-flagge-100_01

Es liegt auf der Hand, der Vernunft gut sichtbar, dass Religion nicht gleich Religion ist, auch dann nicht, wenn einige Strukturmerkmale übereinstimmen sollten. Nicht nur eine angemessene Religionskritik gegenüber dem Islam steht an, sondern auch eine fundierte Entmythologisierung der Aufklärung.

Das heißt im Klartext für den Ist-Zustand unserer einheimischen „Eliten“:

Aufgeklärte „Antifaschisten“ stellen faktisch eine verschleierte, neo-faschistische Führerschicht dar, die nun, nachdem sie in Politik und Medien das gesamte Feld für sich erobert und hermetisch nach außen hin abgeriegelt hat, nach und nach ihre Hüllen fallen lässt und die Nacktheit, all die Versäumnisse, die sich die Moderne einerseits selbst zuschreiben muss und in die andererseits ein aggressiver kirchlicher Antimodernismus sie seit 200 Jahren getrieben hat, sichtbar werden lässt.

Dem Volk wird eben jene Frauenverachtung, jener Judenhass, die Sexualisierung des Menschseins, die Verachtung des anderen plötzlich als ein schützenswertes Gut serviert, und dies sowohl seitens unserer pseudoliberalen, in Wahrheit aber reaktionären Eliten, als auch seitens offener abendländischer Traditionalisten.

Unsere Autorin Hanna Jüngling ist Musikerin und Künstlerin; ihren vollständigen Artikel lesen Sie hier: http://zeitschnur.blogspot.de/2016/11/spataufklarerische-religions-ignoranz.html


Deutschland – eine verunsicherte Nation

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Flüchtlingsstrom 2015 hat den Zustand der Gesellschaft und der politischen Führung offengelegt. Er traf ein moralisch geschwächtes Volk.

Der ehem. Ministerpräsident Professor Dr. Werner Münch (siehe 2. Foto) hat die politischen Konsequenzen der „Willkommenskultur“ und den Führungsstil der Bundeskanzlerin „Wir schaffen das“ schonungslos analysiert:  0000009699_3

„Ohne Erläuterung, was denn dieses „wir“ und „das“ bedeuten und welche Folgen es haben würde, überraschte dieser Satz nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, sondern auch Parlamente, Regierungen, Parteien, Kommunen und die EU–Mitgliedstaaten. Sie waren allesamt überrumpelt worden, obwohl sich eine Flüchtlingsbewegung nach Europa lange vorher abgezeichnet hatte.

BILD: Prof. Dr. Hubert Gindert leitet das „Forum Deutscher Katholiken“ und den Kongreß „Freude am Glauben“

Monatelang gab es keine genauen Kosten – Ermittlungen, keine Vorstellungen über die Bewältigung der Erfassung der Flüchtlinge, über die Beschaffung des erforderlichen Wohnraumbedarfs, die lokale Verteilung, die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Lösung der absehbaren Integrationsprobleme. Für die Bundesregierung waren alle Flüchtlinge zunächst einmal eine „Bereicherung“ für unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt, sie hatten durchweg eine „gute Ausbildung und berufliche Qualifikation“ und waren „uneingeschränkt integrationswillig“.

Es gab auch keine eingewanderten Terroristen und Kriminelle  – das war ein „abwegiger Generalverdacht von rechts“. Nach einer Statistik des Bundeskriminalamtes betrug die Zahl der Delikte der Flüchtlinge z. B. im ersten Quartal 2016 tatsächlich aber 69.000.

Und erst am 10. September hat Thomas de Maziere, der Minister des Innern, der überraschten deutschen Öffentlichkeit mitgeteilt, dass die Zahl der islamistischen Gefährder in Deutschland mit über 520 Personen und ca. 360 Unterstützern, sog. relevanten Personen, so hoch sei wie nie.Münch, Prof. Dr. Werner, mittel

Auch ist inzwischen bekannt, in welcher Intensität Salafisten versuchen, in Flüchtlingsheimen neue Mitglieder anzuwerben. Sogar die genaue Zahl der Eingewanderten war  unserer Regierung nicht bekannt.  Anfangs sprach der zuständige Minister von 200.000 Asylbewerbern, kurze Zeit später waren es 800.000, bald darauf über 1 Mio., und schließlich musste die Regierung einräumen, dass sie die genaue Zahl nicht wisse.

Ende Juli 2016 lagen beim zuständigen Bundesamt ca. 530.000 unerledigte Asylanträge, und 150.000 Asylbewerber sind nicht einmal registriert. 77% der eingereisten Asylsuchenden hatten keine Ausweispapiere. Aus einer Antwort der Bundesregierung von September 2016 geht hervor, dass 550.000 abgelehnte Asylbewerber weiterhin in Deutschland leben. Der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sprach in diesem Zusammenhang von einer „Abschiebeverhinderungsindustrie“ bei uns…

Damit eins unbestritten bleibt: Wir müssen und wollen offen sein für jede mögliche Hilfe für Menschen, die in wirklicher Not und oft mit grausamen Erlebnissen und Erfahrungen aus ihren Heimatländern mit dem Tode bedroht und zu uns geflohen sind. Sie benötigen dringend unsere Hilfe und persönliche Zuwendung.

Gerade Christen müssen alles dafür tun, damit diese Flüchtlinge wieder ganz konkret erfahren, was Menschenwürde bedeutet. Und wir sind davon überzeugt, dass bei dieser wahrlich nicht leicht zu bewältigenden Aufgabe nicht schlechtes Management und Rechthaberei vorherrschen dürfen, sondern Realismus und Wahrhaftigkeit die Leitlinie sein müssen.“ (Vortrag vor dem IK-München am 27. September 2016)

Folgen der 68er Revolution nicht verarbeitet

Die deutsche Bevölkerung ist tief verunsichert und verängstigt, weil sie befürchtet, die Auswirkungen der Masseneinwanderung nicht zu verkraften. Die Kulturrevolution von 1968 hat ihr das Selbstvertrauen genommen, diese neue Herausforderung zu bewältigen. cropped-ZIM_5640

Die Folgen der Kulturrevolution werden bei uns tabuisiert. Sie hat die Grundzelle jeder Gesellschaft, nämlich Ehe und Familie schwer geschädigt. Die traditionelle Ehe wurde als „vorgestrig“ und als „Korsett der Unfreiheit“ diffamiert. Die Folgen davon sind: Immer weniger junge Menschen heiraten, rund 40% der Ehen werden geschieden, Massenabtreibung ist zum Instrument der Familienplanung geworden.

Wir zählen zu den kinderärmsten Ländern der Welt. Die demographische Katastrophe mit ihren sozialen Folgen steht vor der Tür.

Die 68er Kulturrevolution hat unsere Geschichte und Kultur einseitig negativ interpretiert, so als hätte unsere Chronik nur dunkle, nicht aber auch glänzende Seiten. Patriotismus in jeder Form ist verpönt. Wörter wie Verzicht, Disziplin und Opfer für Andere, von der jede Gemeinschaft lebt, wurden zu Unwörtern.

Unwissenheit und Gleichgültigkeit gegenüber der überlieferten Kultur, insbesondere bei der jüngeren Generation, lassen das kulturelle Erbe als eine musiale Angelegenheit, nicht aber als eine Aufgabe die weiter zu entwickeln ist, erscheinen.

Der US-amerikanische jüdische Professor Joseph Weiler hält den Europäern Ablehnung, ja Hass gegenüber der eigenen Kultur vor.

Dieses veränderte Kulturbewusstsein schließt auch das Rechts- und Verfassungsverständnis ein. Demokratische Mehrheiten sehen sich heute als legitimiert, selbst Menschenrechte, wie das auf körperliche Unversehrtheit und Leben nicht mehr als absolut schützenswert zu interpretieren.

Christliches Fundament der europäischen Zivilisation

Unsere Vorstellung von Wert und Würde des Menschen ist religiös geprägt. Diese Sicht von Menschen ist in unser Rechts- und Verfassungsverständnis eingegangen. Das Christentum ist das Fundament der europäischen Zivilisation. Die Kirche als religiöse Institution sollte die entscheidende Barriere für die Unverfügbarkeit des Menschen und vor dem Zugriff auf ihn seitens Staat und Gesellschaft bilden. Herz-Jesu_01

Nun ist aber die 68er Kulturrevolution auch in die Kirche eingedrungen, konkret in die theologischen Ausbildungsstätten für Priester, Religionslehrer und Katecheten. Für die Verbindlichkeit kirchlicher Aussagen ist aber entscheidend, ob Jesus Christus Sohn Gottes oder nur irgendein Guru oder Religionsstifter ist. Statt dem Wort Gottes ist die Verkündigung vielfach zur Inflation der Wörter degeneriert.

Die Hirten der Kirche in Deutschland sind, von Ausnahmen abgesehen, verunsichert. Sie formulieren kein Alternativprogramm zum Zeitgeist und zu den üblichen Trends. Man ist versucht, in die alttestamentarische Klage einzustimmen: „Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten, und keinen, der uns anführt“ (Dan 3,38).

Seit der 68er Kulturrevolution haben Millionen der sog. „Volkskirche“ den Rücken zugekehrt. Von denen, die noch der Kirchensteuergemeinschaft angehören, fehlen 90% bei der sonntäglichen Gottesdienstfeier, vor allem die Zukunft der Kirche, Kinder und Jugendliche. Für das gesellschaftliche, kulturelle und politische Leben ist die Kirche in Deutschland, samt ihren Laieninstitutionen (ZdK) weithin bedeutungslos geworden.

Als Papst Benedikt XVI. in den „Letzte Gespräche“ den beklagenswerten Zustand der Kirche in Deutschland ansprach, konterte der Jesuit Andreas Batlogg, der Chefredakteur der „Stimmen der Zeit“, Joseph Ratzinger sei als Erzbischof von München und Freising selber „Teil des Systems“ gewesen. Darauf erwiderte Erzbischof Gänswein: „Die Behauptung, Joseph Ratzinger sei selbst Teil des Systems gewesen, überzeugt nicht. Ein solches System kann man nicht in ein paar Jahren verändern“.#

Parallelgesellschaften vermeiden

Die Kulturrevolution hatte nahezu 50 Jahre Zeit, um die Grundbefindlichkeit der Menschen zu ändern. Die entscheidende Frage ist heute, identifizieren sich die deutschen Staatsbürger noch mit ihrer eigenen Kultur? be2004_38_551

Wir fordern in der aktuellen Diskussion der Flüchtlingsproblematik die Integrationsbereitschaft von den Flüchtlingen. Zu Recht! Was ist aber damit gemeint? Bedeutet „Integration“ das sich bewusste Einfügen in die Werte- und Kulturgemeinschaft mit dem geltenden Rechts- und Verfassungssystems des Aufnahmelandes, oder versteht man darunter nur das Dach über dem Kopf, den Arbeitsplatz und den Erwerb der Sprache, um die Abläufe am Arbeitsplatz besser zu verstehen?

Wer Parallelgesellschaften vermeiden will, kann „Integration“ nur in dem umfassenden Sinne verstehen. Noch einmal gefragt: Hat das deutsche Volk noch die Bereitschaft und die Vitalität, jahrzehntelange Fehlentwicklungen zu korrigieren  –  oder sieht es den Niedergang als unaufhaltsam an?

Sicher ist, dass ein Volk ohne Kinder und ohne Rückgewinnung der Werte, die es groß gemacht haben, keine Zukunft hat. Für die Zukunft sind alle gefordert: Zuerst die Kirche. Sie müsste in der seit Johannes Paul II. geforderten Neuevangelisierung die spirituellen Grundlagen für einen Neuanfang legen. Gefordert sind die Verantwortungsträger in Politik und Gesellschaft.

Noch kann man von einem Umdenken wenig feststellen. Im Gegenteil wird weiterhin beschwichtigt, beschönigt, werden Kritiker als unverbesserliche Pessimisten diffamiert. Gefordert sind schließlich alle, um mit Teresa von Kalkutta zu sprechen, du und ich.

TITANIC: Für Umkehr ist es nie zu spät

Ob die Bereitschaft zum Umdenken und zur Umkehr noch einsetzt, wissen wir nicht. Für Christen bleiben aber, selbst in scheinbar oder wirklich aussichtslosen Situationen nicht delegierbare Aufgaben. Zwei Beispiele sollen das verdeutlichen: Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Am 11. April 1912 fuhr die Titanic von Queenstown/Südirland auf ihrer Jungfernfahrt in die USA ab. Die Titanic galt als „unsinkbar“. Deshalb wurden nur für 800 Menschen Rettungsboote mitgenommen, obwohl über 2000 Menschen an Bord waren. Oberhalb der Tauchlinie konnte man auf einem Band mit riesen Lettern lesen „Weder Gott noch der Papst“ und auf der anderen Seite „weder die Erde noch der Himmel können dich verschlingen“.

Am 14. April, um 23:35 Uhr, stieß die Titanic auf einen Eisberg und versank innerhalb von zweieinhalb Stunden. Von den 1308 Passagieren und 898 Mann Besatzung konnten nur 703 gerettet werden. Auf dem Schiff waren auch zwei Priester, der Benediktinerpater Byles und P. Joseph Peruschitz von Kloster Scheyern. Die Titanic-Überlebende Agnes Mac Coy schrieb:

„Etwa 100 Personen – Katholiken, Protestanten und Juden – umgaben die beiden Priester. Eine große Zahl von Menschen kniet auf eine stumme Übereinkunft nieder und fängt an, das Vater-Unser zu beten. Viele weinen und flehen um Hilfe. Ihr Sterbekreuz fest umklammert, sprechen der deutsche und englische Geistliche den Titanic-Passagieren Mut zu. Ein paar wollen beichten. Schließlich erteilen Reverend Byles und Pater Peruschitz die Generalabsolution“.

Ein weiteres Beispiel:

Am 26. Juli 1942 protestierten die katholischen Bischöfe der Niederlande gegen die Judenverfolgung. Bereits am 2. August setzte eine Verhaftungswelle gegen die Juden ein, bei der auch Edith Stein und ihre Schwester Rosa verhaftet wurden. Am 7. August wurden sie in Richtung des Vernichtungslagers Auschwitz abtransportiert.

Die Gefangenen ahnten, was ihnen in Auschwitz bevorstand. Als Sr. Benedicta sah, wie die Mitgefangenen apathisch und furchtsam geworden, sich vernachlässigten, tröstete sie diese und richtete sie wieder auf, damit sie ihre Selbstachtung und Würde nicht verloren. Am 9. August wurde Sr. Benedicta und ihr Schwester Rosa in Auschwitz ermordet.

 

 

 


Pornofilme begünstigen Ehescheidungen

Von Dr. med. Edith Breburdadr-breburda1

Das Science-Magazine berichtete am 26. August, seitdem die Welt ‚online’ ist, würde mehr als je zuvor Pornographie konsumiert.

Die amerikanische Soziologische Gesellschaft ging auf ihrem Jahrestreffen in der letzten Augustwoche 2016 der Frage nach, ob Pornographie sich auf das Eheleben auswirkt. Nun fand man heraus, dass sich vor allem Frauen deshalb eher scheiden lassen.

Experten sehen schon seit längerem, dass das Eheglück unter Pornographie beeinträchtigt wird. In der neuen Studie werden Daten von 2006 – 2014 analysiert. Die Amerikaner dieser Studie wurden mehrere Male in den acht Jahren über alles Mögliche, aber auch über ihre moralischen Anschauungen befragt. So kann nachverfolgt werden, wie sich ihre Gewohnheit und ihre Lebensanschauung über die Zeit verändert hat.

Um den Pornographie-Konsum zu dokumentieren, wurden sie nach ihren Eheverhältnissen gefragt und wie viele Filme aus dem Rotlicht-Milieu sie sich angesehen hätten.

„Es ist zwar nicht die perfekte Frage, um einen Pornographie-Konsum zu analysieren, aber sie ist dennoch meist valide, wobei sie dem Zeitwandel standhält“, sagshutterstock_114300748-140x94t der Autor der Studie, Prof. Samuel Perry von der Universität von Oklahoma (OU) in Norman.

1681 der 5698 Probanden gaben zu, derartige Filme angesehen zu haben, wobei 373 sie zum ersten Mal während der Studiendauer anschauten. Perry und sein Kollege Cyrus Schleifer fanden heraus, dass Leute, die damit anfingen, Pornographie-Filme zu sehen, eher dazu neigten, sich von ihrem Partner zu trennen; ihre Frau zu verlassen, steigerte sich bei Männern von 5% auf 10%, während die Zahl der Frauen sogar von 6% auf 18% anwuchs.

Es könnten natürlich schon Eheprobleme vorgelegen haben, bevor man damit anfing, Pornos zu schauen, meinen Kritiker. Für Perry zählt dieser Einwand nicht: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere Daten eindeutig auf einen Zusammenhang hinweisen. Wir können von einer direkten Beeinflussung ausgehen.“

Perry berichtet: Wenn eine Frau aufhört, diese Filme anzusehen, geht die Scheidungsrate von 18% wieder auf 6% zurück. Leider ist das nicht so bei Männern, weil sie, wenn sie einmal mit Pornokonsum anfingen, fast nicht mehr damit aufhören können. BILD0289

Neben dem Effekt, den Pornographie auf unterschiedliche Geschlechter hat, beobachteten die Forscher auch einen Altersunterschied. Je jünger die Konsumenten, desto eher verlassen sie ihren Partner.

Menschen, die einer Glaubensgemeinschaft angehörten und einmal wöchentlich ihre Gottesdienste besuchten, trennten sich nicht so leicht von ihrem Partner. Das Ergebnis erstaunte die Soziologen. Sie dachten, Pornographie-Abhängigkeit in religiösen Kreisen würde eher als moralisch falsch angesehen und deshalb erst recht zu einer höheren Scheidungsrate führen.

Perry und sein Team möchten nicht die moralische Keule gegen Pornographie schwingen. Ihre Intention ist es, einfach nur über diese Zusammenhänge aufzuklären. (Vgl.: Schultz. D. Divorce rates double when people start watching porn. Science, 26. August 2016)

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Unionsfraktion und Unternehmer protestieren gegen „Bevormundungsstaat“

Antidiskriminierungsstelle will Vorschriften verschärfen

Die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes geforderte deutliche Verschärfung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes stößt auf Ablehnung. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich sprach von einer „DDR light“ und forderte: „Schluß mit dem Bevormundungsstaat!“ 159481-3x2-teaser296

In einem von einem Mitarbeiter der Grünen verfaßten Papier fordert die Antidiskriminierungsstelle unter anderem verpflichtende Einwandererquoten für Unternehmen und ein Klagerecht von Verbänden und Gewerkschaften – inklusive der Antidiskriminierungsstelle selbst.

Überdies empfehlen die privaten Organisationen, neben Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion oder sexueller Ausrichtung weitere Bereiche in das Gleichbehandlungsgesetz aufzunehmen: Niemand solle wegen seiner Weltanschauung, seines Einkommens oder seiner sozialen Stellung bei der Bewerbung um eine Wohnung oder einen Arbeitsplatz sowie als Kunde benachteiligt werden dürfen.

„Pseudowissenschaft“ und „einzige Peinlichkeit“

Der stellv. Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs (CDU), sprach mit Blick auf das geforderte Verbandsklagerecht von einer „Sittenpolizei“. Fachöffentlichkeit und Politik sollten sich „von dieser Pseudowissenschaft nicht hinters Licht führen lassen“, schrieb Fuchs in einem Beitrag für den FOCUS. Der Bericht der Antidiskriminierungsstelle sei „eine einzige Peinlichkeit, die schnellstmöglich in Vergessenheit geraten sollte“.

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, forderte den Gesetzgeber auf, „sich mit weiterer Regulierung zurückzuhalten“. Zwar sei es im Sinne der Arbeitgeber, daß in den Betrieben Vielfalt und Toleranz gelebt werde, dies lasse sich jedoch nicht gesetzlich verordnen.

Eine Abkehr von der freien Marktwirtschaft befürchtet auch der Verband der Familienunternehmer.

„Hier wird vollends die unternehmerische Freiheit geopfert und der Unternehmer fremdbestimmt“, warnte Präsident Lutz Goebel. Sollte nun auch noch eine Beweislast-Umkehr zugunsten der Gewerkschaften durchgesetzt werden, „wird es gruselig für die Unternehmer und äußerst schwierig, gute personelle Entscheidungen im Unternehmen zu treffen“, mahnte Goebel.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de