Sinnsuchenden jungen Menschen mehr christliche Werte und Ideale vermitteln

Von Christa Meves    

Meves

Da habe ich nun 45 Jahre lang unserer Bevölkerung zu vermitteln versucht, dass eine Gesellschaft, welche die Familie, speziell die Mütter, die Autorität, Hierarchie und christlichen Glauben abzuschaffen sucht und an deren Stelle die Entfesselung der Sexualität setzt, auf dem falschen Weg ist, wenn sie Zukunft haben will.

Doch dann bedarf es nur eines einzigen Terroranschlags im Zentrum von Paris, um in den Medien einen Umstand sichtbar zu machen, der bisher harthörig verschwiegen wurde: Es kommt ans Licht, dass einige tausend junger Männer, ja sogar auch über tausend Mädchen mit unserer „WERTE-Gesellschaft“ wenig zufrieden waren und sind.

Deshalb haben sie sich muslimischen Propheten des „Islamischen Staates“ und seinen Zielen zugewandt. Diese Hassprediger flanieren schon seit Jahren mit Werbeveranstaltungen dafür in vielen Städten unserer Republik. Dadurch haben sich besonders Jugendliche so das Herz wärmen lassen, dass sie in den Jemen umsiedeln mussten, um „Allah“ zu dienen und, wenn nötig, für diesen auch ihr Leben zu lassen  –  im „gerechten“ Krieg eines hohen Kampfes gegen den Feind: gegen eine korrupt geldsüchtige und zur Sittenlosigkeit verkommene Gesellschaft Europas. Logo Christustag

Diese späte Aufdeckung wird vor allem vorangetrieben durch verständige einheimische Muslime, die die deutschen Schul- und Ausbildungsinstitutionen bereits durchlaufen haben. Diese rufen nun den inländischen Instanzen beschwörend zu, bei diesem Problem nicht an den Symptomen zu kurieren, sondern die echten Ursachen in den Fokus zu stellen, nämlich die Anfälligkeit für eine Verführung so vieler junger Menschen; denn es sei zu vermuten, dass diese Deutschen nun vielleicht Terrorakte auch für ihr Heimatland im Gepäck haben, nachdem sie mit solchen Zielen dorthin eingeschleust worden seien.

Auch Rachsucht gegen die Ausbildungsverhältnisse im eigenen Land könnten doch dabei mit im Spiele sein. „Ändert Euer Schulsystem“, rufen diese Mahner unseren Regierenden zu; „denn dort fehlt Euren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu einer klaren geistigen Orientierung, der Anregung zu begeisterter Einsatzbereitschaft für Eure eigene Kultur.“

Diese Kinder haben laut Bericht meist Unverständnis für ihre echten Lebensbedürfnisse erfahren. Sie haben ein sie verwirrendes, keine Behütung, keine Liebe, keinen Halt gebendes Umfeld durch ihre gesamte Kindheit hindurch erleben müssen. Innerlich unzufrieden – meist schon von der ersten Lebenszeit an – müssen sie nun suchen nach dem Echten, dem Eigentlichen, dem Richtigen , ohne auch nur zu ahnen, was das sein könnte. afc127c26a

Und für solche so suchenden Kinder sind die Großfallen umso mehr zum Verschlungen-werden geöffnet, je eher alle unklaren Aktivitäten ihres Suchens vergeblich waren, je öfter sie scheiterten, je mehr sie bei den Gleichaltrigen zu schwarzen Schafen und von den Erwachsenen zu Losern gestempelt wurden. Ich möchte hinzusetzen: In jedem depressiven Amokläufer, in jedem Koma-saufenden Wohlstandsverwahrlosten und deshalb auch in jedem Terroristen steckt unter einer explosionsbereiten Decke des Zorns ein verzweifeltes Kind.

Daraufhin angesprochen antwortete in einer der Talkshows zu diesem Thema in der vergangenen Woche der Angehörige einer Hilfsorganisation: „Aber um ihnen wirklich herauszuhelfen, braucht jeder Einzelne eine Langzeittherapie….“  –  „Woher dann aber (bei den so mächtig angestiegenen Fällen) all die Engel (unter den Therapeuten) nehmen?“, fragte ich – diesen gefährlichen Missstand für das kommende Jahrhundert prognostizierend – in meinen Schriften bereits ab 1970.

Späte Stunde also – aber doch keine ohne Hoffnung. Wären wir alle nur jetzt aufgeschreckt genug, um zu erkennen, dass wir uns schnellstens der geistigen Grundlagen unserer Hochkultur besinnen und bußfertig umkehren sollten – aufwachend und erkennend, dass kein Vorbild-geben von „Werten“ für unsere Kinder geschehen kann, wenn wir die Instanz, die sie für uns Menschen erstellte, hochmütig vernachlässigen. Nur dann können die so unaufgebbaren Werte – vom inkarnierten Gott einst eigenhändig übermittelt – für uns fruchtbar werden. Wir brauchen einen echt christlichen Religionsunterricht als Kopffach an unseren Schulen.


Treue oder Anpassung? – Warum das KREUZ wesentlich zur Kirche gehört

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Nach der vielfach einseitigen Medienberichterstattung und der aufgeregten Diskussion über die erste Sitzungsperiode der außerordentlichen Familiensynode in Rom konnte man eine breit angelegte Information über das katholische Eheverständnis erwarten. 0000009699_3

Hirtenworte, Predigten, Katechesen und Religionsunterricht boten sich dafür an. Schließlich hatten Leserbriefe in den Zeitungen den dürftigen Wissensstand der Gläubigen deutlich genug gezeigt. Nichts geschah jedoch bis heute.

BILD: Unser Autor Prof. Gindert veranstaltet seit Jahrzehnten den jährlichen Kongreß „Freude am Glauben“

Die Herde ist sich selbst überlassen. Warum ist das so?

Ein Interview in der „Tagespost“ vom 21.2.2015 mit dem Familienbischof der Dt. Bischofskonferenz, Heiner Koch, kann darüber Aufschluss geben.

Auf die Frage „Mit der Familiensynode im Herbst verbinden viele Menschen derzeit hohe Erwartungen… bekommen Sie bei dem Gedanken an die Synode manchmal Bauchschmerzen?“ antwortet der Familienbischof:

“Etwas erschrocken bin ich, auf welche Themen die Synode oft eingedampft wird: Auf die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Eucharistie und auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften“

Aber hatten nicht gerade die deutschen Bischöfe und ihre Vertreter auf der römischen Synode alles getan, das Gesamtthema auf diese Fragen einzuengen? chrkn

Auf die Frage „Wie wollen Sie auf die Reizthemen reagieren, die bis Oktober nicht vom Tisch sein werden?“ antwortet Bischof Koch:

“Ehe und Familie dürfen als Lebensform nicht idealisiert werden. Wir Christen haben kein romantisches Familien- und Eheverständnis. Von daher halte ich es für bedenkenswert ob der Bischof in seiner Lehr- und Hirtensorge nicht die Autorität hat, in besonderen Fällen im ‚Forum internum‘ Menschen, die eine zweite nicht sakramentale Ehe eingegangen sind, unter besonderen Umständen um ihres Heils willen den Zugang zur Eucharistie, die eben auch ein Mahl der Sünder ist, zu ermöglichen, gerade auch angesichts der Tatsache, dass das Recht nicht die ganze Wirklichkeit des Lebens erfassen kann… die Frage ist, ob die Kirche ihren Bischöfen, denen sie die Lehr- und Hirtensorge anvertraut haben auch den Raum gibt, in Einzelfällen zu Einzellösungen zu kommen“.

Der Familienbischof bezieht sich in seiner Aussage auf „sehr bedächtige Theologen“.

Auf die Frage „Schätzen sie die bischöfliche Autorität so hoch ein, dass ein Hirte den Gläubigen plausibel machen kann, warum das Wort Jesu und die Gebote in einigen Fällen nicht gelten? Würden die Menschen es nicht als Beliebigkeit oder verletzend wahrnehmen, wenn Herr A. in den Genuss einer bischöflichen Ausnahmeregelung kommt, Frau B. aber nicht?“ kommt die eher hilflose Antwort:

„Dass die wiederverheirateten Geschiedenen ihre Situation nie als politische Demonstration ausnutzen wollen. Im Übrigen ist eine persönliche Regelung etwas ganz anderes als eine beliebige Regelung“.

Die Antwort des Familienbischofs auf eine weitere Frage zeigt m. E. den Kern des Problems, das die Mehrheit der deutschen Bischöfe hat. 1_0_809751

Die Frage lautet: „Warum können sie von solchen Paaren nicht erwarten, dass sie ihren Weg mit der Kirche nicht auf dem Boden von Familiaris consortio gehen?“

Darauf Bischof Koch: “ Es gibt Menschen, die sagen, dass sie nicht zur sexuellen Enthaltsamkeit berufen seien. Sie möchten ihre neue Beziehung ganzheitlich leben, geistig, geistlich und körperlich, alles andere bleibt für sie heil-los“.

Der Familienbischof spricht das aus, was nach Medienberichten rund zwei Drittel der deutschen Bischöfe vertreten: Eine „Josefsehe“ der sexuellen Enthaltsamkeit wird nicht mehr als zumutbar angesehen. Das wäre aber die Aussage einer Kirche der Zumutbarkeit oder der Anpassung an die gängigen Trends.

Die deutsche Ortskirche ist nun schon viele Jahre diesen Weg gegangen. Attraktiver ist sie dadurch, wie ein Blick auf die rückläufige Kirchlichkeit und die Austrittszahlen zeigen, nicht geworden.

Im Gegenteil: Begonnen hat dieser Weg, als das Kreuz aus dem Zentrum der Betrachtung gerückt wurde. Das ist aber nicht der Weg, den Christus vorgegeben hat. Bei ihm heißt es: „Wenn jemand mein Jünger sein will, dann nehme er täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“.


Die Einflußnahme deutscher Bischöfe auf die Familiensynode und ihre Ursachen

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Manchmal ist es gut, einen Vorgang aus der Distanz zu betrachten, weil man sonst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, d.h., weil das eigentliche Problem aus den Details nicht mehr klar hervortritt. Das trifft auch zu, wenn man den Zustand der deutschen Ortskirche betrachtet.  Radio Vatikan

George Weigl, ein amerikanischer Theologe, der in Deutschland auch als Biograph von Papst Johannes Paul II. bekannt ist, hat diesen distanzierten Blick.

In seinen Überlegungen über den Ablauf der ersten Sitzungsperiode der römischen Familiensynode spricht Weigl über den Versuch des Synodensekretärs Kardinal Baldiseri sowie der deutschen Bischöfe, dem Synodenverlauf die gewünschte pastorale Richtung zu geben, mindestens aber den Debattenverlauf nach außen in diesem Sinn darzustellen.

George Weigl beurteilt in seinem Artikel „Die afrikanische Stunde“  –  abgedruckt im „Vatikan Magazin“ (Nr. 2/2015)  –  auch den religiös geistigen Zustand der deutschen Ortskirche. Er kommt dabei zu folgendem Urteil:

„Die deutsche Fixierung auf diesen Punkt war in gewisser Hinsicht ein Ausdruck der Beschäftigung mit sich selbst und den pastoralen Problemen einer erstarrten deutschen Kirche, die unbestreitbar schwerwiegend sind. (…)

Zehn Monate, bevor die Synode zusammenkam, habe ich einen gut unterrichteten Beobachter der katholischen Verhältnisse in Deutschland gefragt: BILD0235

Warum die Spitzen der katholischen Kirche in Deutschland darauf beharrten, die Frage der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene wieder aufzugreifen, wo doch der Großteil der Weitkirche meine, sie sei bei der Synode über die Familie im Jahr 1980 ausreichend erörtert worden und scheine durch die erneute Bekräftigung der traditionellen kirchlichen Lehre und Praxis im apostolischen Schreiben ‚Familiaris consortio‘ des heiligen Johannes Paul II. im Januar 1981 sowie den Kirchenrechtskodes im Jahr 1983 erledigt. Die Antwort bestand aus einem Wort: ‘Geld‘“

Erläuternd fügt George Weigl seinen Überlegungen an:

„Viele deutsche Bischöfe scheinen zu dem Schluss gekommen zu sein, dass der Abfall vom Bezahlen der Kirchensteuer am besten dadurch erklärt werden kann, dass die katholische Kirche als geiziger, engherziger und grausamer Vertreter von Normen wie etwa der Unauflöslichkeit der Ehe wahrgenommen wird, die für keinen Europäer des 21. Jahrhunderts, der etwas auf sich hält, akzeptabel sei.

Dass die Leute aufhören Kirchensteuer zu zahlen, weil sie nicht mehr glauben, dass Jesus der HERR und die katholische Kirche sein Leib ist, wäre eine einfachere Erklärung. Doch dann müsste man zugeben, dass der Rückgang des katholischen Glaubens und der katholischen Praxis in Deutschland etwas mit dem kolossalen Scheitern der deutschen Theologen und Katecheten zu tun hat, das Evangelium unter den sich verändernden Bedingungen der späten Moderne und Postmoderne effektiv zu vermitteln“.DSC05481 - Kopie

Hat Weigl Recht?

Die Entwicklung des Kirchenbesuchs, repräsentative Umfragen darüber, was die deutschen Katholiken noch glauben, und die fehlenden Anstrengungen zu einer Neuevangelisierung bestätigen das Urteil von George Weigl und sie machen verständlich, dass die Bischöfe der dynamisch wachsenden afrikanischen Ortskirchen auf der Bischofssynode in Rom dagegen waren, dass „Bischöfe, die sterbende Ortskirchen repräsentieren, die westliche Dekadenz nicht in den Südteil der Welt exportieren sollten, wo der Katholizismus exponentiell gewachsen sei, in dem die Wahrheiten des Evangeliums mitfühlend, aber auch kompromisslos verkündigt werden“.

Der Zustand der deutschen Ortskirche ist den Verantwortlichen bekannt. Es sieht derzeit nicht so aus, als würden energische Reformschritte dagegen eingeleitet werden. Dabei geht es nicht mehr um ein Herumkurieren von Symptomen, der Kurs insgesamt müsste auf den Prüfstand gestellt werden.

Greifen wir exemplarisch einen Bereich heraus, nämlich den Religionsunterricht. Es genügt nicht mehr, das eine oder andere zugelassene Lehrbuch aus dem Verkehr zu ziehen, oder einem Katecheten die Lehrerlaubnis zu entziehen.

Die Misere eines völlig ineffektiven Religionsunterrichts begann damit, als man vom bewährten Katechismus-Prinzip abging. Seitdem wissen diejenigen, die durch neun Jahre Pflichtbesuch des Religionsunterrichtes gegangen sind, die Fundamente des katholischen Glaubens nicht mehr: Das Credo, die Zehn Gebote und die Sieben Sakramente.

Es fehlt ihnen aber nicht nur das religiöse Wissen, sondern meist auch die Identifikation mit der eigenen Kirche.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Herausgeber der Monatszeitschrift DER FELS und Vorsitzender des Dachverbands „Forum deutscher Katholiken“, der den jährlichen Kongreß „Freude am Glauben“ veranstaltet

Fotos: 1. Radio Vatikan – 2. Evita Gründler – 3. KOMM-MIT-Verlag


Brunei: Christlicher Religionsunterricht im Beisein muslimischer Schüler verboten

Einführung der Scharia im asiatischen Brunei

Rektoren und Lehrer privater Schulen und Bildungseinrichtungen riskieren eine fünfjährige Haftstrafe oder eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Dollar, wenn sie im Beisein muslimischer Kinder christlichen Religionsunterricht erteilen oder über andere nicht-islamische Religionen sprechen. 02a1c5407f

Wie Beobachter berichten ist im neuen Strafrecht des Landes, das auf der Sharia gründet und im April dieses Jahres in Kraft treten wird, “das Lehren nicht-islamischer Glaubens-überzeugungen“ ein Straftatbestand.

Strafrechtlich verfolgt wird auch die „Beteiligung von Kindern an nichtislamischen Feiern oder Aktivitäten oder an Initiativen zur Unterstützung anderer Religionen.

Wie die Ortskirche betont, ist dies für christliche Schulen, die auch von muslimischen Kindern besucht werden bedenklich, da es zu einer Instrumentalisierung kommen könnt. Christliche Schulen garantieren eine qualitativ hochwertige Bildung ohne Proselytenmacherei, erklären Kirchenvertreter.

Die Strafrechtsreform sieht in einer dritten Phase für bestimmte „Verbrechen“ auch die Einführung der Todesstrafe vor.  

Die katholische Kirche des Apostolischen Vikariats, das Erzbischof Cornelius Sim leitet, hat drei Kirchen, drei Priester und rund 20.000 Katholiken.

Quelle: Fidesdienst –  Foto: HMK


Rot-China: Kommunisten verbieten religiöse Erziehung

Religionsunterricht gibt es an Chinas Schulen nicht. Weder bieten staatliche Schulen derartigen Unterricht an, noch duldet die Kommunistische Partei Chinas, dass irgendeine Religionsgemeinschaft selbst Schulen für Kinder betreibt.

Lediglich die fünf offiziell anerkannten Glaubensgemeinschaften – Buddhismus, Taoismus, protestantisches und katholisches Christentum und Islam – dürfen theologische Institute für Studenten oberhalb des Schulalters unterhalten. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wird deren Zahl und Effektivität allerdings durch eine Vielzahl bürokratischer und finanzieller Hürden stark eingeschränkt, und der Staat schreibt selbst diesen Instituten „patriotische Erziehung“ als Teil des Lehrplans vor.

Zwar lässt das chinesische Gesetz durchaus zu, dass Minderjährige Religionsunterricht erhalten. Wie bei so vielen Dingen in der Volksrepublik China sieht die Praxis allerdings völlig anders aus. Insbesondere der Rom-treue Teil der katholischen Kirche in China sowie die zahlreichen nicht amtlich registrierten protestantischen Hauskirchen hätten nach Angaben der IGFM keinerlei Möglichkeit, formellen Religionsunterricht für ihre Kinder abzuhalten. An den Universitäten der Volksrepublik ist sogar jegliche religiöse Betätigung streng verboten, auch für ausländische Studierende.

Religion ist in China strengen Gesetzen unterworfen; Religionsgemeinschaften müssen sich bei den Behörden registrieren und haben strenge Auflagen zu erfüllen. Die buddhistische Meditationsschule Falun Gong ist sogar vollständig verboten und wird von der Regierung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, kritisiert die Einschränkungen durch die Führung in Peking scharf. „Die Religionsfreiheit, einschließlich des Rechts auf freie Ausübung der Religion, ist ein fundamentales Grundrecht aller Menschen; gleiches gilt für das Recht auf Bildung“, so Lessenthin.

Mit ihrer Gesetzgebung gegen religiösen Unterricht verletze die Kommunistische Partei Chinas gleich beide Grundrechte. „Die Regierung verhindert religiöse Erziehung und versucht gleichzeitig, die nächste Generation von Chinesen mit ihrer eigenen Ideologie zu indoktrinieren. Beides fügt sich nahtlos ein in einen langen Katalog schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen, die ihren Ursprung in Peking bei der Regierung der Volksrepublik China haben“, fasst Lessenthin zusammen.

Zur Lage der Menschenrechte in Rot-China unter:
http://www.igfm.de/laender/china/


EAK-Faktencheck hält den Grünen eine antikirchliche Haltung vor

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU/CSU wirft den Grünen eine antikirchliche Haltung vor. Das geht aus einem „Faktencheck“ hervor, den der Zusammenschluss der Protestanten in der Union am 6. Mai zur Bundestagswahl am 22. September veröffentlichte.

Darin geht der EAK in fünf Punkten auf die Positionen der Grünen zum christlichen Feiertagsschutz, zu den christlichen Symbolen, zum Religionsunterricht, der Kirchensteuer und der Partnerschaft von Kirche und Staat ein. Osternacht 2013 DOM

Mit Blick auf den Feiertagsschutz heißt es, die Grünen stünden für „die Relativierung und Aushöhlung der christlichen Feiertagskultur“. Bereits 2004 habe der damalige stellv. Fraktionsvorsitzende der Grünen, Hans-Christian Ströbele, für die Streichung eines traditionellen christlichen Feiertages zugunsten der Einführung eines islamischen plädiert.

Auch das Eintreten der Grünen in Bremen für eine Aufweichung des Tanzverbotes an „stillen“ Feiertagen wie Karfreitag sei irritierend: „Die Grünen gefährden mit dieser Beliebigkeit und Indifferenz gegenüber dem Geist der christlich geprägten Feiertage nicht zuletzt auch die gemeinschaftliche Grundlage unseres gesetzlichen religiösen Feiertagsschutzes selbst.“

Ebenfalls habe die Partei immer wieder gefordert, Kreuze oder Kruzifixe aus öffentlichen Räumen zu entfernen. Dabei entwickelten sie einen „fast missionarisch zu bezeichnenden Eifer“.

Ähnlich wie bei der Frage des christlich geprägten gesetzlichen Feiertagsschutzes versuchten die Grünen, nicht nur die besondere Prägekraft des Christentums für die Kultur in diesem Land zu leugnen oder herunterzuspielen. Sie offenbarten „entgegen ihrem stetig vorgetragenen multikulturellen Toleranzappell eine tiefsitzende Haltung der Intoleranz gegenüber den eigenen historisch-kulturellen Traditionen und religiös-ethischen (d. h. jüdisch-christlichen) Wertequellen“.

Ablehnend stehe die Partei auch dem konfessionellen Religionsunterricht gegenüber, während sie gleichzeitig die Einführung eines ordentlichen, bekenntnisorientierten Religionsunterrichts für muslimische Schüler fordere.

2009 habe der Berliner Landesverband der Grünen etwa massiv gegen das Volksbegehren „ProReli“ votiert und damit zu einem Scheitern beigetragen. Der freiwillige bekenntnisorientierte Religionsunterricht wandere seitdem in Berlin noch stärker in die Bedeutungslosigkeit.

Auch die Grünen in Niedersachsen hätten in ihrem Wahlprogramm die Abschaffung des konfessionsgebundenen Religionsunterrichtes als Pflichtfach gefordert und die Einführung eines neuen Pflichtfaches „Religionen und Weltanschauungen“ bzw. wie in Bremen und Schleswig-Holstein einen konfessionsübergreifenden „Religionsunterricht für alle“.

Quelle: http://www.idea.de / Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

 


CSU-Politiker Martin Kastler protestiert gegen Kürzung des Religionsunterrichts an Europa-Schulen

„Neues, trauriges Kapitel antichristlicher Tendenzen“

Gegen massive Kürzungen des konfessionellen Religionsunterrichts an den Europäischen Schulen protestiert der CSU-Europa-Abgeordnete Martin Kastler. Die EU hat in sieben Ländern 14 dieser Schulen eingerichtet, u.a. in Frankfurt, Karlsruhe und München. Insgesamt haben sie etwa 24.000 Schüler.

Foto: K. Ruprecht

Foto: K. Ruprecht

Das höchste Entscheidungsgremium, der „Oberste Rat“, hat einschneidende Sparmaßnahmen beschlossen. Dadurch soll der konfessionelle Religionsunterricht drastisch eingeschränkt, in der Sekundarstufe teilweise komplett gestrichen werden.

Eltern und Lehrkräfte haben daraufhin ein Hilfegesuch an Kastler gerichtet. Für ihn ist es gerade angesichts der Wertekrise Europas „der vollkommen falsche Ansatz, am Religionsunterricht in den Europäischen Schulen zu sparen“. Er hat eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt.

Kastler verweist in einer Pressemitteilung auf die Europäische Charta der Grundrechte. Sie garantiere jeder Person „seine Religion oder Weltanschauung (…) durch Gottesdienst, Unterricht, Bräuche und Riten zu bekennen“. Die Satzung der Europaschulen gebe den Schülern ferner ein Anrecht auf Religionsunterricht in ihrer Muttersprache.

Mit den geplanten Kürzungen macht Europa nach Kastlers Ansicht „klar, was ihm christliche Werte bedeuten – nämlich nahezu nichts!“  – Dies sei ein neues, „trauriges Kapitel antichristlicher Tendenzen in den EU-Institutionen“.  – Der Politiker weiter: „Europas Wertefundament ist christlich – das muss auch in den Europaschulen gelehrt werden dürfen.“

Quelle: http://www.idea.de