Zum Zickzack-Kurs des Robert-Koch-Instituts

Von Felizitas Küble

Im Gespräch mit Bundesbürgern fällt immer wieder Folgendes auf: Viele Leute meinen, das Robert-Koch-Institut (RKI) sei eine unabhängige wissenschaftliche Institution mit medizinischem Superwissen  – das anspruchsvolle Wort „Institut“ läßt derartiges auch vermuten.

In Wirklichkeit ist das RKI zwar wohl mit Fachleuten bestückt, aber institutionell fungiert es als Nachfolgeorganisation des früheren Bundesgesundheitsamts – und es ist auch heute eine Amtsberhöde, die dem Bundesgesundheitsminister unterstellt ist  – und somit schlicht der verlängerte Arm der Bundesregierung.

RKI-Präsident Lothar Wieler ist sodann kein Virologe, sondern Veterinärmediziner (Tierarzt), zudem als Chef dieser Bundesbehörde durchaus nicht unabhängig von Merkel, Spahn und Co.

Entsprechend zeigt sich der dortige Zickzack-Kurs, je nachdem, wie die politische Marschrichtung und die staatlichen Vorgaben gerade aussehen.

So erklärte Wieler z.B. Ende Februar hinsichtlich der Masken für die Allgemeinheit, es gäbe „keinerlei Evidenz, dass das in irgendeiner Weise hilfreich“ sei. Anfang April ertönte wiederum das Gegenteil, nämlich eine RKI-Aufforderung zum Mund-Nasen-Schutz. Danach kam die staatliche Maskenpflicht, die zu Recht nach wie vor umstritten ist.

Auch anläßlich der Präsentation der Datenspende-App durch das RKI gab es viele Unklarheiten, zudem erhebliche Sicherheitslücken nach dem Start derselben. Mit dieser App verfügt die Behörde derzeit über die Gesundheitsdaten von über einer halben Million Bürgern.

Sehr bedenklich ist auch die RKI-Ablehnung einer  – in Wirklichkeit überfälligen – Obduktion von Corona-Toten, obwohl eine solche zu wichtigen Erkenntnissen führt.

Wundern durfte man sich auch, als das RKI plötzlich verstärkt die Reproduktions-Rate in Gespräch brachte, die im Februar und März wochenlang fast keine Rolle in der öffentlichen Debatte spielte. Dabei wird dieser R-Wert oft überschätzt, denn es geht dabei jeweils nur um die Repro-Zahl der vorigen Woche im Vergleich zu den vier Tagen davor. Daher hat es keinen Sinn, die aktuelle Corona-Politik am R-Faktor orientieren zu wollen.

Es zeigt sich angesichts solcher und weiterer Widersprüche und Pannen (auch hinsichtlich der Infizierten-Zahlen) des RKI immer wieder, daß es sich dabei um eine amtliche Bundesbehörde handelt – und nicht etwa um eine Hochburg eigenständiger wissenschaftlicher Qualifikation.

 


Erfolgreiche Anti-Corona-Entwicklung in Schweden: Repro-Zahl unter 1 gesunken

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Bekanntlich ticken in Skandinavien die staatlichen Corona-Uhren anders, denn die Regierungen setzen dort  – anders als hierzulande  – vor allem auf die Eigenverantwortung der Bürger; das gilt besonders für Schweden, wo öffentliche Einrichtungen größtenteils nicht geschlossen wurde.
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Anfangs stiegen dort die Infiziertenzahlen nach oben (wie fast überall in Europa), was viele Medien dann sogleich skeptisch auf den dortigen „Sonderweg“ zurückführen.
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Wie die österreichische Zeitung „Kurier“ jetzt berichtet, sinkt auch in Schweden inzwischen die Rate der Corona-Ansteckungen. Die vielzitierte Reproduktionszahl befindet sich dort inzwischen deutlich unter 1, was bedeutet, daß ein Infizierter weniger als einen weiteren Schweden ansteckt.
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Dies bestätigte der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell im Gespräch mit dem Sender SVT
Am 1. April lag die Rate noch bei 1,40  –  und am 25. April nur noch 0,85.
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Weitere Meldung dazu hier: https://www.focus.de/finanzen/boerse/wirtschaftsticker/konjunktur-corona-reproduktionszahl-in-schweden-unter-1-0-gesunken_id_11947828.html
und hier: https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Verhindert-Schweden-die-zweite-Welle-article21759227.html

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