Im Kampf gegen den Hautkrebs Melanomen

Forscher der Technion in Israel präsentieren einen neuen Ansatz zur Überwindung der Resistenzen gegen Krebsmedikamente bei Melanomen.

Das Melanom zeigt häufig schnelle Resistenzen gegen molekulare Krebstherapien. In einer Entdeckung, die eines Tages zur Bewältigung dieser großen klinischen Herausforderung beitragen könnte, haben Forscher der medizinischen Fakultät der Technion zwei Proteine entdeckt, die eine wichtige Rolle beim arzneimittelresistenten Melanom spielen.

Laut Weltstatistik ist das Melanom die tödlichste Form von Hautkrebs und tötet pro Stunde eine Person. Allein in den USA werden in diesem Jahr voraussichtlich etwa 6.850 Menschen an der Krankheit sterben, die meisten davon Männer.

Obwohl in den letzten Jahren Fortschritte bei der Melanombehandlung erzielt wurden, spricht ein erheblicher Prozentsatz der Patienten nicht auf solche Therapien an oder entwickelt Resistenzen gegen sie.

In vielen Fällen resultiert das Melanom aus einer Mutation im Enzym BRAF. Dies fördert die unkontrollierte Zellteilung und verhindert den natürlichen Zelltod, was zur Entwicklung von Krebs-/Melanom-Tumoren führt.

Vor einigen Jahren wurden neue Medikamente verfügbar, die BRAF hemmen; sie stehen derzeit an der Spitze der Behandlung der Krankheit, aber leider entwickeln Melanomzellen schnell Resistenzen gegen dieselben Medikamente – was ihre Wirksamkeit und die Überlebensraten der Patienten verringert.

Eine Beobachtung bei Melanomtumoren von Patienten mit Behandlungsresistenzen sind „stabilisierte Onkoproteine“. Onkoproteine sind krebserregende Proteine, die gesunde Zellen in Krebszellen verwandeln können. Sie sind normalerweise von kurzer Dauer.

Bei solchen Melanomtumoren stabilisieren sie sich abnormal, wodurch ihr Niveau und ihre Aktivität gegen Krebs erhöht werden. In früheren Experimenten der Gruppe von Prof. Orian wurde festgestellt, dass die Onkoproteine durch ein Protein namens RNF4 gegen ihren natürlichen Proteinabbauprozess geschützt sind.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Melanom-Der-Kampf-gegen-Resistenzen.aspx


Israel: Medizinerfolg gegen „Superbakterien“

​Jedes Jahr sterben mehr als 35.000 Menschen und erkranken 2,8 Millionen Menschen in den USA an Infektionen, die gegen Antibiotika resistent sind. 

Nun hat ein Team unter Leitung der Professorin Nathalie Balaban (Hebräischen Universität Jerusalem) und Dr. Maskit Bar-Meir (Shaarei Zedek Medical Center)  gezeigt, dass resistente Bakterien mit derzeit verfügbaren Therapien behandelt werden könnten.

In einer veröffentlichten Studie zeigen die Wissenschaftler, dass aggressive Bakterien kontrolliert werden können – aber nur, wenn Ärzte die Behandlung in einem kurzen Zeitfenster einsetzen.

Wie alle lebenden Organismen entwickeln Bakterien Abwehrkräfte gegen feindliche Elemente in ihrer Umwelt. 

Eine allgemeine Taktik ist die Entwicklung von „Toleranz”. Das bedeutet, dass die Bakterien während einer Behandlung mit Antibiotika schlummern. So können sich Bakterien der antibiotischen Behandlung entziehen, denn Antibiotika können nur wachsende Ziele erkennen und töten.

Dieses Zwischenstadium der „antibiotischen Toleranz” dauert jedoch nur ein paar Tage an und kann in standardisierten medizinischen Labors nicht erkannt werden. Daher verpassen Ärzte das Toleranz-Fenster und die Möglichkeit, eine ernste Infektion zu behandeln, bevor diese völlig resistent wird.

Dieses kurze Zeitfenster ist für die meisten gesunden Erwachsenen nicht relevant, aber für diejenigen Patienten, die eine Blutinfektion mit einem geschwächten Immunsystem bekämpfen, ist dieser Zeitraum maßgeblich und könnte über Leben und Tod entscheiden.

Quelle und Fortsetzung des Berichtes hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Israelische-%C3%84rzte-versetzen-%E2%80%9ESuperbakterien%E2%80%9D-einen-Schlag.aspx