CSU-Generalsekretär Scheuer: FDP-Entscheid ist respektabel, aber bedauerlich

„Thema Zuwanderung war eine große Hürde“

Zum Abbruch der JamaikaVerhandlungen durch die FDP erklärt CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer: „Ich habe Respekt vor dieser Entscheidung. Trotzdem finde ich sie sehr, sehr schade.“ 

Jetzt gehe es vor allem darum, die Knackpunkte herauszustellen. Nach Ansicht Scheuers ist das Thema Zuwanderung eine große Hürde gewesen: „CDU, CSU und FDP wollten weniger Zuwanderung und die Grünen wollten mehr Zuwanderung. Auch hier haben wir als CSU gemeinsam mit der CDU Linie gehalten.“

Diesen Weg müsse man auch in den nächsten Tagen und Wochen fortsetzen: „Wir haben aus dem Wahlergebnis gelernt. Wir wollen Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.“


Gewalt gegen Polizei um fast 10% gestiegen

Im Jahr 2016 wurden im Bundesgebiet 36.755 versuchte und vollendete Fälle von Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamt/innen (PVB) erfasst, das sind 9,8 % mehr, als im Vorjahr. Die Zahl der in diesem Zusammenhang als Opfer registrierten PVB stieg auf 71.315 Personen (+ 11,5 %). Vor allem in den Bereichen Körperverletzung und Nötigung sind die Steigerungszahlen überdurchschnittlich.

Gab es im Jahr 2015 noch 79 versuchte oder vollendete Tötungsdelikte, stieg die Zahl im Jahr 2016 auf 104, wobei zwei Beamte ums Leben kamen. Ein entscheidendes Merkmal ist wieder der Genuss von Alkohol und Drogen, mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen hatte getrunken oder Drogen konsumiert.

BUCH-Titel von Rainer Wendt: „Deutschland in Gefahr“

Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, erklärt dazu:

„Die Entwicklung ist nach wie vor bedrückend und erschreckend. Der Gesetzgeber hat zwar durch schärfere Gesetze darauf reagiert, aber es wird Jahre dauern, bis wir herausgefunden haben, ob dies tatsächlich die erhoffte Wirkung erzielt.

Es wird vor allem auf zwei Feldern darauf ankommen, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen. Einerseits muss die Polizei personell und technisch so gut ausgestattet werden, dass die Einsatzkräfte sich durch Stärke Respekt verschaffen und gegen Attacken gut geschützt sind. Andererseits bedarf es einer gesellschaftlichen Diskussion über die Funktion und den Wert staatlicher Autorität im demokratischen Staat.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/deutsche-polizeigewerkschaft-dpolg-bedrueckend-und-erschreckend/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c9a0ff2e93d8ec0942a7fb1f22e90a6b


Soli-Demonstration für die Polizei und alle Geschädigten der Gewaltexzesse in Hamburg

Aktion der LKR am Samstag, den 15. Juli 2017

Die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) rufen alle Bürger in Hamburg auf, sich mit den Polizeibeamten solidarisch zu zeigen und an einer friedlichen Demonstration am Samstag, den 15.7.2017, teilzunehmen.

Abmarsch ist am Hauptbahnhof um 11 Uhr über Glockengießerwall in die Mönckebergstrasse, die Abschlusskundgebung findet Ecke Kreuslerstraße an der St.-Petri-Kirche statt.

Bernd Kölmel, Europa-Abgeordneter der LKR und ehemaliger Polizeibeamter, erklärt:

„Angesichts der 476 verletzten Polizeibeamten und der bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen in Hamburg muss Schluss sein mit Wegschauen und Verharmlosen. Die Bürger sollten zeigen, dass sie dies nicht länger hinnehmen werden, aber gleichzeitig auch, dass sie den Polizeibeamten Respekt zollen für ihren tollen Einsatz.“

Peter Drewes, Mitglied im Bundesvorstand der LKR und Organisator der Demonstration, erläutert:

„Diesen Dank haben sich die Polizeibeamten verdient. Wenn ich mir vorstelle, welche ungeheure körperliche und psychische Belastung diese Männer und Frauen aushalten mussten, ist es umso bemerkenswerter, wie professionell die Polizei agiert hat. Und für falsche Weichenstellungen und Einsatzbefehle können die Polizeibeamten auf der Straße nun mal nichts.“

Christian Kott, Bundesvorsitzender der LKR, erklärt:

„Dieser Tag ist auch eine hervorragende Gelegenheit für CDU, SPD und FDP, um zu zeigen, dass sie sich solidarisch zeigen, wenn es um die innere Sicherheit geht. Wir bitten daher gezielt diese Parteien, sich unserem Demonstrationsaufruf anzuschließen und gemeinsam mit uns der Polizei „Danke“ zu sagen. Gleichzeitig wollen wir aber auch allen Bürgern unsere Solidarität zeigen, die von den Ausschreitungen betroffen waren.“


In Israel wächst ein Wald zu Ehren von JU-Chef Philipp Mißfelder (CDU)

Die Junge Union (JU)  –  die Jugendorganisation der CDU  –  möchte zusammen mit dem Jüdischen Nationalfonds an den verstorbenen CDU-Politiker erinnern und hat den ersten Baum für einen „Philipp-Mißfelder-Wald“ im Negev gepflanzt.blog1-205x130

Die Delegation traf jetzt in Jerusalem auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zusammen.

Philipp Mißfelder (siehe Foto) ist im Juli 2015 unerwartet verstorben. Der langjährige CDU-Parlamentarier und Bundesvorsitzende der Jungen Union war zugleich außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Er hat sich sehr für die deutsch-israelische Verständigung eingesetzt und stets das Existenzrecht Israels vehement verteidigt, auch gegen Angriffe von links und rechts. Wir haben mehrere seiner diesbezüglichen Stellungnahmen hier im CHRISTLICHEN FORUM veröffentlicht.

Foto Markus HammesEr war der jüngste Chef in der Geschichte der JU und leitete den CDU-Jugendverband von 2002 bis 2014, wobei er betont konservative Akzente setzte, auch hinsichtlich des Lebensrechts der ungeborenen Kinder. Zugleich war er als Kritiker einer „Multikulti“-Gesellschaft bekannt.

Ungeachtet seines jungen Alters wurde dem CDU-Außenexperten weltweiter Respekt zuteil, vor allem in Israel. Der Philipp-Mißfelder-Wald bringt auch dies zum Ausdruck.

5000 Bäume als Teil eines großen  Waldprojekts, das zur Wiederaufforstung der nördlichen Negev-Wüste dient, sollen Touristen aus Deutschland und aller Welt an Philipp Mißfelder und sein Lebenswerk erinnern.

Foto: Markus Hammes


Homosexuellenverband kritisiert das Papstschreiben – und lobt EKD und ZdK

Das 300 Seiten umfassende Schreiben „Amoris Laetitia“ (Freude der Liebe) von Papst Franziskus über Ehe und Familie befaßt sich   – wenngleich eher am Rande  – auch mit dem Thema Homosexualität. Radio Vatikan

Manfred Bruns, der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD), hat sich in einer Pressemitteilung bereits heftig über die entsprechenden Passagen beschwert. Unter dem Titel „Keine „Freude der Liebe“ für Lesben und Schwule“ wird das nachsynodale Dokument als „Enttäuschung“ bezeichnet.

Der Papst stelle zwar fest, so heißt es in der Erklärung, „dass Lesben und Schwulen mit Respekt begegnet werden soll“ und man sie nicht „ungerecht zurücksetzen“ dürfe. (Diese Äußerungen sind freilich nichts Ungewöhnliches, sondern stehen schon seit Jahrzehnten im Weltkatechismus.)

Bruns beanstandet aber, daß das päpstliche Schreiben dazu auffordert, den Schwulen und Lesben zu helfen, „den Willen Gottes ganz zu erfüllen, sprich enthaltsam zu leben und auf Liebe und Sexualität zu verzichten, Umpolungs- und Heilungsangebote inklusive“.

Zudem wird kritisiert, daß Franziskus sich besorgt zeige, weil „angeblich Entwicklungsgelder davon abhängig gemacht werden, ob Staaten die Eheöffnung (für Homosexuelle) ermöglichen.“ Vat_Flagge

Sodann würdigt der Verbandsvorsitzende am Familienschreiben des Papstes genau das, was von theologisch konservativen Katholiken kritisiert wird:
 
„Einzige Neuerung ist, dass die nationalen Bischofskonferenzen mehr Spielraum haben, wenn es um die praktische Auslegung moralischer Normen auf dem Gebiet der Sexualität geht. Der LSVD erwartet, dass sich die deutschen Bischöfe für eine Erweiterung des Familienbildes aussprechen, auch mit Blick auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.“

Zudem lobt Bruns das progressive „Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)“ wegen seiner Erklärung „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen“ vom Vorjahr, zumal darin auch eine kirchliche „Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“ gefordert wurde.
 
Die Zustimmung des LSVD gilt freilich vor allem der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland):

„In der evangelischen Kirche werden Lesben und Schwule immer mehr als gleichberechtigte Gemeindeglieder akzeptiert…So diskutiert die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Wochenende, ob sie zukünftig die Liebe zweier Menschen traut – egal ob ‪‎lesbisch, ‎schwul oder heterosexuell.“

Wir dokumentieren hier die beiden Passagen des Papstschreibens zur Homosexualität:

250. Die Kirche passt ihre Haltung Jesus, dem Herrn, an, der sich in grenzenloser Liebe für jeden Menschen, ohne Ausnahme, geopfert hat. Mit den Synodenvätern habe ich die Situation von Familien bedacht, welche die Erfahrung machen, dass in ihrer Mitte Menschen mit homosexueller Orientierung leben  –  eine Erfahrung, die nicht leicht ist, sowohl für die Eltern, als auch für die Kinder. Darum möchten wir vor allem bekräftigen, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn »in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen« oder ihm gar mit Aggression und Gewalt zu begegnen. In Bezug auf die Familien kommt es hingegen darauf an, eine respektvolle Begleitung zu gewährleisten, damit diejenigen, welche die homosexuelle Tendenz zeigen, die notwendigen Hilfen bekommen können, um den Willen Gottes in ihrem Leben zu begreifen und ganz zu erfüllen.

251. Im Laufe der Debatte über die Würde und die Mission der Familie haben die Synodenväter angemerkt: »Was die Pläne betrifft, die Verbindungen zwischen homosexuellen Personen der Ehe gleichzustellen, gibt es keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn.«  – Es ist unannehmbar, »dass auf die Ortskirchen in dieser Frage Druck ausgeübt wird und dass die internationalen Organisationen Finanzhilfen für arme Länder von einer Einführung der „Ehe“ unter Personen des gleichen Geschlechts in ihrer Gesetzgebung abhängig machen«.

 

Fotos: Radio Vatikan


Das Erbprinzenpaar zu Bentheim und Steinfurt über bewährte Traditionen und Werte

„Wir leben die Werte unserer Väter und Großväter“

Die jüngste Ausgabe des Magazins MÜNSTERLAND aus dem Tecklenborg-Verlag enthält ein interessantes Gespräch mit dem adeligen Ehepaar zu Bentheim und Steinfurt: Erbprinz Carl Ferdinand und Erbprinzessin Elna-Margret stehen Rede und Antwort.steinfurt_schloss_luftbild_galleryI

Gemeinsam mit ihrem Söhnchen und dem Vater, Fürst Christian, wohnen sie in einem der schönsten Schlösser Westfalens  –  und wie so oft im Münsterland handelt es sich um eine rustikale Wasserburg (siehe Foto).

Während im Süden meist auf hohen Hügeln oder Bergen gebaut wurde, um das wertvolle Gebäude vor Angreifern zu schützen, wurde im westfälischen Flachland häufig das Wasser als „Verteidigungsanlage“ eingesetzt.

Die evangelisch-christlich gesinnte junge Adelsfamilie legt Wert auf bewährte Traditionen. Auf die Frage der Journalistin Hildebrand-Stubbe nach der „Gratwanderung“ zwischen Tradition und „Zukunftsorientiertheit“ antwortet Prinz Bentheim souverän:

„Das ist keine Gratwanderung. Es sind ja keine neuen Werte, die wir leben, es sind die Werte unserer Väter und Großväter, die heute noch Gültigkeit besitzen.“

Er fügt mit positivem Selbstbewußtsein hinzu: „Wir sind es gewohnt, in Jahrzehnten und Jahrhunderten zu denken. Das genießen auch die Mitarbeiter, dass es hier im Haus eben kein Hire-and-Fire gibt.“

„Es geht darum, ein gläubiger Christ zu sein“

Hinsichtlich seines zukünftigen Patronatsamtes in der evangelischen Kirchengemeinde zu Steinfurt erklärt der westfälische Adelige, es gehe „in erster Linie“ darum, „ein gläubiger Christ zu sein  –  und nicht um repräsentative Aufgaben.“anti_aging_food

Auf die abschließende Frage, welche Werte sie ihrem kleinen Sohn auf seinem Weg mitgeben möchten , antworten beide: „Die Werte einer christlichen Erziehung, dass er anderen Menschen mit Respekt begegnet.“  – Ganz wichtig sei ihnen, daß der Junge „nicht hochnäsig wird, nur weil er einen langen Namen hat“.

Der Erbprinz ist Jäger, seine Frau kocht das gesunde Wildfleisch, sie ist und ißt aber auch sonst sehr ernährungsbewußt. Demnächst erscheint ihr Buch „Anti Aging Food“ (siehe Foto) mit Tips für gesundes Essen und Trinken – samt Rezepten; ihr Mann hat es gut bei ihr; sie bringt ihm sogar den Kaffee frühmorgens ans Bett. 

Hinsichtlich der großartigen Wasserburg betont Prinz Bentheim seine Denkmalschutzverpflichtungen; dies gehöre zur „kulturellen Identität“ der Region. Mit der gegenwärtigen Landesregierung ist er offenbar nicht sonderlich zufrieden:

„Von Kommunen und Politikwünsche ich mir allerdings, dass sie diese Leistungen anerkennen und praktikable Lösungen für die Eigentümer finden. Die Politik setzt da oft die falschen Signale.“ 

Das Anwesen sei, so der Erbprinz, ein „ökologisches Kleinod“, das seine Familie seit Jahrhunderten bewirtschafte. Dazu erklärt er: „Die ideologisch geprägten Gesetzesänderungen unserer Landesregierung führen zu einem Verlust der ökologischen Vielfalt.“

Infos über das stets lesenswerte und ansprechende Münsterland-Magazin: http://www.tecklenborg-verlag.de/index.php/cat/c22_Muensterland-Magazin.html/XTCsid/ed2ec021d89a857c492f993065f0427c

Wasserburg-Foto: http://www.muensterland-tourismus.de/13126/schloss-steinfurt


Der israelische Staatspräsident Rivlin empfing christliche Vertreter

Am Montag, den 28. Dezember 2015, empfing der israelische Präsident Reuven Rivlin wichtige Vertreter der christlichen Gemeinden in Israel zum traditionellen Neujahrsempfang. Neben dem Präsidenten sprach auch der griechisch-orthodoxe Patriarch Jerusalems, Theophilus III., auf der Veranstaltung.

Präsident Rivlin sagte: „Es war eine große Ehre für mich, dieses Jahr den Papst im Vatikan zu treffen. Wir sprachen darüber, wie die Beziehung zwischen Christen und Juden im Laufe der Jahre besser geworden ist. (…) Die Zehn Gebote, die Juden wie Christen heilig sind, lehren uns den Respekt vor Gott und dem Menschen.

Ich bin stolz, dass Israel die Glaubens- und Meinungsfreiheit jedes Einzelnen und jeder einzelnen Religion schützt. Es ist nicht genug für uns, ein sicherer Ort für Christen zu sein. Wir wollen, dass die christliche Gemeinschaft wächst und eine aktive Rolle in der israelischen Gesellschaft spielt. (…)

Wir müssen daran arbeiten, im Heiligen Land und auf der ganzen Welt Brücken zwischen unseren Gemeinschaften zu bauen.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin