Die Rettung der Gerechten kommt von GOTT

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 37 (36),3-4.18-19.27-28ab.39-40ab.

Vertrau auf den HERRN und tu das Gute,
bleib wohnen im Land und bewahre Treue!
Freu dich innig am HERRN!
Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.
.
Der HERR kennt die Tage der Bewährten,
ihr Erbe hat ewig Bestand.
In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden,
sie werden satt in den Tagen des Hungers.
.
Meide das Böse und tue das Gute,
so bleibst du wohnen für immer.
Denn der HERR liebt das Recht
und verlässt seine Frommen nicht.
.
Die Rettung der Gerechten kommt vom HERRN,
ER ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
Der HERR hilft ihnen und rettet sie,
ER rettet sie vor den Frevlern.
.

Birg mich, o HERR, im Schatten deiner Flügel

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 17 (16),1-2.3ab.5.6-7.8b.9a.15:

Höre, HERR, die gerechte Sache,
achte auf mein Flehen,
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!
Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil;
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz,
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich,
dann findest du an mir kein Unrecht.
Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte,
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich.
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!
Wunderbar erweise deine Huld!
Du rettest alle,
die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Birg mich im Schatten deiner Flügel,
vor den Frevlern, die mich hart bedrängen.
Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen,
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.


Werden laut Bibel alle Gläubigen geheilt?

Von Felizitas Küble

Am 24. Juni 2019 veröffentlichte das charismatisch orientierte Nachrichtenportal „Kath.net“ ein Interview mit dem evangelischen Heilungsprediger Chris Gore; er ist leitender Pastor der pfingstlerischen Bethel-Gemeinde in Kalifornien: http://www.kath.net/news/68336

In dem Gespräch geht es  – typisch für dieses schwarmgeistige Spektrum – natürlich darum, daß es angeblich eine göttliche Verheißung sei, alle Kranken zu heilen.

Prediger Gore versteigt sich dabei zu der Behauptung, fehlende Heilungen lägen u.a. an einer „schlechten Theologie“ – und er schildert dann, was er damit meint:

„Wir beten als Christen Gebete wie „Gott, wenn es dein Wille ist, dass sie geheilt wird…“

Schlechte Theologie?

Im Vaterunser hören wir es aber anders  – und das Gebet des HERRN ist mit Sicherheit eine gute Theologie: „Dein Wille geschehe!“

Als Christus auf dem Ölberg vor seinem Leidensweg stand, betete er: „Vater, laß diesen Kelch an mir vorübergehen, aber nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“

Doch Bethel-Pastor Gore pflegt seine eigene Bibelkunde und kontert wie folgt: „In Jakobus 5,15 heißt es, dass das gläubige Gebet den Kranken retten und der Herr ihn aufrichten wird.“

Mit dieser Stelle aus dem NT begründet übrigens die katholische Kirche das Sakrament der Krankensalbung.

Allerdings bedeutet „aufrichten“ keineswegs automatisch eine körperliche Heilung, vielmehr geht es vor allem um das Heil der Seele, um die helfende Gnade Gottes für den Leidenden, damit er seine Krankheit im Hinblick auf das Kreuz Christi besser ertragen kann.

Bei dem Wort „retten“ steht  aus biblischer Sicht erst recht nicht die äußere Genesung im Mittelpunkt, sondern die Rettung der Seele.

Sodann erzählt der euphorische Pfingstprediger den Kath.net-Lesern folgendes: „Ich glaube also nicht, dass Gott im Himmel sitzt und entscheidet, wen er heilen wird und wen nicht. Im Wort Gottes heißt es, dass Jesus alle unsere Sünden und unsere Krankheiten auf sich genommen hat.“

Die alttestamentliche Messiasverheißung aus Jesaja 53 derart verstiegen auszulegen, als ob Gott damit die Heilung aller Krankheiten versprochen hätte, ist völlig unhaltbar.

Das wußten auch die Apostel sowie der Völkermissionar Paulus, die viele Menschen in der Kraft und Vollmacht Christi geheilt haben, aber beileibe nicht alle.

Paulus empfiehlt jedenfalls seinem Mitarbeiter Timotheus, er möge nicht nur Wasser, sondern auch „ein wenig Wein trinken um deines Magens willen und weil Du oft krank bist“ (1 Tim 5,23). Es handelt sich hier um einen vernünftigen Ratschlag, nicht um eine Wunderheilung.
.
In 2 Tim 4,20 heißt es: „Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ ich in Milet krank zurück.
Paulus hat also einen Gläubigen krank zurückgelassen, ihn somit gerade nicht geheilt.
Als der Völkermissionar einst selber vom Leiden gezeichnet war (es wurde ihm, wie er schrieb, „ein Stachel ins Fleisch gestoßen“), flehte er den HERRN dreimal um Heilung an (2 Kor 12,1 ff):
.„ER aber antwortete mir: Laß Dir an meiner Gnade genügen; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit.“
.
DAS ist die wahrhaft christliche Haltung, wie sie uns das Vaterunser und Christi eigenes Beispiel lehrt: DEIN WILLE geschehe! – Laß Dir an meiner Gnade genügen!
.
Mit anderen Worten: Natürlich kann der Allmächtige die Kranken heilen, aber wichtiger als „Heilung“ ist das HEIL und die Rettung, die uns in Christus geschenkt wurde.
 

Aufreger in Österreich über Ex-Kanzler Kurz, Prediger Fitzgerald und den Awakening-Event

Von Felizitas Küble

Der österreichischen Ex-Kanzler Sebastian Kurz trat kürzlich auf der pfingstlerischen Awakening-Europe-Konferenz in der Wiener Stadthalle auf und sprach dort ein Grußwort, was dann in der Alpenrepublik für reichlichen Pressewirbel sorgte.  

Auf der charismatischen Mega-Veranstaltung mit 10.000 Teilnehmern hatte vor ihm bereits Kardinal Christoph Schönborn gepredigt und Segensworte gesprochen. Der Wiener Oberhirte steht den umstrittenen Medjugorje-Erscheinungen ebenso nahe wie den Pfingstbewegten.

Dasselbe gilt für die Nachrichtenseite „Kath.net“, die derartige Phänomene gerne mit großer Begeisterung präsentiert.

Nun hat deren Leiter Roland Noe zweifellos recht, wenn er feststellt, daß der linke Presse-Shitstorm gegen den ÖVP-Politiker Kurz nicht nur überzogen, sondern abwegig ist.

Dem Ex-Kanzler wurde vorgehalten, er betreibe Wahlkampf auf einem frommen Podium und „vereinnahme“ dabei Gebet und Christentum. Aber mit derselben Logik könnte man auch die zahlreichen Auftritte von Politikern auf Kirchen- und Katholikentagen beanstanden.

Doch bekanntlich gilt in rotgrünen Medien die Devise: Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht dasselbe.

Soweit alles klar. Nun das große ABER, denn „Kath.net“ beschränkt sich nicht darauf, Ex-Kanzler Kurz gegen unfaire Angriffe in Schutz zu nehmen.

Vielmehr nutzt man gerne die Gelegenheit, um den extrem-charismatischen Starprediger Ben Fitzgerald anzuhimmeln, nachdem dieser für Kurz gebetet und ihn  –  übrigens ungefragt  –  „gesegnet“ hatte (Kurz war darüber sichtlich perplex!).

Noe schreibt dazu überschwänglich: „Ein Gebet von Ben Fitzgerald, der so eine radikale Bekehrung zu Christus erlebt hat und als Vollzeitmitarbeiter das Evangelium auf der ganzen Welt verkündet, ist ein besonderes Gevor_600x600schenk.“

Nun ist dieser evangelische Pfingstler aus Melbourne einer der Mitbegründer von „Awakening Europe“, was übersetzt „Europa wacht auf“ bedeutet. Fitzgerald gehört zur euphorischen Bethel-Gemeinde und damit zu jenen Erweckungspredigern, die eine künftige „Rettung“ unseres Kontinents nicht nur erhoffen, sondern prophetisch als sichere Zukuftsmusik anpreisen.

Natürlich zählt auch der katholische Charismatiker Dr. Johannes Hartl vom ökumenischen Gebetshaus Augsburg zu den Unterstützern dieser Bewegung, wobei Fitzgerald als bereits Starprediger bei der MEHR-Konferenz von Dr. Hartl auftrat: https://charismatismus.wordpress.com/2017/01/10/erweckungsprediger-ben-fitzgerald-sprach-auf-der-charismatischen-mehr-konferenz/

Vom Drogen-Trip zum Enthusiasmus

Ins Leben gerufen wurden die Awakening-Kongresse von zwei Pfingstlern, die vor ihrer „Geist-Bekehrung“ rauschgiftsüchtig waren (durchaus kein Zufall, sondern ein häufig anzutreffendes Phänomen).

Inwieweit solche Personen vom Drogen-Trip zum „Heilig-Geist-Trip“ wechseln, also von einer Form der Euphorie zu einer anderen, sei dahingestellt. Fitzgerald war vor seiner „Bekehrung“ im Jahre 2002 als Drogendealer „tätig“.

Der zweite Awakening-Gründer ist Todd White. Beide Herren berufen sich auf besondere himmlische Eingebungen und Visionen, wonach in Europa eine neue Art Heilsgeschichte anbrechen wird, eine großartige „Erweckung“ – also genau das, was Charismatikerkreise von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer wieder neu „prophezeien“, ohne sich dabei von der wirklichen Situation (nämlich einem zunehmenden Glaubensabfall) im geringsten beeindrucken zu lassen.

Die ausgezeichnet informative „Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“ (EZW) äußerte sich kritisch über die vermessenen Heilungsansagen von Todd White: https://charismatismus.wordpress.com/2016/11/05/evangelischer-sektenbeauftragter-warnt-vor-charismatischen-holy-spirit-nights/

Auf seiner Facebook-Seite wirbt Fitzgerald für die „Evangelisationsschule“ des extrem-charismatischen Starpredigers Reinhard Bonnke, der sich selber wegen seiner Missionserfolge vor allem in Afrika gerne als „Mähdrescher Gottes“ bezeichnet.

Die EZW schreibt in ihrem Artikel zudem über Fitzgerald, er verbreite die typisch schwarmgeistige Erweckungslehre, wonach es noch vor der Wiederkunft Christi weltweit zu einer „Rettungswelle“ komme, die Christenheit einen herrlichen Aufschwung nehme und auch Fernstehende in großer Zahl zum Glauben finden.

Während gemäßigte Pfingstprediger für solch eine „Erweckung“ beten und Vorarbeit durch „Zeichen und Wunder“ leisten wollen, glauben ultra-charismatische Kreise, dieser wunderbare Zustand sei bereits eingetreten und nehme nun volle Fahrt auf.

Laut EZW-Bericht erklärte Fitzgerald, „Erweckung sei nicht allein das, wofür gebetet und worauf gewartet werde, vielmehr habe sie bereits begonnen.“ Es werde eine „Welle der Errettung über ganz Europa“ kommen, „die nicht mehr verebbt“.

Auch bei den Herren Fitzgerald und White geht es  – wie fast immer bei den Pfingstbewegten – zudem um das „Wohlstands-Evangelium“, wobei den Anhängern nicht selten mit aufdringlichen Appellen gleichsam der letzte Groschen aus der Tasche herausgelockt wird.

Auch bei dieser Konferenz in Wien gab es einen „Business Day“ mit den passenden Stichworten: „Geschäfte, Unternehmungen, Reichtum für Jesus“.

Dabei wird in diesen Kreisen ein luxuriöses Wohlleben als „Segen“ von oben dargestellt und Reichtum als eine Art Lohn des Himmels für die Geistbewegten auf Erden.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Evangelische Würdigung: Papst Pius XII. und seine Rettungsaktionen für Juden

Von Jörn Brauns

Es ist der 13. Februar 1945. Kapelle der Kirche Santa Maria degli Angeli e dei Martiri. Israel Zolli, Oberrabbiner von Rom, empfängt das Sakrament der Taufe von Monsignore Traglia. Als Taufnahmen wählt er den Namen Eugenio  –  als Ausdruck seiner Dankbarkeit gegenüber Papst Pius XII. (Eugenio Pacelli).

Israel Zolli stammte aus Brodly (damals Kronland Galizien der Österreichisch-Ungarischen Monarchie), wo er am 17. September 1881 geboren wurde. Er studierte an der Universität Wien, besuchte das Rabbinerkolleg in Florenz, wurde Oberrabbiner 1918 im gerade zu Italien geschlagenen Triest, der jahrhundertealten habsburgischen Hafenstadt, und übernahm 1938 das Amt des Oberrabbiners von Rom.

BILD: Erinnerung an Papst Pius XII. auf einer deutschen Gedenkbriefmarke 

Die Mehrheit seiner Gemeinde gehörte zu den Anhängern Mussolinis, nur eine Minderheit war zionistisch orientiert. Etliche Juden hatten unter dem Duce lange Zeit führende Stellungen im Staat inne. Der Faschismus in Italien war ebenso wenig antisemitisch wie die ständestaatlich geordneten Staaten Spanien und Portugal. Erst als die Abhängigkeit Mussolinis von Hitler zunahm, wurden 1938 auch in Italien rassistische Gesetze eingeführt.

Zolli hatte gute Verbindungen nach Deutschland und ahnte, was mit der Besetzung Roms im September 1943 auf die jüdische Gemeinde zukommen würde. In der Tat wurde diese aufgefordert, innerhalb von 24 Stunden fünfzig Kilo Gold aufzubringen. Ansonsten würden Mitglieder der Gemeinde deportiert werden.

Zolli bekam nur 35 Kilo zusammen. Er begab sich heimlich  in den Vatikan und bekam sofort vom Papst Pius XII. die Zusage für die noch aufzutreibenden fünfzehn Kilo, die auch am Nachmittag desselben Tages bereit standen.

BUCH: Das Buch „Der Rabbi von Rom“ über Zolli ist leider vergriffen

Ungeachtet dessen begann die sog. Judenaktion. Der Papst gab daraufhin die Weisung, Kirchen und Klöster für die Verfolgten zu öffnen. Auch Zolli ging in den Untergrund. Allein in Castel Gandolfo, dem Sommersitz der Päpste, befanden sich zeitweilig bis zu 8000 Flüchtlinge.

Zolli hatte die Leistungen des Papstes zur Rettung der verfolgten Juden in einem Buch „Antisemitismus“ festgehalten:

„Das außergewöhnliche Werk der Kirche für die Juden Roms ist nur ein Beispiel der ungeheuren Hilfe, die von Pius XII. und den Katholiken in aller Welt mit einem Geist unvergleichlicher Menschlichkeit und christlicher Liebe geleistet wurde. Die Beschreibung dieses Werkes in seiner ganzen Tragweite wird eine der leuchtendsten Seiten menschlicher Geschichte darstellen, ein wahrer Triumph des Lichtes, das von JESUS CHRISTUS ausgeht“.

Vorher schon hatte Zoller in seinem Tagebuch notiert:

„Kein Held der Geschichte hat ein tapfereres und stärker bekämpftes Heer angeführt als Pius XII. im Namen der christlichen Nächstenliebe. Bände könnten über seine vielfältige Hilfe geschrieben werden. Doch wer wird jemals erzählen, was er alles tat?

Er steht wie ein Wächter vor dem heiligen Erbe des menschlichen Leids. Er hat in den Abgrund des Unheils geblickt, auf das sich die Menschheit zubewegt. Die Größe der Tragödie hat er ermessen und vorausgesagt: als klare Stimme der Gerechtigkeit und Verteidiger des wahren Friedens.“

BILD: Menora (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Zolli starb am 2. März 1956, dem Jahrestag der Papstwahl von Eugenio Pacelli. Seine Gebeine ruhen auf dem Camp Verano, der riesigen Totenstadt im Westen Roms.

Der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide, am 28. November 1922 in Wien geboren, hat das Wirken Pius XII. zur Rettung der Juden in seinem Buch „Rom und die Juden“ eindrucksvoll beschrieben – und dabei erwähnt, wie aufgrund seiner geheimen Anweisungen 700.000 bis 860.000 Juden gerettet wurden.

Ruth Lapide, Bibelwissenschaftlerin und Ehefrau des verstorbenen Pinchas Lapide, bestätigte dies noch einmal am 28.11.2003 bei einem Pressegespräch in Wien. Sie stellte fest, dass zwar einseitig das Fokussieren auf die Mitschuld der Katholischen Kirche herausgestellt wird, jedoch protestantische Kirchenkreise, das Rote Kreuz und die USA bei dieser Betrachtung geschont werden.

„Die Schlacht um den Ruf von Papst Pius XII. ist eine der historisch bedeutendsten Schlachten in den Kulturkriegen“, meint der Rabbiner David G. Dalin, Professor für Geschichte und Politik an der „Ave Maria Universität“ in Florida. Dalin hatte in seinem Buch „The Myth of Hitlers Pope“ herausgearbeitet, wie sehr dieser Papst verleumdet und der Holocaust für ungute Zwecke missbraucht wird.

Dalin sieht den Grund darin, dass die heutigen linken Deutungseliten die Tragödie des jüdischen Volkes für ihre ideologischen Zielsetzungen verwenden, für die Angriffe auf das Papsttum und gegen die traditionelle katholische Lehre.

Dalin schlägt seit langem vor, den Papst auszuzeichnen mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“. Mit dieser Würdigung  – der sich aus dem Satz des Talmuds ableitet: „Die Gerechten aus den Völkern haben einen Platz in der kommenden Welt“ – sollen gottesfürchtige Nichtjuden ausgezeichnet werden, die nicht an die Einhaltung aller 613 jüdischen Gebote und Vorschriften der Tora und ihrer mündlichen Auslegungen, die in der Mischna und Gemara gesammelt wurden, gebunden sind.

Entscheidend für diese Personengruppe ist, dass sie den ethischen Prinzipien folgen, wie sie in den Noachidischen Geboten zu finden sind.

Verleumdet wurde auch Eugenio Zolli, Roms ehemaliger Oberrabbiner. Er wurde verstoßen und starb in Armut. Keine Straße, kein Platz, kein Gedenkstein erinnert an ihn in Rom. Dennoch: „Die Gerechten aus den Völkern haben einen Platz in der kommenden Welt.“

Unser Autor Jörn Brauns ist evangelischer Christ (der SELK zugehörig), ehem. Offizier der Bundeswehr und er lebt in München


Tu das Gute und vertrau auf den HERRN

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 37 (36),3-4.5-6.23-24.39-40ab.

Vertrau auf den HERRN und tu das Gute,
bleib wohnen im Lande und bewahre die Treue!
Freu dich innig am HERRN!
Dann gibt ER dir, was dein Herz begehrt.
 

Befiehl dem HERRN deine Wege und vertraue ihm;
ER wird es fügen.
ER bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht
und dein Recht so hell wie den Mittag.
 

Der HERR festigt die Schritte des Mannes,
ER hat Gefallen an seinem Weg.
Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin;
denn der HERR hält ihn fest an der Hand.
 

Die Rettung der Gerechten kommt von Gott,
ER ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
Der HERR hilft ihnen und rettet sie,
ER rettet sie vor den Frevlern.


CHRISTUS ist für uns ein Thron der Gnade

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 4,12-16:

Lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die  Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.
.
Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten.
.
Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat.
.
Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.