Gedenkjahr 2018: Der 200. Geburtstag von Karl Marx und die 68er Revolte vor 50 Jahren

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

In Deutschland wird in diesem Jahr an zwei Ereignisse erinnert, die weit über die Grenzen unseres Landes hinaus von Bedeutung sind. Der 200. Geburtstag von Karl Marx und die 68er-Bewegung vor 50 Jahren.

Der 1818 in Trier geborene Karl Marx wollte die Gesellschaft fundamental verändern, indem er ihre tragenden Stützen, nämlich Religion, Ehe und Familie sowie alle Autoritäten zerstörte.

FOTO: Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Folgende Aussagen von Marx geben in komprimierter Form seine politischen Ziele an: „Alle Verhältnisse umwerfen“… „Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei“.  – Dies schließt den Tod Gottes ein.

Der Wirtschaftsordnung erklärte Marx mit seinem Hauptwerk „Das Kapital  – Kritik der politischen Ökonomie“ den unerbittlichen Kampf.

„Die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden“ und sein Credo „Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte“ und „Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muss gestürzt werden durch materielle Gewalt“… schließt Überlegungen von „reformieren“, „entwickeln“ kategorisch aus.

Diese Haltung von Marx zeigt sich schon früh. Das Wort „vernichten“ kommt beispielsweise sechsmal in seinem Abituraufsatz vor. Hinzu kommt eine maßlose Überheblichkeit. Er sieht sich „göttergleich“. Auch das deutet sich schon in seinen frühen Schriften an.

Mutter Teresa antwortete einmal auf die Frage: Was müssen wir tun, um die Welt zu verändern und besser zu machen?: “Wir müssen uns verändern, Sie und ich.“ – Eine solche Einsicht war für Karl Marx wesensfremd.

Für seine „wissenschaftliche“ Arbeit vergrub sich Marx in Londoner Bibliotheken, um Belege zu finden, die seine Ideologie stützen sollten. Mutter Teresa ging dagegen in die Elendesquartiere, um dort zu helfen.

Karl Marx pflegte einen großbürgerlichen Lebensstil. Das konnte er nur, weil er seinen Vater ausnutzte und ab 1844 den Fabrikanten Friedrich Engels zum Freund hatte, der ihn wirtschaftlich aushielt.

Karl Marx duldete für sein politisches Credo nur kritiklose Gläubige. Den jüdischen Arbeiterführer Ferdinand Lasalle, der den Weg der Reformen gehen wollte und deswegen mit den politischen Autoritäten, z.B. mit Bismarck, Gespräche führte, verhöhnte er und beschimpfte ihn als „Nigger“.

Auch das Judentum, obwohl selber der Herkunft nach ein Jude, hasste er. Die Frage „welches ist die weltliche Kultur der Juden?“ beantwortete er mit: „der Schacher“; die Frage „welches ist sein wirklicher Gott?“ mit „das Geld“.

Um eine revolutionäre Situation herbeizuführen, schrieb Marx Aufrufe wie „Das kommunistische Manifest“, Bücher, Zeitungsartikel, Briefe. Sie beweisen eine große sprachliche Ausdruckskraft. Das hätte aber nicht genügt, um ihn als großen Revolutionär zu feiern.

Nach seinem Tod traten kommunistische Revolutionäre mit organisatorischen Fähigkeiten auf der Weltbühne auf, die versuchten, Marxens Ideologie politisch umzusetzen. Ansonsten wären seine politischen Utopien evtl. zum Forschungsgegenstand von Politikwissenschaftlern und Studenten geworden.

Revolutionäre wie Lenin, Trotzki, Stalin, Mao Tse-tung, Pol Pot und andere waren es, die den Marxismus zur Leitlinie ihres politischen Handelns gemacht haben. Sie gingen dabei über Leichen. Fachleute schätzen die Zahl der Opfer des Kommunismus auf rund 100 Millionen (vgl. z.B. das „Schwarzbuch des Kommunismus“).

Wenn sich vor einigen Jahren 3,3 Mio. Zuschauer an der Abstimmung „Unsere Besten“ im ZDF beteiligt haben und über eine halbe Mio. Karl Marx hinter Konrad Adenauer und Martin Luther auf Platz 3 gesetzt haben, so ist das schon erstaunlich. Es ist aber nicht nur eine Frage an den Wissensstand der Zuschauer, sondern auch an die Medien, die Informationen transportieren.

Marx war nicht nur ein Schreibtischtäter, auf den sich alle kommunistischen Despoten beriefen, er war auch Antisemit und Rassist. Das sind Eigenschaften, die zurecht verurteilt werden, ein Motiv, Karl Marx anlässlich seines 200. Geburtstag zu feiern, ist das wohl nicht. (Die Zitate von Karl Marx sind entnommen: Prof. Konrad Löw in der Zeitschrift „Der Fels“ 4/2018, S. 118/119 und Fels 5/2018, S. 149-151).

Neomarxismus: Die 68er Studentenrevolte

Das zweite politische Ereignis, an das 2018 gedacht wird, ist die 68er Bewegung, die vor 50 Jahren die Westeuropäischen Länder heimgesucht hat. Auch wenn führende Alt-68er wie z.B. Fritz Teufel inzwischen gestorben sind, zeigen ihre Ideen nach dem „Marsch durch die Institutionen“ auch heute noch Wirkung.

Der 68er-Bewegung ging es angeblich um Befreiung von allen Zwängen, von Macht und Moral. Auch für sie waren Kirche, Ehe und Familie sowie der „Kapitalismus“ Hauptangriffspunkte. Nicht wenige 68er sympathisierten mit marxistischen Ideen.

Vor allem die Frauen sollten von den Fesseln der bürgerlichen Gesellschaft befreit werden. Eine unverdächtige Zeugin, nämlich die Witwe von Rudi Dutschke, Frau Dutschke-Klotz (Gretchen) sieht das etwas anders:

„Das hat sehr männlich angefangen. Der SDS zum Beispiel, Zentrum der Theorie- und Praxisdiskussion war sehr männlich bestimmt. Die Frauen hatten kaum Chancen, zu Wort zu kommen, sie wurden niedergeredet und nicht ernst genommen“ (Augsburger Allgemeine Zeitung, 11.4.2018).

Sexuelle Revolution auf Kosten der Frauen

Frauen waren wichtig für die „sexuelle Revolution“. Dazu weiter Frau Dutschke-Klotz: „Natürlich war das auch eine sexuelle Freiheit für Frauen. Aber die Männer haben es vor allem so interpretiert, dass sie mit jeder Frau schlafen können, mit der sie wollen. Und wenn eine Frau nicht wollte, wurde sie deshalb angemacht“ (AZ, 11.4.2018).

Der Beginn der 68er-Bewegung liegt 50 Jahre zurück. Ideologen sind offensichtlich wenig lernfähig. 

Zur Frage „Was bleibt von 1968?“ schrieb die Süddeutsche Zeitung: 

„Jürgen Habermas wurde 1988 gefragt, was von 68 geblieben sei. Er hat die bisher beste Antwort gegeben: ‚Frau Süssmuth‘ hat er gesagt. Er meinte die Fundamentalliberalisierung der Republik (…) Der kulturelle Umbruch von 68 war und ist der nachhaltigste Umbruch der Gesellschaft seit 1945“ (zitiert nach Konradsblatt 16, 2018, S. 2).

Die SZ hat recht mit der Aussage: Die 68er-Bewegung habe den „nachhaltigsten Umbruch der Gesellschaft seit 1945“ gebracht. Und auch Jürgen Habermas hat recht, wenn er Frau Süssmuth als Schlüsselperson des kulturellen Umbruchs genannt hat. Sie zählte zu den Personen, die 68er Ideen umsetzen konnte.

Rita Süssmuth hatte hohe politische Funktionen. Sie war Mitglied der Bundesregierung. Sie hatte großen Einfluss auf die katholische Frauenbewegung, auf das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und auf weitere katholische Laienorganisationen. Ihr verdanken wir wesentlich die Einführung der bestehenden Abtreibungsregelung mit der rechtswidrigen, aber straffreien Abtreibung.

Diese Regelung hat sich über die Abtreibung hinaus insgesamt auf die Wertschätzung und die Würde des menschlichen Lebens ausgewirkt und das Bewusstsein verändert, wie repräsentative Umfragen zeigen.


GENDER auf dem Weg zur Psycho-Diktatur

Mathias von Gersdorff

Inzwischen gibt es viele Bezeichnungen für die Gender-Ideologie: Gender-Irrsinn, Gender-Gaga, Gender-Wahn(sinn), Gender-Quatsch etc. Keine dieser Bezeichnungen ist aus meiner Sicht wirklich zufriedenstellend.

Denn sie beschreiben nicht ausreichend das wahre Problem: Gender ist eine fanatische und radikale Ideologie  – und ihre Vertreter führen eine Revolution durch, koste es, was es wolle.

Sie meinen, ich übertreibe?  – Schauen wir in die Vereinigten Staaten, wo man hinsichtlich Gender-Ideologie noch weiter ist als hier in Deutschland: Beim Boston-Marathon am 16. April 2018 durften fünf Männer als Frauen teilnehmen. (Quelle: https://edition.cnn.com/2018/04/15/us/boston-marathon-transgender-participants/index.html)

Der Boston-Marathonlauf ist nicht irgendeine Sportveranstaltung in dem riesigen Land, sondern eine der bekanntesten. Hier wurde offensichtlich eine Show, eine Propaganda-Inszenierung zugunsten von Gender organisiert.

Die banale Tatsache, dass diese Männer einen enormen Vorteil gegenüber den Frauen haben, darf keine Rolle spielen. Die Ideologie geht vor.

Werden wir bald erleben, dass Männer als Frauen beim Gewichtheben, Fußball und sonstige Sportarten, in denen Kraft und Ausdauer entscheidend sind, auftreten dürfen?

Gender: Krieg gegen die Realität

Es wäre ein Fehler und sogar gefährlich, diese groteske Nachricht bloß als „witzig“ zu bezeichnen, denn was wir hier erleben, ist ein Krieg gegen die Realität  – und ein solcher Krieg muss letztlich in die Diktatur führen.

Die Gender-Ideologie ist dermaßen unvernünftig und realitätsverachtend, dass sie nur auf diktatorische Weise durchgesetzt werden kann.

Um das festzustellen, brauchen wir nicht über den Atlantik zu blicken. Bei uns gibt es genug Beispiele, die zeigen, dass sich langsam, aber sicher eine Psycho-Diktatur bildet.

Vom 13. bis zum 15. April 2018 fand in Frankfurt ein Kongress mit dem Namen „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ statt.

Es ging um Themen wie „Am Glück wie am Unglück sind immer beide Partner beteiligt“, „Die vielfältigen Pfade zwischen Trauma, posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und interpersoneller Gewalt“ oder „Eine einfache und effektive interaktionale Unterscheidung zwischen verschiedenen Paartypen, die mit Gewalt leben“.

Kampagne gegen Prof. Gerhard Amendt

Trotz solcher recht akademisch klingender Vortragsthemen kam dieser Kongress in die Schlagzeilen. Der Grund: Einer der Redner, der Soziologe Prof. Dr. Gerhard Amendt, sei angeblich „homophob“.

Prompt hat sich eine Allianz gegen diesen Kongress gebildet, die von der Universität Frankfurt, in deren Räumlichkeiten der Kongress stattfinden sollte, sogar eine Stornierung der Raumvermietung forderte.

Wohlgemerkt: Im Kongress an der Universität Frankfurt ging es gar nicht um Homosexualität. Das war diesen Homo-Aktivisten aber egal; sie meinten, Amendt hätte sich kritisch gegenüber Homosexualität und Gender geäußert und deshalb dürfe der ganze Kongress nicht stattfinden.

Prof. Amendt ging öffentlich auf die Angriffe ein und konnte etliche Medien erfolgreich abmahnen. Gegenüber dem Hessischen Rundfunk erklärte er: „Wir müssen der politischen Denunziation Einhalt gebieten“.

Erfreulicherweise ist die Universität Frankfurt trotz des massiven Drucks nicht eingeknickt und erklärte: „Im Sinne der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit versteht sich die Goethe-Universität als Ort, an dem kontroverse Themen und polarisierende Positionen offen geäußert werden können.“

Falscher Feueralarm als „Protestnote“

Das brachte die Homo-Aktivisten noch mehr in Rage. Sie versuchten, den Kongress schließlich durch einen Feueralarm zu verhindern. Weil man es nicht für möglich hält, zitiere ich die (linksgerichtete) Frankfurter Rundschau:

„Die Eröffnungsveranstaltung des Kongresses „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ an der Goethe-Universität in Frankfurt musste am Abend unterbrochen werden. Während der Eröffnungsrede des umstrittenen Soziologen Gerhard Amendt wurde Feueralarm ausgelöst, der Veranstaltungsort musste geräumt werden. Rund 30 Personen protestierten gegen den Auftritt von Amendt. Später wurde der Kongress fortgesetzt.“

Hier geht es nicht um einen isolierten Fall. Ich könnte mehrere Persönlichkeiten nennen, die aufgrund von Störungen linksradikaler Regenbogengruppen nicht mehr in der Öffentlichkeit sprechen können.

Und aus eigener Erfahrung weiß ich: Wer sich für die „Ehe zwischen Mann und Frau“ und gegen Gender ausspricht, kann nur mit schwerem Polizeischutz öffentlich reden.

FORTSETZUNG des Gersdorff-Artikels hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2018/04/gender-eine-radikale-gefahrliche-und.html


Jeffrey B. Satinover: Von der 68er Bewegung zur Kulturrevolution des Heidentums

Jüdischer Experte verteidigt sexualkonservative Werte

Der amerikanisch-jüdische Schriftsteller Prof. Dr. Jeffrey Burke Satinover ist sowohl Natur- wie Geisteswissenschaftler (Physik, Mathematik, Neurologie, Psychiatrie, Philosophie, Psychologie etc).COLLAGE-BLUSP2

Er steht dem Christentum ausgesprochen freundlich gegenüber und betont die enorme sittliche und religiöse Verwandtschaft mit dem jüdischen Glauben.

Zugleich ist der Psychoanalytiker ein Experte für C. G. Jung, mit dem er sich teils durchaus kritisch auseinandersetzt; Prof. Satinover war langjähriger Präsident der C.-G.-Jung-Foundation in New York. Er ist Medizinischer Direktor am Temenos- Institute in Connecticut (USA). 

In seinen Veröffentlichungen befaßt sich der Autor u.a. auch mit dem Aufkommen der Homosexuellen-BewegunEdith-Breburdag und der Anpassung einer breiten politischen Elite an die Forderungen der aktiven Schwulenszene.

Entgegen der weitverbreiteten Auffassung, wonach gleichgeschlechtliche Neigungen angeboren seien, vertritt er die Meinung (auch aus seiner therapeutischen Erfahrung heraus), daß eine homosexuelle Orientierung durchaus veränderbar sei. Dies begründet er ausführlich in seinem Buch „Homosexuality and the Politics of Truth“ (Homosexualität und die Politik der Wahrheit).

BILD: Moderne Darstellung, die verdeutlicht: Mann und Frau ergänzen sich in ihrer Verbundenheit (Foto: Dr. Edith Breburda)

In diesem wichtigen Punkt stimmt er mit dem Wiener Psychologen Alfred Adler überein, der seiner jüdischen Herkunft wegen in der NS-Zeit aus Österreich geflohen war.

Dr. Adler sieht die Ursache für homosexuelles Verhalten in einem entwicklungsbedingten Mangel an seelischer und charakterlicher Reife. Eine Veränderung dieses Defizits sei zwar nicht leicht, aber sehr wohl möglich, erklärte der bekannte Psychologe in seinen Büchern, zB. in seinem Werk „Das Problem der  Homosexualität“.

In einem seiner religionsphilosophischen Grundsatzartikel befaßt sich Prof. Satinover mit dem Aufkommen eines neuen Paganismus (Heidentum), der zu einer verhängnisvollen Verdrängung der klassisch-bürgerlichen und christlich-jüdischen Kulturwerte führt:

Warum eine veränderte Beurteilung der Homosexualität?

„Eine zentrale Frage blieb bisher unbeantwortet: Wie konnte es kommen, daß unsere Kultur die von uns allen so lange geteilte Überzeugung, homosexuelles Verhalten sei nicht erstrebenswert, aufgegeben hat? polskaweb

Die veränderte Sicht bezüglich Homosexualität ist allerdings nur Teil einer umfassenderen Veränderung, die unser grundlegendes Verständnis von Sexualität und Familie betrifft. Und das wiederum ist nur Teil von noch einschneidenderen Veränderungen in unserem Menschen- und Weltbild. 

Es scheint, als habe dieser grundlegende Wandel in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren stattgefunden. Doch das ist eine Illusion. Tiefgreifende Veränderungen sind in der westlichen Gesellschaft seit deutlich mehr als nur drei Jahrzehnten am Keimen und Aufgehen gewesen.

Die 68er Revolte und der Abschied von jüdisch-christlicher Kultur

Durch die 1968er Revolution, in deren Zentrum eine radikal veränderte Sicht von Sexualität stand, drangen die Veränderungen nur zum ersten Mal ins Bewußtsein einer breiten Öffentlichkeit.

Wir können die dramatischen Veränderungen in bezug auf unsere Haltung zur  Sexualität nur verstehen, wenn wir den gesamthistorischen Zusammenhang begreifen. Es hat schon vor Jahrhunderten begonnen. Die Veränderungen in unserer Einstellung zur Sexualität sind nur ein Symptom für viel bedeutsamere Veränderungen auf einer geistlichen Ebene, die alle Bereiche unseres Lebens betreffen. afc127c26a

Genauer gesagt: Vier Jahrhunderte eines wachsenden Religions-Skeptizismus an den Hochschulen und eines enormen technischen Fortschritts, die den jüdisch-christlichen Glauben als unbedeutend erscheinen ließen, haben unsere Kultur für alternative Spiritualitäten empfänglich gemacht.

Nicht das materialistische, sondern das pagane Weltbild siegte

Eine Zeitlang sah es aus, als ob ein materialistisches Weltbild siegen würde. Während wir uns auf dem Kissen des Wohlstands ausruhten und sicher fühlten, schien es, als könnten wir unser Verlangen nach dem Geist, nach Sinn und Bedeutung des menschlichen Lebens als wehmütigen Traum einer kollektiven Kindheit, abtun.

In Wirklichkeit folgte auf die geistliche Dürre kein Gefühl reifen Wohlseins,  sondern ein heftiger, neuer Durst nach Spiritualität – nach irgendeinem Geist, der den Durst löschen könnte. Der daraus hervorbrechende heutige Zeitgeist ist deshalb nicht jener Skeptizismus, der alle Religion verunglimpft, sondern ein immer schon dagewesener religiöser Geist, der aber dem ethischen Monotheismus des christlichen und orthodox-jüdischen Glaubens diametral entgegensteht. davidstern (2)

Die Glaubenssätze dieser neuen Religion, seien sie nun bewußt formuliert oder nur still im Hintergrund wirksam, bestimmen mehr und mehr unsere öffentliche Moral und unsere Moralvorstellungen. Dabei ist die Religion nicht wirklich neu, auch ihre Lehre ist nicht neu. Vielmehr geht es um das Wiederaufleben von Paganismus [Heidentum] und ihre Lehre heißt Gnostizismus. Worum es bei diesen alten Begriffen geht, möchte ich in diesem Aufsatz erläutern.

Heidentum ist keine Anti-Religion, sondern Ersatz-Religion

Der Neopaganismus ist nicht einfach ein Herabsetzen von Religion. Er ist auch nicht einfach die Religion des wissenschaftlich-ideologischen Humanismus, obwohl der Humanismus ein sichtbarer und wichtiger Aspekt dabei ist.

Ihre Anhänger sehen im Neo-Paganismus auch nicht nur eine sinnvolle Antwort auf die Sinnkrise, die das materialistische, naturwissenschaftlich ausgerichtete Weltbild ausgelöst hat, sondern eine bessere als die jüdische oder christliche Antwort.

Die neopaganistische Spiritualität erscheint attraktiver, weil sie nur geringe moralische Anforderungen an den Einzelnen stellt. Sie ist „toleranter“ gegenüber menschlichen Unterschieden, offener für „Vielfalt“ und „alternative Lebensformen“.  Mit den Worten von Joseph Campbell: „Tu, was dich glücklich macht.“

Die Kehrseite ist: Paganistische Spiritualität  hat nur eine mangelhafte Vorstellung vom Wesen des Bösen. Sie kann deshalb nicht unterscheiden zwischen zielgerichtetem Willen und Getriebensein oder Zwang, zwischen einem bewußt gewählten Ziel und einem unbewußten, instinktiven Antrieb.“

Fortsetzung des Aufsatzes hier: http://www.dijg.de/index.php?id=1290


Linksanarchistische Kinderläden der 68er: Revolutionäre „Befreiung“ durch Kindersex

Von Felizitas Küble

Jene Eltern aus der 68er Bewegung, die es mit der „sexuellen Revolution“ besonders ernst meinten, schickten ihre Sprößlinge gerne in sog. „Kinderläden“. Es handelte sich um linksalternative und antiautoritäre Kindergärten und Horte, die Ende der 1960er Jahre in Umlauf kamen und die in jenem Spektrum bis Mitte der 1970er Jahre weit verbreitet waren.

In der aktuellen Debatte um den pädokriminellen Sumpf insbesondere in der grün-alternativen Szene Berlins wird meist vergessen (oder bewußt ignoriert?), daß jene skandalösen Ferkeleien ihre ideologische und praktische Vorgeschichte hatten, die eng mit der 68er „Kulturrevolution“ verknüpft ist, besonders mit den Kinderläden, auf welche die Anarcho-Bewegung seinerzeit besonders stolz war.  

Das RECHT hilft der JUGEND

Das RECHT hilft der JUGEND

Dieser strukturell eindeutige Zusammenhang zeigt sich anschaulich z.B. am grünen Europa-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit, der als „Erzieher“ in einem Frankfurter antiautoritären Kindergarten zugange war und selber in einem Buch ungeniert schildert, wie die Kleinen ihm den Hosenlatz geöffnet hätten etc.

Wie das Nachrichtenmagazin „FOCUS“ (Nr. 22/2013) berichtet, betrachtet der Berliner Soziologe Alexander Schuller die damaligen „Grenzüberschreitungen“ durchaus nicht als „Randerscheinung“, sondern vielmehr als Bestandteil einer weitverbreiteten ultralinken Denkströmung.

Der Wissenschaftler hat jene Zeit aber nicht nur aus der abstrakten Analyse im Blickfeld, zumal seine eigenen beiden Söhne einen Kinderladen in Berlin-Dahlem besuchten. Wenn jemand so wie er selber damals gegen eine absichtliche Aufstachelung „kindlicher“ Sexualität argumentierte, habe man in diesem Milieu über solche Eltern vielfach die Nase gerümpft: „Ja, die leben halt noch ein bisschen hinter dem Mond.“

Zerstörung der Familie und bürgerlicher „Tabus“

Insgesamt ging es in der „Sexualpolitik“ der 68er Bewegung darum, bürgerliche Normen nicht nur zu hinterfragen, sondern aktiv und provokativ zu zerstören. Die gezielte Förderung von „Kindersex“ schien hierfür ein besonders geeignetes Mittel, um eine Gesellschaft zu errichten, in der keine bürgerlichen „Tabus“ mehr gelten – und in welcher die Familie weitgehend durch Kommunen ersetzt wird.
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Besonders „fortschrittlich“ fanden es damals linksanarchistische Eltern, ihren Nachwuchs beim Sexualakt zuschauen zu lassen. Juristisch betrachtet ist dies eine strafbare Mißbrauchs-Handlung, auch wenn das jenen schamlosen Vätern und Müttern in ihrem Revoluzzerwahn wohl nicht bewußt war.

Antibürgerliche 68er-Bücher wie z.B. „Alle Macht den Kindern“ forderten Eltern dazu auf, ihre Kinder schon früh mit sexuellen Erfahrungen bekannt zu machen: „Vor allem geht es nicht darum, daß die Kleinen zuschauen. Sie sollen mitmachen“, hieß es dort sogar.  

Starker Einfluß des 68er Sexologen Wilhelm Reich

Diese perversen Tendenzen waren ideologisch vor allem auf Wilhelm Reich zurückzuführen, einen beliebten, vielgelesenen Vordenker der 68er, der nicht zuletzt durch sein Buch „Die sexuelle Revolution“ Aufsehen in studentischen Kreisen erregte.

Dieser marxistische „Freudianer“ plädierte systematisch dafür, die vermeintlich „kindliche Sexualität“ nicht nur zu bejahen, sondern tatkräftig zu fördern. Er kritisierte vor allem die bürgerliche Familie, weil sie durch die „sexuelle Unterdrückung der Kinder“ gleichsam seelische Krüppel hervorbringe.

Daher war man bestrebt, die Eltern-Kind-Bindung aufzubrechen, um so eine „bessere“ Gesellschaft zu schaffen. Das Kinderladenkollektiv in Berlin-Charlottenburg widmete diesem Ansinnen bereits 1969 eine Publikation unter dem vielsagenden Titel „Für die Befreiung der kindlichen Sexualität“.

„Verführt“ von einem sechsjährigen Mädchen…

Solche linksrevoluzzerischen Verirrungen wurden in den 70er Jahren munter fortgesetzt, z.B. in Daniel Cohn Bendits Frankfurter Szene-Zeitung „Pflasterstrand“:
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„Letztes Jahr hat mich ein 6-jähriges Genossenmädchen verführt“, heißt es 1978 in den „Gedanken eines Sauriers“: „Es war eines der schönsten und sprachlosesten Erlebnisse, die ich je hatte…und es ist jetzt auch nicht wichtig, ein Traktat über das für und wider von Päderastie zu schreiben.“ 

(Quelle und weitere Infos hierzu: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cohn-bendits-paedophile-aeusserungen-danys-phantasien-und-traeume-12164560.html)

Die Berliner Schriftstellerin Sophie Dannenberg lebte einst selbst in einem Kinderladen; vieles daran fand sie sehr lustig und kreativ, doch sie stellt im Rückblick kritisch fest: „Manche von uns wurden sexuell missbraucht“:

„Sie haben ihre revolutionäre Pflicht getan“

Natürlich verhielten sich linksalternative Eltern nicht deshalb so, weil sie krankhaft „pädophil“ waren, sondern „sie taten es, weil sie Sex mit Kindern für fortschrittlich hielten, weil sie dachten, dass Scham und Hemmung bourgeois (bürgerlich) seien und weil es entsprechende Texte von Wilhelm Reich und Fotobücher von Will McBride gab, wo missbrauchte Kinder fröhlich in die Kamera lachten. (…) Im Grunde haben sie nur ihre revolutionäre Pflicht getan.  t_go.php

FOTO: Elternprotest in Stuttgart gegen eine Frühsexualisierung in den Schulen

Als ich einmal auf Übernachtungsbesuch in einer dieser Kinderladenfamilien war, ermunterte die Mutter uns Kinder, einen Geschlechtsakt zu vollziehen. Mein Spielkamerad und ich diskutierten diese Möglichkeit eine Weile, weil wir glaubten, dass ich statt eines Kindes eine Puppe gebären würde. Das schien uns dann aber zu kompliziert.

Einer meiner Freunde sollte zu Hause seine nackte Mutter untersuchen und steckte ihr schließlich einen Stift in die Scheide. Seine Mutter schilderte das detailreich auf dem Elternabend, als Beweis für die kindliche Sexualität.“

(Zitat-Quelle: http://www.cicero.de/salon/sophie-dannenberg-kind-68er-wir-waren-gluecklich-und-einige-von-uns-wurden-sexuell-missbraucht/54468/seite/2)

In den 80er Jahren nahmen vor allem die Grünen derart absonderliche „Anliegen“ unter ihre Fittiche: Mehrere grüne Landesverbände und die Bundestagsfraktion der Grünen forderten sogar Straffreiheit für Sex von Erwachsenen mit Kindern.

Frühsexualisierung ist das „Muster der Pädophilen“

Dieser Irrwahn war freilich nichts anderes als die zu Ende gedachte Kinderladenbewegung, denn der Mißbrauch benötigt als „Vorfeld“ eine Frühsexualisierung der Kleinen: dies begünstigt pädosexuelle Übergriffe.

Daß Frühsexualisierung das „Muster der Pädophilen“ schlechthin sei, erklärt auch der Wiener Psychiater Dr. Raphael Bonelli laut einem Bericht in „Kath.net“ vom 29.5.2015:

Sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige würden häufig damit beginnen, „dass der Täter beim betroffenen Kind zuerst dessen Aufklärung fördert und in ihm ein außergewöhnliches, nicht altersadäquates Interesse an Sexualität weckt“, berichtet der Professor aus seinen Therapie-Erfahrungen. Pädokriminelle Täter würden ihre Opfer gerne erst zu Sexspielchen mit sich selbst und Gleichaltrigen anleiten, bevor es zum geplanten Übergriff komme.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt