Schwarzer Tag für Frauen und Embryonenschutz in Deutschland

Scharfe Kritik an Rezeptfreiheit für „Pille danach“

Susanne Bajog, Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben (CDL), weist eindringlich auf die Risken der „Pille danach“ hin und bezeichnet die diesbezügliche „Rezeptfreiheit“ als unverantwortlich: media-389705-4

„In seiner Sitzung am 6. März hat der Bundesrat beschlossen, dass die „Pille danach“ künftig generell rezeptfrei erhältlich ist. Eine der marginalen Auflagen, die der Bundesrat gefordert hat, ist das Verbot des Versandhandels.

Der Grund hierfür ist jedoch nicht etwa, eine missbräuchliche Anwendung weitestgehend zu verhindern, sondern „um sicherzustellen, dass Notfallkontrazeptiva so bald wie möglich – vorzugsweise innerhalb von 12 bis 24 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr – eingenommen werden“, wie es im Text der Verordnung heißt.Book

Noch vor wenigen Tagen haben Gynäkologenverbände in einem Brief an Gesundheitsminister Gröhe vor dem Aufgeben der Rezeptpflicht gewarnt. Die Gynäkologen befürchten zu Recht einen Anstieg der Zahl der Abtreibungen vor allem bei Teenagern „als Folge der lückenhaften Aufklärung“ in den Apotheken.

Die Christdemokraten für das Leben haben sich ebenfalls kurz vorher mit einem kritischen Brief an den Gesundheitsminister gewandt. Wir weisen darin eindringlich darauf hin, dass die Forschungslage auch zu gesundheitlichen Risiken für Frauen, die bereits bei einer einmaligen Anwendung dieses überaus stark dosierten Hormonpräparates bestehen, besorgniserregend und dürftig ist.

Im Zusammenhang mit Levonorgestrel wurde bereits über Thromboembolien berichtet. Die Hormondosis für 1,5mg Levonorgestrel (Einmaldosis) entspricht in etwa der Hormondosis einer Monatspackung normaler Verhütungspillen. Dass es hier gesundheitliche Risiken für Frauen gibt, liegt auf der Hand, wird aber heruntergespielt. imagesCA4JYFAC

Bis zum heutigen Tag konnte nicht zweifelsfrei widerlegt werden, dass auch eine nidationshemmende und damit frühabtreibende Wirkung der „Pille danach“ besteht. Für den Wirkstoff LNG gilt die frühabtreibende Wirkung vielmehr als gesichert. Deshalb hat sich die CDL auch wiederholt für ein vollständiges Verbot der „Pille danach“ ausgesprochen, mindestens jedoch für die Beibehaltung der Rezeptpflicht.

„Pro Familia“ hingegen rät in ihrer Information für Jugendliche „Auf Nummer sicher mit der Pille danach“, ein „Notfallpäcken“ stets griffbereit zu haben. Damit wird die „Pille danach“ zum „Lifestyle“-Produkt – jederzeit frei und ungehindert verfügbar.

Von Gesundheitsschutz für Frauen kann hier keine Rede sein, ebenso nicht vom Embryonenschutz . Vielmehr ist dies ein schwarzer Tag für die Frauen in unserem Land. Die „Pille danach“ rezeptfrei zu stellen, ist unverantwortlich.“

Christdemokraten für das Leben e.V., Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde bei Münster

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Die CDL kritisiert eine geplante Rezeptfreiheit für die „Pille danach“

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Stellungnahme des Arbeitskreises „Ethik in der Medizin“ der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) zur Rezeptfreiheit von „EllaOne“:41801_56348073732_144859_n
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Ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk für zig-Millionen Euro hat die EU-Kommission gestern dem Produzenten der Pille danach „EllaOne“ beschert.  
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Dort dürften gestern die Champagnerkorken kräftig geknallt haben, als veröffentlicht wurde, dass die EU-Kommission das von HRA Pharma entwickelte, hoch dosierte Hormonpräparat zum rezeptfreien Verkauf durch Apotheken und online Apotheken europaweit freigegeben habe.
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Was sich für den Schutz der Gesundheit von Frauen und für den Embryonenschutz als Tragödie erweisen wird, eröffnet dem alleinigen europäischen Produzenten und Weltmarktführer beste neue Wachstumsperspektiven.

Wo bleibt die sonst so pharmakritische Öffentlichkeit?

Die überaus positive Resonanz, die diese Freigabe sofort in den Medien findet, ist angesichts einer ansonsten so

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Pharma- und gesundheitskritischen Öffentlichkeit mehr als erstaunlich und sogar besorgniserregend.

Denn während seitens der EU streng darauf geachtet wird, dass auf jeder Zigarettenschachtel auf die Lebensrisiken des Rauchens erinnert wird und auch ansonsten der Verbraucherschutz und die Gesundheitsvorsorge höchste staatliche Priorität genießen, wird ausgerechnet bei einem Hormonpräparat dieser hohen Wirkungsstufe der gesundheitliche Schutz der Frauen völlig ausgeblendet.
Dabei ist das vom Monopolisten HRA Pharma entwickelte und inzwischen weltweit vertriebene Präparat erst seit 2009 auf dem Markt. Das Mittel, das bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft mit fast hundertprozentiger Wirksamkeit verhindern soll, kann diesen erstaunlich hohen Wirkungsgrad nur erreichen, in dem es sowohl die Ovulation als auch die erfolgreiche Nidation hemmen kann.

Ähnlichkeit mit Abtreibungspille Mifegyne (RU 486)

Als chemisches Präparat weist der Hauptwirkstoff Ulipristalacetat (UPA) zudem eine sehr weitgehende Verwandtschaft zu der bereits langjährig im gleichen Unternehmen entwickelten Abtreibungspille Mifegyne (RU 486) auf.images
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Dieses aus den gleichen Entwicklungslabors stammende, weltweit häufigst eingesetzte pharmakologische Abtreibungsmittel wird zudem schon seit Jahren z.B. in China und Russland rücksichtslos trotz seiner extremen Belastungen als gängige „Pille danach“ eingesetzt.
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In internationalen früheren Veröffentlichungen haben die ellaOne® vertreibenden Firmen Watson- und HRA-Pharma sogar ihrerseits eindeutige positive Äußerungen zur nidationshemmenden, d.h. frühabtreibenden Wirkung von UPA gemacht.
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Dies trifft ebenso auch auf einzelne, uns vorliegende frühere Stellungnahmen anderer ärztlicher und pharmakologischer Befürworter der „Pille danach“ zu.

Kein „Notfall-Präparat“ zur „Nachverhütung“

„EllaOne“ ist keinesfalls ein harmloses, sicher wirkendes „Notfall-Medikament zur Nachverhütung“, sondern gefährdet die Gesundheit der Frau und beendet früh das Leben des möglicherweise schon entstandenen Embryos. Dies geschieht durch die sehr hohe Hormondosis, die etwa der Größenordnung der gesamten Monatspackung üblicher Verhütungspillen entspricht.
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Erst im Juli 2014 zahlte der Pharmakonzern Bayer in den USA betroffenen Frauen, die entsprechmarsch_2013_photo_dv_447_mende Antibabypillen des Konzerns eingenommen hatten, in einem Vergleich 1,8 Milliarden $ Schadensersatz. Dort ging es um die Gesundheitsbelastungen und -Risiken und um mögliche Todesfälle durch zwei Antibabypillen (Yaz und Yasmin).
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BILD: Internationale Lebensrechtler demonstrieren mit Transparent: „Jedes Leben ist heilig“ in Berlin
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8900 Klägerinnen hatten u.a. gegen Bayer geklagt, weil das Thrombose-Risiko der Pillen nachgewiesen wurde. Ähnlich verhielt es sich z.B. mit einer anderen Antibabypille in Frankreich. Dies läßt bereits die gefährliche Belastungssituation durch Hormonpräparate für Frauen deutlich erkennbar werden.

Lebensrechtler kritisieren mangelnde Neutralität diverser Studien

Die CDL und andere Lebensschutz- und Bioethik-Organisationen haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die wenigen bisher vorliegenden Studien keine Langzeitwirkungen dokumentieren und dass sie nahezu ausschließlich von starken Befürwortern bzw. nicht von neutralen, interessenunabhängigen Studienverfassern erstellt worden sind.
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Während normalerweise wissenschaftliche Studien, bei denen wirtschaftliche Interessenverquickungen zwischen Pharmaindustrie und medizinischen Wissenschaftlern dokumentiert werden, und entsprechendes Sponsorenschaften kritisch hinterfragt werden, sind hier in der öffentlichen Diskussion weitestgehend alle ethischen und medizinischen Bedenken zurückgestellt worden, um die „Pille danach“ möglichst als unproblematisch und unbedenklich darstellen zu können.

Gesundheitsminister Gröhe bislang gegen Rezeptfreigabe

Erfreulicherweise gehörte Deutschland bei der nun erfolgten EU-Kommissionsentscheidung zu denen sieben Ländern, die im Interesse des Gesundheits- und Lebensschutzes gegen eine völlige Rezeptfreigabe votiert haben. Dies ist sicherlich auch ein Verdienst des jetzigen Gesundheitsministers Gröhe. DSC_0048

Denn ohne eine Beibehaltung der Rezeptpflicht, so war schon bisher erfreulicherweise auch aus seinem Haus zu hören, fehlt jede Möglichkeit einer fachkundigen ärztlichen Beratung für die betroffene Frau. Vielfach würde sie die belastend hohe Hormondosis sogar sonst auch noch vergeblich und zu häufig einnehmen.
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Es ist aufgrund der beobachtbaren Erfahrungen in anderen Ländern mit Rezeptfreiheit zu befürchten, dass zukünftig bald sehr viel mehr Frauen als bisher von ihren Partnern gedrängt werden, diese für Männer praktische und bequemste Lösung als Mittel der Wahl zur Verhinderung oder frühen Beendigung der Schwangerschaft häufiger einzunehmen.

Bundesärztekammer für Beibehaltung der Rezeptpflicht

Schon im Dezember ließ der Hersteller HRA Pharma verlauten, dass sie nun gezielt die Apotheker auf die Freigabe vorbereiten wollen und –  unterstützt durch ein externes Vertriebs-Team des Ulmer Pharmadienstleisters MARVECS  –  ihr Monopolprodukt der „Pille danach“ nun auch in Deutschland zum kommerziellen Erfolgsschlager machen wollen.
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Wir appellieren daher dringend an Gesundheitsminister Gröhe und seine Staatssekretärin Fischbach, ihr Augenmerk verstärkt auf die wenigen interessenneutralen Studien zu „EllaOne“ zu richten, und sich weiterhin dem Votum der Bundesärztekammer anzuschließen, das in Deutschland die Beibehaltung der Rezeptpflicht dringend gefordert hat.
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Es ist davon auszugehen, dass auch weitere europäische Länder die Rezeptfreiheit im Interesse der Gesundheitsfürsorge nicht umsetzen werden und somit ein kritisches Signal an den Weltmarktführer für die „Pille danach“ senden.
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Vor allem ist dies im Interesse auch der vielen jungen Mädchen und Frauen, die aufgrund der starken medialen Unterstützung und kostenlosen Werbung für „ellaOne“ inzwischen den Eindruck gewinnen könnten, eine gelegentliche Notfallverhütung durch diese Hormonbombe sei nicht schädlicher als ein alltägliches Schnupfenmittel.
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Oder soll der Staat vielleicht erst dann eingreifen, wenn wie in den USA und Frankreich gefährliche, tödliche Thrombosen bei Frauen Pharma-Unternehmen zur Schadensersatzzahlungen zwingen?
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Aber vielleicht können sich ja auch einmal unverhofft investigative Journalisten, Alice Schwarzer oder aktive Verbraucherschützer der Frage annehmen, wer hier eigentlich wem die Unbedenklichkeit eines „Hormonhammers“ attestiert, der immerhin sehr erfolgreich den Anspruch erhebt, jede Schwangerschaft in den ersten 5 Tagen nach der möglichen Befruchtung verhindern zu können?
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„Christdemokraten für das Leben“ gegen Rezeptfreiheit für die „Pille danach“

Die geforderte Rezeptfreiheit der „Pille danach“ wird von den Christdemokraten für das Leben (CDL) energisch abgelehnt, erklärt die Bundesvorsitzende der CDL, Mechthild Löhr (siehe Foto), in einer aktuellen Stellungnahme: _DSC4662

„Der Europäische Arzneimittelausschusses EMA hatte erst vor wenigen Tagen empfohlen, die „Pille danach“ (Ella One) völlig aus der Rezeptpflicht zu entlassen.
Bevor nun die EU-Kommission überhaupt entschieden hat, ob und wann sie dieser radikalen Liberalisierung zustimmt, wird leider vorauseilend in Deutschland von SPD und CDU-Vertretern im Gegensatz zur hier geltenden Rechtslage bereits Einverständnis signalisiert, die bisherige ärztliche Beratungs- und Rezeptpflicht abzuschaffen.

„PILLE danach“: kein Mittel zur „Nachverhütung“

Als Christdemokraten für das Leben warnen wir mit wichtigen Gründen vor den Folgen der drohenden Freigabe der „Pille danach“.
 
Die „Pille danach“ (Ella One) wird vom Monopolisten und Entwickler HRA Pharma hergestellt, der auch als Auftraggeber oder durch seine Beiräte die meisten der bisherigen internationalen Studien mitverantwortet.
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Der Gründer von HRA Pharma, André  Ulmann, war zuvor auch der Entwickler der Abtreibungspille Mifegyne (RU486), die auf Mifepriston basiert, einem verwandten Wirkstoff  von Ulipristalacetat (UPA),  und die bereits jetzt weltweit das wohl am häufigsten verwendete „pharmakologische Abtreibungsmittel“ ist.
Die zur gleichen Substanzgruppe wie Mifegyne gehörende Pille „Ella One“  ist keinesfalls ein harmloses „Medikament“ zur „Nachverhütung“, sondern gefährdet durch die sehr hohe Hormondosis die Gesundheit der Frau und verhindert,  je nach Zykluszeitpunkt bei der Einnahme, nicht nur den Eisprung (Ovulationshemmung), sondern auch die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter (Nidationshemmung).
 
Die meisten Studien beruhen auf Untersuchungen der Wirkung der Pille (ob die Schwangerschaft verhindert wird). Es wird aber nicht untersucht, wie dieses Ziel letztendlich erreicht wird. Sowohl Hersteller wie auch die meisten Anwender interessiert vor allem nur im Ergebnis, daß keine Schwangerschaft entsteht oder fortgesetzt wird.

„Studien“ von Abtreibungsbefürwortern

Bei mehreren der dürftigen Studien, die eine ethische Unbedenklichkeit der „Pille danach“ nachweisen wollen, taucht der Name einer Ärztin regelmäßig als Autorin auf: Frau Gemzell-Danielsson, die als Präsidentin der „Fiapac“ amtiert, der „International Federation of  Professional Abortion and Contraception Associates“, die seit langem vehement für Abtreibung sowie die Freigabe der „Pille danach“ ohne jede Rezeptpflicht eintritt. imagesCA4JYFAC
Gemzell Daniellson ist nach eigenen Angaben Mitglied des Advisory Boards des Herstellers HRA Pharma, dem Hersteller von „Ella One“ und „PiDaNA“.
Erhebliche Zweifel an der Unabhängigkeit und Wissenschaftlichkeit solcher Untersuchungen sind also angebracht, denn auch andere Studienverfasser sind für HRA Pharma schon gegen Honorar tätig gewesen.

Wenn heute von Befürwortern der „Pille danach“ die angeblich nicht abtreibende Wirkung der Mittel behauptet wird, ist dies sicher nicht im medizinischen Sinne, sondern leider nur rein formal-rechtlich zutreffend:
Die heutige Rechtslage in Deutschland hierzu gründet sich auf § 218 (1): „Handlungen, deren Wirkung vor Abschluss der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.“

Rechtliche Schutzlosigkeit in den ersten zwei Wochen

Damit ist der Embryo in den ersten zwei Wochen der Schwangerschaft rechtlich schutzlos, und es kann weiter sogar behauptet werden, dass in dieser Zeit keine Abtreibung stattgefunden hat, obwohl ein Embryo durch einmalige Einnahme einer „Ella One“-Pille getötet wurde. 159481-3x2-teaser296

Dabei ist vom medizinisch-wissenschaftlichen Zeitpunkt allen Beteiligten klar, daß mit der Befruchtung und Verschmelzung mütterlichen und väterlichen Erbgutes ein neuer  unverwechselbarer Mensch mit einer einzigartigen, individuellen DNA entstanden ist.

Da die „Pille danach“ unkontrolliert und bis zu fünf Tagen nach der Empfängnis eingenommen, sowohl schwangerschaftsverhütend als auch nidationshemmend, d.h. frühabtreibend wirkt, darf sie auch zukünftig nicht rezeptfrei abgegeben werden.

Gesundheitsminister Gröhe sollte trotz der Signale aus Brüssel, die erfreulicherweise nicht bindend sind für die Rechtslage in Deutschland, dringend bei seiner ursprünglichen Position bleiben, die er und die Koalition auch mit Unterstützung der Fachärzte und der Bundesärztekammer noch im Januar 2014 deutlich vertreten hatten: d.h. keine Entlassung aus der Rezeptpflicht.
Ansonsten ist jetzt zu befürchten, dass die hochdosierte „Pille danach“ bald über den Apothekertresen mit gleicher Selbstverständlichkeit gereicht wird wie jedes andere rezeptfreie „Lifestyle-Mittel“.
Wenn sonst im Patienten- und Verbraucherschutz kleinste Risiken von der Politik ernst genommen werden, dürfen nicht beim Gesundheits- und Lebensschutz von Frau und Embryo niedrigste europäische Standards und der völlig unkontrollierte Internethandel akzeptiert werden.“ .
 
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CDL: Rezeptfreie „Pille danach“ bedeutet höheres Risiko für Frauen

Pressemeldung der CDL (Christdemokraten für das Leben):

Am Donnerstag (13.2.) wird der Deutsche Bundestag über Anträge der Fraktionen der LINKEN und der Grünen, die „Pille danach“ aus der Rezeptpflicht zu entlassen, entscheiden. 

Die Pressesprecherin der CDL, Susanne Bajog, erklärt hierzu:

„Wieder einmal steht leider die rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“ zur Diskussion. Es wird behauptet, mit der Entlassung aus der Rezeptpflicht würden ungewollte Schwangerschaften verhindert und die Anzahl der Abtreibungen sinken. 41801_56348073732_144859_n

Hierbei werden „gute Erfahrungen“ u. a. aus Großbritannien zitiert. Der Blick in das Vereinigte Königreich zeigt aber gerade, dass dort seit dem Ende der Rezeptpflicht und der Einführung der freien Abgabe  direkt in Schulen die Zahl der Abtreibungen bei Teenagern sogar noch stark gestiegen ist.

Ebenso konnte ein Anstieg der Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten gerade bei unter 16-Jährigen nachgewiesen werden. Dies ist vor allem auf ein riskanteres Sexualverhalten bei Jugendlichen zurückzuführen, da es immer noch die jederzeit verfügbare „Notbremse“ mit der  „Pille danach“ gibt.

Die gemeldeten Abtreibungszahlen liegen seit längerem mit über 200.000 jährlich gerade in Großbritannien mehr als doppelt so hoch und sind auch in den USA und andern Ländern höher. 

Der Vergleich mit anderen Staaten zeigt auch, dass direkt nach der Aufgabe der Rezeptpflicht die Verkaufszahlen massiv in die Höhe gingen. In der Schweiz verzehnfachten sich danach die Absatzzahlen. Schon 2013 ist allein in Deutschland durch die zunehmende Werbung die „Pille danach“ über 400.000 mal verschrieben worden, Tendenz stark steigend.

Frauenarzt-Verbände für Verschreibungspflicht

Die Beibehaltung der Rezeptpflicht wird auch aus medizinischer Sicht empfohlen. So haben der Bundesverband der Frauenärzte und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in ihren Stellungnahmen darauf hingewiesen, dass die Beratung und die medizinisch notwendige Einschätzung des Risikos für die einzelne Frau im Kundenbetrieb einer Apotheke nicht  wie in einer Arztpraxis erfolgen können.

Apotheker kennen, im Unterschied zu Ärzten, weder den aktuellen Gesundheitszustand noch die Krankengeschichte der Kundin und können somit nicht entscheiden, ob eine Einnahme medizinisch bedenklich ist. Darüber hinaus kann kein Apotheker eine besonders problematische, wiederholte Einnahme während eines  Zyklus prüfen.

Letztlich ist zu erwarten, dass durch die Verharmlosung der „Pille danach“ als „Notfallmedikament“ die Zahl der Abtreibungen ansteigt, da nicht selten der „gewünschte Effekt“, nämlich die sichere Verhinderung bzw. frühe Beendigung der Schwangerschaft doch nicht eingetreten ist.

Auf die Gefahr von Nebenwirkungen hat auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hingewiesen. So etwa auf das Risiko von schweren Thrombosen, wie sie bereits unter Einnahme von Verhütungspillen entstehen können. Immerhin liegt die starke Hormondosis von Levonorgestrel bei  dem 10 bis 15fachen einer „normalen“ Verhütungspille.

Dass die (sogar häufigere) Einnahme einer solchen Hormonmenge frei von Nebenwirkungen ist, gehört wohl in den Bereich der Fiktion. Immerhin kann diese Dosis die Schwangerschaft unterbinden oder in nicht wenigen Fällen auch beenden.

Durch die Missachtung möglicher negativer gesundheitlicher Auswirkungen auf Frauen wird nicht deren  „Selbstbestimmung bei der Notfallverhütung“ gestärkt, wie es die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen in ihrem Antrag behauptet, sondern sie werden einem unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiko ausgesetzt; sie werden mit möglichen Belastungen und Folgen allein gelassen und bis unter 21 Jahren sogar durch kostenlose Abgabe zur öfteren Nutzung „eingeladen“.