Homöopathie: Warum Dr. Natalie Grams ihre Einstellung grundlegend änderte

Eine Medizinerin denkt um und gibt ihre Praxis auf

Die Rhein-Neckar-Zeitung veröffentlichte am 2. Juli 2015 online einen interessanten Bericht von Birgit Sommer mit dem Titel: Eine Ärztin denkt um: „Homöopathie hat keine arzneiliche Wirkung“.  Mein Buch zum Thema:

Es geht dabei um die Medizinerin Dr. med Natalie Grams; sie wollte, so heißt es eingangs, „ein flammendes Plädoyer für die alte Heilmethode schreiben“, doch nachdem sie sich gründlich mit dem Thema befaßt hatte, wurde daraus „ein ganz anderes Buch“ (siehe Foto).

Die junge Ärztin führte eine homöopathische Privatpraxis in Heidelberg, die erfolgreich lief. Bei ihren wissenschaftlichen Nachprüfungen wurde der Ärztin immer klarer, „dass die meisten von Hahnemanns Ideen heute wissenschaftlich widerlegbar sind“, wie die Tageszeitung berichtet.

Frau Grams erlebte viele schlaflose Nächte; sie gab ihre Praxis auf, kümmert sich nun um ihre drei Kinder – und plant, sich zur Fachärztin für Psychosomatik weiterzubilden.

Auf die Frage nach dem vor allem in Esoterik-Kreisen weitverbreiteten Spruch „Wer heilt, hat recht“ antwortet sie:

„Ich will nicht bestreiten, dass die Homöopathie eine Wirkung hat – nur sicher keine arzneiliche Heilwirkung. Wirksam ist etwas, das man unter objektivierbaren Bedingungen reproduzieren kann. Bei der Homöopathie geht eine Wirksamkeit unter solchen Bedingungen nicht über ein Placebo hinaus. Was nicht verwunderlich ist, da ihre Medikamente nichts enthalten.“

Über ihre Recherchen teilt sie den Lesern mit:

„Ich habe mich ein Jahr lang damit beschäftigt, wie man Studien aufbaut und interpretiert und was bei der Potenzierung der Heilsubstanzen wirklich passiert, aber auch mit vielen Wissenschaftlern über die Theorie der Homöopathie gesprochen.“

Das erwähnte Buch der Ärztin: http://www.amazon.de/Hom%C3%B6opathie-neu-gedacht-Patienten-wirklich/dp/3662453363/ref=cm_rdp_product

Blog der Ärztin: http://homoeopathie-neu-gedacht.blogspot.de/2015/07/was-hat-mich-uberzeugt-mit-der.html

Das lesenswerte Buch ist offenbar in mancherlei Hinsicht noch nicht skeptisch genug, wie in dieser Amazon-Rezension erläutert wird: http://www.amazon.de/review/R1HAD646PZ40BX/ref=cm_cr_dp_title?ie=UTF8&ASIN=3662453363&channel=detail-glance&nodeID=299956&store=books

HINWEIS: Die Journalistin Maria Amrhein hat ebenfalls ihre Meinung zur Homöopathie geändert: http://www.cicero.de/salon/das-geschaeft-mit-globuli-aberglaube-heilt-nichts/59547

 


Suchtexperte warnt vor Cannabiskonsum

Welche Folgen der Konsum von Cannabis haben kann, erklärt der Oberarzt der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, Prof. Dr. Christian Vollmert, im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung vom 10. Januar 2014:  Fotolia_23885701_Konzert_470x_

„Die Gefahren bei Cannabis sind weniger konkrete körperliche Schäden wie eine Leberzirrhose oder ein schrumpfendes Gehirn beim Alkohol. Sondern die Folgen spielen sich eher auf der psychischen Ebene ab. Es kommt natürlich zu den bekannten Rausch-Zuständen, Hochgefühlen und Euphorie.

Diese Momente sind oft positiv besetzt, aber es kann sich auch daraus eine Angststörung oder eine Psychose entwickeln.

Es kann auch zu kognitiven Störungen kommen, eine Beeinträchtigung der Denkleistung. Eine weitere Gefahr ist auch das antimotivationale Syndrom, bei dem der Patient sich nur noch seinen Rauschzuständen hingibt und jeglicher innerer Antrieb fehlt. Das kann gerade in der heutigen Zeit, wo im Berufsleben viel gefordert wird, sehr schädlich sein.“

Auf die Frage, wie sich eine Abhängigkeit äußern kann, antwortet der Suchtexperte:

„Es sind weniger körperliche Entzugssymptome wie Zittern oder körperliche Schmerzen. Aber die Konsumenten haben unter Umständen ein Entzugssyndrom, haben weniger Appetit oder leiden unter Schlaflosigkeit. Der Drang nach immer weiterem Konsum und ein Kontrollverlust sind weitere Aspekte einer Abhängigkeit.“

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.rnz.de/service/00_20140110060000_110610892-Christian-Vollmert-warnt-vor-den-Folgen-des-Ca.html#ad-image-0


Die Abschaffung der Wehrpflicht hat sich nicht bewährt

Wehrbeauftragter Königshaus kritisiert mißliche Situation der Soldaten

Die Umstellung der Bundeswehr von der allgemeinen Wehrpflicht zur Freiwilligen-Armee bzw zur Berufstruppe ist alles andere als gelungen.

Damit bestätigen sich schwerwiegende Bedenken jener Experten, die vor einer Abschaffung der Wehrpflicht gewarnt haben, darunter Prof. Dr. Michael Wolffsohn, deutsch-jüdischer Historiker aus München und Professor an der Bundeswehr-Universität Neubiberg.

Inzwischen hat der FDP-Parlamentarier Hellmut Königshaus als Wehrbeauftragter massive Mißstände vorgelegt, die vor allem durch die Reform der Bundeswehr verursacht sind. Dazu schreibt die Rhein-Neckar-Zeitung:

„Der Wehrbeauftragte des Bundestags prangert Jahr für Jahr Missstände bei der Bundeswehr an. Das ist sein Job. Selten zuvor aber war die Kritik so umfassend und fundamental wie diesmal.

Hellmut Königshaus lässt keinen Zweifel daran, dass die Reform die Truppe auf eine echte Bewährungsprobe stellt – von der noch keineswegs sicher ist, ob sie sie auch besteht. Weite Wege zur Dienststelle, horrende Scheidungsraten, mangelhafte Ausrüstung und schlechte Stimmung – wer sich nach dem Bild, das Königshaus über die Lage der Soldaten zeichnet, noch für eine berufliche Zukunft an der Waffe entscheidet, muss schon sehr überzeugt sein.

Wer die Wahl hat, dürfte sich wohl eher für einen Job in der Wirtschaft oder dem öffentlichen Dienst entscheiden. Woher aber soll die Bundeswehr dann die qualifizierten Leute bekommen, die sie so dringend braucht?

Die Politik sollte den Weckruf von Königshaus ernst nehmen und sich vor allem klar machen, dass die Reform der Bundeswehr Geld kosten wird.

Die Abgeordneten – die stets betonen, wie schwer es ihnen fällt, die Bundeswehr in einen Einsatz zu schicken – könnten ihr Gewissen etwas erleichtern, wenn sie zumindest dafür sorgen, dass die Soldaten die bestmögliche Vorbereitung und Ausrüstung erhalten.“

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung