Zur Fortpflanzungsmedizin in Deutschland: Den Embryonenschutz gesetzlich verstärken

Von Prof. Dr. med. Paul Cullen

Heutzutage kann es dazu kommen, daß ein Kind mit nicht weniger als fünf Elternteilen (beide juristische Eltern, der biologische Vater und die biologische Mutter sowie die sog. „Leihmutter“, besser gesagt „Mietmutter“) zur Welt kommt.

Daß eine solche Konstruktion viele ethische, rechtliche, psychologische und gesundheitliche Frag­en aufwirft, liegt auf der Hand. Dennoch wird die Reproduktionsmedizin in der Öffentlichkeit fast aus­nahmslose als „Fortschritt“ und „Errungenschaft“ dargestellt.

Über mögliche negative Fol­gen und Risiken, insbesondere für die betroffenen Kinder, spricht kaum jemand. Über das offen­sicht­liche Potential zur Ausbeutung der „Mietmütter“ genausowenig.

Auch der subtile, aber stets vor­handene und zunehmende Wunsch, das Ungewünschte auszuselektieren und dem Gewünschten auf die Sprünge zu helfen, die schleichenden Neo-Eugenik also, kommt kaum zur Sprache.

Dieses Schweigen überrascht umso mehr vor dem Hintergrund, daß inzwischen jedes 40. Kind in Deutsch­land mithilfe solcher Techniken geboren wird.

Ein wichtiges Bollwerk gegen die Verzweckung von Menschen vor ihrer Geburt war bisher das Embryonenschutzgesetz. In den 30 Jahren seit Inkrafttreten dieses Gesetzes hat die Fortpflanzungsmedizin eine rasante Entwicklung erfahren.

Eine rationale Antwort hier­­auf wäre gewesen, den Embryonenschutz so zu verbessern, daß der menschliche Em­bryo auch vor diesen neuen Techniken geschützt bleibt. Wir erleben aber das Ge­gen­­teil:

So hat die Nationale Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) als vielleicht wichtigster wissenschaftlicher Berater der Politik 2019 und 2021 ausführliche Stell­ungnahmen veröffentlicht mit dem Ziel, das Embryonenschutzgesetz so zu entkernen, daß am Ende weder vom Begriff „Embryo“ noch vom Begriff „Schutz“ viel übrig bleibt.

Auf diesem Wege soll das vol­le Spektrum der heutigen Fortpflanzungsmedizin und Embryonen­forschung in Deutschland ermöglicht werden. Wir müssen damit rechnen, daß in der kommenden Legislaturperiode versucht wird, die Vorschläge der Leopoldina gesetzlich umzusetzen.

Dies müssen wir nicht nur verhindern, sondern dafür sorgen, daß der Embryonenschutz gesetzlich verstärkt wird, um auch diese neue Möglichkeiten der Verfügbarmachung von Menschen am Anfang ihrer Existenz abzuwenden.

Unser Gastautor Prof. Dr. Paul Cullen ist Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ und Vorstandsmitglied des BVL (Bundesverband Lebensrecht). Dieser Dachverband organisiert den jährlichen Marsch für das Leben in Berlin: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-leben/


Das kulturelle Versagen in der Coronakrise und die deutsche Neigung zur Anpassung

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin lehrt an der Universität München. Zusammen mit Nathalie Weidenfeld verfasste er das Buch „Die Realität des Risikos“, in dem die Autoren warnen, dass der Verfall der politischen Kultur Deutschlands die Fähigkeit des Landes zur Bewältigung von Krisen schwäche. Dies sei im Verlauf der Corona-Krise deutlich sichtbar geworden.

Die Ansätze und Strategien südostasiatischer Staaten wie Taiwan und Südkorea seien auch deshalb erfolgreicher gewesen als die Deutschlands, weil deren politische Kultur krisentauglicher sei und deshalb bessere Lösungen, die mit weniger Kollateralschäden verbunden gewesen seien, habe finden können.1 Deutschland müsse man hingegen ein „umfassendes Staatsversagen“ bescheinigen.

Dieses Versagen habe vorwiegend kulturelle Ursachen, welche die gesamte Gesellschaft beträfen. Während der Krise sei in Deutschland allgemein „keine differenzierte und rationale Auseinandersetzung“ mit Risiken möglich gewesen. Es sei deutlich geworden, das in Deutschland eine „Unkultur“ vorherrsche, in der viele Teilnehmer der öffentlichen Diskussion „sämtliche Maßnahmen der Regierung bedingungslos befürworteten“ und Kritiker grundsätzlich als „Spinner, Verschwörungstheoretiker und Fake-News-Fans“ abzutun versucht hätten...

Nur „mit einer entwickelten politischen Urteilskraft können Länder die großen Herausforderungen in Krisenzeiten bestehen“. Urteilskraft „setzt aber voraus, dass wir uns unsere Fähigkeit zur Kritik und zur eigenständigen Stellungnahme jenseits von Konformismus auch in Zeiten der Angst nicht nehmen lassen.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://renovatio.org/2021/06/julian-nida-ruemelin-deutschlands-politische-kultur-ist-nicht-krisentauglich/


45% fühlen sich genügend impf-informiert

37 Prozent der Deutschen fühlen sich durch die Politik nicht ausreichend über die möglichen Risiken einer Corona-Impfung informiert. Dagegen ist eine relative Mehrheit von 45 Prozent gegenteiliger Ansicht; 11 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Erfurter INSA-Meinungsforschungsinstituts, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.

Die Erhebung, für die 2.128 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 21. und dem 25. Mai befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf.

Während sich Wähler von Union, SPD und Grünen nur zu 29 bis 31 Prozent nicht ausreichend über eine Corona-Impfung informiert fühlen, steigt der Anteil bei FDP-Anhängern auf 40 Prozent und bei Wählern der Linken auf 44 Prozent.

Bei AfD-Anhängern überwiegt sogar der Anteil derer, die sich von der Politik nicht ausreichend über mögliche Impf-Risiken informiert fühlen (58 Prozent). Nur 30 Prozent sehen dies nicht so.  

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Sieben CDU-Parlamentarier klagen in Karlsruhe gegen den EU-Eigenmittelbeschluß


Vollständiger Wortlaut der Presse-Erklärung gegen eine „Schuldenunion“:

Der EU-Eigenmittelbeschluss ist aus unserer Sicht verfassungswidrig. Deshalb haben wir gemeinsam in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingereicht.

Wir sehen die durch das Grundgesetz garantierte Haushaltsautonomie des Bundestages in unzulässiger Weise eingeschränkt. Eine genaue Prüfung dieser Sachverhalte durch die Karlsruher Richterinnen und Richter ist daher unerlässlich. Diese Verfassungsbeschwerde ist auch eine große Herausforderung für das Bundesverfassungsgericht und eine lohnende Probe für seine Unabhängigkeit.

BILD: Zu den Unterzeichnern gehört auch die Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel

Der Deutsche Bundestag und der Deutsche Bundesrat haben am 25./26. März 2021 dem Eigenmittelbeschluss-Ratifizierungsgesetz (ERatG) – u.a. gegen die Stimmen der klagenden Abgeordneten – zugestimmt.

Am 26. März hat das Bundesverfassungsgericht in einem sogenannten Hängebeschluss verkündet, dass das Gesetz auf Erlass einer einstweiligen Anordnung vorerst nicht durch den Bundespräsidenten ausgefertigt werden darf. Dieser einzigartige Vorgang zeigt, dass wir uns mit diesem Gesetz in einem grundgesetzrelevanten Bereich befinden, mit einer schwerwiegenden Rückwirkung auf die Stabilität unseres Rechtsstaates.

Am 21. April 2021 hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschlussdatum vom 15. April 2021 einen Antrag auf einstweilige Verfügung abgelehnt.

Wir sehen uns daher  in der Pflicht, unsere Auffassung von den unverzichtbaren Rechten und Pflichten des Deutschen Bundestages durch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zu unterstreichen und zu bewahren. In der Klage wird gefordert, die Beschlüsse des Bundestages und des Bundesrates zum EU-Eigenmittelbeschluss-Ratifizierungsgesetz für unwirksam zu erklären. In der Konsequenz entfiele die deutsche Zustimmung zur Aufnahme von Kapitalmarktanleihen durch die EU und der EU-Eigenmittelbeschluss wäre nichtig.

Wir sind überzeugte Europäer und Unterstützer einer freien und demokratischen Europäischen Union. Wir haben in zahlreichen Verträgen die gemeinsame Verantwortung und die Pflichten der Mitgliedsstaaten festgelegt.

Dazu zählt insbesondere, dass Verträge und Versprechen zu halten sind. Laut EU-Vertrag ist es der Europäischen Union untersagt, an den Kapitalmärkten Schulden aufzunehmen und die Haftung von Schulden eines Mitgliedslandes einem anderen Mitgliedsland aufzubürden. Nach unserer Auffassung führt der EU-Eigenmittelbeschluss zum Wort- und Vertragsbruch und gefährdet letztlich das gemeinsame europäische Projekt.

Mit dem Gesetz soll der EU die Möglichkeit gegeben werden, den Wiederaufbaufonds “Next Generation EU” in einer Höhe von 750 Milliarden Euro einzurichten. Die EU wird damit ermächtigt, eigenständig Kapitalmarktanleihen zu erheben. Der Bundesrechnungshof hat dies kritisiert und das Gesetz für nicht zustimmungsfähig erklärt. Zahlreiche Finanzwissenschaftler warnen zudem vor den Haftungsrisiken für Deutschland. Einzelne Mitgliedsstaaten könnten sich künftig, ohne Angabe von Gründen, Geld aus diesem Fonds leihen – und, wiederum ohne Angabe von Gründen, die Rückzahlung verweigern. Die Schulden würden dann durch andere Mitgliedstaaten – vor allem Deutschland – getilgt.


Laut Bezeichnung ist es zwar ein Wiederaufbaufonds für Corona bedingte Folgen, die Gelder müssen aber nicht ausdrücklich dafür verwendet werden. Bereits jetzt haben einige Mitgliedsstaaten Planungen vorgelegt, um mit Milliardensummen aus dem Fonds ihre Haushalte zu sanieren oder anderweitige Projekte zu finanzieren. Der sogenannte Wiederaufbaufonds ist also offenbar ein Entschuldungsfonds. Ein solcher Fonds aber würde Geist und Inhalt der EU-Verträge verletzten.

Mit dem Gesetz würde der Weg zu einer Fiskalunion (tatsächlich: Schuldenunion) geebnet. Eine solche Schuldenunion widerspricht nicht nur den grundlegenden Bestimmungen der europäischen Verträge, sondern auch dem Grundgesetz. Das Haushaltsrecht des Deutschen Bundestages würde mit diesem Gesetz ausgehebelt und de facto von Deutschland an die EU abgegeben.

Dokumentiert wurde diese Haltung durch Außenstaatsminister Michael Roth (SPD), der in der Bundestagdebatte am 25. März betonte, beim Fonds und dessen Finanzierung handle es sich um einen “notwendigen und überfälligen Schritt in Richtung Fiskalunion”.

Insbesondere verstößt das Eigenmittelbeschluss-Ratifizierungsgesetz (ERatG) aus unserer Sicht gegen das Demokratieprinzip (“Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus”) und verletzt die grundrechtsgleichen Rechte der Bundestagsabgeordneten (“Sie sind Vertreter des ganzen Volkes”), festgehalten in den Artikeln 20 und 38 des Grundgesetzes. Aus diesen Artikeln ergibt sich das für ein Parlament grundlegende Haushaltsrecht des Deutschen Bundestages, dass durch dieses Gesetz eingeschränkt würde. Der damit einhergehende Verzicht auf haushaltswirtschaftliche Gestaltungsmacht ist mit dem Demokratieprinzip des Grundgesetzes unvereinbar.

Besonders schwer wiegt der Umstand, dass die Höhe des Risikos für Deutschland, im Falle der Nicht-Zahlungen der anderen Mitgliedsstaaten, nicht beeinflussbar ist – und Deutschland im Worst-Case-Szenario alles zahlen müsste. In diesem Fall ist der Deutsche Bundestag in seinem politischen Gestaltungsraum komplett eingeschränkt und hat keinen Einfluss auf die finanziellen Risiken – im klaren Widerspruch zum Grundgesetz.

Unterzeichnet von:
Dr. Michael von Abercron (MdB), CDU
Veronika Bellmann (MdB), CDU
Hans-Jürgen Irmer (MdB), CDU
Dr. Saskia Ludwig (MdB), CDU
Sylvia Pantel (MdB), CDU
Hans-Jürgen Thies (MdB), CDU
Dr. Dietlind Tiemann (MdB), CDU

Quelle: http://sylvia-pantel.de/schuldenunion-warum-meine-cdu-kollegen-und-ich-jetzt-klagen/


Münster: „Ärzte für das Leben“ stellen sich hinter ihren Vorsitzenden Prof. Dr. Paul Cullen

Der Vorstand des Vereins „Ärzte für das Leben“ weist die vom AStA der Universität Münster gestartete Kampagne gegen Herrn Professor Dr. Paul Cullen als inakzeptabel zurück.

Der Text, den der AStA (ohne Namensnennung, wer beim AStA schlußendlich für die Angriffe persönlich verantwortlich ist) als offizielles Statement des Studentenausschusses am 19. Januar 2021 veröffentlicht hat, weist alle Merkmale einer Hetzschrift auf.

Professor Dr. Cullen, 1. Vorsitzender unseres Vereins, wird gleichzeitig als „unwissenschaftlich“, Frauenfeind, Corona-Leugner und Judenhasser diffamiert. Die „Begründungen“ sind so verquer, dass man sich unwillkürlich fragt, ob sie wirklich ernst gemeint sein können, wenn z.B. eine kritische Haltung zu Abtreibungen, wie sie auch §§218 ff des Strafgesetzbuches benennen, als „antiemanzipatorisch“ diskreditiert wird.

Die Behauptungen greifen aber auch so durcheinander auf unterschiedlichen Ebenen an, dass eine Entgegnung gegen die einzelnen Angriffe und Verleumdungen möglicherweise bewußt erschwert werden sollen.

Naturwissenschaftlich und juristisch ist der Beginn menschlichen Lebens klar formuliert. Mit seinem Vorsitzenden Cullen steht unser Verein zu diesen Grundlagen des Lebensschutzes, die den Beginn des Lebens, wie auch im Fachgebiet der Embryologie, ab der Konzeption zu sehen.

Wir sehen bei der Thematik der Abtreibungen natürlich die Position der betroffenen Mutter, auch die mögliche Notlage und das körperliche und seelische Leid der betroffenen Schwangeren, vor allem auch langfristig mit den Folgen der Schwangerschaft, der Geburt oder des Abbruchs der Schwangerschaft.

Wir sehen aber auch mit dem Bundesverfassungsgericht auch die Frage der Gesundheit und des Lebensschutzes des noch nicht geborenen Kindes. Mit der pauschalen Kritik des AStA an den Grundlagen des Lebensschutzes von Mutter und Kind wäre übrigens auch gleich der Eid des Hippokrates undenkbar und unsagbar.

Eine weitere Vorwurfsebene ist Prof. Cullens abwägende und differenzierte Einstellung zu Impfungen gegen SARS-CoV 2 – wegen derer er als „Verschwörungstheoretiker“ diskreditiert wird. Bei allen medizinischen Eingriffen in den menschlichen Körper müssen selbstverständlich Risiken und Nebenwirkungen gründlich bedacht und beachtet werden. Es ist geradezu die selbstverständliche ärztliche Pflicht, damit verbundene Abwägungen zur Sprache zu bringen.

Dass er sich mit kritischen Anfragen zu der Entwicklung und Zulassung, Risiken und Nebenwirkungen der Impfungen befasst, geschieht im Übrigen auch im Einklang mit nicht wenigen Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen. Zudem betrifft diese Fragestellung weder Inhalt seiner Vorlesungen noch seiner Tätigkeit für „Ärzte für das Leben“; er äußerte sich in diesen Fragen aber als ausgewiesener ärztlicher Fachmann.

Auf das Schärfste widersprechen wir auch den sehr persönlichen Angriffen. Dass seine christliche Einstellung als „fundamentalistisch“ respektlos abgetan wird, verletzt sein Persönlichkeitsrecht. Die Beschimpfung, Cullen sei Antisemit, ist eine pure Verleumdung und entbehrt komplett jeglicher Grundlage.

Letztendlich soll Prof. Cullen als Lehrender diskreditiert und sein Lehrauftrag an der Universität Münster untergraben werden. So schreibt der AStA wörtlich: „…fordern wir, Herrn Prof. Paul Cullen die Professur zu entziehen“ und „… (Prof Cullen) soll und darf keinen Platz an der Universität und insbesondere nicht in der Lehre haben“.

Niemand fordert von den Studierenden, dass sie sämtliche Ansichten eines Professors für gut halten und für sich übernehmen sollen. Aber die Ausschaltung eines Diskurs, die Zensur unterschiedlicher Meinungen, Ansichten und wissenschaftlichen Konzepte ist inakzeptabel.

Mit den Angriffen auf Prof. Cullen, den Einschüchterungsversuchen auf jeden, der solche Auffassungen vertritt, und der Zielsetzungen, ihn und andere mundtot zu machen, wird man dem Grundgedanken einer Universität als freie Bildungseinrichtung keinesfalls gerecht werden.

Eine weitere der vielen falschen Behauptungen des AStA ist auch, dass Prof. Cullen den Dialog darüber vermeiden würde. Richtig ist dagegen, dass Prof. Cullen sowohl die Aspekte des Lebensschutzes wie auch seine persönliche Meinungen nicht zum Gegenstand seiner Vorlesungen gemacht hat – aber dort immer für Diskussionen und persönlichen Dialog zur Verfügung stand. In den Vorträgen, bei denen er in seiner Funktion als Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ unterwegs war, wurden immer Dialog und ein offener Diskurs angeboten.

Dagegen hat der AStA eine Einladung zum direkten Gespräch unbeantwortet gelassen.

Quelle: https://aerzte-fuer-das-leben.de/presse/pm-15-02-21-vorstand-aerzte-fuer-das-leben-weist-verleumdungskampagne-gegen-vorsitzenden-cullen-zurueck/


Mediziner und Apotheker warnen vor ungeklärten Impfstoff-Nebenwirkungen

In Deutschland hat ein Verbund von 215 Ärzten, Apothekern und Experten ihre Standesvertretungen dazu aufgerufen, wissenschaftlich belegte Warnungen vor Risiken der Corona-Impfungen zu berücksichtigen.

Sie kritisieren, dass Regierung und Medien die experimentellen Impfstoffe als „Heilsbringer“ darstellen, obwohl unkalkulierbare Langzeitschäden möglich sind. Sie sollen deshalb die Impfkampagne der Regierung nicht mehr unterstützen, heißt es dort.

Der Impfbrief sei verfasst worden, weil man befürchte, Staat, Gesundheitsministerium und Standesvertretungen blenden fundierte Warnungen vor Risiken der Impfstoffe aus.

Was u.a. bisher fehlt, sind Untersuchungen über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bzw. über die Auswirkungen auf die Fertilität (Fruchbarkeit). Trotzdem wird zügig geimpft. Diese Menschen nehmen de facto an einer groß angelegten Studie zur Erprobung eines experimentellen Impfstoffes teil.

Laut EU-Recht sind Bürger über die nur bedingte Zulassung der Impfstoffe und die Gründe dafür umfassend zu informieren, damit sie eigenständig über ein „Ja oder Nein“ entscheiden können. In Regierungskampagnen hört man davon nichts.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.wochenblick.at/aerzte-und-apotheker-protestieren-keine-info-ueber-risiken-fuer-corona-impflinge/

Weitere Infos hier: https://www.heidelberg24.de/region/corona-impfstoff-biontech-impfung-nebenwirkung-allergie-reaktion-deutschland-mainz-schock-90128453.html


Umverteilungskarussel: Merkels EU-Projekt hat rechtswidrige Schulden-Union vollendet

Zum 1,8-Billionen-Euro-Beschluss des Brüsseler EU-Gipfels erklärt Dr. Alice Weidel (siehe Foto), stellv. Bundessprecherin der AfD:

‚Historisch‘ ist an diesem Gipfel nur eines: Noch nie hat eine Regierungschefin so lange und hartnäckig darum gekämpft, die Steuergelder ihrer Bürger im ganz großen Stil an andere verschenken zu dürfen, wie Angela Merkel an Brüssel.

Deutschlands Platz als größter Nettozahler wäre an der Seite der ‚Sparsamen‘ gewesen. Merkels Projekt für die Ratspräsidentschaft ist dagegen die Vollendung der Schulden- und Transferunion.

Die Corona-Krise muss als Vorwand herhalten, um ein gigantisches Umverteilungskarussell in Gang zu setzen.

Obwohl die Deutschen im EU-Vergleich bereits die höchsten Steuern zahlen, beim Rentenniveau und dem Durchschnittsvermögen der Privathaushalte dagegen weit hinter den Empfängerländern zurückliegen, werden sie in dreistelliger Milliardenhöhe zur Kasse gebeten.

Statt um ökonomische Vernunft geht es dabei um politisch-ideologische Steuerung: Das zeigt sich nicht zuletzt an der Verknüpfung der Auszahlung mit vage formulierten Kriterien wie ‚Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit‘.

Dass statt 500 Milliarden Euro nur 390 Milliarden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gezahlt werden sollen, ändert nichts am Tabubruch:

Der ‚Wiederaufbaufonds‘ ist der finale Sündenfall. Die EU nimmt Schulden auf, obwohl ihr keine eigene Staatlichkeit und Finanzhoheit zusteht, Deutschland haftet dafür, und das Geld wird an den Parlamenten und ihrem Haushaltsrecht vorbei verteilt. Das ist glatter Rechts- und Verfassungsbruch.

Es war unrealistisch zu erwarten, dass die ‚Sparsamen Fünf‘ die deutschen Steuerzahler vor dem Super-GAU retten, wenn die eigene Regierung Deutschland zur Ausplünderung freigibt. Die Niederlande, Österreich, Dänemark, Schweden und Finnland haben angesichts der Zumutung des Merkel-Macron-Plans ihre Interessen so gut es ging gewahrt und den Schaden für ihre Länder begrenzt.

Die Beitragsrabatte, mit denen die Zustimmung der Skeptiker erkauft wurde, wälzen die finanziellen Risiken letzten Endes auf Deutschland ab, dessen Regierung als Erfüllungsgehilfe Frankreichs dieses Wahnsinnsprojekt auch noch vorangetrieben hat.

Merkel betreibt einmal mehr Europapolitik gegen die Interessen der deutschen Bürger und Steuerzahler, um sich als ‚große Europäerin‘ feiern zu lassen. Tatsächlich hat sie die Lunte an die Sprengladung gelegt, die die EU zerreißen wird.

Kein Mitgliedstaat wird auf Dauer dazu bereit sein, die Schulden der anderen zu bezahlen.“


Babys sollten bis zu 2 Jahren gestillt werden

Vom 1. bis zum 7. Oktober findet die Weltstillwoche 2018 statt. Seit 1991 wird sie jährlich in über 120 Ländern begangen. Ihr Motto lautet in diesem Jahr „Stillen – Basis für das Leben“.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) setzt sich dafür ein, dass jedes Kind in Deutschland seinem Bedarf entsprechend gestillt wird. Stillen ist wichtig für die Gesundheit von Kindern und für die Bindung von Mutter und Kind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt deshalb sechs Monate lang ausschließlich und insgesamt bis zu zwei Jahre zu stillen. In Deutschland ist die Stilldauer jedoch deutlich niedriger als empfohlen.

Wird ein Säugling in den ersten sechs Monaten seines Lebens ausschließlich gestillt, profitiert er gleich in mehrfacher Hinsicht davon. Die Nährstoffe in der Muttermilch tragen zum Wachstum bei, sie beugen Unterernährung vor, fördern die Gehirnentwicklung und verringern das Risiko, zu einem späteren Zeitpunkt übergewichtig zu werden. Das berichtet die WHO.

Zugleich wird dem Kind durch die Muttermilch eine Art erste Impfung verabreicht, indem sie es mit wichtigen Antikörpern versorgt und das Immunsystem stärkt.

Nur wenn Stillen nicht möglich ist, sollten entsprechende Alternativen zur Muttermilch genutzt werden. Denn Muttermilch ist und bleibt die beste Wahl, sie gewährleistet die beste Ernährung für das Kind.

Stillen kann sogar überlebenswichtig sein, erklärt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF in einem Bericht. Weltweit sind rund 78 Millionen Babys lebensbedrohlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, da sie nach der Geburt nicht direkt gestillt werden. Betroffen seien drei von fünf Neugeborenen, die meisten von ihnen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen.

Weitere Infos zur Weltstillwoche 2018 finden Sie hier: https://www.hebammenverband.de/aktuell/aktionen/weltstillwoche/2018/

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes vom 26.9.2018


Unionsfraktion lehnt Leihmutterschaft ab

Der vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eingesetzte Arbeitskreis Abstammungsrecht hat am heutigen Dienstag seinen Abschlussbericht vorgelegt. Dazu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Wir werden die Vorschläge des Arbeitskreises Abstammungsrecht intensiv prüfen. Die zunehmenden Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin ebenso wie Veränderungen in der Gesellschaft machen ein Nachdenken über die rechtlichen Rahmenbedingungen im Abstammungsrecht nötig.

Bei allen Reformüberlegungen ist für uns das christliche Menschenbild der entscheidende Maßstab. Daraus folgt, dass vor allem Menschenwürde und Wohl der betroffenen Kinder in den Mittelpunkt gestellt werden müssen.

Wir begrüßen den Vorschlag, das Recht eines Kindes auf Kenntnis der eigenen Herkunft zu stärken. Es ist für ein Kind von elementarer Bedeutung, seine genetischen Eltern zu kennen. Dementsprechend haben wir im Bundestag schon im vergangenen Mai ein Gesetz beschlossen, mit dem der Auskunftsanspruch für Kinder, die im Wege einer Samenspende gezeugt wurden, durch den Aufbau eines Samenspenderregisters abgesichert wird. Wenn entsprechende Auskunftsmöglichkeiten ausgeweitet werden können, sind wir dafür offen.

„Leihmutterschaft birgt Risiken für Frau und Kind“

Leihmutterschaft muss verboten bleiben. Eine Leihmutterschaft birgt erhebliche Risiken und Gefahren für das Kind, aber auch für die Frauen und verstößt gegen fundamentale Wertentscheidungen unserer Rechtsordnung.

Schon durch die Schwangerschaft entsteht eine enge körperliche und psychosoziale Verbindung zwischen Mutter und Kind. Streitigkeiten im Ausland zwischen Wunscheltern und Leihmüttern über die Abtreibung oder Herausgabe bestellter Kinder verdeutlichen die ethische und rechtliche Problematik. Im Abstammungsrecht muss auch deswegen daran festgehalten werden, dass die Mutter nur diejenige Frau ist, die das Kind geboren hat. Unverrückbar ist für uns auch, dass ein Kind nicht mehr als zwei rechtliche Elternteile hat.

Bei der vom Arbeitskreis sogenannten „Mit-Mutterschaft“ sind wir sehr zurückhaltend. Die Wertungen des Adoptionsrechts stellen sicher, dass das Kindeswohl im Mittelpunkt steht.

Grotesk ist der Vorschlag, den Begriff „Abstammung“ durch „rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung“ zu ersetzen. Gerade im Familienrecht darf Rechtssprache nicht technokratisch sein, sondern muss so nah wie möglich an der Alltagssprache der Menschen und den natürlichen Gegebenheiten sein.“


Wie sicher sind Nahrungsergänzungen, Schlankmacher, Detoxmittel und RU-486?

Von Dr. med. Edith Breburda

Man findet sie überall: Schlankmacher, Energiebooster, Vitaminpräparate, Verjüngungskuren, ohne sie fehlt uns etwas. Doch wie sicher sind Sie? Haben sie Risiken? Sie kommen bisweilen aus China oder Brasilien.; sie haben den Touch des Exotischen. So können wir nicht widerstehen und nehmen Sie bedenkenlos ein. Dr. Breburda

Der Internist Peter Cohen war ihnen auf der Spur; ihm ging es um die Verbraucher, die Diätmittel zu sich nehmen. In einem aufsehenerregenden Artikel an Drug Testing and Analysis berichteten Cohen und zwei seiner Mitarbeiter über 12 angebliche Schlankmacher, die eine Substanz enthielten, die chemisch mit Methamphetamin gleichzusetzten war. Die Wissenschaftler bezeichneten sie als DMBA. Diese Bestandteile wurden bisher nur in zwei Tierversuchen auf ihre Sicherheit getestet  – und das war 1940.

Der Artikel wurde einen Monat später  –  im Oktober 2014  –  gedruckt. Im April 2015 gab die Amerikanische Food und Drug Administration (FDA), die unserer Lebensmittelbehörde entspricht, eine Warnung an 14 Firmen heraus, die Produkte mit DMBA verkaufen. Die FDA sprach von einer Verfälschung der Nahrungsmittelzusatzstoffe und von illegalen Drogen.

Seit 2005 beobachtete Doktor Cohen, wie krank seine Patienten durch brasilianische Schlankmacher wurden, die Antidepressiva und Schilddrüsenhormone beinhalteten. Cohen wurde so etwas wie ein Indiana Jones und Sherlock Holmes in einem, der die Welt der Spurenelemente durchforstet.

Chemiker aus den Vereinigten Staaten, Brasilien und Europa halfen ihm, illegale Drogen in Nahrungsmittel-GC vernichten wir unsZusatzstoffen ausfindig zu machen. Sobald er sie gefunden hatte, ging er an die Öffentlichkeit. Cohens Vorgehensweise ist eher unkonventionell. Es versucht in kurzer Zeit, viele Publikationen in trivialen Zeitschriften herauszubringen und hofft, damit neue Regulationen anzustoßen.

BILD: Sachkundiges Buch von Dr. Breburda „Globale Chemisierung: Vernichten wir uns selbst?“

Seiner kleinen Schar von Journalisten kann er vertrauen. Die Artikel werden von der breiten Öffentlichkeit gelesen. Cohen wird von keinem finanziert. „Dadurch bin ich frei, zu schreiben, was ich will“, sagt er. Bisher haben er und seine Mitarbeiter drei verborgene Aufputschmittel in Nahrungsmittel-Ergänzungen ausfindig gemacht.

Paul Offit, Direktor des Vaccine Education Centers am Kinderkrankenhaus in Philadelphia, der selber ein Buch über Alternativmedizin: Do You Believe in Magic? geschrieben hat, sagt: „Es gibt keine Kontrolleure. Eigentlich untersucht eine Privatperson, ob das, was auf der Flasche steht, auch wirklich drin ist.

Die Untersuchungen haben zum Glück Auswirkungen. Die FDA zitiert den Arzt. Sie verfolgt seine Veröffentlichungen und gibt Warnungen heraus. Firmen, die Nahrungsmittelergänzungen herstellen, wurden auf Dr. Cohen aufmerksam. Eine verklagte ihn sogar auf 200 Millionen US-Dollar Schadenersatz. „Alles was ich schreibe, wird genau geprüft. Das erzeugt unheimlichen Druck. Ich möchte, dass unsere Wissenschaft kugelsicher wird“, erklärt der Internist.

1994 wurde das amerikanische Nahrungsmittelergänzungsgesetz (Dietary Supplement and Health Education Act) eingeführt. Bei uns in Europa haben wir Vorschriften, dass Nahrungsmittelergänzungen sicher und sachgerecht gekennzeichnet sein müssen.

In der EU werden Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und Mineralstoffe wie Lebensmittel behandelt. Wir haben Kennzeichnungsvorschriften, welche auch die Höchst- oder Mindestmenge für Vitamine und Mineralstoffe festlegt. Man verhindert damit die Einnahme einer zu hohen Menge von Vitaminen oder Mineralstoffen, die der Gesundheit schaden könnten.

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

In den USA kam die Einführung des Nahrungsmittelergänzungsgesetzes von 1994 noch lange bevor das Geschäft mit Vitaminen und Mineralstoffen boomte. Die US-Regulationen konzentrierten sich damals auf Vitamin C, Eisen und Kalzium. Es wurde festgelegt, wofür die Nahrungsmittelergänzung bestimmt war. Schlankmacher enthielten zum Beispiel pflanzliche Substanzen. Deklarationen wie „Prostataverkleinerung“ oder „Immunsystemfördernd“ unterlagen einzig und allein den Herstellern.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde hatte keinen Einfluss auf die Zusatzstoffe und konnte sie deshalb nicht kontrollieren, so wie das bei Medikamenten üblich ist. Die Gesundheitsbehörde kann höchstens eingreifen, falls sich das Mittel als gesundheitsschädlich erweist.

Damals, 1994, berichtete die „New York Times“ über eine skrupellose Industrie, die nur darauf aus war, Profit mit zweifelhaften Versprechungen ihrer Produkte zu machen. Seit 1994 ist der Verkauf von Supplementen von 4000 auf 75.000 angestiegen. Allein 2014 handelte es sich in den USA um ein 36 Milliarden Dollar-Geschäft.

Zusatzstoffe wie die chinesische Pflanze Ma Huang oder Ephedra, welche versprach, eine ähnliche Wirkung wie ein Rauschmittel zu haben, wurden erst aus dem Verkehr gezogen, nachdem 15 Leute starben. Nun warnte die FDA vor Nieren-, Leber- und andern Gesundheitsschäden, die in Verbindung mit der Einnahme von Ephedra standen. Erst 2004 wurde Ephedra verboten.

Dr. Cohen fühlt sich bestätigt, den Gesundheitsrisiken von Nahrungsmittelergänzungen nachzugehen. Als junger Arzt hatte er Patienten, die aus Brasilien kamen. Viele von ihnen hatten mysteriöse Symptome. Eine Frau litt unter Herzrasen, sie schwitzte und sie hatte wahnsinnige Angst, fühlte sich aber auch sehr müde. Ein anderer Patient kam mit Nierenversagen  – und ein junger Mann verlor seine Stelle, nachdem Drogen in seinem Urin festgestellt wurden.

Alle seiner Patienten nahmen Schlankheitspillen ein, die aus Brasilien stammten. Dr. Cohen lies die Pillen untersuchen. Er war über das Resultat schockiert: Das Labor fand Schilddrüsenhormone, Amphetamine, Schlafmittel, Antidepressiva und Diuretika. Die Symptome der Patienten ließen sich nun leicht erklären. 0022

Cohen und seine Mitarbeiter fanden eine brasilianische Zeitung, die auf der ersten Seite über die Nebenwirkungen des Mittels berichtete. Einige Jahre später wurde der Zusatzstoff vom Markt genommen. Cohen weiß nicht, ob das etwas mit seiner Untersuchung zu tun hat. Aber dann bekam er einen Anruf von einem FDA Mitarbeiter. Er sagte ihm: “Das, was Sie in den brasilianischen Pillen gefunden haben, ist auch in amerikanischen Schlankheitsmitteln enthalten  –  und das ist ein größeres Problem.“

„Seit Jahren haben wir Angst, solche Zusatzstoffe in unseren Diäten zu finden“, erklärt Amy Eichner von der Amerikanischen Anti-Doping- Gesellschaft: „2003 und 2008 mussten wir zwei Eliteschwimmer von den Olympischen Spielen suspendieren. Unsere Ergebnisse zeigten, sie waren gedopt, obwohl sie nur Nahrungsmittelsupplemete zu sich genommen hatten.“

Patricia Deuster von der Universität Bethesda in Maryland, USA, nimmt an, dass schätzungsweise 15 – 20 % der Soldaten Supplemente schlucken, die ihnen versprechen: schlank zu werden, einen athletischen Körper zu bekommen oder die ihrem Sexualvergnügen dienen sollen. 107 von 169 derartigen Produkten enthalten von der FDA verbotene Substanzen. Dr. Cohen und seine Kollegen geben die Suche nach verbotenen Stoffen in Supplementen nicht auf.

Im Labor stapeln sich „Medikamente“ von seinen Patienten, die er untersuchen soll: „Ich glaube, in 50 Jahren blicken wir zurück und fragen uns, wieso wir so leichtsinnig Nahrungsergänzungsmittel eingenommen haben, die eigentlich Drogen enthalten. Zumindest sollten Leute wissen, was sie schlucken“[1].

Unser Körper wird schon genug mit Plastik, Herbiziden, Pestiziden und Antibiotika im Gemüse und Fleisch belastet. Fündige Geschäftsleute sind der Meinung, man müsste den Körper entgiften.

Ein Verkaufsschlager ist Zeolith, ein Vulkanmineral, dem zahlreiche Wirkungen zugesprochen werden. Es soll Schwermetalle und Stoffwechselgifte binden, das Immunsystem unterstützen und freie Radikale neutralisieren. Eine regelmäßige Entgiftung des Körpers hilft, gesund zu bleiben. Sie vermindert Herz-Kreislaufbeschwerden, einen Burn-Out und beugt Diabetes und Krebs vor.

Bei Zeolithen handelt es ich um eine Stoffgruppe, die bei der Wasserenthärtung in Waschmitteln eine Rolle spielt. So ist es denkbar, dass Zeolithe Giftstoffe aus der Nahrung binden. Sie aus dem Körper heraustransportieren können sie jedoch nicht. Somit haben Versprechungen über Zeolith-Darmspühlungen, Laxantien, Diuretika, Vitamin-Kuren oder sogar Detox-Kosmetika wie Schampoos, Duschgels oder Pflaster, welche die Hersteller machen, keine Bedeutung.

Studienergebnisse zu ihrer Wirksamkeit gibt es kaum bzw. sind wegen fehlender Kontrollstudien nicht aussagekräftig. Das, was man fand, ist, dass ein 19-jähriger Mann ein Serotonin-Syndrom auf die Einnahme von Zeolith entwickelte. Ein 50-jähriger Mann aus Spanien erlitt eine Mangan-Vergiftung. Der Grund lag darin, dass der Hersteller aus Versehen Mangansulfat-Hydrat statt Magnesiumsulfat-Hydrat verkauft hatte.

Prof. Stephan Bischoff, Ernährungsmediziner der Universität in Hohenheim, spricht von Gesundheitstipps, welche die Detoxverkäufer mitliefern. Man solle auf Kaffee, Alkohol und Nikotin verzichten, eine ballaststoffreiche Ernährung einnehmen und vor allem Obst und Gemüse sowie viel Flüssigkeit aufnehmen.

„Die Detox-Tipps sind, einzeln für sich genommen, per se nicht schlecht, aber tatsächlich werden hier Halbwahrheiten zusammengerührt und mit haarsträubenden Begründungen zu einem Konzept erhoben, das keiner wissenschaftliche Überprüfung standhalten würde. Gefährlich sind kurzfristige Detox-Auszeiten zwar in der Regel nicht. Aber alles ,was länger als ein bis zwei Wochen dauert, könnte den Menschen in eine Nährstoffunterversorgung katapultieren“, erklärt Prof. Bischoff.

Prof. Dr. Simon Brooks, Humanphysiologe an der australischen Flinders-Universität, weist darauf hin, dass unsere Nieren, unsere Leber und unser Gastrointestinaltrakt innerhalb von Stunden Toxine neutralisieren. Hinweise, dass sie sich im Laufe der Zeit irgendwo im Körper ansammeln, gibt es nicht. Detox ist so gesehen Unsinn. Wir sollten lieber auf Junk-Food verzichten und uns gesund ernähren[2]. imagesCAHIF86C

Ganz anders verhält es sich mit einer Entscheidung der Kanadischen Arzneimittelbehörde, die RU-486 unter dem Namen Mifegymiso freigeben will. Wir wissen, dass diese Abtreibungspille nicht allein ungeborene Kinder tötet, sondern auch den Tod vieler Mütter verursachte. Schon am 4. September 2001, als Mifegymiso in der Versuchsphase war, wurde über Todesfälle berichtet.

Deshalb sollten Frauen auf dem Beipackzettel gewarnt werden, dass die Einnahme der Pille nur dann vollzogen werden soll, wenn die Frau einen schnellen Zugang zu einer nahegelgenen Klinik hat. Informationen, dass der Tod durch das Mittel erfolgen kann, findet man häufig auf Beipackzetteln in Kanada. Allerdings fehlt auf der Arzneimittelbeschreibung, welche Krankheit oder Infektion das Medikament lindern soll. Es wird u.a. appliziert, um ein Kind bis zur siebten Schwangerschaftswoche umzubringen.

Mit anderen Worten: Kanada hat ein Medikament zugelassen, das eine perfekt gesunde Frau einnehmen soll, um den natürlichen Prozess der Schwangerschaft zu unterbinden und die Frau noch zusätzlich in die Gefahr bringt, selber ihr Leben zu riskieren.

„Warum sollten wir etwas zu uns nehmen und uns unnützen Nebeneffekten aussetzen, wenn es gar nicht notwendig ist, dies zu tun? Wenn etwas nicht kaputt ist, muss es doch eigentlich gar nicht gerichtet werden“, sagt Christina Alaimo, Doktorandin im Fach Gesundheitsethik.

Eine Abtreibungspille zu nehmen ist keine einfache Prozedur. Es ist ein blutiges Unterfangen, oft begleitet mit Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.

Ein Ungeborenes in der siebten Woche hat bereits ein schlagendes Herz. Es hat Finger, Arme und Beine. Viele Frauen sind in den USA zusammen mit ihren Kindern gestorben. Deshalb will man die Pille nur über den Arzt verabreichen. Dagegen sind jedoch Abtreibungsbefürworter. Die Pille soll ohne Rezept erhältlich sein (siehe hierzu auch: Reproduktive Freiheit, free for what?). Die Frauen könnten es sich angeblich gar nicht leisten, zweimal den Arzt aufzusuchen.

Und außerdem wird das Mittel bis zur 11. Schwangerschaftswoche zugelassen. Die Pro-Abtreibungsliga ist froh, dass das Mittel endlich auf dem Markt ist. Die Medien in Kanada kümmern sich nicht um die „Nebenwirkungen“. Sie sind überzeugt, dass es den Frauen in Kanada gut tun wird, endlich Zugang zu diesem Mittel zu haben[3].

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Buch-Neuerscheinung vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und verständlich geschriebene Buch  “Reproduktive Freiheit” kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)