Oberster kath. Laienvertreter Bayerns will Tebartz-v. Elst bei Günter Jauch verteidigen

Dr. Albert Schmid spricht am Sonntag in der ARD

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr. Albert Schmid (siehe Foto), wird am kommenden Sonntag, den 20. Oktober, ab 21,45 Uhr bei Günther Jauch in der ARD über Bischof Tebartz-van Elst sprechen. Schmid_Wuerzburg_2013_2

Wie das Regensburger „Wochenblatt“ berichtete, hat Bischof Tebartz-van Elst den Laienvertreter Schmid um Rat gefragt. (…) Vieles von dem, was Schmid als Verteidigung des Bischofs in den Raum gestellt hatte, bestätigt sich nun:

Beispielsweise, dass die Protokolle der Sitzungen des Vermögensverwaltungsrates bestätigen, dass die Steigerungen der Baukosten für den Limburger Bischofssitz bekannt waren. (…)

Schmid sagte, Tebartz-van Elst leide sehr unter der Situation: „Die Unterredung von Erzbischof Zollitsch mit dem Papst war ja sehr kurz“, so Schmid.

Er rechne damit, dass der Papst die Sache nicht selbst entscheiden, sondern den Weg der Instanzen einhalten wolle. „Zuständig ist die Bischofs- und die Glaubenskongregation“, erläuterte der Laienvertreter und frühere Fraktionsvorsitzende der SPD im bayerischen Landtag.

Quelle und vollständiger Bericht von Christian Eck hier: http://mobil.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/art1172,205909

Sachlich-differenzierter Beitrag zum Limburger Diözesanzentrum im Kunstmagazin ART: http://www.art-magazin.de/architektur/66468/bischofsresidenz_limburg

 Foto: http://www.landeskomitee.de/index.php/landeskomitee/geschaeftsleitung.html


Causa Limburg: Skandalöser Umgang von „Amtsbrüdern“ mit Bischof Tebartz-van Elst

Wurde ihm sogar der Selbstmord nahegelegt?

Unter dem Titel „Bischof Tebartz-van Elst suchte im Landkreis Regensburg Unterschlupf“ veröffentlichte das „Wochenblatt“ am heutigen Mittwoch, den 16. Oktober, online einen Bericht von Christian Eckl über den Limburger Oberhirten, der vorige Woche bei Dr. Albert Schmid  – dem Vorsitzenden des Zentralkomitees der bayerischen Katholiken  –  zu Gast gewesen sei.  Schmid_Wuerzburg_2013_2

Die Zeitung schreibt einleitend über den hohen Besucher aus Limburg: „Dabei soll er sogar geschildert haben, wie ihm ein Bischofs-Kollege den Rücktritt oder Selbstmord nahelegte.“

Albert Schmid (siehe Foto) war Fraktionsvorsitzender der bayerischen SPD und Präsident des Bundesamtes für Migration. Der Bischof habe versucht, Kraft zu schöpfen, berichtete der oberste bayerische Laienvertreter der Katholiken dem „Wochenblatt“. 

Vor zwei Tagen haben wir im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, daß Dr. Schmid die Anti-Tebartz-Medienkampagne deutlich kritisierte (siehe hier).

Die Zeitung schreibt weiter:

„Das, was Tebartz-van Elst Schmid nach seiner Aussage vergangene Woche schilderte, wirft ein fahles Licht auf das kollegiale Miteinander katholischer Bischöfe in Deutschland: „Man hat ihm nahe gelegt, entweder er tritt zurück, oder …“, so Schmid. Auf die Frage hin, ob man damit Selbstmord als Option angedeutet habe, sagt Schmid: „Ja, das war gemeint.“e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Schmid erinnerte an die kürzliche Äußerung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof em. Robert Zollitsch, der seine Reaktion erläutert hatte, wenn er in der Situation des Limburger Amtskollegen wäre: „Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich damit weiterleben könnte.“

Zollitsch habe damit eine, „fragwürdige, ja eine unsägliche Äußerung“ getätigt.

Genau diese Bemerkung haben wir vorige Woche in einem Artikel ebenfalls scharf kritisiert.

Die Regionalzeitung berichtet außerdem:

„Der Grund für die Kostenexplosion sei „begründet damit, dass man im Untergrund einen Fels gefunden hat, der die Baumaßnahmen eklatant ansteigen ließ“: Auch den Vermögensverwaltungsrat, den Tebartz-van Elst selbst eingesetzt hatte, kritisiert Schmid scharf: „Der hat bis zum 28. August dieses Jahres alles mitgetragen. Es gibt Protokolle, die das belegen – zunächst sind die Kosten auf 17, dann auf 29,5 Millionen Euro gestiegen. All dies hat man abgenickt und will plötzlich nichts mehr davon wissen.“

Gegenüber dem „Bayerischen Rundfunk“ (BR) erklärte Dr. Schmid am heutigen Mittwoch: „Es ist für Tebartz-van Elst eine furchbar belastende Situation.“

Er fügte hinzu, daß er es sich von niemandem verbiete lasse, Menschen in Bedrängnis ein Gespräch anzubieten. 

Zudem sagte Schmid dem BR, er stehe weiterhin zu seiner Position, daß die Vorwürfe gegen den Bischof sachlich aufgeklärt werden sollen. Dies dürfe aber nicht in „einem Stil von Verbalinjurien“ geschehen, wie es derzeit „aus der Mitte der Kirche von Limburg“ geschehe.

HIER gehts zum Bericht des „Wochenblatts“: http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Bischof-Tebartz-van-Elst-suchte-im-Landkreis-Regensburg-Unterschlupf;art1172,205470

DIESER ARTIKEL wurde auch hier veröffentlicht: http://www.kathnews.de/causa-limburg-skandaloeser-umgang-von-amtsbruedern-mit-bischof-tebartz-van-elst

Außerdem hier: http://journalistenwatch.com/cms/2013/10/17/soll-der-limburger-bischof-in-den-selbstmord-getrieben-werden/

1. Foto: http://www.landeskomitee.de/index.php/landeskomitee/geschaeftsleitung.html
2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Priester-Kritik am Freiburger Aufruf „Wiederverheiratet Geschiedene in unserer Kirche“

Erklärung des Netzwerks katholischer Priester zum Aufruf von Priestern und Diakonen der Erzdiözese Freiburg 

Das Netzwerk katholischer Priester weist die Forderung des o.a. Aufrufs, „wiederverheiratete Geschiedene“ zur Heiligen Kommunion zuzulassen, entschieden zurück.

Diese Praxis verstößt nicht nur gegen das geltende kirchliche Recht, wie es von den Verfassern des Aufrufs auch offen zugegeben wird. Ein derartiges Vorgehen  verdunkelt auch das Eintreten der Kirche für die sakramentale und  unauflösliche Ehe, es trägt Verwirrung und Spaltung in die Pfarreien und ist ein schwerwiegender Angriff gegen jene Ehegatten, die sich nach einer schmerzlichen Trennungserfahrung um ein Leben nach den Weisungen der Kirche bemühen.

Die perfide Behauptung, dass eine solche widerrechtliche Praxis der Zulassung zu den Sakramenten ein Gebot der Barmherzigkeit sei, weisen wir entschieden zurück – wie auch die anmaßende Feststellung, dass das Heil der Seelen (salus animarum) von „wiederverheirateten Geschiedenen“ in Gefahr sei, wenn sie nicht zur Kommunion gehen dürften. Das Gegenteil ist der Fall.

Bereits im Februar dieses Jahres hat das Netzwerk katholischer Priester die zuständigen Bischöfe in einer Erklärung gebeten, angesichts diverser Aufrufe zum Ungehorsam von Priestern und angesichts missbräuchlicher Praktiken im Zusammenhang mit der Sakramentenspendung nicht untätig zu bleiben.

Wir erhofften uns von Seiten der Oberhirten ein klares Bekenntnis zur Lehre und Disziplin der Kirche und zum Papst. Gleichzeitig baten wir, die Urheber solcher „Aufrufe zum Ungehorsam“ zur Rechenschaft zu ziehen bzw. zum Widerruf aufzufordern, damit die lokalen Initiativen nicht auf andere Länder übergreifen.

Wörtlich schrieben wir: „Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich die Bischöfe scheuen, ein klares Wort zu sprechen und lieber zusehen, wie der Papst als Hirte der Gesamtkirche in seiner Autorität untergraben wird.“ (Aufruf vom Februar 2012)

Außer Betroffenheitsbekundungen ist bisher wenig bis nichts geschehen. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich die verschiedenen Initiativen ungehorsamer Priester zu einem Flächenbrand entwickelten, dessen Auswirkungen noch nicht abzuschätzen sind.

Angesichts der konkreten Vorgänge im Erzbistum Freiburg muss die Frage erlaubt sein, welche Rolle der zuständige Erzbischof von Freiburg, Dr. Robert Zollitsch, spielt, der gleichzeitig Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist.

In zahlreichen Interviews hat er dargelegt, dass der Kommunionempfang von sogenannten „wiederverheiratet Geschiedenen“ seiner Meinung nach „eine Frage der Barmherzigkeit“ sei.

Dementsprechend ist die Feststellung richtig, die einer der Initiatoren der „Freiburger Erklärung“, Pfarrer Konrad Irslinger, in einem Zeitungsgespräch so äußert: „Es ist uns allen bewusst, dass Zollitsch innerlich auf unserer Seite ist“ („Welt online“, 12.06.2012).

Deswegen entbehrt der Reaktion von Erzbischof Dr. Zollitsch die Glaubwürdigkeit, wenn er erst durch missverständliche Äußerungen dem Vorpreschen eines Teils seines Klerus Vorschub leistet und sich nun empört zeigt, indem er durch seinen Sprecher verlauten lässt, dass „eine Positionierung zum jetzigen [!] Zeitpunkt … kontraproduktiv“ sei.

Abermals appellieren wir an die Diözesanbischöfe, gegen die erwähnten Agitationen einzuschreiten und gleichzeitig all jenen Priestern beizustehen, die sich um eine Seelsorge gemäß der Lehre der Kirche bemühen. Lehramtstreue Priester haben den Eindruck, oftmals von ihren Bischöfen alleingelassen zu werden. Unser Vertrauen in die Hirten der Kirche steht auf dem Spiel.

Was muss noch geschehen, damit man in Freiburg und anderswo erkennt, dass die Stunde eines Schismas geschlagen hat?

Pfr. Dr. Guido Rodheudt, Pfr. Hendrick Jolie, Pfr. Uwe Winkel

www.priesternetzwerk.net