Israelische Erfindung sorgt dafür, daß Querschnittsgelähmte gehen können

Die israelische Firma ReWalk Robotics will Querschnittsgelähmten helfen, wieder „zurück auf Augenhöhe“ zu gelangen. Mit den Stützstrukturen  –  sogenannten Exoskeletten  –  des Unternehmens können Rollstuhlfahrer lernen, aufzustehen und zu gehen.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel besuchten Botschafter Yakov Hadas-Handelsman und Handelsattaché Hemdat Sagi gestern die deutsche Niederlassung von ReWalk Robotics.

BILD: Der israelische Botschafter und sein Handelsattaché zu Gast bei ReWalk Robotics

Drei Benutzer des Exoskeletts führten vor, wie sie die Technologie bedienen. Die Stützstrukturen enthalten Motoren an den Hüft- und Kniegelenken. Der Anwender kontrolliert seine Bewegungen mit geringfügigen Verlagerungen seines Körperschwerpunkts. Nach rund 30 bis 40 Trainingsstunden mit einem Physiotherapeuten können die „ReWalker“ ohne Hilfe gehen.

Die 33-jährige Christine Burger nutzt das Exoskelett erst seit Mai dieses Jahres. Doch schon jetzt meint sie, dass sie dank ReWalk Robotics ihr Leben ganz anders erfahren würde, nachdem sie 15 Jahre lang im Rollstuhl gesessen hat: „Ich kann nicht beschreiben, wie es ist, zu stehen. Es ist ein Menschenrecht, stehen zu können.“ Burger sagt, sie habe nun ein ganz neues Gefühl der Freiheit.

Andere Benutzer berichten von den gesundheitlichen Vorteilen des Systems. Michael Steinmetz etwa litt als Rollstuhlfahrer jahrelang unter Blasenentzündungen, die er nur mit Antibiotika in den Griff bekam. Seitdem er jedoch durch das Exoskelett aufrecht stehen kann, leide er nicht mehr an diesen Beschwerden, so Steinmetz.

Die Exoskelette werden für alle Nutzer individuell angefertigt. Die Kosten für das System werden bislang von einigen Krankenkassen in Deutschland übernommen.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Der Katholikentag in Regensburg bietet viele Extras für Behinderte

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Cordula Mohr (siehe Foto) ist Vorsitzende der ALFA (Aktion Lebensrecht für alle) in Rheine und Familienmutter (drei Kinder, darunter eine behinderte Tochter). Sie fährt mit ihren Kindern Ende Mai zum Katholikentag nach Regensburg und ist von den vielen Vergünstigungen und Hilfen, die dort für behinderte Menschen vorgesehen sind, sehr angetan. Cordula schreibt hierzu: IMG_2281 - Kopie

„Für meine behinderte Tochter ist es wichtig, dass das Katholikentagsprogramm mit den einzelnen Veranstaltungen verständlich geschrieben ist. Umso besser, dass es ein eigenes Din-A-5-Heft für behinderte Menschen gibt. Es heißt „Programm-Tipps in leichter Sprache“.

Ich bin sehr beeindruckt von der Mühe und Sorgfalt, die das Katholikentagsbüro hier gezeigt hat.  So wächst das Gefühl, daß Behinderte herzlich zu diesem Ereignis in Regensburg eingeladen und willkommen sind.  Ähnlich erlebten wir es auch in Lourdes im Jahre 2000.
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Das Extra-Programm ist ansprechend und übersichtlich: mit Bildern und Zeichen, die Behinderte echt gut verstehen können. Toll finde ich auch die mehrmaligen Hinweise, dass jedem am Treffpunkt mit einem Teilnehmerserve geholfen wird. Auch mit einem Rollstuhl ist die Teilnahme kein Problem.
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Die Mitarbeiter des Katholikentags stellen sich mit Rat und Tat zur Verfügung. Dort gibt es einen Ruhebereich für Menschen mit Behinderungen. Also man merkt, die wollen super was bewegen. Das nenn ich mal richtige Intregration.“