70 Jahre UNO, die mehrheitlich aus Diktaturen besteht: scharfe Kritik aus Israel

Am vergangenen Dienstag erschien in der New York Times ein Gastbeitrag von Ron Prosor, Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen. Darin schreibt er u. a. Folgendes:

„Die Vereinten Nationen feiern dieses Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Sie waren als Tempel des Friedens geplant, aber diese einst große globale Organisation wurde überrannt von repressiven Regimen, die Menschenrechte verletzen und die internationale Sicherheit untergraben.

Im Jahr 1949, als die Vereinten Nationen Israel als Mitgliedsstaat aufnahmen, hatten sie 58 Mitgliedsländer. Die Hälfte davon hatte eine demokratische Orientierung.

Heute hat sich die Landschaft der Organisation drastisch verändert. Von 51 Mitgliedstaaten bei ihrer Gründung im Jahr 1945 sind die UN auf 193 Mitglieder angewachsen – weniger als die Hälfte davon sind Demokratien.

Genau die Nationen, die ihren Bürgern demokratische Rechte verweigern, missbrauchen das demokratische Forum der UNO, um ihre eigenen Interessen zu fördern. Die größte Gruppe solcher Staaten besteht aus Mitgliedern des 120 Mitglieder starken Blocks, der als „Blockfreie Bewegung“ bekannt ist.

Seit 2012 wird dieser Block von Iran angeführt, der seine Position nutzt, um seine Verbündeten zu stärken und Israel an den Rand zu drängen.

Im März beendeten die Vereinten Nationen ihre Jahrestagung der Kommission für die Rechtsstellung der Frau mit der Veröffentlichung eines Berichts, der effektiv nur ein Land verurteilt: Israel.

Die Kommission hatte offenbar nichts zu sagen zu den sudanesischen Mädchen, die der weiblichen Genitalverstümmelung unterzogen werden. Sie hatte auch nichts zu sagen zu den iranischen Frauen, die für das Verbrechen des “Ehebruchs” durch Steinigung bestraft worden sind. Dies kann etwas mit der Tatsache zu tun haben, dass sowohl der Iran als auch der Sudan in der 45-köpfigen Kommission sitzen.“

Quelle: Israelische Botschaft


Ron Prosor vor der UNO: Im Nahen Osten existiert Religionsfreiheit allein in Israel

Israel protestiert gegen die Christenverfolgung

Ron Prosor, Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, hat in der vergangenen Woche folgende Rede vor dem UN-Sicherheitsrat gehalten: UNO

„Herr Präsident,
nächste Woche feiern Juden in aller Welt das Pessach-Fest, das an die Geschichte des Exodus erinnert. In den vergangenen Jahren wurden wir Zeugen einer ganz anderen Exodus-Geschichte, verursacht durch die Plage der Verfolgung von Christen, Kurden, Jesiden, Bahai und natürlich Juden.

Mehr als 2500 Jahre lang lebten eine Million Juden friedlich in arabischen Ländern. Im Jahr 1947 änderte sich die Lage dramatisch.

Infolge des UN-Beschlusses zur Errichtung eines jüdischen Staates begannen die arabischen Regierungen, ihre jüdischen Bürger zu vertreiben. Von Bagdad bis Sanaa und Tripolis wurden Tausende von Juden bei gewaltsamen Unruhen ermordet und Hunderttausende zur Flucht gezwungen.

„Die Zahl der Christen im Nahen Osten sank in 100 Jahren von 26% auf unter 10%“

Herr Präsident,
radikale Islamisten pflegen zu sagen: „Erst die Samstag-Leute, dann die Sonntag-Leute.“

Nachdem sie die überwiegende Mehrheit von Juden aus den arabischen Ländern vertrieben haben, sind nun die Christen an der Reihe. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machten Christen noch 26% der Bevölkerung des Nahen Ostens aus. Heute liegt die Zahl bei unter 10%.  1403634115528

Die Ninive-Ebene im Irak war seit dem ersten Jahrhundert die Heimat von Christen. Der Islamische Staat hat die Region auseinandergerissen, hat Kirchen entweiht und Artefakte zerstört. Christen wurde die bittere Wahl gegeben, entweder zum Islam zu konvertieren oder durch Enthauptung, Steinigung oder Kreuzigung hingerichtet zu werden.

Aus Angst um ihr Leben sind tausende Christen aus dem Nord-Irak geflohen und haben Zuflucht in Kurdistan gesucht. Die kurdischen Kräfte kämpfen tapfer, um ihre Heimat zu verteidigen und die extremistische Bedrohung abzuwehren.

Im Dezember durchbrachen kurdische Kämpfer die Belagerung des Berges Sinjar durch den IS und befreiten Tausende von Jesiden und Christen. Die Kurden sind die führende Kraft im Kampf gegen den IS. Sie haben ungeheuren Mut und Kraft bewiesen. Die Kurden brauchen die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und sie verdienen politische Unabhängigkeit.

Scharfe Christenverfolgung auch in Saudi-Arabien

Herr Präsident,
es sind nicht nur extremistische Gruppen, die Minderheiten verfolgen. Letztes Jahr stürmte die islamistische Polizei in Saudi-Arabien eine christliche Gottesdienst-Versammlung und verhaftete die gesamte Gemeinde, einschließlich Frauen und Kindern.

Jemanden beim Gebet zu verhaften ist wie jemanden beim Essen zu verhaften – der eine stillt seinen Hunger nach Essen, der andere seinen Hunger nach Gebet. 

BILD: Botschafter Ron Prosor vor dem UN-Sicherheitsrat (Foto: Israelische Mission bei den UN)

Im Jahr 2013 wurden drei iranische Christen schuldig gesprochen, weil sie Bibeln verkauft hatten. Ihnen wurden „Verbrechen gegen die Staatssicherheit“ vorgeworfen und sie wurden zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Im selben Jahr gab Ayatollah Khamenei eine Fatwa heraus, in der er die Bahais als „abartig“ bezeichnete. Auf seinen Befehl hin wurden iranische Bahais verhaftet, gefoltert und es werden ihnen die grundlegendsten Rechte, wie das Universitätsstudium, verwehrt.

„Nur ein Staat im Nahen Osten gewährt Glaubensfreiheit für Minderheiten: Israel“

Herr Präsident,
es gibt nur einen Ort im Nahen Osten, an dem Minderheiten das Recht auf Glaubensfreiheit gewährt wird, ebenso die Freiheit, ihren Glauben zu wechseln oder überhaupt keinen Glauben zu praktizieren – und dieser Ort ist Israel.

Israel ist die Heimat des Bahai Weltzentrums; es ist der einzige Ort im Nahen Osten, wo Drusen bis in die höchsten Führungsetagen vordringen; und es ist der einzige Ort im Nahen Osten, an dem die christliche Bevölkerung zunimmt.

Christen haben sich in Israel vervielfacht

Seit der Errichtung des Staates Israel im Jahr 1948 hat sich die christliche Gemeinde in Israel vervielfacht und israelische Christen dienen im Parlament und im Obersten Gericht. 1426245_577880468934571_1029821405_n

Dasselbe kann nicht von den Christen behauptet werden, die unter palästinensischer Verwaltung leben. Seit die Hamas den Gazastreifen kontrolliert (2007), ist die Hälfte der Christen geflohen.

Nachdem die Palästinensische Autonomiebehörde 1995 die Kontrolle über Bethlehem übernommen hat, belagerten bewaffnete Palästinenser Häuser von Christen und plünderten die Geburtskirche. Aufgrund dieser Verfolgungen hat sich die christliche Bevölkerung um 70% verkleinert.

Herr Präsident,
egal, woher wir kommen, welcher Religion wir angehören oder welche Politik wir vertreten – kein ehrlicher Mensch kann das Elend ignorieren, dem die Minderheiten im Nahen Osten ausgesetzt sind. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt setzen ihre Hoffnung auf die Vereinten Nationen.

Es ist Zeit, dass dieses Gremium sein Schweigen bricht und ihnen den Grund zur Hoffnung wiedergibt. Danke, Herr Präsident.

Quelle: Außenministerium des Staates Israel


Israel erinnert an den Holocaust und weitere Völkermorde danach

Der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor, hat bei der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz eine Rede gehalten. Darin sagte er:

„Heute begehen wir 70 Jahre seit der Befreiung von Auschwitz. Primo Levi, ein italienischer Jude, der Auschwitz überlebt hat, schrieb: ‚Ich bin immer wieder überwältigt von der Unmenschlichkeit des Menschen gegenüber dem Menschen.‘

BILD: Gedenkveranstaltung der UN zum 27. Januar (Foto: UN/Eskinder Debebe)

Der Holocaust war ein Zeitalter der Gräuel und der Straflosigkeit. In den Jahren darauf glaubten die Menschen, dass wir zivilisierter und sensibilisierter geworden sind  –  dass all diese Gräuel uns nie wieder heimsuchen würden. Und dann kamen Kambodscha, Ruanda, Darfur und Bosnien.

„Dieselbe Gleichgültigkeit gegenüber Juden sehen wir heute“

Die Geschichte hat uns gezeigt, dass es immer Menschen geben wird, die glauben, dass das Leben von Einigen weniger wert sei als das Anderer, wegen ihrer Nationalität, wegen ihrer Ethnie, wegen ihrer Herkunft. Sie verstehen nicht, dass wir ein gemeinsames Schicksal haben, auch wenn wir nicht Brüder und Schwester im Glauben sind – wir sind verbunden, weil wir der Menschheit angehören.

Der Holocaust hat nicht bei den Ghettos und Konzentrationslagern angefangen; er hat damit angefangen, dass Juden herabgewürdigt und entmenschlicht wurden. Die Nazis haben die Juden enteignet, sie haben ihnen erst ihre Würde und dann ihr Leben genommen. Dieselbe Gleichgültigkeit gegenüber jüdischem Leben sehen wir heute.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Israels Botschafter bei der UNO beklagt Christenverfolgung im Islam

Ron Prosor, Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, schrieb diese Woche im Wall Street Journal, daß es heute eine enorme Christenverfolgung in den Ländern rund um Israel gibt: IMG_1016

„Im Schutt syrischer Städte wie Aleppo und Damaskus sind Christen, die es ablehnten, zum Islam zu konvertieren, von islamistischen Oppositionskämpfern entführt, erschossen und geköpft worden.

In Ägypten verbrennen Mobs der Muslimbruderschaft koptisch-christliche Kirchen auf dieselbe Art, wie sie jüdische Synagogen ausmerzten. Und im Irak gehen Terroristen ganz bewusst gegen christliche Kirchgänger vor. Letztes Weihnachten wurden 26 Menschen getötet, als eine Bombe durch eine Menschenmenge fegte, die eine Kirche in Bagdads südlichem Viertel Dora verließen.

Christen verlieren ihr Leben, ihre Freiheiten, ihre Geschäfte und ihre Kirchen überall im Nahen Osten”.

Quelle: Kopten ohne Grenzen


Die UNO übt sich weiter in anti-israelischer Agitation und Einseitigkeit

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) hat eine Sondersitzung zum „Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ abgehalten. accumulator_default_img

Dabei wurde einmal mehr eine ganze Reihe von anti-israelischen Beschlüssen gefasst. Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, hat die UN für dieses Verhalten scharf kritisiert: „Die anti-israelische Haltung der Vereinten Nationen zieht sich durch ihr ganzes System und spiegelt sich das ganze Jahr über in ihren Entscheidungen wider“, erklärte der Diplomat.

„Allein im Jahr 2012 hat die UN-Generalversammlung 22 Beschlüsse verabschiedet, die Israel in irgendeiner Form degradieren oder aburteilen. Zum Vergleich: Es gab lediglich vier Beschlüsse, die andere Nationen kritisieren.“

Die schlimmsten Menschenrechtsverletzer erhielten nur einen Bruchteil der Verurteilungen, die Israel (dem einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten) zugedacht werden, so der Botschafter.

Quelle: Webseite „Israel heute“


UNO-Vertreterin Khulood Badawi agitiert mit dreister Foto-Lüge gegen Israel

Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, hat am Mittwoch gefordert, eine UN-Vertreterin abzulösen,    die im Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) arbeitet, aber offenbar nicht immer seriös:

Khulood Badawi hatte ein Foto von einem blutüberströmten Mädchen in den Armen ihres Vaters auf ihrer Twitter-Seite veröffentlicht und angegeben, dies sei während der aktuellen Eskalationen im Gazastreifen aufgenommen worden. Tatsächlich stammt das Bild aus dem Jahr 2006.

Sie kommentierte das Foto auf Englisch: „Palästina blutet. Ein weiteres Kind von Israel getötet… Ein weiterer Vater trägt im Gazastreifen sein Kind zu Grabe“.

Laut  „Jerusalem Post“ wurde das Bild bereits 2006 von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlicht. Das Kind auf dem Foto sei bei einem Unfall gestorben, der in keiner Verbindung mit Israel stand.

Israels Botschafter Prosor protestierte daher bei der UNO wegen der Falschmeldung Badawis. Obwohl der Twitter-Eintrag „überdeutlich falsch“ sei, wurde er trotzdem der Top-Tweet des Tages im Zusammenhang mit Gaza  – offenbar „paßte“ das gefälschte Foto in eine weitverbreitete israelfeindliche Stimmungslage.