Grußwort des israelischen Botschafters zum jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana

Am heutigen Mittwochabend beginnt Rosh Hashana, das jüdische Neujahrsfest. Der neue israelische Botschafter in Berlin, Jeremy Isscharoff (siehe Foto), grüßt aus diesem Anlass die Freunde Israels in Deutschland mit folgenden Worten:

Liebe Freunde, Shalom!

Zum jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana grüße ich Sie sehr herzlich und sende Ihnen meine besten Wünsche.

Dieses Grußwort ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, mich Ihnen als neuer Botschafter des Staates Israel vorzustellen. Am 29. August 2017 habe ich mein Amt hier in Deutschland angetreten.

Ich schaue mit großer Demut und Entschlossenheit auf die vor mir liegende Aufgabe und bin dankbar, dass ich bei meiner Arbeit auf ein großes Netzwerk von Freunden und Unterstützern der deutsch-israelischen Beziehungen zurückgreifen kann.

Dass es dieses Netzwerk gibt, ist nicht selbstverständlich. Mit großer Freude sehe ich den Begegnungen mit Israels Freunden und Unterstützern in Deutschland entgegen: mit den jüdischen Gemeinden, den zahllosen Freundschaftsorganisationen und -vereinen, Partnern in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport, sowie mit Vertretern aus allen Bereichen von Politik und Gesellschaft. Ich bin sicher, dass wir einen intensiven und fruchtbaren Dialog führen werden.

Gemeinsam können wir uns schon jetzt auf die Feiern zum 70. Gründungstag des Staates Israel vorbereiten. Auch in Deutschland wollen wir diesen runden Geburtstag mit Ihnen zusammen ausgiebig würdigen.

Ich möchte mit Ihnen über alle Kanäle in Kontakt bleiben, sowohl im persönlichen Gespräch als auch über die sozialen Medien, und ich hoffe, dass Sie dieses Angebot annehmen werden.

Besonders an den jüdischen Feiertagen sind wir uns des engen Bandes zwischen den Juden in aller Welt, ob in Israel oder in der Diaspora, bewusst. Ich hoffe, dass das neue Jahr für Israel und für alle Juden weltweit ein friedliches und sicheres Jahr sein wird und wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 5778.

Shana tova u-metuka! Ketiva ve-chatima tova!
Boschafter Jeremy Issacharoff


Treffen zwischen dem israelischen Botschafter Hadas-Handelsman und Erzbischof Zollitsch

Übereinstimmung: „Es muß weiter eine sichtbare Präsenz des Christentums in Israel geben“

Amtliche Stellungnahme der israelischen Botschaft in Berlin: 

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman ist am heutigen Vormittag in Berlin mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zusammengetroffen.

Beide sprachen über die besonderen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland in der Gegenwart, die jedoch auch immer durch die Vergangenheit beeinflusst bleiben.


Botschafter Hadas-Handelsman und Erzbischof Dr. Zollitsch (Foto: KNA)

Erzbischof Zollitsch überreichte dem Botschafter ein Grußwort zum Fest Rosh Ha-Shana an die Juden in Deutschland.

Der Botschafter würdigte die Verurteilung des Angriffes auf Rabbiner Alter in Berlin durch den Erzbischof und die von Dr. Zollitsch formulierte Erwartung, dass es in Deutschland bald Rechtsicherheit in der Frage religiöser Beschneidungen geben müsse.

In dem Gespräch gingen Dr. Zollitsch und Hadas-Handelsman auch auf die Situation der Christen im Nahen Osten ein, die sich  –  so der Botschafter  –   im Zuge der jüngsten Veränderungen in der Region eher verschlechtert habe. Beispiele hierfür seien etwa Vorfälle in Ägypten, Syrien und dem Gazastreifen.

Nachdrücklich verurteilte der Botschafter den jüngsten Angriff auf das Kloster Latrun bei Jerusalem. Die Angriffe von Fanatikern aus den eigenen Reihen richteten sich jedoch nicht nur gegen Christen, sondern vor allem auch gegen staatliche israelische Institutionen. Beide Seiten stimmten überein, dass es auch weiterhin eine sichtbare Präsenz des Christentums in Israel geben müsse.