Das „Forum Deutscher Katholiken“ kritisiert den Kirchenstreik des KDFB

Die Vor­sit­zende des „Ka­tho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des“ (KDFB) der Di­ö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart, Ka­rin Wal­ter, ruft die Ka­tho­li­kin­nen vom 11. bis 18. Mai zum „Kir­chen­streik“ auf. Die Frau­en sol­len ge­gen se­xu­el­len Miss­brauch durch Geist­li­che und ge­gen den Aus­schluss von Frau­en zum Pries­ter­amt pro­tes­tie­ren, in­dem sie sich statt zu den Got­tes­diens­ten vor den Kir­chen­tü­ren ver­sam­meln (vgl. Ka­tho­li­sches Sonn­tags­blatt, 31.3.2019). 

Hier wird in durch­sich­ti­ger Wei­se der se­xu­el­le Miss­brauch in­stru­men­ta­li­siert, um das Frau­en­pries­ter­tum durch­zu­set­zen. Ein Auf­ruf zum Boy­kott von Got­tes­diens­ten be­deu­tet ei­ne neue Qua­li­tät in der Aus­ein­an­der­set­zung in­ner­kirch­li­cher Kräf­te ge­gen die Leh­re der ka­tho­li­schen Kir­che.

BILD: Prof. Gindert leitet das Forum Deutscher Katholiken

Da nicht be­kannt ist, dass die Bun­des­lei­tung des KDFB ge­gen die Ini­tia­ti­ve des Di­ö­ze­san­ver­ban­des von Rot­ten­burg-Stutt­gart kor­ri­gie­rend ein­ge­grif­fen hat, ru­fen wir die Mit­glie­der des KDFB, die sich der Leh­re der ka­tho­li­schen Kir­che ver­bun­den füh­len, auf, aus dem „Ka­tho­li­schen Deut­schen Frau­en­bund“ aus­zu­tre­ten und ei­ne neue glau­bens­treue Or­ga­ni­sa­tion für Frauen zu grün­den.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Spre­cher des Forums Deut­scher Ka­tho­li­ken


Katholischer Medienpreis-Skandal 2013: Ohrfeige für Kirche und Lebensrecht

Von Martin Lohmann

Die „katholische“ Medienpreisverleihung 2013 könnte in die Geschichte eingehen  –  und mit ihr der gesamte Preis. Das jedenfalls meinten wache Beobachter schon am Abend der Veranstaltung, nachdem diese aus dem Saal ans feine Buffet gewandert war.

M. Lohmann

M. Lohmann

Im Saal unten im Rheinischen Landesmuseum in Bonn gab es nicht nur feine Kost. Manch Unverdauliches war dabei, nachdem die von den katholischen Veranstaltern gedungene Moderatorin und WDR-Journalistin Gisela Steinhauer etwas bemüht die Denk- und Fühlrichtung gleich zu Beginn vorgegeben hatte.

Zunächst wolle sie dem Papst danken, dass dieser „dem Schlimburger eine Auszeit“ verpasst habe, so dass man hier nun endlich mal über etwas anderes als diesen Skandal reden könne. Lustig, lustig.

So gab sich auch der Medienbischof, der Rottenburg-Stuttgarter Oberhirte Gebhard Fürst, gut gelaunt und war zu kleinen Scherzen aufgelegt  –  im so lockeren Miteinander mit der WDR-Kollegin.

In seiner Begrüßung mahnte er zur Suche nach Wahrheit, ermutigte zum Eintreten für diese und „für Gerechtigkeit und Entwicklung, ja Wandlung der Menschen und der Welt.“

Bischof Fürst: „Agenten fürsprechender Kommunikation“

Er konnte nicht ahnen, dass wenig später sein Aufruf an die Journalisten, „Agenten prophetischer, fürsprechender Kommunikation“ zu sein, verpufft war bzw. übel missbraucht wurde.

Und als die Wahrheit in seiner Gegenwart von einer soeben mit 5000 Euro Kirchengeld „ausgezeichneten“ Journalistin alles andere als „fürsprechend“  getreten wurde  –  da blieben sowohl der Medienbischof als auch der Sekretär der Bischofskonferenz erkennbar ungerührt, während im Saal kräftig applaudiert wurde. Die Preisträgerin spendete das Preisgeld einer lebens- und kirchenfeindlichen Organisation.

Ein mutiges Wort des Bischofs? Eine korrigierende Reaktion des Sekretärs? Nicht wahrnehmbar. Beide Kirchenpromis wurden in der ersten Reihe kalt erwischt  – und waren wie ohnmächtig. Ob sie komplett uninformiert waren?

Kirchenkohle für die Abtreibungslobby

Die Preisträgerin hatte soeben ein übles Zeichen gegen Kirche und Lebensrecht gesetzt und die Pille danach gepriesen, um dann das empfangene Kirchengeld einer Abtreibungsgruppe zu spenden. Das von ihr benannte „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ plädiert für eine gelebte Sexualität, die auch die Tötung noch nicht geborener Menschen billigend in Kauf nimmt und das Lebensrecht des Menschen radikal mit Füßen tritt.

Im August hatten sich diese Gegner des Lebens zusammengefunden, um gegen den seit Jahren wachsenden und immer mehr Menschen aus allen Generationen anziehenden Friedens-Marsch für das Leben in Berlin zu protestieren. Das dort erkennbare Credo: Freiheit ohne Verantwortung, Abtreibung als Frauenrecht.

Eigentlich müsste man das auch als Medienbischof wissen. Denn Informationen, auch und gerade vom Bundesverband Lebensrecht (BVL), gab es genügend über diese antikirchliche Gruppierung, die nun Kirchenkohle zum Todeswohle bekommt.

Eine öffentliche und sogar beklatschte Ohrfeige für Päpste, für deren Lehre, also die Lehre der Kirche und vor allem ein Tritt gegen das Leben. Ein nahezu perfekter Missbrauch nicht nur katholischer Wahrheit  –  und das auf der Bühne der katholischen Medienwelt, wo soeben  –  völlig ohne Konsequenzen  –  noch eine fröhliche Exzellenz zum Eintreten für die Wahrheit plädiert hatte.

Die von Katholiken ausgelobte Journalistin meint, „dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden können sollten – mit allen Konsequenzen.“

Preiswürdiger Journalismus?

Ihre eklatante und böse Missachtung des Respekts vor dem Leben blieb ebenfalls konsequenzenlos. Schließlich war sie ja für viel Sensibilität und einen qualitätsvollen wie werteorientierten Journalismus ausgezeichnet worden.

Auch so ein Skandal darf nicht vertuscht oder weggedrückt werden. Es gilt auch hier: Die Wahrheit wird frei machen (Joh 8,32).

Eigentlich war die Preisträgerin unmissverständlich, als sie erklärte, sie ärgere sich als Frau immer wieder über die Kirche:

„Ich fand es zwar beeindruckend, dass die Bischofskonferenz auf die Vorfälle reagiert und zumindest für vergewaltigte Frauen die Verhütungspille ‚Pille danach‘ in katholischen Kliniken zugänglich gemacht hat. Aber dennoch: Das ist nur für Katholiken ein großer Schritt, mir ist dieser Schritt aber noch viel zu klein.“

Alles auch noch falsch, was die Dame da behauptet. Denn die Abtreibungspille danach wurde nicht erlaubt und kann gar nicht freigegeben werden von der Kirche, so lange sie eben „auch“ tötend wirkt.

Aufklärung ist jetzt vonnöten!

Wie steht es eigentlich um die Recherchequalität derer, die einen katholischen (!) Medienpreis vergeben?  – Weil man ja in der Kirche inzwischen so geübt ist mit Aufklärung und Scham, gilt hier für die Veranstalter: Aufklären, ohne falsche Scham und ohne Feigheit.

Leider war keiner der katholischen Bischöfe beim diesjährigen öffentlichen Zeugnis für das Leben in Berlin dabei. Wohl aber einige evangelische Bischöfe. Diese wie auch alle anderen Teilnehmer konnten die unwürdigen und respektlosen Parolen gegen das Lebensrecht hören und sehen. Und sie alle wissen, wer und was mit kirchlichem Preisgeld jetzt unterstützt wird  –  nichts Gutes.

Und daher, weil es keinen Zweifel geben darf, sind gerade die katholischen Bischöfe, allen voran der Medienbischof – übrigens ganz im Sinne von Papst Franziskus – schon jetzt herzlich eingeladen, am 20. September 2014 in Berlin dabei zu sein, wenn überzeugte Christen und Nichtchristen aus allen Generationen friedvoll dafür werben, dass jeder Mensch liebens- und lebenswert ist. Dieser Einsatz ist übrigens des Preisens würdig, also preiswürdig.

Martin Lohmann ist katholischer Publizist und Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), der jährlich in Berlin den immer erfolgreicher werdenden Marsch für das Leben organisiert. 


Causa Limburg: Eugen Drewermann kritisiert „Scheinheiligkeit“ der „Amtskollegen“

Von Felizitas Küble

In dem seit Monaten anhaltenden Kesseltreiben gegen den Limburger Oberhirten hat sich jetzt der aus der katholischen Kirche ausgetretene Theologe Dr. Eugen Drewermann in einer überraschenden Weise öffentlich zu Wort gemeldet.

Der bekannte Autor aus Paderborn wirft den Kritikern des Limburger Bischofs, zumal seinen Amtskollegen „Scheinheiligkeit“ vor.

Es sei  nicht korrekt, „daß ein Mann, der mit dem Rücken zur Wand steht“, zum Skandal gemacht werde, so Drewermann, der überdies darauf hinwies, daß „die Bischöfe in Köln und München schon auf einem so großen Fuß leben, da muss sich Limburg erst einmal hin  hocharbeiten.“

Dr. Drewermann kritisiert auch einzelne Vorwürfe gegenüber Tebartz-van Elst: „Da wird gemeckert, dass er Erster Klasse nach Indien geflogen ist“, sagt der Paderborner: „Ich fahre im Zug auch gerne erster Klasse, weil es bei einer fünfstündigen Fahrt einfach angenehmer ist. Man arbeitet in dieser Zeit ja auch.“

Sicher habe Tebartz-van Elst die Kosten aus dem Ruder laufen lassen, aber „die Scheinheiligkeit seiner Amtskollegen wird gar nicht debattiert.“  – Der Theologe plädiert aufgrund solcher und ähnlicher Probleme für eine Begrenzung der Amtszeit von Bischöfen.

40 Mio Euro Kosten in Rottenburg

Zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang z.B. auch das neu-errichtete bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dessen kürzliche Sanierung als „architektonisches Highligh“ mit der nicht geringen Summe von 40 Mio Euro zu Buche schlug.

Dies spielt allerdings in der öffentlichen Debatte keine Rolle, gilt der zuständige Bischof Gebhart Fürst doch als reformerisch, romkritisch und liberal.  – Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/09/06/medien-und-doppelmoral-causa-limburg-im-vergleich-zur-causa-rottenburg/

„Der Neubau durfte nicht zu hoch werden“

Ausgeblendet wird weitgehend auch folgender Denkmalschutz-Sachverhalt betr. der Limburger Kostenexplosion, wovon die „Ruhr-Nachrichten“ (in ihrer Ausgabe vom 9.10.) berichten:

„Das Kernstück, der Neubau mit Bischofswohnung und Konferenzräumen, durfte nicht zu hoch werden. Also wurde nach unten gebaut  –  in einen felsigen Untergrund mit mittelalterlichen Mauerresten und archäologischen Funden. In diesem Tiefgeschoss wird wohl ein Großteil der Summe im Wortsinne vergraben worden sein.“

Quelle für die Drewermann-Zitate: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-10/28274714-neue-westfaelische-bielefeld-kirchenkritiker-drewermann-verteidigt-limburger-bischof-007.htm


Causa Limburg: Ein Bischof steht nicht im Dienst der Medien, sondern der Kirche

Von Felizitas Küble

Kürzlich schrieb Daniel Deckers, der in der „Frankfurter Allgemeinen“ seit Wochen süffisant über den Limburger Bischof herzieht, daß der zur Zeit vielfach attackierte Kirchenmann den „Anforderungen“ seines Amtes „offenbar nicht gewachsen“ sei und seine „Autorität eingebüßt“ habe. Vollbild anzeigen

Wo hat er diese denn wohl „eingebüßt“? –  Bei der FAZ, dem „Spiegel“ und weiteren Presseorganen? 

Kein katholischer Oberhirte  –  auch nicht Dr. Tebartz-van Elst –  muß den Medien gefallen, er ist nicht ihr Untertan und noch weniger ihr Befehlsempfänger. Zudem fällt es nicht in die Kompetenz des weltlichen Blätterwaldes, zu beurteilen, welcher Bischöfe welchen Anforderungen gewachsen seien oder nicht. papst_letzter_tag_01

Von größerer Bedeutung ist hier sicherlich, daß der Vatikan sich klar vor Tebartz-van Elst stellt.

Ein katholischer Bischof muß keineswegs die „Vierte Macht“ (Medien) hinter sich wissen, sondern die „Oberste Macht“, den allmächtigen Gott also.

Man muß kein Anhänger des attackierten Bischofs sein, um die seit Wochen anhaltende Kampagne gegen den Limburger Bischof unfair zu finden; hierzu genügt das schlichte Empfinden für Gerechtigkeit und journalistische Sorgfaltspflicht.

Doppelmoral: Keine Medienkritik an Bischof Fürst

Daß es damit in diesem Kesseltreiben nicht zum Besten bestellt ist, läßt sich schon daraus ableiten, daß jener repräsentative Protzbau, den der modernistische Bischof Gebhard Fürst am 2. Juli dieses Jahres vor vierhundert Gästen öffentlich eingeweiht hat, keinerlei Medienkritik hervorrief.

Dabei handelt es sich beim bischöflichen Ordinariat und Palais zu Rottenburg immerhin um ein „architektonisches Highligh“, wie der Oberhirte selber stolz verkündete  – wobei das vielgerühmte Gebäude nach vier Jahren Sanierungs- und Bauarbeit über 39 Millionen Euro verschlang.  

Das katholische PUR-Magazin schreibt in seiner jüngsten Ausgabe (Nr. 9/2013) hierzu:

“Das Gebäude ist ein exklusives, aufwendig gestaltetes Objekt, das vielfach mit naturnahen und sehr kostspieligen Materialien gestaltet ist. Der Sprecher des Diözesanrates, J. Warmbrunn, zeigte sich froh darüber, daß das Großprojekt in mehrfacher Hinsicht zu einem guten Abschluß kam. Der Diözesanrat als Gremium mit Finanzhoheit habe es in jeder Phase gefördert und die nötigen Mittel bewilligt. Pressse, Politik und Kirche lobten den Bau.”

Erschwerend kommt hinzu, daß das Rottenburger Projekt voll und ganz aus Kirchensteuermitteln finanziert wurde, das von Limburg hingegen zu über 90% aus dem Vermögen des „Bischöflichen Stuhles“, also nur geringfügig durch den Kirchensteuerzahler.

Wie kommt es also, daß dieses fast 40 Millionen Euro teure Projekt der reformeifrigen Rottenburg Bistumsleitung keine kritische Berichterstattung in den Medien nach sieht zieht, von einer Endlos-Kampagne wie in der Causa Limburg ganz zu schweigen?  – Indem die Frage gestellt wird, ist sie auch schon beantwortet.

 

2. Foto: Radio Vatikan


Medien und Doppelmoral: Causa Limburg im Vergleich zur Causa Rottenburg

Rottenburg: Fast 40 Mio € aus Kirchensteuermitteln

Schon seit Monaten zieht eine Kampagne gegen den Limburger Bischof Tebartz van Elst durchs Land, die von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“  und ihrem „reformkatholischen“ Kulturredakteur Daniel Deckers stark mitgeprägt wird, wobei das Nachrichtenmagazin wieder „Der Spiegel“ an vorderster Front agiert.

Anlaß für die Presse-Prügel sind vor allem die hohen Kosten für das Diözesanzentrum in Limburg, wobei Renovierung und Neubauarbeiten vom Domkapitel bereits konzipiert worden waren, bevor Tebartz van Elst vom Papst zum Oberhirten dieses Bistums ernannt wurde.

Abgesehen davon, daß diese Kosten weder von der FAZ noch vom „Spiegel“ noch von Vater Staat aufgebracht, sondern von Kirchenvermögen bezahlt werden, abgesehen auch davon, daß die Limburger Bauherren Vorschriften des Denkmalschutzes zu berücksichtigen hatten, ist vor allem folgender Sachverhalt aufschlußreich:

Lob für Großprojekt von Bischof Fürst

Am 2. Juli dieses Jahres hat der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst den Neu- und Sanierungsbau seines bischöflichen Ordinariats im Beisein von 4002200 Gästen eingeweiht.

Der Oberhirte der schwäbischen Diözese nannte den modernen Bau ein „architektonisches Highligh“, welches das Stadtbild Rottenburgs deutlich mitpräge. Das Gebäude sei kein Selbstzweck, sondern „Dienstort im Interesse einer diakonischen Pastoral„, also  –  auf deutsch  –  einer dienenden Seelsorge.

Wie das „Schwäbische Tagblatt“ berichtet, haben Sanierung und teilweiser Neubau des bischöflichen Palais und des Ordinariats nach vier Jahren Bauzeit fast 40 Millionen Euro (genau: 39,2 Mill.) verschlungen.

Das katholische PUR-Magazin schreibt in seiner jüngsten Ausgabe (Nr. 9/2013) hierzu:

„Das Gebäude ist ein exklusives, aufwendig gestaltetes Objekt, das vielfach mit naturnahen und sehr kostspieligen Materialien gestaltet ist. Der Sprecher des Diözesanrates, J. Warmbrunn, zeigte sich froh darüber, daß das Großprojekt in mehrfacher Hinsicht zu einem guten Abschluß kam. Der Diözesanrat als Gremium mit Finanzhoheit habe es in jeder Phase gefördert und die nötigen Mittel bewilligt. Pressse, Politik und Kirche lobten den Bau.“ 

Abschließend schreibt das PUR-Magazin, der Limburger Bischof stehe dagegen wegen der Renovierung seines Bischofshauses und Dienstsitzes „in bundesweiter Kritik“.

Woran diese so offensichtlich gegensätzliche „Wahrnehmung“ und „Aufarbeitung“ unserer Medienlandschaft wohl liegen mag?

Diese ist  – rein der Sache nach  –  umso unlogischer, als in Rottenburg voll und ganz Rücklagen aus Kirchensteuer-Einnahmen verwendet wurden, in Limburg hiervon aber nur 2,5 Mill. (das meiste wurde dort aus dem Vermögen des „Bischöflichen Stuhls“ bezahlt).

Ob diese merkwürdige, von der Sache her nicht begründete Doppelmoral bzw. Schieflage vielleicht damit zusammenhängt, daß der Limburger Oberhirte als „konservativ“ und „romtreu“ gilt, der Rottenburger Bischof hingegen schon seit langem deutschlandweit für seine „reformkatholische“ bzw. modernistische Haltung bekannt ist…?!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Weiterer lesenswerter Text zum Thema: http://kreuzzeichen.blogspot.de/2013/09/zoff-im-bistum-limburg.html


Kirchen-Fürst auf Abwegen: Rottenburger Bischofs-Lob („Dankbarkeit und Anerkennung“) für Irrlehrer Hans Küng

Sowohl das Alte wie das Neue Testament fordern die Gläubigen auf, nicht auf Irrlehrer zu hören, sondern an der Botschaft Gottes getreu festzuhalten. Diese Aufforderung gilt besonders den Hirten der Kirche, erst recht den Oberhirten, also auch jenem von Rottenburg-Stuttgart: Bischof Gebhard Fürst.

Auf der amtlichen Homepage des schwäbischen Bistums findet sich jetzt auf der Startseite der Aufmacher: „Wichtige Anstöße für suchende Menschen“  –   und wer bietet uns diese?

Genau: der seit Jahrzehnten sattsam bekannte „Kirchenkritiker“  Hans Küng, dem 1979 vom Vatikan die Lehrerlaubnis für katholische Theologie entzogen wurde.

Bischof Fürst gratuliert dem theologischen Geisterfahrer zu dessem 85. Geburtstag, wogegen nichts einzuwenden wäre, würde es sich lediglich um eine Höflichkeitsgeste handeln   –  wobei sich auch dann noch die Frage stellen würde, ob dafür eine  Topmeldung mit Küng-Foto auf dem Bistumsportal nötig ist.

Aus dem Text geht freilich eindeutig hervor, daß es dem Rottenburger Oberhirten sehr wohl darum geht, den Irrlehrer und erbitterten Papst-Benedikt-Gegner auf das freundlichste zu würdigen, denn die Bistums-Meldung beginnt mit den Worten:

„Dankbar und anerkennend gratuliert Bischof Gebhard Fürst dem Tübinger Theologieprofessor Hans Küng zu dessen 85. Geburtstag am 19. März. Dankbar schaue er auf „unsere konstruktiven, wenn auch nicht immer einfachen Gespräche zurück“, schreibt Bischof Fürst in seinem Glückwunschbrief an Küng.“

Wie viele glaubenstreue und diensteifrige Geistlichen oder Theologen erhalten denn von Bischof Fürst einen solchen Gruß der „Dankbarkeit“ und „Anerkennung“?  

Dr. Bernd F. Pelz

Dr. Bernd F. Pelz

Warum wird diese warme Würdigung ausgerechnet einem notorischen Häretiker zuteil, der seit Jahrzehnten die Gottheit Christi leugnet, Papst und Kirche ständig attackiert und die in der Heiligen Schrift bezeugten Wunder in Abrede stellt?!  

Damit nicht genug, denn das Bistumsportal berichtet weiter über den skandalösen Fürstbrief:

„Wenn auch manche offenen Fragen zwischen Küng und dem kirchlichen Lehramt nach wie vor der theologischen Klärung harren würden, so sei dem Tübinger Theologen doch „für all die wichtigen Anstöße und theologischen Grundlagenarbeiten zu danken“, die er in den zurückliegenden Jahrzehnten für die Kirche und für suchende Menschen erbracht habe.“

Prof. Küng wurde vom Vatikan nicht etwa deshalb amtsenthoben, weil „offene Fragen“ zwischen ihm und dem „kirchlichen Lehramt“ noch einer „theologischen Klärung“ bedürfen, sondern weil Küngs Leugnung wesentlicher christlicher Glaubenswahrheiten als „geistige Kost“ für katholische Theologiestudenten nicht mehr hinnehmbar war. Das Bekenntnis zur Gottheit Christi ist schließlich kein Randpänomen, sondern die Kernbotschaft unseres Glaubens.

Ehren-Rotarier Gebhard Fürst ist freilich schon in früheren Jahren durch seine merkwürdigen Vorstellungen zur katholischen Glaubenslehre aufgefallen.

So gab der modernistische Kirchen-Fürst zB. am 20. Mai 2011 gegenüber der Ludwigsburger Kreiszeitung zu verstehen, daß er sich grundsätzlich weibliche Priester wünscht. Die theologischen Argumente gegen das Weiheamt für Frauen sind laut Fürst „heute nicht mehr so verständlich“.  Bischof Fürst könne durchaus nachvollziehen, daß sich Frauen in diesem Punkt ausgeschlossen fühlen, faßt die “Ludwigsburger Kreiszeitung“ die weiteren Aussagen des Bischofs zusammen.

Damit widersetzt sich dieser oberste Zeitgeistliche im Bistum Rottenburg-Stuttgart eindeutig dem Zeugnis der Heiligen Schrift und der Lehre seiner Kirche. Folglich stellt sich die logische und theo-logische Frage, welche Konsequenzen der Vatikan hieraus zu ziehen gedenkt.

Immerhin wurde der australische Bischof William Morris, der wiederholt erklärte, er wolle auch Frauen zu Priestern weihen, vor zwei Jahren durch Papst Benedikt seines Amtes enthoben, da er insoweit die Lehre der Kirche unterminiert habe.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

ZITAT aus der gemeinsamen Erklärung der deutschen Bischöfe vom 7.1.1980 zu Prof. Hans Küng:

„Diese Mängel werden vor allem in Professor Küngs Äußerungen über die Person Jesu Christi offenbar. Er möchte zwar „an den großen Intentionen und Gehalten der ökumenischen Konzilien“ festhalten, aber seine konkreten Aussagen über die Göttlichkeit Jesu Christi und die Dreifaltigkeit Gottes bleiben hinter dem Inhalt des überlieferten Glaubens zurück.

Es ist z. B. nicht falsch, aber es genügt nicht zu sagen, „daß in der Geschichte Jesu Christi wahrhaft Gott und Mensch im Spiel sind“. Für den christlichen Glauben ist das Bekenntnis entscheidend, daß Jesus Christus in uneingeschränkter Weise und von Ewigkeit her das Wort Gottes ist. „Wir glauben … an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater.“

Diese Worte des Großen Glaubensbekenntnisses muß man dem heutigen Menschen gewiß zu erschließen versuchen. Der Theologe darf gerade an diesem entscheidenden Punkt des christlichen Bekenntnisses aber nie undeutlich werden. Es geht dabei nämlich um die Wahrheit unseres Heils:
Wenn in Jesus Christus nicht Gott selbst sich den Menschen zugewendet hat, dann kann Jesus Christus uns auch nicht von Sünde und Tod erlösen. Hier sind sich alle christlichen Kirchen einig. Alle Aussagen über das Menschsein Jesu und seine beispielhafte Menschlichkeit sind für den Glauben nur voll bedeutsam, wenn sie innerlich mit dem uneingeschränkten Bekenntnis „wahrer Gott“ verbunden sind.“