Russische Gerüchte diffamieren tschechischen Minister als „sudetendeutschen Agenten“

1,4 Milliarden Euro gibt die Putin-Regierung jedes Jahr für Propaganda und Falschmeldungen im Internet aus, um die öffentliche Meinung in vielen europäischen Ländern zu beeinflussen, wie das „Bayerische Fernsehen“ berichtet.

Foto: IGFMIn Tschechien ist Kulturminister Herman für seine guten Beziehungen nach Deutschland bekannt, zuletzt sprach er beim „Sudetendeutschen Tag“ in Nürnberg gesprochen. Danach wurde von russischer Seite die Falschmeldung verbreitet, dieser tschechische Minister bereite als „Agent der Sudetendeutschen“ die Rückgabe des Besitzes früherer deutscher Eigentümer vor.

Auch darüber informierte das Bayerische Fernsehen.

Hier geht es zur Sendung: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/euroblick/euroblick-146.html

Weitere Infos zum Thema in der Tagespost: http://www.die-tagespost.de/politik/Schwere-Vorwuerfe-gegen-Moskau;art315,174171

Foto: IGFM


Tschechien: Christen und Juden gegen sozialistische Anti-Kirchen-Hetze

In der Debatte um die Rückgabe von  – einst im Kommunismus verstaatlichten   –  Kirchengütern kritisieren Spitzenvertreter der christlichen Konfessionen und der jüdischen Gemeinschaft in Tschechien eine Plakataktion der Sozialdemokratischen Partei.

In einer gestern veröffentlichten, gemeinsamen Erklärung vergleichen der Prager Erzbischof Duka, der Chef des Ökumenischen Rates der Kirchen, Joel Ruml, und der Präsident der Föderation Jüdischer Gemeinden, Jiri Danicek, die Kampagne mit der früheren Nazi-Propaganda.

Mit ihrer Aktion wollen die Sozialisten im aktuellen Regionalwahlkampf Stimmung gegen die vorgesehene Rückgabe des enteigneten Kircheneigentums betreiben.

Auf dem kritisierten Plakat ist ein kirchlicher Würdenträger zu sehen, dem ein gefüllter Geldsack überreicht wird. Dazu wird behauptet, die Regierung verschenke ohne Notwendigkeit Milliardenbeträge an die Kirchen.

Quelle: Radio Vatikan