Katholikenprotest: Empörung über maßlose Forderungen des ZdK-Papiers hält an

Mathias von Gersdorff Dieser Blog zeigt, zu welchem Irrsinn Grüne, Gender-Ideologen, Linkskatholiken usw. fähig sind.

Das jüngste ZdK-Papier hat offenbar das Fass zum Überlaufen gebracht. Die maßlosen Forderungen nach Segnungen für nicht-eheliche und homosexuelle Partnerschaften, nach Akzeptanz außerehelicher Sexualität, nach einer moralischen Neubewertung von künstlichen Verhütungsmittel usw. trieben viele Katholiken auf die Barrikaden. 

Im Internet kannte die Empörung über die arroganten ZdK-Funktionäre keine Grenzen. Die Blogosphäre kochte vor Wut.

Am Montag (11. Mai) protestierte der Bischof von Passau, Stephan Oster, gegen das ZdK-Papier. Oster bekam heftigen Widerspruch vom ZdK. Doch damit gaben sie der Protestwelle noch mehr Treibstoff hinzu.

Am 13. Mai 2015 versuchte Bischof Overbeck von Essen, die Gemüter zu besänftigen und erklärte, Segnungen von homosexuellen und sonstigen nicht-ehelichen Partnerschaften seien unmöglich. Zudem sagte er, man solle von der Familiensynode im Herbst 2015 „keine Wunder erwarten“. IMG_20140601_122952

Am Donnerstag begann die Synode des Bistums Trier zu tagen. Auch dort standen homosexuelle Partnerschaften und Familie auf der Tagesordnung. In Twitter wurde über Kardinal Burke und Bischof Oster gewitzelt.

Am 15. Mai lancierte Kardinal Marx (siehe Foto) seine Rüge gegen das ZdK: „Forderungen theologisch nicht akzeptabel“.

Am 16. Mai solidarisieren sich fünf Bischöfe mit Bischof Oster: Konrad Zdarsa (Augsburg); Gregor Hanke (Eichstätt), Wolfgang Ipolt (Görlitz), Rudolf Voderholzer (Regensburg) und Friedhelm Hoffmann (Würzburg):

„Deinen Ausführungen zur Lehre über das christliche Menschenbild hinsichtlich seiner Bedeutung für das Frausein und Mannsein, vor allem in seiner Bedeutung für die christliche Ehe, schließen wir uns voll und ganz an, gründen sie doch in der Lehre Jesu in der Schrift und in der Tradition der Kirche.“ 

Am Ende der Synode des Bistums Trier spricht sich Bischof Ackermann gegen Segnungen und Akzeptanz homosexueller und sonstiger Partnerschaften aus.  bischof

Der neue Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger, erklärt am 15. Mai 2015 in einem Gespräch mit der Badischen Zeitung, Bistümer dürften keine Sonderwege gehen und die Familiensynode im Oktober 2015 hätte einen rein beratenden Charakter. Die endgültigen Entscheidungen liegen beim Papst.

Diese Stellungnahmen steht in scharfem Kontrast mit der Ankündigung von Kardinal Marx, einen eigenen Pastoralen Weg zu wählen („Wir sind keine Filiale von Rom“).

Nach dieser Woche zeigt sich die deutsche Delegation für die Familiensynode im Oktober 2015 noch isolierter, als sie es im Weltepiskopat ohnehin schon war. Nun kann sie nicht einmal behaupten, dass ein relevanter Teil des deutschen Episkopats hinter ihr steht.

Die deutsche Delegation ist im Grunde völlig delegitimiert. Aus heutiger Sicht ist nicht zu erblicken, wie sie irgendeinen Einfluss entfalten kann.

Sie könnte das Themenspektrum ganz eng auf die Problematik der wiederverheirateten Geschiedenen zu reduzieren versuchen.

Doch das ist schwierig: Zu viele im Weltepiskopat haben gemerkt, dass diese Frage ein Trojanisches Pferd der sexuellen Revolution in die Familiensynode war. Gerade deshalb wurde der Widerstand gegen Marx & Co. so heftig. Die Maßlosigkeit des ZdKs war geradezu die Bestätigung dieses Manövers. Es bleibt spannend.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die katholische Webseite „Kultur und Medien online“

Regensburg: Dreikönigs-Singen beginnt am 29.12. in Amberg mit dem Bischof

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ machen sich auch in diesem Jahr in unserem ganzen Bistum Kinder und Jugendliche als Sternsinger auf den Weg, um Geld für Kinder in Not zu sammeln. 141217_Sternsinger

Bischof Rudolf Voderholzer eröffnet die Aktion Dreikönigssingen mit rund 1000 jungen Sternsingern am Montag, den 29. Dezember 2014 in der Pfarrei St. Georg in Amberg.

Nach einer gemeinsamen Andacht aller Mädchen und Jungen ziehen die Sternsinger mit Bischof Rudolf durch die Straßen von Amberg bis hin zum Marktplatz. Dort gibt es für alle eine kleine Brotzeit und heißen Tee zum Aufwärmen. Hier hat jeder auch die Gelegenheit, dem Bischof hautnah zu begegnen.

Nach der großen Eröffnung senden die Pfarreien im Bistum Regensburg die Sternsinger rund um die Tage von Heilig Drei Könige aus, um Spenden für die wertvolle Projektarbeit zu sammeln.

  • Programm:
    ab 11:30 Uhr: Möglichkeit zum Umziehen und Schminken im Pfarrheim St. Georg
  • 13:10 Uhr: Begrüßung der Sternsinger durch Verantwortliche des Bistums sowie des Kindermissionswerks und Einzug in die Kirche St. Georg
  • 14:00 Uhr: Andacht mit Bischof Rudolf Voderholzer
  • 15:00 Uhr: Gemeinsamer Zug zum Marktplatz der Stadt Amberg, Begegnung mit dem Bischof bei heißem Tee und einer kleinen Brotzeit.
  • 16:30 Uhr: Ende

Weitere Infos zum Dreikönigs-Singen und zum Kindermissionswerk auf www.sternsinger.org

Quelle: Bistum Regensburg

 


FOTO-Bericht vom „Marsch für das Leben“ am 20. September 2014 in Berlin

Der diesjährige Lebensrechtler-Marsch in Berlin war der bislang erfolgreichste, was die Teilnehmerzahl betrifft:IMG_7875

Über 5000 Menschen haben Zeugnis gegeben für das Leben  –  mitten in Deutschlands Haupstadt, vor dem Bundeskanzleramt, vorbei am Brandenburger Tor und dem Berliner Dom. 

Zu den Teilnehmern der Kundgebung am vergangenen Samstag gehört auch unsere IMG_7772Lebensrechts-Freundin Doris de Boer aus Kevelaer am Niederrhein.

Doris ist katholische Journalistin und Familienmutter; von ihr erhielten wir jetzt diese Fotos, wofür wir ein herzliches Dankeschön sagen.IMG_7763

Das dritte Bild zeigt ein kleines Schild mit den Worten: „Jeder Mensch ist Würde-Träger“. IMG_7784

Unser Grundgesetz bekennt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ –  Letzlich liegt dies darin begründet, daß wir Geschöpfe Gottes sind, geschaffen nach Seinem Bilde.

Nicht allen Leuten ist allerdings klar, daß das ungeborene Kind ebenfalls ein uneingeschränktes Recht auf Leben besitzt, das ihm auch von staatlicher Seite nicht abgesprochen werden darf.

Das wichtigste aller Menschenrechte ist das Grundrecht auf Leben!  –  Um dies zu erkennen, muß man kein Christ sein, dazu genügen Vernunft und guter Wille.

Auch in diesem Jahr wurde der Berliner Marsch wieder von linksradikalen Kräften massiv gestört: siehe viertes Foto.IMG_7764

Ohne massive Polizei-Präsenz zum Schutz des Demonstrationsrechts wäre alles noch chaotischer verlaufen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, der sich seit Jahren an dieser Demonstration beteiligt, wurde von einem ZDF-Reporterteam sogar angerempelt. IMG_7787

Noch schlimmer war ein linksradikaler Anschlag auf die Herz-Hesu-Kirche in Berlin: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/berlin-schweigt-zum-anschlag-auf-eine-kirche#

Das fünfte Bild zeigt die Lebensrechtler, als sie am Reichstag vorbeiziehen  – teils mit Kinderwagen im Gefolge. IMG_7862

Das nächste Bild dokumentiert den Marsch, wie er sich auf den Berliner Dom zubewegt.

Erfreulicherweise war auch ein hoher katholischer Würdenträger dabei: Prälat Michael Fuchs kam als amtlicher Vertreter des Bischofs von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer.

Unser letztes Foto zeigt den Regensburg Generalvikar als zweiten von rechts. Vorne sehen wir einen Sängerchor.

Text: Felizitas Küble
Fotos: Doris de Boer

 

 

 

 

 


Katholischer Dachverband begrüßt Klarstellungen des Bischofs von Regensburg

Erklärung des Forums Deutscher Katholiken:

Franz von Assisi hat im 13. Jahrhundert die Kirche erneuert: durch persönliche Umkehr, Verzicht auf Wohlstand und Hinwendung zu den Armen. Nie hat er ein Amt angestrebt. Papst Franziskus geht im 21. Jahrhundert den gleichen Weg.

Er will eine Kirche, die entweltlicht ist und sich von allem befreit, was ihrer Aufgabe, den Menschen das Evangelium zu predigen, im Weg steht. Auch Papst Franziskus hat auf seinem Lebensweg keine Ämter und Würden gesucht.

Wer heute in der Ortskirche Reformen fordert, der muss sich fragen: Was heißt „arme Kirche“ und was bedeutet „Option für die Armen“ in Deutschland, nicht aber, „wie kommen wir zum Diakonat und zur Priesterweihe für Frauen“.

Das Forum Deutscher Katholiken begrüßt deswegen die Klarstellungen des Bischofs von Regensburg, Prof. Rudolf Voderholzer.

Forum Deutscher Katholiken, den 30. April 2013

Prof. Dr. Hubert Gindert


Bischof Voderholzer bestätigt mit seinen ersten Personalentscheidungen die Linie seines Amtsvorgängers Müller

Prälat Michael Fuchs ist wieder als Generalvikar eingesetzt

In seiner ersten Ordinariatskonferenz hat Bischof Rudolf Voderholzer am heutigen Dienstag wichtige Personalentscheidungen mitgeteilt. Er wünschte allen Anwesenden sowie allen Mitarbeitern der Referate und Abteilungen für ihr verantwortungsvolles Wirken Gottes Kraft und Segen.  Voderholzer 1

Mit Wirkung zum 26. Januar 2013 ernannte er Domkapitular Prälat Michael Fuchs zu seinem Generalvikar und gleichzeitig zum Moderator und Kanzler der Kurie. Der Generalvikar gilt als das „andere Ich“ (alter ego) des Bischofs und vertritt diesen in allen Verwaltungsangelegenheiten.

Als Moderator ist er für die Koordinierung der einzelnen Hauptabteilungen des Bischöflichen Ordinariats, als Kanzler für die Erstellung und Aufbewahrung der Akten verantwortlich. Michael Fuchs war schon unter Bischof Gerhard Ludwig Müller seit 2005 Generalvikar.

Domkapitular Prälat Dr. Franz Frühmorgen und Domkapitular Prälat Anton Wilhelm wurden zu Stellvertretern des  Generalvikars ernannt.

Bischof Rudolf bestätigte Weihbischof Reinhard Pappenberger als Bischofsvikar für die Bereiche Berufungspastoral und Pastoralvisitationen.

Der Oberhirte berief Michael Dreßel als seinen bischöflichen Sekretär (Bischöflicher Kaplan).

Der Bischof bestätigte Domkapitular Prälat Dr. Josef Ammer und Pfarrer Lic.iur.utr. Andrzej Kuniszewski in ihrem Amt als Offizial bzw. Vizeoffizial. Der Offizial leitet in Vertretung des Bischofs das kirchliche Gericht.  

Die bisherigen Leiter der Referate des Bischöflichen Ordinariates bestätigte Bischof Rudolf Voderholzer in ihren Ämtern, ebenso Domdekan Prälat Robert Hüttner als Diözesanökonom.

Als Bischöflichen Beauftragten für das Diözesankomitee bestätigte der Bischof Domvikar Msgr. Thomas Pinzer. Darüber hinaus setzte der Bischof den im Dezember 2008 gewählten Priesterrat sowie den Diözesanpastoralrat wieder ein. Beide Räte hatten während der Sedisvakanz (bischofslosen Zwischenzeit) zu bestehen aufgehört.

Quelle (Text/Foto):
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
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Bayerische Bischofskonferenz tagt ab heute Abend in der Abtei Waldsassen

Von Dienstagabend bis Donnerstag, den 31. Januar 2013, tagt die Freisinger Bischofskonferenz in der Abtei Waldsassen.

Bischof Rudolf Voderholzer nimmt nach seiner Weihe zum neuen Oberhirten für das Bistum Regensburg, die am vorigen Samstag stattfand, erstmals an der Bischofskonferenz teil.  iMA00370501

Die bayerischen Bischöfe sowie Mitglieder der tschechischen Bischofskonferenz feiern am Mittwoch, den 30. Januar 2013 um 19 Uhr einen festlichen Gottesdienst in der Basilika. Hauptzelebrant und Prediger ist Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München.

Am Donnerstag, den 31. Januar 2013, feiern die Bischöfe um 7.30 Uhr ein Pontifikalamt in der Klosterkirche Waldsassen. Hauptzelebrant und Prediger ist der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Alle Gläubigen sind zur Mitfeier sehr herzlich eingeladen.

Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) besucht im Rahmen der Tagung erstmals die Pfarrei Waldsassen und wird danach am Donnerstag um 16 Uhr mit den Bewohnern einen Wortgottesdienst im Altenheim St. Martin feiern, bevor er die Spätberufenenschule Fockenfeld besucht.

Information für die Pressevertreter: Die Bischofskonferenz endet am Donnerstag, 31. Januar 2013 um 13.30 Uhr mit einer Pressekonferenz im Gästehaus St. Joseph, Basilikaplatz 2, 95652 Waldsassen. Es spricht der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx. Bischof Rudolf Voderholzer wird ebenfalls anwesend sein. Eine Akkreditierung ist nicht notwendig.
 

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Rudolf Voderholzer wurde heute zum Bischof von Regensburg geweiht – 4000 Gläubige folgten der Feier

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat am Samstagvormittag in einem bewegenden Pontifikalamt im Hohen Dom St. Peter in Regensburg Prof. Dr. Rudolf Voderholzer zum Bischof geweiht. 0013

Konsekratoren des 78. Oberhirten des Bistums Regensburg waren außerdem Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller (siehe Foto), Präfekt der römischen Glaubenskongregation und Voderholzers direkter Amtsvorgänger.

Zudem  Bischof František Radkovský, Bischof von Regensburgs Partner-Bistum Pilsen, sodann Erzbischof Dr. R. Zollitsch, Vorsitzender der Dt. Bischofskonferenz  –  sowie zahlreiche Bischöfe aus Bayern und darüber hinaus, darunter der Trierer Bischof Stephan Ackermann sowie der Limburger Bischof Tebartz-van Elst.

0031Rund 4000 Gläubige, darunter 400 Priester, waren aus dem ganzen Bistum Regensburg, aber auch von Stätten des früheren Wirkens Voderholzers zum Pontifikalamt gekommen und folgten der Liturgie auch in den benachbarten Kirchen der Alten Kapelle, Niedermünster und St. Johann. Dorthin wurde der Gottesdienst auf Leinwände übertragen. Das Bayerische Fernsehen übertrug die gesamte Feier live.

Nuntius Erzbischof Dr. Périsset überbrachte die Ernennungsurkunde von Papst Benedikt, die der bisherige DiözesanadministratorDr. W. Gegenfurtner verlas.

Am 2. Juli 2012 hatte Papst Benedikt den Regensburger Bischof Gerhard L. Müller zum Präfekten der römischen Glaubenskongregation ernannt. Die Ernennung von Dr. Voderholzer zum Oberhirten von Regensburg erfolgte am 6. Dezember 2012. 0029

In seiner Predigt stellte Kardinal Marx die Frage, wie es heute angesichts vielfältiger Erwartungen und medialer Zuspitzungen noch möglich sei, Bischof und Apostel zu sein. „Das kann ER uns zumuten, weil ER uns sendet“, lautete seine Antwort. Von Christus her gelte es, den Menschen die Fülle des Lebens zu zeigen.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller habe „stark und großartig“ in Regensburg gewirkt. Nun solle sein Nachfolger die Fußstapfen aufnehmen und seinen eigenen Weg gehen: „Gottes Segen Dir dazu, auf geht’s!“

In seinen Dankesworten sprach der neugeweihte Bischof:

„Wer seine Her‐Kunft in Christus sieht, der wird auch die Zu‐Kunft gestalten können. Mit dem Bischofsamt wird mir eine besondere Verantwortung für den Glauben anvertraut; nicht Asche zu hüten, sondern der Fackel des Glaubens eine Brücke in die Zukunft zu bauen, ein Feuer weiterzugeben, das in unseren Herzen brennt und uns zu leben hilft  –  darum geht es; den Glauben an den lebendigen Gott zu bezeugen, der uns in Jesus Christus als Menschenbruder nahe gekommen ist.“  0033

BRÜCKEN der Verständigung von Bayern  nach Böhmen

Mit Bezug zum Sudetenland sagte der Bischof weiter, der Glaube habe getragen, auch damals in schlimmen Zeiten, als die Brücken zwischen den Menschen und den Völkern niedergerissen wurden:

„Ohne das Zeugnis dieses auch in schweren Zeiten bewährten Glaubens stünde ich heute nicht hier. Dieser Glaube hat auch geholfen, neu Brücken zu bauen zwischen unseren Völkern.“

Zu Bischof František Radkovský von Pilsen gewandt, erklärte der neue Regensburger Oberhirte:

„Unsere Verbundenheit hat bereits eine lange persönliche Geschichte. Dass Sie mir heute die Hände aufgelegt haben, bewegt mich tief. Ich fühle mich heute an Ihre Seite gerufen, damit wir weiterhin Brücken bauen, viele Brücken. Brücken, die uns Europäer zueinander führen. Brücken, die uns im Gebet vereinen. Brücken, die den Menschen den Weg öffnen zu Jesus Christus und seiner Frohen Botschaft – in Bayern wie in Böhmen.“

Im Anschluß an die knapp dreistündige liturgische Feier im Dom fanden im benachbarten Kolpinghaus ein Festakt und eine Begegnung statt, zu der alle Gläubigen eingeladen waren.

Staatsministerin Emilia Müller sagte in ihrem Grußwort in Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer:

Geboren in München, Priester in Oberbayern und renommierter Hochschullehrer – Sie sind für das Hirtenamt im Herzen Bayerns eine Idealbesetzung. Wir unterstützen Sie nach Kräften. Wen wir Oberpfälzer einmal in unser Herz geschlossen haben, den lassen wir so schnell nicht mehr heraus.“  0038

Für Prof. Dr. Rudolf Fritsch, den Präsidenten der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, der wegen Krankheit verhindert war, trug dessen Frau Gerda Fritsch das Grußwort vor. Darin würdigte der Präsident die Verbundenheit des neuen Bischofs mit der sudetendeutschen Volksgruppe, die durch Prof. Voderholzers Abstammung einerseits und durch seine Aktivitäten für die Volksgruppe andererseits ausgedrückt würden:

„Die Sudetendeutsche Akademie dankt Ihnen, dass Sie seinerzeit die Berufung in die Sudetendeutsche Akademie angenommen haben, und sie ist stolz darauf, jetzt einen Bischof zu ihren Mitgliedern zu zählen.“

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Der evangelische Regionalbischof Oberkirchenrat Dr. Hans-Martin Weiss versicherte den neuen Bischof seiner Achtung des Amtes und seiner Person und wünschte ihm „gesegnete und gnadenreiche Jahre in der Wahrnehmung seiner neuen Aufgabe“.

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Vorsitzender des Regensburger Diözesankomitees, sagte in seinem Grußwort, das Bistum sei stark von Volksfrömmigkeit geprägt, die u.a. auch in einer Vielzahl von Wallfahrten zum Ausdruck komme:

„Sie stehen nun in der Reihe großer Bischöfe von Regensburg, die sehr oft auch bedeutende Theologen gewesen sind. Als Vertreter der Laien in unserem Bistum darf ich Ihnen versichern, dass wir uns alle sehr auf Sie freuen und dass Sie alle Menschen in Ihrem Bistum mit offenen Armen und großer Freude empfangen.“

In der Folge hießen engagierte Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Diözese den neuen Bischof willkommen.

Zum Abschluß des ebenfalls bewegenden Festakts sagte Bischof Voderholzer, Erzbischof Müller habe ihm ein wohlbestelltes Bistum übergeben. 

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Regensburg: Live-BR-Übertragung der Bischofsweihe am kommenden Samstag

Am morgigen Samstag, den 26. Januar 2013, wird der Trierer Dogmatiker Prof. Dr. Rudolf Voderholzer im Hohen Dom St. Peter in Regensburg   –  u.a. auch durch den vatikanischen Glaubenspräfekten Gerhard L. Müller   –   zum Bischof geweiht.  iMA00370501

Die feierliche Zeremonie, zu der alle Gläubigen recht herzlich eingeladen sind, beginnt um 10 Uhr. 

Wer nicht daran teilnehmen kann, hat dennoch die Chance, die Weihe-Liturgie per TV mitzuverfolgen, denn sie wird vom Bayerischen Rundfunk live übertragen.

Ein Exemplar des ansprechend gestalteten und bebilderten Liederheftes zur Bischofsweihe  finden Sie hier:
http://newsletter.bistum-regensburg.de/newsletter/images/iMA00370620.PDF

Quelle (Foto/Infos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Künftiger Bischof von Regensburg überschritt in Parsberg die Bistumsgrenze

Am gestrigen Donnerstag betrat der ernannte Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer, erstmals in Parsberg die Grenze seines neuen Bistums.  Voderholzer_Parsberg

Diözesan-Administrator Dr. W. Gegenfurtner, Weihbischof R. Pappenberger, Prälat M.  Fuchs, Stadtpfarrer T. Günther sowie zahlreiche Gläubige begrüßten den neuen Oberhirten vor dem Gotteshaus.

Zum Empfang läuteten die Glocken der Stadtpfarrkirche feierlich. Bevor sich die Prozession, angeführt von einem Kreuzträger, in der Kirche einfand, überreichte Pfarrer Günther Dr. Voderholzer das Weihwasser.

Nach dem Kreuzzeichen segnete der künftige Oberhirte beim Einzug damit die Gläubigen. 

Vor dem Allerheiligsten nahm sich Prof. Dr. Rudolf Voderholzer Zeit für ein stilles Gebet. Im Anschluß betete der Ehrengast mit den anwesenden Frauen und Männern, bevor er ein persönliches Grußwort an sie richtete:

„Lieber Herr Weihbischof,
lieber Herr Pfarrer und alle Brüder im Priesterlichen Dienst,          
Ehrwürdige Schwestern,      
liebe Parsberger, liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Ich danke Ihnen sehr für den herzlichen Empfang, den Sie mir bereiten hier in Ihrer Pfarrkirche, die dem heiligen Apostel Andreas geweiht ist.

Was könnte es Sinnigeres geben: Der neue Bischof wird in der ersten Pfarrei nach der Bistumsgrenze auf dem Weg von Trier her begrüßt   
und über ihm wölbt sich das Gemälde mit der Berufung der ersten Apostel Simon und Andreas, so dass wir alle gleichsam mitgenommen werden an den See Genesareth in die Geburtsstunde der Kirche, die immer mitgeht.

Jesus ruft die beiden Brüder von ihren Netzen weg und macht sie zu Menschenfischern (Mk 1,16‑20).

Ich selber darf gerade heftig spüren, was es heißt, die bisherigen Netze liegenzulassen, Vertrautes aufzugeben und mit dem HERRN Neues zu wagen.

Menschenfischer durfte ich schon sein und werde es noch intensiver sein dürfen. Das Bild vom Menschenfischer muss man richtig verstehen. Für die Fische im See Genesareth war es nicht angenehm, den Fischern ins Netz zu gehen und von ihnen aus dem Wasser gezogen zu werden.

Was es heißt, einem Menschenfischer ins Netz zu gehen, sagt uns Ihr herrlicher Taufstein hier vorne, den ich schon bei meinem ersten Besuch bewundert  habe. Während die Fische ihrem Lebensraum entrissen werden, werden wir Menschen durch die Taufe im Wasser und im Heiligen Geist in das wahre und ewige Leben eingetaucht und zum neuen Leben geboren.

„Christen, erkennt Eure Würde!“

Als Schwestern und Brüder Jesu Christi und Kinder Gottes des Vaters wird uns die größtmögliche Würde geschenkt.

Mit Papst Leo rufe ich Euch allen zu: „Christen, erkennt Eure Würde“  –  und helft als getaufte und gefirmte Christen mir, Eurem neuen Bischof, das Evangelium zu verkünden, in Worten und Taten, in der Familie, am Arbeitsplatz, wo immer der HERR auch Euch hingerufen hat.

Liebe Schwestern und Brüder,   Voderholzer_Parsberg3

nicht nur der Ort, an dem Sie mich heute hier begrüßen, ist in vielfacher Hinsicht sprechend. Auch der Tag, den die himmlische Regie für diesen Empfang ausgewählt hat, ist für meine Lebensgeschichte von großer Bedeutung:

Heute nämlich genau vor 26 Jahren bin ich im Dom zu München zum Diakon geweiht worden; habe ich also auf den Ruf Jesu mit meinem „Ich bin bereit“ geantwortet.

Diakon heißt „Diener“. Früher gab es den liturgischen Brauch, dass der Bischof unter seinem bischöflichen Ornat auch noch eine leichte Dalmatik getragen hat, also das „Dienstgewand“ des Diakons. Dadurch sollte daran erinnert werden:

„Auch und gerade der Bischof bleibt Diener“

Auch und gerade der Bischof bleibt Diener. Bischof-sein ist kein Privileg oder eine Auszeichnung, sondern In-Dienstnahme für Sie.

Der liturgische Brauch ist abgekommen. Die Sache aber bleibt gültig. Als Bischof bin ich, wie der Apostel sagt, nicht Herr über Ihren Glauben, sondern Diener Eurer Freude (vgl. 2 Kor 1,24).

Dass mir das gelinge, ist mein großes Gebetsanliegen heute – und meine Bitte an Sie alle ist: Beten Sie für mich, dass ich Ihnen ein solcher Bischof werden kann. Heiliger Apostel Andreas, bitte für uns! Amen.“

Am Ende der Begegnung segnete Prof. Dr. Rudolf Voderholzer alle Gläubigen und nahm sich vor der Weiterfahrt nach Regensburg besonders viel Zeit für alle Anwesenden.

Zahlreiche Gläubige nutzten die Gelegenheit, um ihren neuen Oberhirten zu seinem neuen Amt herzlichst zu gratulieren.

Dr. Rudolf Voderholzer wird am 26. Januar 2013 im Dom St. Peter zum 78. Bischof von Regensburg geweiht.

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Prof. Dr. Rudolf Voderholzer, künftiger Bischof von Regensburg, traf in der Domstadt ein

Begegnung mit Priestern und über 1000 Gläubigen in der Kathedrale St. Peter

Die Türme des Regensburger Doms strahlten vor dem herrlich blauen Himmel, als unter festlichem Glockengeläut der ernannte Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer, am gestrigen Nachmittag am Hauptportal der Kathedrale eintraf. 

Mehr als 1000 Gläubige waren in den Dom gekommen, um ihren künftigen Oberhirten zu begrüßen. 

Zuvor hatte Prof. Voderholzer im westlich gelegenen Parsberg die Bistumsgrenze überschritten, um dort in der Stadtpfarrkirche Priestern und Gläubigen zu begegnen.

Das Domkapitel und weitere Vertreter aus der Diözese begrüßten den ernannten Bischof feierlich am Westportal, Domdekan Robert Hüttner reichte ihm das Weihwasser.

Unter großem Applaus des Kirchenvolks betrat der neu ernannte Bischof den Regensburger Dom. In einer festlichen Prozession, angeführt vom Kapitelkreuz, begaben sich die Geistlichen in die Sailer-Kapelle im südlichen Teil der Kathedrale.  

Zuvor segnete Prof. Dr. Rudolf Voderholzer die vielen Gläubigen mit dem Weihwasser. Nach einem stillen Gebet vor dem Allerheiligsten sprach der künftige Bischof ein Gebet vor der Kirchengemeinde.

Die Regensburger Domspatzen und Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber begleiteten die Begegnung musikalisch.

Auf den Stufen der Altarinsel richtete sich Prof. Dr. Rudolf Voderholzer anschließend mit einem Grußwort erstmals an die Gläubigen:   Rudolf Voderholzer Grußwort am Altar

„Lieber Herr Weihbischof,
liebe Brüder im Priesterlichen Dienst,
Ehrwürdige Schwestern,
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst
liebe Kinder, liebe Jugendliche und erwachsene Schwestern und Brüder im Herrn!

Ich danke Ihnen sehr für den herzlichen Empfang, den Sie mir bereiten hier in unserem Dom, meiner künftigen Bischofskirche, meinem „Petersdom“.

Wie Sie wissen, bin ich am Nikolaustag, heute vor 14 Tagen, von Papst Benedikt zum Bischof ernannt worden. So richtig Bischof werde ich dadurch, dass ich am 26. Januar hier im Dom durch die Handauflegung der Bischöfe, die das Kollegium der Bischöfe repräsentieren, sowie durch das Gebet der Bischöfe und durch Ihr Gebet geweiht werde.

Unter den zahlreichen Legenden, die sich um das Leben des heiligen Nikolaus ranken, bezieht sich eine auch darauf, wie Nikolaus selbst Bischof wurde. Sie ist in der „Legenda aurea“ aufgeschrieben. In einer etwas vereinfachten Form lautet sie so:

Der junge Mann Nikolaus wollte tun, was Jesus gefällt. Darum ging er oft in die Kirche, um zu beten und von Jesus zu hören. Eines Tages ging Nikolaus wieder sehr früh am Morgen zum Gottesdienst. Kaum war er durch die Kirchentür getreten, kam ein Mann auf ihn zu und fragte ihn: ‚Wie heißt du?‘  – Nikolaus antwortete: ‚Mein Name ist Nikolaus.‘  – Da rief der Mann: ‚Dich hat Gott geschickt. Du sollst der Bischof von Myra werden!‘

Nikolaus verstand nicht, was geschah. Er wehrte sich: ‚Warum gerade ich? Ich tauge doch nicht zu einem solch hohen Amt.‘ Da erzählte ihm der Mann: ‚Viele Bischöfe sind beieinander, um einen Nachfolger für den verstorbenen Bischof zu wählen. Sie können sich nicht einigen. Ich aber hörte in der Nacht im Traum eine Stimme: ‚Den ersten Mann, der am Morgen zur Kirche kommt und dessen Name Nikolaus ist, sollt ihr zum Bischof weihen.‘  –  Da ließ sich Nikolaus zum Bischofsstuhl führen.“

Eine Legende, eine Geschichte also, die nicht unbedingt in jedem historischen Detail, aber gewiss der Sache nach eine tiefe Wahrheit besitzt.

Natürlich ist es gut, wenn ein Bischof organisieren und verwalten kann, wenn er Bücher schreiben und ansprechend predigen kann.

Der Bischof soll der erste Beter seines Bistums sein!

Das Wichtigste freilich auch für einen Bischof heute wird immer sein müssen, dass er der erste Beter seines Bistums ist. Dass in ihm eine Sehnsucht brennt nach der Gegenwart Christi in seiner Kirche und dass er so ein guter Hirte wird.

Am Bild des heiligen Nikolaus, wie es uns vor allem die Überlieferung der Ostkirche zeigt, wird auch deutlich:

Die Liebe zum Herrn, das Gebet, die Ausrichtung auf Gott öffnet zugleich den Blick für die Menschen. Nikolaus ist der Heilige für die Menschen schlechthin geworden, ein universaler Wohltäter. Als solcher ist er mit Johannes dem Täufer der Heilige des Advents, der dem Herrn die Wege bereitet in unsere Herzen.

Liebe Schwestern und Brüder, ich freue mich, dass ich so erwartungsvoll empfangen werde, dass sich viele, wie ich höre und lese, viel von mir erwarten. Es wäre ja traurig, wenn es anders wäre.

Ich bitte Sie, dass Sie sich vor allem von mir erwarten, dass ich Ihnen ein solcher Bischof werde, wie es die Nikolauslegende lehrt: Einer, der das Ohr an den Lippen seines Herrn hat und gerade so zugleich die Sorgen und Nöte der ihm Anvertrauten kennt.

Dass mir das gelinge, ist mein großes Gebetsanliegen heute, und meine Bitte an Sie alle ist:

Beten Sie für mich, dass ich Ihnen ein solcher Bischof werden kann. Heiliger Apostel Petrus, heiliger Nikolaus, heiliger Wolfgang, bittet für uns! Amen.“

Zum Abschluss segnete der ernannte Bischof alle Gläubigen und zog mit den Priestern in die Bischofsgruft, um die Gräber seiner Vorgänger aufzusuchen. Auch beim Auszug aus der Bischofskathedrale läuteten die Glocken des Domes ihren herrlichen Klang zur Ehre Gottes.

Zum Abschied spendeten die Gläubigen ihrem künftigen Bischof abermals großen Applaus. Prof. Rudolf Voderholzer nutzte die Begegnung, um das Gespräch mit zahlreichen Gläubigen zu suchen.

Quelle (Text/Fotos):
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