Forschung will Angst und Depressionen mit blauem oder rotem Licht dämpfen

Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben Rezeptoren für den Botenstoff Serotonin so modifziert, dass sie sie mit Licht anschalten können. Damit stellen sie ein neues Modell bereit, um Depressionen und Angstzustände zu erforschen.

Ein Ungleichgewicht im Serotoninhaushalt scheint u.a. für Angstzustände und Depressionen verantwortlich zu sein. Ein Rezeptor, der besonders wichtig für die Regulation des Serotoninhaushalts ist, ist der 5-HT1A-Rezeptor. https://i2.wp.com/aktuell.ruhr-uni-bochum.de/mam/images/2014/hp/masseck_serotoninrezeptoren_hp__c__masseck.jpg

Mit genetischen Methoden koppelten die Bochumer Forscher Sehpigmente, die im Auge von Maus und Mensch vorkommen, an die Signalwege der Serotonin-Rezeptoren. Mit blauem oder rotem Licht konnten sie so den Signalweg des 5-HT1A Rezeptors gezielt anschalten.

„Wir hoffen, dass man in Zukunft mithilfe dieser optogenetischen Tools besser verstehen kann, wie Angst und Depressionen entstehen“, resümiert RUB-Neurowissenschaftlerin Dr. Olivia Masseck.

Das Team vom Lehrstuhl Zoologie und Neurobiologie zeigte auch, dass über die lichtaktivierbaren Rezeptoren das Verhalten von Mäusen modifizieren werden kann. Schalteten die Wissenschaftler per Licht das Serotoninrezeptorsignal in einem bestimmten Hirnbereich an, waren die Mäuse im Verhaltenstest weniger ängstlich.

Quelle und weitere Infos hier: http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2014/pm00046.html.de