Aufschlußreiche Desinformation über Trump

Von Felizitas Küble

Am 2. Dezember 2020 veröffentlichte die Wochenzeitschrift FOCUS (von „Nachrichtenmagazin“ zu sprechen, wäre hier zuviel des Guten) in seinem Web-Portal einen seiner gewöhnlichen Anti-Trump-Rundumschläge, wie ihn auch der linke „Spiegel“ einseitiger nicht bieten könnte.

Natürlich beginnt der Artikel unter dem Titel „Trump droht mit Blockade von US-Haushalt“ mit einem wüsten Zerrbild-Foto des US-Präsidenten, um die Leser gleich passend einzustimmen. Man merkt die Absicht – und ist verstimmt, sofern man noch etwas skeptischen Rest-Verstand besitzt.

Danach werden die üblichen Sprechblasen abgesondert („unbelegte Vorwürfe“ betr. Wahlbetrug usw), bis man sich endlich zu einer konkreten Aussage durchringt (Linie von uns):

„US-Justizminister William Barr hatte am Dienstag gesagt, dass es keine Beweise für Betrug in einem Maße gebe, das den Ausgang der Wahl ändern würde.“

Aha, angeblich waren die Vorwürfe doch „unbelegt“, jetzt gibt es nur keine derart massiven Beweise dafür, daß es das Wahlergebnis ändern würde. Also offenbar doch B e t r u g ?! Oder beginnt eine Wahlmanipulation erst ab einer bestimmten Größenordnung?

Auch in anderen Medien liest man derzeit einschränkende Bemerkungen, wonach es keinen „flächendeckenden“ bzw. keinen „systematischen“ Wahlbetrug in den USA gegeben habe. So schreibt z.B. heute online die FR (Frankfurter Rundschau), Trump habe keine Beweise „im großen Stil“ vorgelegt. (Quelle hier: https://www.fr.de/politik/donald-trump-wahl-2020-usa-niederlage-video-joe-biden-manipulation-rede-90119574.html)

Derlei gewundene Eingeständnisse sind aufschlußreich und widerlegen indirekt die anfangs überall lautstark hinausposaunte Behauptung, es sei in puncto US-Wahl selbstverständlich alles vollständig in Ordnung.

Zurück zum FOCUS-Artikel: Ein weiteres Beispiel für Desinformation ist sodann die ehauptung, „nach den beglaubigten Ergebnissen von sechs wichtigen Swing-States hat dort jeweils Biden gewonnen“. Das hat er nicht, denn auch North-Corolina gehört zu den umkämpften Staaten (Wackelländern) – und in diesem Bundesstaat hat unstrittig Präsident Trump gesiegt.

Ähnlich unseriös arbeitet ein weiterer FOCUS-Artikel – ebenfalls vom 2.12. online – unter dem irreführenden Titel „Republikaner widersetzen sich Trumps Wahlbetrugs-Vorwurf“, der den Eindruck erweckt, als habe sich Trumps Partei von ihm distanziert. In Wirklichkeit steht sie so fast komplett geschlossen hinter ihm – vom Vizepräsidenten über den Außenminister bis hin zur Wählerbasis.

Aber FOCUS bietet hierbei ganz aufregende „Belege“, er verweist z.B. auf eine „städtische Beamtin“ (!) oder gar einen „Bezirksaufseher“:

„Es gibt auch einige Republikaner, die sich mutig gegen die Vorwürfe Trumps stemmen und so die Integrität der Demokratie sichern: Eine städtische Beamtin in Michigan etwa, der Staatssekretär von Georgia, ein republikanischer Bezirksaufseher in Arizona und republikanisch ernannte Richter in Pennsylvania bieten Trump die Stirn.“

Quellen für die Zitate: https://www.focus.de/politik/ausland/us-wahl-2020-wahlbeamter-warnt-vor-eskalation-der-trump-hetze-jemand-wird-getoetet-werden_id_12606704.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_POLITIK

https://www.focus.de/politik/ausland/us-wahl/us-praesidentschaftswahl-lebenselixir-der-demokratie-republikaner-widersetzen-sich-trumps-wahlbetrugs-vorwurf_id_12726867.html


Kardinal Marx bietet einen Rundumschlag statt geistiger Auseinandersetzung

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Reinhard Marx hat am 25. Mai 2020 sein neues Buch vorgestellt. Der Titel heißt „Freiheit“.

Was Marx darin sagt, stellt Britta Schultejans in der Allgemeinen Augsburger Zeitung (AZ) vom 25. Mai vor. Zusammenfassend heißt es:

„Eine neue Theologie, mehr Menschlichkeit, mehr Freiheit, ein neues Zeitalter des Christentums“.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Das hört sich wie die Ankündigung einer neuen politischen Utopie an – recht unkonkret. Schultejans meint an späterer Stelle: „Das klingt zum Teil ungemein progressiv, ganz konkret wird Marx aber nicht“.

Diese Unkonkretheit zieht sich in diesem „Rundumschlag“ (Untertitel) durch den gesamten Text.

„Freiheit“ lässt sich gut instrumentalisieren. Alle Ideologen arbeiten damit, auch, wenn sie diese missbrauchen, nachdem sie die Macht erobert haben.

Wir kennen das vom „kommunistischen Manifest“ des Karl Marx, auf den sich alle Marxisten berufen haben  –  von Lenin, Stalin bis zu Mao Tse-tung und Pol Pot, die ihre Gegner ausgerottet haben.

Die „neue Theologie“ wird in der Besprechung nicht näher ausgeführt. Sie sollte eigentlich zu einem tieferen Verständnis der Botschaft Jesu führen.

Das „neue Zeitalter des Christentums“ wird nicht konkret sichtbar. „Freiheit“ ist schon etwas abgegriffen.

Es könnte trotzdem einen interessanten Aspekt bringen, wenn z.B. dargelegt würde, dass Freiheit für Christen hieße, frei werden von den Fesseln der Sünde, von Furcht und Angst, die Menschen bedrängen.

Marx fordert laut Schultejans-Artikelm, „zur Erneuerung“ gehöre zwingend, moderne Freiheiten als gesellschaftliche Errungenschaften zu betrachten.

Es gehe „nicht an, die Freiheitsgeschichte der modernen Welt als Irrweg zu verdammen oder gar als Bedrohung des Glaubens und der Kirche zu sehen“.

Da auch das nicht konkretisiert wird, wäre zu fragen, ob Marx „gesellschaftliche Errungenschaften“ in assistiertem Suizid, in Abtreibung, in Ehe für Alle, in Genderideologie, in der Selektionsmethode PND, in Leihmutterschaft, in Gleichsetzen aller Formen von Sexualität und im Verbot von Konversionstheorien sieht?

Marx geht, so heißt es in der Buchvorstellung, mit „konservativen Widersachern hart ins Gericht“.  Diese Gegner sieht er wohl bei denen, die z.B. im sogenannten Reformprozess eine andere Meinung als er vertreten.

Denn „er (Marx) galt ohnehin schon als treibende Kraft hinter dem Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland, der ‚Synodaler Weg‘ genannt wird und sich mit der Sexualmoral, dem Zölibat und der Stellung der Frau befassen soll“.

Als „konservative“ Gegner werden in der Buchbeschreibung namentlich Kardinal Woelki, Bischof Voderholzer und Kardinal Müller genannt. Nirgends wird „konservativ“ näher definiert. Das ist diese schlüpfrige, effektheischende Diktion, die einer geistigen Auseinandersetzung aus dem Weg geht.

Reinhard Marx äußert: „Wenn Freisein und Katholischsein nicht zusammengehören können, ist der Weg des Glaubens in die Zukunft versperrt“.

Mit der Forderung nach mehr Freiheit zeigt sich Marx als ein erfahrungsresistenter Analyst. Bekanntlich rühmen sich die Protestanten ihrer größeren Freiheiten gegenüber den Katholiken. Bringt das aber mehr Zukunft?

Die Protestanten verlassen in größerer Zahl als die Katholiken ihre Kirche. Kirchenaustritte sprechen nicht für Zukunft. Marx äußert, der Kirche dürfe „nichts Menschliches fremd sein“. Richtig! Als die Katholiken noch regelmäßig zum Beichten gingen, war der Kirche vermutlich nichts fremd. Heute muss sie die Befindlichkeit von Soziologen, Psychologen und aus der Statistik erfahren. Fortschritt?

Schließlich meint Marx: Eine Kirche, „die sich in einer rein negativen Sicht der Moderne verharrt und sich zurückträumt in eine idealisierte Vergangenheit… ist nicht nur überholt, sondern sogar zu verhindern… dass solche Stimmen zum Teil vermehrt zu hören sind, beunruhigt mich“.

Marx ist dafür bekannt, dass er kräftig austeilt, wenn er Gegenwind spürt. Er hütet sich aber auch hier, Ross und Reiter zu nennen. Das gibt allen Spekulationen Raum, vermeidet aber eine geistige Auseinandersetzung.

Andersdenkende werden mit „Fundamentalismus“ und „autoritäre Restauration“ abgekanzelt. Die Artikelüberschrift in der AZ lautet: „Klare Kante gegen Kirchen-Konservative“. Sie liest sich wie ein letzter Rundumschlag eines angezählten Boxers. Ein „deutliches Signal“ ist es nicht.


Wutentbrannter FAZ-Artikel von Deckers zum Streit um den „synodalen Prozess“

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Päpstlicher Hinterhalt“  – der schon Schlimmes ahnen läßt  – veröffentlichte Daniel Deckers vor zwei Tagen in FAZ-online einen Rundumschlag, der für eine seriös und hochwertig sein wollende Qualitätszeitung wie die „Frankfurter Allgemeine“ reichlich aus dem Rahmen fällt: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kommentar-paepstlicher-hinterhalt-16383290.html

Der Redakteur – seines Zeichens Ressortleiter und seit langem zuständig für „Kirchenthemen“ –  bewegt sich mit seinem heftigen Kommentar in der Nähe von Verschwörungstheorien, zumindest betreibt er Polemik und Panikmache.

Der Autor hat bereits vor Jahren in der Causa Tebartz van Elst unermüdlich die kirchenfeindliche Trommel geschlagen, was damals zu Kritik und Abo-Kündigungen katholischer Leser führte. Nun ist Deckers noch mehr in seinem Element und hat diesmal keinen Geringeren als Papst Franziskus zum Prügelknaben erkoren.

Nun kann man durchaus nachvollziehen, daß für manche Zeitgenossen mit dem neuen Pontifex einige Hoffnungen auf „Reformen“ verbunden waren. Nicht immer hat sich der Papst – gelinde gesagt – klar geäußert, bisweilen mag er durch spontane Bemerkungen in manchen Köpfen geradezu euphorische Erwartungen begünstigt haben, als könne nun die Kirche komplett im Sinne des Zeitgeistes umgekrempelt werden, was nicht ohne Grund zu Besorgnissen vieler kirchentreuer Katholiken führte – bis hinauf zum berechtigten Stirnrunzeln von Kardinälen.

Allerdingst schießt Deckers mit seinem jüngsten Kommentar selbst für „reformkatholische“ Verhältnisse weit übers Ziel hinaus. Gleich eingangs legt er ungebremst los:

„Erst macht der Papst den Bischöfen Mut, einen Reformprozess anzustoßen. Doch als die ihn beim Wort nehmen, erklärt er sie für inkompetent und unzurechnungsfähig. Das ist einfach irre.“

In Wirklichkeit hat der Papst den deutschen Oberhirten kein einziges Mal „Mut gemacht“, hierzulande – ohne seine Genehmigung!  – ein (Partikular-)Konzil anzustreben, das sich noch dazu mit weltkirchlichen Themen beschäftigen und hierzu „verbindliche“ (!) Beschlüsse fassen soll.

Ein solche Version einer „Synode“ geht weit über die kirchenrechtliche sowie theologische Kompetenz und Autorität von Bischöfen hinaus, denn diese bilden keine eigene Sonderkirche (auch keine „deutsche Nationalkirche“), sondern sind Teil der katholischen Weltkirche und sollen sich mit dem römischen Lehramt verbunden fühlen, statt es zu ignorieren.

Wenn Deckers zudem schreibt, die Bischofskonferenzen seien „Organe mit einer gewissen authentischen Lehrautorität“, dann irrt er sich durchaus. Papst Benedikt hat oft genug darauf hingewiesen, daß genau dies nicht der Fall ist.

Eine  authentische (allerdings nicht unbeschränkte) „Lehrautorität“ besitzt zwar der einzelne Oberhirte für sein Bistum, aber nicht etwa die Bischofskonferenz als „Organ“, denn diese ist nicht „göttlichen Rechts“ (im Unterschied zum Bischofsamt). Schließlich existierte die katholische Kirche seit der apostolischen Zeit nie ohne Bischöfe, aber sehr wohl größtenteils ohne Bischofskonferenzen.

Im weiteren Verlauf seines Rundumschlags wirft der wutentbrannte Autor dem Papst „und seinen  Büchsenspannern im Vatikan“ vor, deutschen Bischöfen und Laien „in einer Weise in den Rücken“ zu fallen, welche die „gewöhnliche Vorstellungskraft übersteigt“; der Pontifex habe gar die deutschen Bischöfe „in den Hinterhalt gelockt“.

Wenn Deckers dachte und hoffte, der Papst sei wegen einiger reformerisch-klingender Aussagen gleich ganz zum Progressismus übergelaufen, dann befand er sich auf einer rosa Wolke – und er sollte besser in sich gehen, statt außer sich zu geraten.

„Einfach irre“ ist hier jedenfalls nicht Franziskus, sondern dieser zornige Kommentar in der FAZ.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Mainzer Karneval: Lars Reichow und sein demagogischer Rundumschlag gegen die AfD

Von Karin Zimmermann

Zur Sendung: „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“: Herrlich – wie in den Vorjahren – ich habe Tränen gelacht  – fast bis zum Schluss. Da habe ich meinen Ohren nicht getraut: Es ging um die AfD. afd_-300x298

Lars Reichow hätte wissen müssen, dass er zwar vieles sagen kann, dass er aber dann auch damit rechnen muss, dass der Zuhörer Schlüsse auf seinen Geisteszustand ziehen wird.

Was hier geboten wurde, war noch nicht einmal eine Wahlkampfveranstaltung: Es war das Schüren von Hass, Hetze auf niedrigstem Niveau und Diffamierung einer demokratischen, zugelassenen Partei, der AfD.

Nach Reichow sind Bevölkerungsteile, die bis zu 25% gehen, erklärte Feinde der Demokratie. Der Name Göbbels wurde genannt: Ja, es war vergleichbar mit dem, was Göbbels von sich gegeben hat. Das Zündeln von Negativ-Emotionen, das Schüren von Hass, das emotionale Aufpeitschen der Zuhörer nach dem Motto: „Wollt ihr den totalen Krieg“!

So etwas ist nicht Stil eines Demokraten, sondern der eines Demagogen. Keinerlei sachlichen Inhalt – niedrigste Instinkte der Masse wurden befeuert.

Wie sich das auswirkt, haben wir letzte Woche hier in unserem Dorf erlebt: pc_pi

Anlässlich eines Info-Standes, bei dem AfD-Mitglieder AfD-Symbole gezeigt und mit Bürgern gesprochen haben, wurde ein Parteiangehöriger absichtlich von einem passierenden Auto nur um Zentimeter verfehlt, ein anderer am Ellbogen angefahren.

Der Fahrer eines Kleintransporters hatte ruckartig die Richtung gewechselt und einen Angehörigen der Standbesatzung auf dem Bürgersteig vorsätzlich angefahren, nachdem er bereits vorher einmal – dicht vorbeirasend – „Arschloch“ und „Nazischweine“ aus dem offen Fenster gerufen hatte.

Auch nachdem er gefasst und von der Polizei angehört wurde, zeigte er keine Reue: Die nochmalige Beschimpfung mit „Arschloch“ bewies: Jedes Schuldgefühl war ihm fremd – es ging ja gegen die AfD. (http://www.afd-troisdorf.de/info-stand-der-afd-aktivisten-neunkirchen-seelscheids).

Das ist das Ergebnis. Wir kommen wieder dorthin, wo wir in den 1930er Jahren schon einmal waren: Das Fernsehen kann sich gratulieren – es hat diese Entwicklung durch „Mainz bleibt Mainz“ erkennbar befeuert.

Ob die Peinlichkeit dieses Vortrages den Faschings-Oberen bewusst ist? Man muss befürchten, nein. Sitzungspräsident Andreas Schmitt hieb bei seinem nachfolgenden Vortrag in die gleiche Kerbe.

Es scheint notwendig zu sein, dass vor einer so weltweit verbreiteten Veranstaltung noch einmal ein Erwachsener die Manuskripte auf solche Peinlichkeiten hin durchsieht.

Siehe ergänzend hierzu den Artikel eines deutsch-israelischen Autors: https://charismatismus.wordpress.com/2017/02/25/deutsch-israelischer-publizist-kritisiert-polemische-mainzer-karnevals-sendung/


Die „Süddeutsche Zeitung“ agitiert mit der Fundi-Keule gegen katholische Konservative

Die als linkslastig seit Jahrzehnten bekannte „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlichte am gestrigen Mittwochabend (26.12.) in ihrer online-Ausgabe wieder einen typisch faktenschwachen Rundumschlag.

Unter dem Titel „Folgen der kreuz.net-Abschaltung   –   Die Fundamentalisten-Meute zieht weiter“ werden reihenweise lächerliche Anschuldigungen und unbewiesene Unterstellungen dargeboten:

Rudolf Neumaier schreibt in dieser Tageszeitung aus München gleich eingangs: „Das Internetportal kreuz.net ist Geschichte“  –  schön wäre es, doch woher will der Journalist das wissen? Verfügt er über höhere Erleuchtungen oder gar hellseherische Talente?

Selbst der kirchenfeindlich geprägte Wortführer der Anti-kreuz.net-Kampagne, Dr. David Berger, äußerte mehrfach in Interviews, er halte es für wahrscheinlich, daß die Hintermänner des anonymen Schmuddelportals sich in einem anderen Gewand bzw. Webtitel neu präsentieren werden.

Gloria-TV und kath.net im Visier der SZ-Gesinnungsjäger

Sodann kommt der SZ-Autor gleich zur Sache mit seiner Verunglimpfung katholischer Konservativer:Diesmal werden die privat von Katholiken betriebenen Webseiten „kath.net“ und „Gloria-TV“ attackiert.  Man muß sicherlich nicht allem zustimmen, was in den beiden Internetpräsenzen veröffentlicht wird, doch vom Radauportal „kreuz.net“ sind sie gleichwohl um Lichtjahre entfernt.

Dennoch poltert die SZ munter drauflos: „Homophobe Hetzer haben längst andere Plattformen gefunden: Weil Webmaster keine klaren Grenzen setzen und die Kirche wieder nur zusieht, rütteln Extremisten weiter an den Normen.“

Nun wüßte man gerne, welche fürchterlich „homophoben“ und „extremistischen“ Hetz-Artikel denn auf den beiden attackierten Nachrichtenseiten bislang erschienen sind? Haben wir da vielleicht etwas Schlimmes übersehen?

Glatte Fehlanzeige: Der Herr Verfasser kann schlicht keinen einzigen Artikel vorweisen. Er präsentiert stattdessen für kath.net und Gloria-TV jeweils einen Leserkommentar (!)  als „Beleg“ –  vermutlich hat er lange danach suchen müssen.

Neumaier zeigt sich empört und schreibt: „Und auf kath.net, einem Portal, das sich betont seriös gibt, finden Katholiken mit solchen Meinungen Platz: „Die Homo-Gesetzgebung in Europa schadet zuerst den Homosexuellen selbst, weil sie sie in ihrer Verirrung noch einzementiert.“

Nicht auszudenken, daß solch eine schröckliche Lesermeinung bei kath.net das Licht der online-Welt erblicken durfte!

Sogar eine fromme Grußformel erregt den Argwohn der SZ

Betreff Gloria-TV macht sich der Autor gar noch lächerlicher: 

„Ihre Klientel, die in den täglichen Nachrichten mit dem Traditionalisten-Gruß „Laudetur Iesus Christus“ empfangen wird, hält sich für sehr katholisch, und von kirchlicher Seite gibt es dagegen noch keinen Widerspruch.“

Wogegen sollte denn die „kirchliche Seite“ protestieren? Etwa gegen den sogenannten „Traditionalisten-Gruß“, der keiner ist und der  lautet: „Laudetor Iesus Christus“ (= Gelobt sei Jesus Christus).

Dies ist ein seit Jahrhunderten bekannter katholischer Gruß, wie man sogar in „Wikipedia“ nachlesen kann („Gruß unter katholischen Christen“). Zudem handelt es sich seit jeher um den Wahlspruch von Radio Vatikan.   –  Was soll nun an diesem Gruß „traditionalistisch“ sein?  Die Lösung dieses Rätsels verrät uns die SZ leider nicht.

Nach dieser mehr als dünnen Faktenlage gibt sich der SZ-Redakteur freilich umso rabiater: „Der katholische Spuk geht weiter, und die Kirche schaut wieder zu, wie Extremisten an den Normen rütteln.“

An welchen „Normen“  –  denen der „political correctness“ bzw. jenen der „Süddeutschen Zeitung“? 

Gelten diese nicht näher definierten „Normen“ linker Gesinnungspolizisten jetzt als neues Superdogma von Zeitgeistes Gnaden bzw. Ungnaden?!  – Wer daran „rüttelt“, betreibt also „katholischen Spuk“?    – Sieht so etwa die vielgepriesene Toleranz aus, der gern zitierte „herrschaftsfreie Diskurs“?

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
DIESER ARTIKEL wurde zudem veröffentlicht in den beiden medienkritischenWebseiten SÜDWATCH und JOURNALISTENWATCH:  http://www.suedwatch.de/blog/?p=9800
http://journalistenwatch.com/cms/2012/12/28/die-suddeutsche-zeitung-agitiert-mit-der-fundi-keule-gegen-katholische-konservative/
Zudem in Gloria-TV: http://de.gloria.tv/?media=377442