Das SANCTUS aus der Schubert-Messe

Sanctus

Heilig, heilig, heilig,
heilig ist der HERR,
heilig, heilig, heilig,
heilig ist nur ER.

ER der nie begonnen,
ER, der immer war,
ewig ist und waltet,
sein wird immerdar.

Allmacht, Wunder, Liebe,
alles rings umher!
Heilig, heilig, heilig,
heilig ist der HERR.

Komponist: Franz Schubert


Der Prophet Jesaja: „Hier bin ich, HERR – sende mich!“

Aus der heutigen liturgischen Sonntagslesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 6,1-2a.3-8:

Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den HERRN.
Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron.
Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus.
Seraphim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel:                   0013
Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht,
mit zwei bedeckten sie ihre Füße und mit zwei flogen sie.
Sie riefen einander zu:
„Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heere.
Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Die Türschwellen bebten bei ihrem lauten Ruf,
und der Tempel füllte sich mit Rauch.
 
Da sagte ich: „Weh mir, ich bin verloren.
Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen
und lebe mitten in einem Volk mit unreinen Lippen,
und meine Augen haben den König,
den HERRN der Heere, gesehen.
 
Da flog einer der Seraphim zu mir;
er trug in seiner Hand eine glühende Kohle,
die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte.
Er berührte damit meinen Mund und sagte:
„Dies hier hat deine Lippen berührt:
Deine Schuld ist getilgt, deine Sünde gesühnt.“
 
Danach hörte ich die Stimme des HERRN, der sagte:
„Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen?“
Ich antwortete: „Hier bin ich, sende mich!“