Elternverein NRW übt scharfe Kritik an kirchlichem Positionspapier zur Prävention

In einem offenen Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz kritisiert der Elternverein NRW scharf das im Frühjahr veröffentlichte „Positionspapier zur Prävention sexualisierter Gewalt und sexueller Bildung an Minderjährigen und schutz- und hilfebedürftige Erwachsenen“.

Der Elternverein appelliert an die Deutsche Bischofskonferenz als oberste Verantwortliche, dieses befremdliche Papier umgehend zu überarbeiten:

„Dies Konzept schützt nicht vor Missbrauch, es öffnet eher den Weg dazu“, erklärt die Vorsitzende Andrea Heck dazu.

Man rufe die deutschen Bischöfe dazu auf, für eine ganzheitliche, entwicklungssensible und die Schamgrenzen der Kinder achtende Pädagogik in katholischen Einrichtungen einzutreten: „Das sollte die Aufgabe der Kirche sein“.

Die ausführliche Pressemitteilung des Elternvereins lesen Sie hier

Quelle: http://www.elternverein-nrw.de/aktuelles/


Betroffenen-Initiative fordert: Sexualkunde darf kein Einfallstor für Pädos sein!

Pressemeldung des Opferschutzverbandes „netzwerkB“:

NetzwerkB fordert eine kritische, transparente und differenzierte Diskussion in Politik und Gesellschaft über Inhalte, Möglichkeiten und vor allem auch wieder über die Grenzen des Sexualkundeunterrichtes in den Schulen. IMG_1061

Ein Unterricht, der Kinder und Jugendliche weit über ihre eigene natürliche Phase ihrer jeweiligen Entwicklung hinaus mit erwachsener Sexualität konfrontiert, ist kaum zu unterscheiden von sexualisierter Gewalt.

Wir meinen zudem, es darf nicht sein, dass von Sexualpädagogen verfasste Werke an Schulen zugelassen werden, die sich nicht nachdrücklich distanzieren von zweifelhaften Pädagogen wie z.B. einem Helmut Kentler: „Anfang der siebziger Jahre ließ er verwahrloste Jugendliche bei vorbestraften Päderasten unterbringen.“ (FAZ, 14.10. 2014)

„Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen nicht aufbrechen“

Eine zu frühe Konfrontation mit sexuellen Praktiken, Methoden und evtl. späteren Bedürfnissen verletzt die Kinder in ihrer zu schützenden natürlichen Entwicklung und öffnet zudem Pädokriminellen Tür und Tor.

„Das ist brandgefährlich“, sagte auch die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Christina Hennen von der Vereinigung Deutscher Psychotherapeuten gegenüber der FAZ.

Eine solche Sexualpädagogik sei der Versuch, die Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen aufzubrechen. Pädagogen, welche die Abhängigkeit der Schüler ausnutzen, könnten so Gehorsam erzwingen. „Die Kinder werden hier gezielt verwirrt. Dabei brauchen sie gerade in der Persönlichkeitsreifung natürlich Toleranz, aber auch Eindeutigkeit und Strukturen.“

Unter dem Vorzeichen von „Gender“ komme hier zurück, was schon in der Kinderladenbewegung und der Reformpädagogik als übergriffig erkannt wurde. (FAZ 14.10.2014)

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://netzwerkb.org/2014/10/17/sexualkundeunterricht-als-einfallstor-fur-padokriminelle/

Kontaktdaten:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: 04503 892782  
presse@netzwerkb.org
www.netzwerkB.org