600 Ärzte schreiben Brandbrief an Trump über die fatalen Folgen des Lockdown

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In dem öffentlichen Schreiben an Präsident Trump heißt es, die Stillegung des öffentlichen Lebens komme einem „Massenunfall“ gleich – und zwar für Millionen nicht-infizierte Amerikaner.
Zu den Unterzeichnerinnen gehört z.B. Dr. Simone Gold, eine Spezialistin für Notfallmedizin in Los Angeles: „Die nachgelagerten gesundheitlichen Auswirkungen … werden massiv unterschätzt, schreibt sie.
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Die Selbstmord-Hotline-Anrufe hätten seitdem um 600 % zugenommen.
Stille Opfer des Lockwohn seien auch z.B. jene 150.000 Amerikaner pro Monat, bei denen durch Routineuntersuchungen neuer Krebs entdeckt worden wäre – was nun unterbleibe.
Dazu kämen unbehandelte Herzinfarkte, Nierenversagen und Schlaganfälle, weil Patienten Angst haben, Krankenhäuser und Arztpraxen zu besuchen.
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Nicht zu vergessen die „gebrochenen Seelen“, heißt es weiter: psychische Probleme, Alkoholismus, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Verzweiflung, Drogenabhängigkeit, Armut und sexueller Missbrauch.
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Die Patienten hätten immer noch Angst, wegen Herzinfarkten und sogar Knochenbrüchen und tiefen Schnittwunden in Krankenhäuser zu gehen. Es fehle an  Infusionstherapien und sogar Chemotherapien. Es sei zu erwarten, dass diese aufgeschobenen Behandlungen zu immer mehr Todesfällen bei Patienten führt.

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Notfallbehandlung nicht aus Angst vor einer Corona-Infektion verschieben

Pressemeldung der Universitätsmedizin Mainz:

Patienten, die eigentlich dringend medizinisch zu versorgen wären, aus Angst vor eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aber nicht oder sehr spät angemessene medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, setzen sich einem hohen Gesundheitsrisiko aus.

Die Universitätsmedizin Mainz appelliert daher an jeden, der Hinweise auf einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall verspürt oder einer anderen dringenden medizinischen Behandlung bedarf, sich umgehend in der Universitätsmedizin Mainz zu melden. Diese versorgt auch während der COVID-19-Pandemie dringend behandlungsbedürftige Patienten.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 kann auch indirekt zu einer ernsthaften Gefahr für die Gesundheit werden. Nämlich dann, wenn Patienten, die wegen einer schweren Erkrankung dringend, eventuell sogar als Notfall zu versorgen wären, sich aus Angst vor eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aber nicht oder sehr verspätet behandeln lassen.

Die Universitätsmedizin Mainz warnt dringend vor einem derartigen Vorgehen. Insbesondere bei Herzinfarkten und Schlaganfällen ist schnelle medizinische Hilfe wichtig. Minuten können über Leben und Tod entscheiden. Entsprechende Symptome sind daher ernst zunehmen.

Die Universitätsmedizin Mainz betont, dass ihre Experten auch aktuell Tumorerkrankungen oder andere akut behandlungsbedürftige, beispielsweise dringende kardiologische und neurologische Erkrankungen, versorgen.

An der Universitätsmedizin Mainz werden elektive Behandlungen nur dann verschoben, wenn dies medizinisch vertretbar ist, d.h. die Gesundheit des Patienten dadurch nicht beeinträchtigt wird. Täglich berät ein Expertengremium sorgfältig über jeden Einzelfall. Dies geschieht vor allem auch in dem Wissen, dass das Risiko für einen Patienten aufgrund eines nicht behandelten, akuten Geschehens gesundheitlichen Schaden zu nehmen, sehr groß sein kann.

Das von vielen befürchtete Risiko, sich in der Universitätsmedizin Mainz mit dem Coronavirus zu infizieren, ist im Vergleich nicht nur geringer, es unterscheidet sich kaum vom alltäglichen Risiko. Dies liegt an den umfassenden Schutz- und Isolationsmaßnahmen, die mit medizinischer Expertise speziell ergriffen worden sind. So sind etwa unsere Covid-19-Patienten in speziellen, sehr gut abgetrennten Bereichen untergebracht.

 


Forschungsprojekt: Fette spielen eine wichtige Rolle bei psychiatrischen Erkrankungen

Wissenschaftler der Universitätskliniken Mainz und Münster haben herausgefunden, dass bioaktive Fette an neuronalen Kontaktstellen wirken und erregende Impulse im Gehirn verstärken. Infolgedessen kann es dort zu Übererregungszuständen kommen, die mit psychiatrischen Erkrankungen assoziiert werden.

Darüber hinaus konnten die Wissenschaftler in ihrem vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderten Projekt zeigen, dass sich die Produktion dieser Fette im Gehirn pharmakologisch hemmen lässt und so die neuronale Übererregung verschwindet. Das führt wiederum zur Rückbildung typischer Verhaltensmuster, die mit psychiatrischen Erkrankungen assoziiert sind.

Der entdeckte Hemm-Mechanismus eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten für psychiatrische Erkrankungen, soll aber auch bei neurologischen Erkrankungen wie dem Schlaganfall eine wichtige Rolle spielen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht.

Bislang war die Rolle von bioaktiven Fettsäuren im Gehirn nicht bekannt. Auch war der Entstehungsort der Fettsäuren an den Kontaktstellen von Neuronen nicht erforscht.

PD Dr. Johannes Vogt vom Institut für mikroskopische Anatomie und Neurobiologie der Universitätsmedizin Mainz und Dr. Dr. Robert Nitsch, Professor für Translationale Neurowissenschaften an der Universität Münster, konnten nachweisen, dass spezielle Fettsäuren lokal an neuronalen Kontaktstellen im Gehirn aus Vorläuferstoffen produziert werden. Des Weiteren konnten die Wissenschaftler zeigen, dass diese Fettsäuren die Weiterleitung erregender Impulse entscheidend verstärken.

„Dadurch kann es zu Übererregungszuständen im Gehirn kommen“, unterstreicht Dr. Vogt und ergänzt: „Es ist genau die Art von Übererregungszuständen, die für verschiedene psychiatrische Erkrankungen wie der Schizophrenie kennzeichnend ist.“

Den Wissenschaftlern gelang es, die Produktion dieser Fette im Gehirn pharmakologisch zu hemmen und so einen Rückgang der neuronalen Übererregung im Gehirn zu erzielen. „Diese Ergebnisse sind von entscheidender Bedeutung, um innovative therapeutische Ansätze zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen wie der Schizophrenie zu entwickeln. Darüber hinaus zeigen unsere Daten, dass sie einen therapeutischen Nutzen bei neurologischen Erkrankungen wie dem Schlaganfall haben, dem ebenso eine neuronale Übererregung zugrunde liegt“, so Dr. Vogt.

Professor Nitsch ergänzt: „Da bisherige Therapien, die erregende Impulse beeinflussen sollten bisher zu keiner therapeutisch relevanten Medikamentenentwicklung geführt haben, sind unsere Daten als ein Durchbruch bei der Entwicklung spezifischer Therapien für diese Erkrankungen zu werten.“

Aufgrund der Ergebnisse dieses Forschungsprojekts haben Dr. Vogt und Professor Nitsch einen internationalen Patentantrag zur Behandlung von Gehirnerkrankungen, die auf einer gestörten Regulation bioaktiver Fette und der daraus folgenden erregenden Impulse reagieren, eingereicht. Des Weiteren fördert der ERC in diesem Zusammenhang ein weiteres Forschungsprojekt mit einem ERC Proof-of-Concept Grant, bei dem es um die Entwicklung eines entsprechenden Medikaments gehen soll.

Quelle: Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz


Israel: Sauerstoff-Zufuhr in großer Menge (HBOT) hilft Schlaganfall-Patienten

Forscher der Universität Tel Aviv haben eine neue Möglichkeit für die Behandlung von Schlaganfällen entdeckt, die wichtige neurologische Funktionen wiederherstellen kann.

Dr. Shai Efrati, Leiter des Untersuchungsteams der Universität erklärt, daß große Mengen von Sauerstoff ruhende Neuronen im Hirngewebe wiederbeleben können, die von einem Schlaganfall, von Schädel-Hirn-Verletzungen oder Stoffwechselstörungen beschädigt wurden.

Symptome solcher Schäden sind motorische Störungen, psychische Probleme, Gedächtnisverlust und Demenz. Behandlungen und Rehaprogramme können den Patienten heutzutage zwar Heilung bringen, jedoch mit beschränktem Erfolg.

Die Forscher der Uni haben für ihre Studie 74 Schlaganfall-Patienten rekrutiert, deren Zustand sich nach 6 bis 36 Monaten nicht mehr verbessert hatte.

Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) besteht aus 40 Sitzungen á zwei Stunden, die fünf mal pro Woche stattfinden, und zwar in einer Hochdruckkabine, die mit sauerstoffreicher Luft gefüllt ist, die den Sauerstoffgehalt im Körper um das Zehnfache steigert.

Die Ergebnisse der Studie zeigten singnifikant erhöhte neuronale Aktivität, nachdem eine Versuchsgruppe zwei Monate lang die Therapie erhielt.

„Diese Studie eröffnet eine ganz neue Welt. Wir verstehen jetzt, dass viele Gehirnstörungen durch verringerte Energiezufuhr des Gehirns bestehen. HBOT-Behandlungen können solche metabolischen Abnormalitäten korrigieren, bevor absolute Demenz einsetzt und man keine Hoffnung auf Genesung mehr hat,“ faßt Dr. Efrati zusammen.

Quelle: http://www.israelheute.com