Kuba: Gewalt gegen Journalisten und systematische Zensur

3. Mai  – Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa Internationaler Tag der Pressefreiheit

Am 26. März fotografierte die Journalistin Juliet Michelena Díaz, wie Polizisten ihre Hunde auf vier Kubaner hetzten, die in einen Streit verwickelt waren. Als bekannt wurde, dass sie an einem Bericht über den Vorfall arbeitet, wurde sie am 7. April festgenommen und angeklagt.

Angeblich habe die 32-jährige Afrokubanerin eine Gruppe kommunistischer Schläger angegriffen. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde ihre Gerichtsverhandlung auf unbestimmte Zeit vertagt. 

„Juliet Díaz ist ein typisches Beispiel dafür, wie das Regime Castro versucht, Journalisten und Bürgerrechtler mundtot zu machen“, erläutert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. Andersdenkende, die sich durch mehrfache kurzzeitige Verhaftungen und Drohungen nicht einschüchtern ließen, verschwänden ohne ein faires oder auch ganz ohne ein Verfahren hinter Gittern.

Keine Tageszeitungen außer der kommunistischen

Die Kubaner sind von unabhängigen Informationen weitgehend abgeschnitten, betont die IGFM. Alle zugelassenen Medien sind in staatlicher Hand. Vom Parteiorgan der regierenden Kommunisten abgesehen sind alle Tageszeitungen verboten, so wie außer der Regierungspartei alle anderen Parteien verboten sind.
Nur wenige regimetreue Genossen hätten Zugang zum Internet und internationale Zeitungen aus den großen Hotels sind für die allermeisten Kubaner unerschwinglich. Besorgt stellt die IGFM fest, dass die Repressionen gegen unabhängige Journalisten weiter zunehmen und sich auch gegen international bekannte Vertreter der Demokratiebewegung richten. So wurde am 12. April  Dania Virgen García, Journalistin und Mitglied der Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“ festgenommen. Anzeige-Kuba-Flagge-Gitterstaebe_8a1367f180
Roberto de Jésus Guerra, Blogger und Leiter des unabhängigen Pressezentrums „Hablemos Press“, wurde Anfang April am Flughafen von Havanna festgehalten. Beamte beschlagnahmten dabei zahlreiche Unterlagen zur Arbeit von Menschenrechtsorganisationen.
„Langfristig führt die rigorose Zensur der Castro-Brüder zu einem intellektuellen Niedergang Kubas. Zu viele talentierte Schriftsteller, Autoren und Journalisten sind entweder gewaltsam zum Schweigen gebracht worden oder haben das Land  verlassen“, erläutert die IGFM.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33, info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Nicaragua: Friedliche Rentner auf der Straße zusammengeschlagen

Rund 50 Demonstranten flohen in Managuas Kathedrale

Friedliche Proteste von Senioren für menschenwürdige Renten sind am Samstag in Nicaraguas Hauptstadt Managua von sozialistischen Schlägern auseinandergetrieben worden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, haben vermummte Schläger mit dem Symbol der sandinistischen Regierungspartei die Rentner gezwungen, sich auf den Boden zu legen und hätten dann mit großer Brutalität auf die Rentner eingetreten und -geschlagen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Polizei schritt nicht ein. Rund 50 Menschen flohen in die katholische Kathedrale der Hauptstadt.

Die IGFM kritisierte die Regierungsgewalt aufs Schärfste. Auch die katholische Kirche des Landes ergriff Partei für die Senioren. Weihbischof Silvio José Báez warf der Regierung Nicaraguas „Staatsterrorismus“ vor.

Seit einer Woche protestieren Senioren friedlich vor dem Institut für Sozialversicherung in Managua. Sie fordern bessere Lebensbedingungen und eine staatlich garantierte Mindestrente von umgerechnet rund 38 Euro im Monat. Während staatliche Medien die Proteste weitgehend ignorierten, wollen die Rentner nach Angaben der IGFM auch nach den gewaltsamen Übergriffen weiter demonstrieren. Viele von Ihnen lebten auch nach örtlichen Maßstäben in ärmsten Verhältnissen, so die IGFM.

Mehrfach schlugen Regierungsschläger auch auf Jugendliche ein, die versuchten, den misshandelten Rentnern zu Hilfe zu kommen.

IGFM-Sprecher Martin Lessenthin sieht ein Muster hinter dem Vorgehen der Regierung: „Präsident Ortega ist ein erklärter Bewunderer von Fidel Castro und Hugo Chavez. Besonders in Kuba setzt die Regierung seit Jahren gezielt Schläger ein, um Andersdenkende einzuschüchtern und friedliche Sozialproteste niederzuschlagen.“  

IGFM – Deutsche Sektion e.V.
60388 Frankfurt  –  Borsigallee 9,
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33
eMail: presse@igfm.de, www.menschenrechte.de


PRO-LIFE-Song: Horst Janson und Monika Lundi sangen 1975 in ihrem Lied: „Wir wollen es haben!“

Der in den 70er und 80er Jahren sehr bekannte deutsche Schauspieler und Schlagersänger Horst Janson feierte am 4. Oktober dieses Jahres seinen 77. Geburtstag.  

1975 sang er gemeinsam mit seiner Frau Monika Lundi das Lied „Wir wollen es haben“, das sich unaufdringlich für das Lebensrecht des ungeborenen Kindes und gegen Abtreibung ausspricht.  Hierbei handelt es sich um die deutsche Version des Paul-Anka-Hits „Having My Baby“, die wir hier dokumentieren: 

JA, es soll leben!

„Wir wollen es haben“,
etwas Schöneres können sich Menschen nicht sagen.
Unser Baby: es wird leben
und wir werden ihm all unsere Liebe geben.

Denn wir wollen es haben,
unser Kind soll unsere Liebe allen zeigen.
Wir wollen es haben,
wie ein Baum im Frühling Blüten an den Zweigen.

Du bist so glücklich, ich kann es sehen,
denn das größte aller Wunder ist für uns geschehen,
es wird nie vergehen,
denn wir wollen es haben.

Denn ich liebe dich so
und ich möchte es dir zeigen:
Wir wollen es haben,
wie ein Baum im Frühling Blüten an den Zweigen.

Wenn wir es nicht wollten,
würde es Wege geben.
Alles könnte bleiben wie bisher,
doch es soll ja leben.

Ja, es soll leben,
denn wir wollen es haben.
Ich will unser Kind
bald unterm Herzen tragen

QUELLE und VIDEO des Schlagers hier: http://de.gloria.tv/?media=342256

Foto: Mathias von Gersdorff


Kirchenlied „Danke für diesen guten Morgen“ war einst ein Top-Schlager

Es gilt als das beliebteste Kirchenlied des 20. Jahrhunderts: „Danke für diesen guten Morgen, danke für diesen neuen Tag…“.

Vor 50 Jahren kam es als Single-Platte auf den Markt – gesungen vom Botho-Lucas-Chor.

Das Lied war 24 Wochen in den Hitlisten platziert und der erfolgreichste Titel des Chores. Text und Melodie stammen von dem 1930 geborenen Kirchenmusiker Martin G. Schneider, der es 1961 als Beitrag zu einem Wettbewerb für „neue geistliche Lieder“ verfaßte.

Die Firma Electrola glaubte zunächst nicht an einen Erfolg und ließ die Platte in lediglich 900 Exemplaren anpressen. Die Single entwickelte sich jedoch überraschend zu einem Bestseller und ging über eine Million Mal über die Ladentheke.

Der Fernsehjournalist Andreas Malessa erinnerte in einem am 5. Mai 2012 ausgestrahlten Beitrag von „Deutschlandradio Kultur“ daran, daß das Lied bei seinem Erscheinen einen Proteststurm in den Medien auslöste. Selbst Kirchenzeitungen hätten es unter anderem als „Poesie für religiöse Gartenzwerge“ etc. bezeichnet. 

1963 sang der damalige Popstar Ralf Bendix das Lied auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund vor 16.000 Zuhörern.

Laut Malessa ist „Danke“ heute ein „Klassiker und eine einfache Möglichkeit, vom Glauben zu singen“.  Es handele sich um das erste deutschsprachige Kirchenlied, „zu dem man im Swing die Finger schnippen kann und das sich leichter mit der Gitarre als mit der Orgel begleiten lässt“.

Das Lied gehört zu den „100 Schlagern des Jahrhunderts“. Unter diesem Titel erschien 2008 eine Aufstellung der besten Ohrwürmer zwischen 1904 und 2007 in Buchform (Europäische Verlagsanstalt, Hamburg).

Quelle: www.idea.de