PFINGST-Bitte: „Sende aus deinen Geist und alles wird neu geschaffen“

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche:
Psalm 104 (103),1-2.24-25.29-30.31.34.

Lobe den HERRN, meine Seele!
HERR, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.
.
Wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle erschaffen,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.
.
Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sende aus deinen Geist, so wird alles neu erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.
.
Ewig währe die Herrlichkeit des HERRN;
der HERR freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am HERRN.

Unser neues PLAKAT für Gottes Schöpfung

POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 € inkl. Versandkosten (Betrag bitte vorweg in Briefmarken beilegen), vier Stück kosten nur 6 € inkl. Porto (gegen Rechnung). – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Foto: Dr. Edith Breburda

 


GOTT hat uns alles zu Füßen gelegt!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 8,2.5.6-7.8-9.

HERR, unser König,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt
über das Werk deiner Hände,

hast ihm alles zu Füßen gelegt.

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.


Versinkt Medjugorje in einer Naturreligion?

Von Felizitas Küble

Die Medjugorje-Gebetsaktion aus Wien veröffentlicht online die Marienbotschaft aus dieser „Erscheinungsstätte“ vom 25. März 2019, die wir hier vollständig wiedergeben:

„Liebe Kinder! Dies ist eine Zeit der Gnade. Wie die Natur sich zum neuen Leben erneuert, seid auch ihr zur Umkehr aufgerufen. Entscheidet euch für Gott!

Meine lieben Kinder, ihr seid leer und habt keine Freude, weil ihr Gott nicht habt. Deshalb betet, bis das Gebet euch zum Leben wird.

Sucht Gott, der euch erschaffen hat, in der Natur, denn die Natur spricht und kämpft für das Leben und nicht für den Tod.

Kriege herrschen in Herzen und Völkern, weil ihr keinen Frieden habt, und ihr, meine lieben Kinder, den Bruder nicht in eurem Nächsten seht. Deshalb, kehrt zurück zu Gott und zum Gebet. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“

Was fällt uns an dieser angeblich himmlischen „Offenbarung“ auf?

  1. Es heißt dort: „Dies ist eine Zeit der Gnade.“ – Aber eine Gnadenzeit gibt es immer, in jedem Augenblick – und für jeden Menschen, denn Gott ruft alle zur Umkehr auf. Mit der „Natur“, die sich zum „neuen Leben erneuert“, hat dies allerdings kaum etwas zu tun, denn die Natur befindet sich in einem Kreislauf des Werdens und Vergehens, wogegen das christliche Leben sich immer mehr zu Gott erstreckt, was kein Kreislauf, sondern ein Aufbruch „nach oben“ ist, ein Streben dem Licht entgegen.
  2. Nach ca. 38 Jahren Erscheinungen – die Phänomene in Medjugorje begannen im Juni 1981  –  bestätigt die „Madonna“ also den „lieben Kindern“, dass sie „leer“ sind und keine Freude hätten, weil sie „Gott nicht haben“. Wozu dann die weit über vierzigtausend Botschaften, wenn die Empfänger derselben immer noch „leer“ und gott-fern sind?  
  3. Es fällt erneut auf – wobei dies für die meisten Medju-Kundgaben zutrifft  – dass von Christus keine Rede ist. Auch diesmal wird nur allgemein von „Gott“ gesprochen. Eine solche Botschaft könnte auch in anderen Religionen verbreitet werden, weil von einem speziell christlichen Inhalt nichts zu erkennen ist.
  4. Stattdessen heißt es auch noch ausdrücklich, Gott in der „Natur“ zu suchen, denn die Natur „kämpft für das Leben und nicht für den Tod“. Natürlich ist die Schöpfung ein Hinweis auf Gott, aber sie ist keineswegs paradiesisch, durch den Sündenfall des Menschen ist sie mitbetroffen – und in ihr gilt oftmals das Prinzip „Fressen und gefressen werden“. Eine mythische Verklärung der Natur ist weder christlich noch realistisch. Zudem ist das Erkennen Gottes durch die Schöpfung nur der erste Schritt zum Glauben, aber noch lange keine Bekehrung.
  5. Am Schluß erfolgt erneut der Aufruf, zu „Gott und zum Gebet zurückzukehren“ – kein Wort von Christus oder den Sakramenten der Kirche. Dieser allgemeine Appell könnte genauso an die Anhänger anderer Religionen ergehen, die sich als „gottgläubig“ verstehen und das Gebet kennen. Warum aber sollte die wahre Madonna ihren göttlichen Sohn unerwähnt lassen?

Unser 3. BILD zeigt den Titel des faktenstarken Buches „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten), das bei uns zum Sonderpreis von 15,80 € (statt 19,80 €) erhältlich ist: Tel. 0251-616768 – Mail: felizitas.kueble@web.de

 

 


GOTT gab den Menschen Einsicht, Erkenntnis und ein „Herz zum Denken“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Sir 17,1-4.6-15:

Der HERR hat die Menschen aus Erde erschaffen und lässt sie wieder zu ihr zurückkehren.
Gezählte Tage und eine bestimmte Zeit wies er ihnen zu und gab ihnen Macht über alles auf der Erde.
Ihm selbst ähnlich hat die Menschen mit Kraft bekleidet und sie nach seinem Abbild erschaffen.
Auf alle Wesen legte ER die Furcht vor ihnen, über Tiere und Vögel sollten sie herrschen.
ER bildete ihnen Mund und Zunge, Auge und Ohr, und ein Herz zum Denken gab ER ihnen.
Mit kluger Einsicht erfüllte ER sie und lehrte sie, Gutes und Böses zu erkennen.
ER zeigte ihnen die Größe seiner Werke, um die Furcht vor ihm in ihr Herz zu pflanzen.
Sie sollten für immer seine Wunder rühmen und seinen heiligen Namen loben.
ER hat ihnen Weisheit geschenkt und ihnen das lebenspendende Gesetz gegeben. Einen ewigen Bund hat er mit ihnen geschlossen und ihnen seine Gebote mitgeteilt. Ihre Augen sahen seine machtvolle Herrlichkeit, ihr Ohr vernahm seine gewaltige Stimme.
ER sprach zu ihnen: Hütet euch vor allem Unrecht! –  ER schrieb ihnen ihr Verhalten gegenüber dem Nächsten vor. Ihre Wege liegen allezeit offen vor ihm, sie sind nicht verborgen vor seinen Augen.

Alles hat GOTT uns zu Füßen gelegt….

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 8,2.5.6-7. 

HERR, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
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Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
.
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt
über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt.

Großer katholischer Philosoph und Gelehrter Robert Spaemann verstorben: R.I.P.

Von Dr. David Berger

Im Alter von 91 Jahren verstarb gestern in Stuttgart der weltweit anerkannte katholische Philosoph Robert Spaemann. Er war Berater des hl. Papst Johannes Paul II. und ein Freund von Papst Benedikt XVI.

Vielleicht prädestinierte ihn – weltlich gedacht – bereits seine außergewöhnliche Lebensgeschichte, zu einem der ganz Großen zu werden: Am 5. Mai 1927 geboren, wuchs Spaemann als Kind katholischer Konvertiten auf, die Mutter starb früh, sein Vater ließ sich danach zum Priester weihen.

Spaemann lehrte als Professor Philosophie an den Universitäten Heidelberg, München und Stuttgart. Obgleich als katholischer Denker vor allem auch Ethiker gegen den Zeitgeist schreibend, erhielt er zahlreiche Ehrendoktor-Würden und andere akademische Preise.

CNA schreibt: „Als buchstäblich katholischer Denker sprengte der Intellektuelle die politischen Schubladen, in die ihn kleinere Geister immer wieder stecken wollten, vom „Linkskatholiken“ und „Öko-Philosophen“, der sich für die Schöpfung, besonders auch eine Ethik im Umgang mit Tieren einsetzte, bis hin zum „Rechtskatholiken“, der sich für das Naturrecht, aber zum Beispiel auch die Rede- und Pressefreiheit von Stimmen aussprach, die in der deutschen Gegenwart als konservativ eingeordnet werden.“

Nicht erwähnt ist hier sein unermüdlicher Kampf für die klassische römische Liturgie, der dazu führte, dass ich mehrmals die Gelegenheit hatte, mit ihm privat zusammen zu treffen und ihn als eine echt charismatische Persönlichkeit zu erleben, die das war, was er lehrte: Integere, fromme Authentizität umschreibt vielleicht am besten meinen Eindruck von ihm.

Diese Liebe zur „alten Messe“ war es – neben der gegenseitigen Faszination für die edle Geistigkeit – , die die freundschaftliche Verbindung von Spaemann mit Josef Ratzinger und auch dem späteren Papst Benedikt XVI. prägte.

Dass Benedikt der klassischen Liturgie erneut ein Heimatrecht in der aktuellen Institution katholische Kirche gab, ist sicher auch zu einem großen Anteil Spaemann zu verdanken. 2006 sprach Spaemann auf Einladung Benedikts in Castel Gandolfo für den berühmten Ratzinger Freundeskreis.

Requiescat in Pacem.

Erstveröffentlichung dieses Nachrufs auf Prof. Dr. Robert Spaemann hier: https://philosophia-perennis.com/2018/12/11/konservativer-kaempfer-fuer-meinungsfreiheit-und-katholizismus-robert-spaemann-ist-tot/