Was ist der MENSCH, daß du seiner gedenkst?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 8,2.5.6-7.8-9.

HERR, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als die Engel,
mit Herrlichkeit und Ehre ihn gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt.

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

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CHRISTUS ist auferstanden – Dank sei GOTT!

Von Jörgen Bauer

Durch unsere Sinne, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen, nehmen wir wahr, dass sich außerhalb unseres Körpers eine gegenständliche Welt befindet, mit der wir umgehen und in der wir uns orientieren können.

Natur Mensch Umwelt

Unsere Sinneswahrnehmungen einschließlich der „Datenverarbeitung“ im Gehirn und unsere Reaktionsmöglichkeiten sind und bleiben ein unbegreifliches Schöpfungswunder, wobei klar sein müsste, dass wir nur Ausschnitte der uns umgebenden Welt wahrnehmen und es viele Dinge geben muss, für die wir keine Sinne haben, weshalb die Welt bei einer totalen Wahrnehmung aller Dinge für uns völlig anders aussehen müsste.

Deshalb habe ich auch keinerlei Problem damit, biblischen Berichten, in denen von für uns unbegreiflichen Dingen, gemeinhin als „Wunder“ bezeichnet, berichtet wird, zu glauben, wozu auch die Auferstehung Jesu gehört.

Dem Schöpfer aller Dinge, der bereits das für uns Wahrnehmbare so wunderbar gestaltet hat, muss einfach alles möglich sein – auch das für uns Unmögliche. Nur so kann ich mir GOTT vorstellen.

Es gibt nun viele Menschen, die fest darauf fixiert sind, dass nur das ganz unmittelbar mit unseren Sinnen Wahrnehmbare der Wirklichkeit entspricht. Und da ist es völlig unmöglich, dass jemand von den Toten aufersteht, wobei man sich gerne auf die Wissenschaft, also auf begrenzte menschliche Erkenntnisse, bezieht. Und das geht bis in die christliche Kirche und deren Pfarrer und Verkünder hinein.

Und so kommt es dann zu Ostern immer wieder zu den Eiertänzen mit der Fragestellung ob das Grab Jesu leer oder doch voll war, wobei im ersteren Fall des leeren Grabes tollkühne Theorien kreiert werden, wonach Jesus nur scheintot war und sich anschließend davon gemacht hat oder die „Auferstehung“ darin besteht, dass Christus in der Lehre des Evangeliums weiterlebt.

Dem allen müssen wir eine entschiedene Absage erteilen. Denn Jesus ist als Mensch wirklich und leibhaftig gestorben und am Dritten Tage wieder leibhaftig – wenn auch in einer neuen Leiblichkeit – auferstanden und so ins Leben zurückgekehrt, auch wenn das für uns völlig unbegreiflich bleibt.

Wenn Christus nicht wirklich auferstanden ist, wäre unser Glaube eine einzige Lachnummer und völlig unnütz und vergeblich. Denn Christi Auferstehung bedeutet, dass der Tod besiegt ist und nicht mehr das letzte Wort hat, weshalb wir befreit aufatmen können.

Nun ist Christus wahrhaftig auferstanden, und wir werden ihm darin folgen, und dafür loben und preisen wir Gott und danken IHM.

Unser Autor Jörgen Bauer ist evangelischer Christ und wohnt in Heidenheim


Zu den Ursachen wachsender seelischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Von Christa Meves

Die Barmer Ersatzkasse schreit auf: Die Zahlen von Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihre Psychotherapiebedürftigkeit schnellen hoch (1).

Eilfertig wird allerdings auf diese Nachricht in den Medien geschlußfolgert, dass die Ursache dafür in der Virus-Isolation zu suchen ist. Aber die Daten dieser Kasse lassen dieses Faktum lediglich als Anlass verstehen.

Schon vor Corona haben auch die Kinderärzte auf eine fortgesetzte Zunahme der Verhaltensstörungen, vor allem der motorischen Unruhe, hingewiesen. Wir sollten uns also nicht täuschen lassen und stattdessen dem Tatbestand tapfer ins Auge sehen, dass hier dringend darüber nachgedacht werden muss, worin die eigentlichen Ursachen dieser bedenklichen Zunahme beruhen, um jungen Eltern dadurch die Möglichkeit zu vermitteln, im Erziehungsgeschehen die Dinge zu vermeiden, die zu Verhaltensstörungen führen.

Das ist deswegen doppelt nötig, weil die Fachleute längst erkannt haben, dass das frühe Auftreten solcher Störungen ein sehr harter Brocken bei den therapeutischen Bemühungen ist. Und zuzugeben ist, dass bei den Lebensschwierigkeiten von erwachsenen Menschen die Therapeuten oft konstatieren, dass bei entsprechenden Patienten nicht selten bereits im Kindesalter Erstsymptome als Verhaltensstörungen sichtbar waren.

Ich habe mich in meiner praktischen Arbeit als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin seit mehr als 50 Jahren mit diesem Problem vorrangig beschäftigt, sah hier bald die seelische Schwächung der jungen Generation sich einbahnen, erstellte darüber Prognosen mit der Aussage, dass man spätestens am Beginn des neuen Jahrhunderts mit einer traurigen Verwirklichung in der Bevölkerung zu rechnen hätte, wenn der Mainstream der Erziehung sich nicht ändern würde.

Heute ist es längst so weit. Denn diese verhängnisvolle Marschrichtung des Zeitgeistes änderte sich in der Tat nicht nur nicht, sondern sie läuft seit dem Beginn des neuen Jahrhunderts in Richtung einer allgemeinen, gefährlichen Ideologisierung, wodurch die wachsenden wissenschaftlichen Bestätigungen durch seriöse Fachleute nicht nur ostentativ überhört werden, sondern höhnisch der Zeitgeist allein als einzig richtiger Maßstab lauthals verkündet wird.

Dagegen spricht nun mit ihren Zahlen – in den Stürmen allgemeiner globaler Verwirrungen nur schwach zirpend – eine Krankenkasse, die sich mit ihren Ausgaben für seelisch beeinträchtigte Kinder überlastet fühlt.

Was dazu als Ursache zu sagen ist, habe ich seit 1966 mit Fachbüchern, in Printmedien und mit Radio- und Fernsehsendungen tausendfältig in die deutschsprachigen Länder hineingestreut und tue das heute weiter, weil ich die bedrängende Erfahrung habe machen können, dass es eine ganze Phalanx von bemühten, jungen Eltern gibt, denen es dadurch möglich geworden ist, meine Erziehungsvorschläge für notwendig und erfolgreich zu halten.

Praktische Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnis haben verdeutlicht, dass die Einhaltung der Naturordnung mit einer durchgängig direkten Nähe der Mutter zum Kind in dessen ersten Lebensjahren zwingend notwendig ist, weil sich in diesem Zeitfenster die positiven Erfahrungen des Kindes in sein sich entfaltendes Gehirn als künftige Liebes- und Leistungsfähigkeit geradezu einstanzen – ebenso aber auch besonders in dieser Zeit durch eine unnatürliche, unzureichende Versorgung des Kindes sich ein unruhig suchendes Verhalten, ja Widersetzlichkeit als seelische Störung in sein Gehirn langfristigst einprägt.

Als Quintessenz heißt das: Das Menschenkind ist auf Liebe geradezu programmiert.

Der Mensch ist eine Krone der Schöpfung Gottes. Dieser hat ihn eingefügt in prinzipielle Wachstumsphasen der Ausgestaltung mit einer umfänglichen Hilflosigkeit am Lebensanfang. Viel direktes Beschützen und Einhalten der Wachstumsgesetze ist nötig, damit die gesunde Ausgestaltung zum Erwachsenen – durch liebevolle Bemühung um die eigenen Kinder – geschehen kann.

Das gelingt am ehesten durch eine intensive, mindestens dreijährige Verbindung zu der Frau, aus der das Kind geschlüpft ist, und mit einem Vater, der diese Notwendigkeit durch treue Mühewaltung, durch seine Arbeit und sein einfühlsames Verhalten absichert.

Eine Regierung, die sich einer gesunden Zukunft ihrer Bevölkerung zu befleißigen hat, ist deshalb verpflichtet, sich dieser Zukunftsförderung vorrangig zu verschreiben. Das tut sie aber seit Jahrzehnten nicht mehr, weil diese natürliche Grundformel der Erziehung durch anmaßendes Geschrei in den Medien der Bevölkerung aus dem Kopf geraten ist.

Bis dahin ist es deshalb nötig, dass jede hellsichtige Familie selbst versucht, bei ihren Nachkommen dieses Ziel allein zu erreichen. Belohnt für ihre Mühe wird sie durch hervorragende Konzentrationsfähigkeit bereits im Grundschulalter, vor allem aber auch durch viel erfreulichen Umgang mit ihren Nachkommen selbst.

Sogar die Geschichtsforschung hat uns gelehrt: Fest zusammenhaltende Familien überstehen auch Notzeiten weitaus am besten.

(1) https://www.barmer.de/presse/bundeslaender-aktuell/nordrhein-westfalen/aktuelles/barmer-analyse–immer-mehr-psychotherapie-fuer-kinder-und-jugendliche-288260


Die moderne Quantenphysik und unser Glaube

Von Lucia Tentrop

Die Quantenphysik brachte das frühere mechanistische Weltbild zum Einsturz – und damit auch die damit verbundene materialistische Ideologie.

Das Weltbild der modernen Physik steht dem christlichen Glauben wieder näher, denn sie befaßt sich mit dem „geistigen Urgrund des Universums“, wie es im Untertitel des Buches von Bruno Machinek aus dem Gerhard-Hess-Verlag heißt.

Seine Neuerscheinung „Gott und die Welt der Quanten“ eröffnet frische Denkhorizonte und ein besseres Miteinander von Religion und Naturwissenschaft.

Wenn unsere Kirche die Erkenntnisse der Physik des 20. Jahrhunderts nicht  länger dem Techno- und Kapitalmarkt überlässt, sondern sie für unsere Geisteswelt auswertet und in ihre Pädagogik und Verkündigung integriert, haben wir wieder eine allen gemeinsame naturwissenschaftliche Grundlage des Denkens. Dann sind wir offen für die Revitalisierung unserer Glaubenskräfte.

Religiöses Wissen braucht zu seiner Vermittlung die Basis realer Anschauung. Zu allen Zeiten hat die Kirche in Partnerschaft mit der jeweiligen Naturwissenschaft gelebt – bis sich nach der kopernikanischen Wende und dem Rationalismus der Aufklärung das Weltbild der klassischen Physik (Keppler, Galilei, Descartes, Kant und Newton) in eine absolute Herrschaft des menschlichen Verstandes entwickelte. Hier schien für Gott kein Platz mehr frei zu sein.

Der Rationalist glaubt an seine Ratio und deren Kapazitäten, und was diese nicht begreifen, ausbeuten und in ihrem Kopf horten können, wird entsorgt: Ein ego-zentrisches Weltbild des Menschen, eine geist- und seelenlose Weltanschauung. 

Noch 120 Jahre nach Max Plancks Gründung der Quantenphysik glauben (!) wir immer noch an die Grundannahmen der „klassischen Physik“: für sie ist die Welt ein geschlossenes und determiniertes System, das wie ein Uhrwerk gesetzmäßig abläuft.

Bereits Ende des 19. Jahrhundert galten diese Gesetze als erforscht. Man riet Max Planck daher vom Studium der Physik ab, weil da kaum noch Neues zu erwarten sei. Der aufgeklärte Mensch hat ja alles „im Griff“.

Der Glaube an einen göttlichen Schöpfer gilt als rückständig und naiv. Gegen „Volksfrömmigkeit“ ist unsere wissenschaftlich gestylte Intelligenz bis zur Berührungsangst allergisch. Und welcher arglose Mensch durch-schaut die intellektualisierten Formen der Verblödung unserer materialistisch orientierten Titelhelden in Medien und sozialistisch orientierten Quasselseminaren?

Wie viele ehemals gläubige Menschen gehen auf akademischen Stelzen, um sich im müden Glück ihrer eigenen Bedeutung gegenseitig zu zitieren und ihre seelische Lebendigkeit im Muff des Statusdenkens zu ersticken? Intellekt dient immer einer Interessenlage; er kann also auch im Dienst der Dummheit stehen.            

In diesem Verlies unserer verdrängten Geisteswelt öffnet die Quantenphysik das Fenster zur Ewigkeit. Ihre Erkenntnisse beruhen nicht auf opportuner Anpassung an politische Strömungen, sondern auf  neutralen und nachvollziehbaren Experimenten.

Schon die Tatsache, dass es auf der Ebene der kleinsten Teilchen weder Raum noch Zeit gibt und die Quanten sogar nachträglich ihre Gestalt ändern können, wirft neues Licht auf scheinbare Paradoxien unseres Glaubens, z.B. auf die eucharistische Realpräsenz, an die laut Autor Machinek auch Martin Luther noch glaubte.

Jenseits von Raum und Zeit ist alles  mit allem verbunden; Informationen werden über jede Entfernung in einem Moment übertragen und sind sofort am Ziel. Der einzelne Mensch ist mit dem Kosmos verbunden. Wir beeinflussen die Materie. In Reaktion auf einen bewussten Beobachter ändern immaterielle Wellen ihre Gestalt und werden zu Materie. In Beziehung zu einem handelnden Bewusstsein wandelt z.B. auch Wasser, das durch den Segen des Priesters zu Weihwasser wird, seine Konsistenz.   

Die Quantenphysik bestätigt die Gläubigen sowie uraltes Wissen der Seele,  Aussagen unserer Kirchenväter, Weisheiten der Antike und der Religionen unserer Welt.

„Im Anfang war der Geist“

Das Grundgesetz unserer abendländischen Kultur und Kunst ist wieder gültig: „Es ist der Geist, der sich den Körper schafft.“ – Nicht die Materie ist Ursprung des Lebens – wie an deutschen Schulen und Universitäten immer noch gelehrt wird – sondern der Geist, der frei von Materie existieren kann.

Die Ordnung der materiellen Realität beruht auf metaphysischen Wirkungsfaktoren. Wir sind jenseits von Zeit und Raum einem transzendenten Sein verbunden. Das durch die Aufklärung entstandene Gegeneinander von Wissenschaft und Religion ist überholt.

Die Quanten pfeifen auf eine begrenzte menschliche Logik, die sich über den Logos – die Weisheit von oben – zu erheben suchte:  Wir dürfen wieder glauben!

Warum wird diese Wissenschaft nicht verkündet, im kirchlichen Bereich publiziert und unter das Volk gebracht?

Es gibt namhafte katholische Theologen, die die  Bedeutung der Quantenphysik und ihres neuen Weltbildes für unseren Glauben erkannt haben, voran unser Papst em. Benedikt XVI.

Warum wird dieses Wissen nicht populär? Warum produzieren unsere Medien wie am  Fließband kirchenpolitische Blasen, statt über die Erkenntnisse einer faszinierenden Wissenschaft aufzuklären, die unser materielles Anspruchsniveau kippt und über ein neues Staunen die Demut und den Glauben befreit?

Natur Mensch Umwelt

Warum kriecht die deutsche Kirche wegen ihrer schwarzen Schafe auf allen Vi(e)ren, statt ihre positiven Erinnerungen und Kräfte zu steigern und sich neu aufzurichten, um am Horizont jenen rettenden Engel zu erkennen, der schon seit über 100 Jahren auf diese Erkenntnis wartet?

Nicht der einfache Gläubige, sondern der intellektuelle Wasserkopf an unseren deutschen Schulen und Universitäten ist der Dumme, der seine Rückständigkeit pflegt und nicht merkt, dass sich das Blatt auf einer tieferen Ebene der Erkenntnis längst gewendet hat: durch Albert Einstein, Max Planck, Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger, Max Born, den Dänen Niels Bohr u.v.a.  

Im Jahre 1900  begründete Max Planck die Quantenphysik. Wie lange wollen wir also noch warten, bis die Theologie das materialistische Weltbild abstößt, das der Seele die Luft abwürgt und unsere Glau- benskräfte unterdrückt, das Wunderbare in unserer Religion analytisch zerrupft und den ehemaligen Diener des Geistes, den Intellekt, über das Ganze setzt?

Der innovative Wissenschaftler Max Planck wurde in unserem Land geboren. Er hat in unserer Sprache geforscht, gedacht und erkannt und in unserem Land gewirkt. Wie lange wollen wir noch passiv zusehen, wie andere Länder und Kulturen diesen Geist für eine fremde Weltanschauung oder Religion vereinnahmen?   

Die Quantenphysik ist etwas Gutes, das sich als erfolgreich erwiesen hat und sogar bei Agnostikern höchstes Ansehen genießt. Kein Mensch kann seriöserweise an einem Wissen zweifeln, dessen Inhalt überprüfbar ist. – Können wir das von den Erkenntnissen aller Wissenschaftsbereiche sagen? Ich nicht, denn ich habe ein sozialwissenschaftliches Zweitstudium  absolviert. 

Langfristig sollte die katholische Kirche das Grundwissen der Quantenphysik in die Theologie integrieren und sie allen Christen vermitteln.

Unsere Autorin Lucia Tentrop (siehe Foto) ist katholische Theologin, Pädagogin, Malerin und Musikerin; sie lebt in Berlin. – Hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de

Das erwähnte Quanten-Buch von Bruno Machinek aus dem Gerhard-Hess-Verlag (http://www.gerhard-hess-verlag.de/) kann für 12,80 Euro dort bestellt werden – oder auch bei uns (portofrei): felizitas.kueble@web.de – oder Tel. 0251-616768


Aus dem Munde der Kinder und Säuglinge hast du dir Lob bereitet

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 8,2-3.4-5.6-7.

HERR, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge hast du dir Lob bereitet
deinen Gegnern zum Trotz;
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.

Seh‘ ich den Himmel, das Werk deiner Hände,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer erschaffen als die Engel,
mit Herrlichkeit und Ehre ihn gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
alles hast du ihm zu Füßen gelegt.


GOTT hat mich gewoben im Mutterleib

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 139 (138),1-3.13-14.23-24.

HERR, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;
du bist vertraut mit all meinen Wegen.
 

Denn du hast mein Inneres geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
 

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz,
prüfe mich, und erkenne mein Denken!
Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt,
und leite mich auf dem altbewährten Weg!


Die Ehre Gottes durch seine Schöpfung

Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre,
Ihr Schall pflanzt seinen Namen fort.
Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere,
Vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort.

Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne?
Wer führt die Sonn’ aus ihrem Zelt?
Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne,
Und läuft den Weg gleich wie ein Held.

Vernimm’s, und siehe die Wunder der Werke.
Die die Natur dir aufgestellt!
Verkündet Weisheit und Ordnung und Stärke
Dir nicht den Schöpfer dieser Welt?

Kannst du der Wesen unzählbare Heere,
Den kleinsten Staub fühllos beschaun?
Durch wen ist alles? O gib ihm die Ehre!
Mir, ruft der HERR, sollst du vertraun.

Mein ist die Kraft, mein ist Himmel und Erde;
An meinen Werken kennst du mich.
Ich bin’s, und werde sein, der ich sein werde,
Dein Gott und Vater ewiglich.

Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte,
Ein Gott der Ordnung und dein Heil;
Ich bin’s! Mich liebe von ganzem Gemüte,
Und nimm an meiner Gnade teil.

Christian Fürchtegott Gellert

 


Was ist der MENSCH, daß du seiner gedenkst?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 8,2 ff.

HERR, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Natur Mensch UmweltDu hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
mit Herrlichkeit und Ehre ihn gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt
über das Werk deiner Hände,
alles hast du ihm zu Füßen gelegt.


Kardinal Müller: Im Herzen der Christen erklingt das Danklied der Erlösten

Die Krise der Kirche ist von Menschen verursacht und kann nur durch das einzig wahre „Gegengift“ zur Verweltlichung geheilt werden: Die Wahrheit des Evangeliums Christi, wie Kardinal Gerhard Müller in seiner Neujahrs-Predigt sagte.

Deutlich warnt der ehem. Präfekt der römischen Glaubenskongregation vor einer aggressiven „Selbstsäkularisierung“ der Kirche.  

Nicht wenige „lechzten“ heute nach einer „Zivilreligion“, einem Katholizismus ohne Dogmen und Sakramente, sagte der Kardinal. Wer der Kirche vorwerfe, sie hinke 200 Jahre hinter der Zeit her, erhebe einen falschen Vorwurf.  „Modernisierer“ würden katholische Positionen als „rechts“ oder „traditionalistisch“ denunzieren, um ihre Fortschrittsideologie durchzusetzen, erklärte Müller weiter.

Gleichzeitig spielten andere Katholiken die „Musterschüler der Aufklärung“, die sogar „versprechen, die versäumten Lektionen der atheistischen Religionskritik schnell nachzuholen“.

Der Preis für den Eintritt der Kirche in die „Internationale der Weltreligionen“ sei aber der „Verzicht auf ihren Wahrheitsanspruch“.

Der deutsche Kurienkardinal feierte am 1. Januar 2020 die hl. Messe im US-amerikanischen Phoenix.

CNA Deutsch veröffentlicht die redigierte deutschsprachige Fassung der Predigt:

Lieber Brüder und Schwestern in „Jesus dem Christus, dem Sohne Gottes“ (Mk 1,1).

Wenn wir uns am ersten Tag des Neuen Jahres begegnen, wünschen wir uns wechselseitig ein Glückliches Neues Jahr. Als Christen sehen wir das in dem tieferen Zusammenhang, dass wir alle Gottes geliebte Söhne und Töchter sind.

Als Katholiken verbinden wir unser Wohlwollen für die Mitmenschen mit der wunderbaren Erfahrung, dass alles Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige im Licht Gottes einen Sinn hat. Wenn in der hl. Messe das Opfer Christi für das Heil der Welt gegenwärtig wird, danken wir Gott dafür.

Wir danken Gott, dass er die Welt erschaffen hat und uns alles gibt, was wir zum Leben brauchen. Wir danken ihm, dass er um unseres Heiles willen Mensch geworden ist und dass er uns den Hl. Geist geschenkt hat.

Wir danken ihm für die Kirche, die im Glauben unsere Mutter geworden ist. Sie ist der Leib Christi, in den wir durch die Taufe und das Bekenntnis des katholischen Glaubens eingegliedert worden sind.

Wir danken ihm für die Familie, in der wir heranwachsen durften und für unsere Freunde, die uns im Leben treue Begleiter sind. Und wenn Gott uns zur Lebensform der Ehe berufen hat, danken wir für unseren Ehemann bzw. unsere Ehefrau sowie die Kinder, die wir lieben, weil sie Gottes Geschenk an ihre Eltern sind.

Wir Christen haben ein musikalisches Lebensgefühl. In unserem Herzen singt und klingt das Danklied der Erlösten.“

Quelle und FORTSETZUNG der Müller-Predigt hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-muller-kirchenfursten-lechzen-nach-einer-zivilreligion-ohne-sakramente-5548


GOTT schenkt uns Anteil am Los der Heiligen, die im Lichte sind

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kol 1,12-20:
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Dankt dem Vater mit Freude! ER hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Lichte sind. ER hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
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Durch IHN haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
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ER ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.
Denn in IHM wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch IHN und auf IHN hin geschaffen.
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ER ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. ER ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche.
ER ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat ER in allem den Vorrang. Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in IHM wohnen, um durch IHN alles zu versöhnen.
Alles im Himmel und auf Erden wollte ER zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.