Jüdischer Autor Henryk Broder: Islam und Islamisierung gibt es nur im Doppelpack

Islam und Islamisierung gibt es nur im Doppelpack. Diese Ansicht vertritt der deutsch-jüdische Schriftsteller Henryk M. Broder in einem Kommentar für die Tageszeitung „Die Welt“  vom 29.12.

Nach seinen Worten ist der Islam eine sehr dynamische Religion: „Er kennt kein Bis-hierher-und-nicht-weiter.“

Einen Islam ohne fortlaufende Islamisierung könne es nicht geben: „Gehört der Islam zu Deutschland, gehört auch die Islamisierung dazu.“

Wie weit sie im öffentlichen Leben vorangeschritten sei, zeige allein die Tatsache, dass Weihnachtsmärkte geschützt werden müssten. Gleiches gelte für Fußballspiele, Musikfestivals, Karnevalszüge und den Flugverkehr.

Die Maßnahmen richteten sich nicht gegen slowakische Pfadfinder, britische Hooligans oder polnische Radwanderer, sondern gegen „islamistische Gefährder“. Sie hätten in Paris, Manchester, Nizza, London, Brüssel, Madrid und anderen Orten bewiesen, wozu sie imstande seien.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/gehoert-der-islam-zu-deutschland-gehoert-auch-die-islamisierung-dazu-103743.html

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FOCUS-Autor kritisiert Verunglimpfung konservativer Christen in Westeuropa

Lehramtstreue Katholiken werden zunehmend ausgegrenzt

Am gestrigen Allerheiligen-Fest veröffentlichte das Wochenmagazin FOCUS einen zeitkritischen und sehr lesenswerten Beitrag des Kommunikationsexperten und Schriftstellers Guiseppe Gracia unter dem Titel: „Innere Zensur: Wer hierzulande zur katholischen Lehre steht, zahlt hohen Preis.“

Darin beschwert sich der Schweizer Autor darüber, daß Meinungsfreiheit, Vielfalt und Toleranz in Westeuropa zunehmend schwinden, wenn es sich z.B. um „lehramtstreue Katholiken“ handle.

Zwar dürften diese konservativen Christen „sagen, was sie denken“, allerdings bleibe dies bisweilen nicht ohne Folgen, denn „sie sinken im öffentlichen Ansehen bis hin zur Ausgrenzung“.

Gracia sieht die „Gefahr einer inneren Zensurschere“  – und dies besonders bei „heißen Eisen wie Familienpolitik, Sexualmoral oder Abtreibung.“

Er fügt hinzu: „In vielen europäischen Medien erscheint die Lehre der katholischen Kirche als etwas Krankhaftes oder Menschenfeindliches.“

In Schweden habe eine sozialdemokratische Politikerin sogar Abtreibungsgegner mit radikalen Islamisten gleichgesetzt. Zudem habe der ZDF-Moderator Klaus Kleber kürzlich den Katechismus der katholischen Kirche mit der Scharia in Zusammenhang gebracht. 

In Deutschland, England oder Frankreich könne niemand Arzt oder Hebamme werden, wenn er schon während des Studiums verdeutliche, daß er Beihilfe zur Selbsttötung oder Abtreibung ablehne. 
Der Verfasser schlußfolgert: „Das fördert ein Klima, in dem Gläubige, die einen Job zu verlieren haben, sich hüten, Artikel oder Videoclips mit christlichen Ansichten zu liken.“
Er erinnert sodann an den Fall des konservativen italienischen Katholiken Buttiglione: „Trotz bester Qualifikation für das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission (…) hat es ihn die politische Laufbahn gekostet, zumindest auf EU-Ebene.

Grundsätzlich anders sei die Lage in den USA: „Im Vergleich dazu können Politiker offen von Gott und ihrem Glauben sprechen. Ob jemand Pro-Choice oder Pro-Life ist, für oder gegen Homoehe: Er hat immer die Chance auf ein höheres Amt. Das ist in Westeuropa inzwischen undenkbar.“

Das Ausgrenzen gläubiger Konservativer sei kein Ausdruck der „offenen Gesellschaft“, so der Autor, sondern ihres Scheiterns.

Der zeitgeistkritsche Artikel erhielt bislang 72 Leserkommentare. Peter Zollo schrieb heute früh um 7,55 Uhr folgendes:

Katholisch bin ich nicht, aber ich stehe als Christ mit jüdischem Familienangehörigen hinter christlichen Werten und akzeptiere Menschen, die hinter der katholischen Lehre stehen, vollkommen. In vielen Punkten ist ja auch eine gewisse Wahrheit und Sinnhaftigkeit darin. Wenn Fernsehmoderatoren nunmehr schon Katholizismus und Scharia gleichsetzen, kann man ersehen, wie auch dort schon der Mainstream und Undifferenziertheit um sich greift.“

FOCSU-Quelle für die Zitate: http://www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-wer-hierzulande-zur-katholischen-lehre-steht-zahlt-hohen-preis_id_7785815.html

 


Muslimischer Islamkritiker Abdel-Samad wendet sich gegen Merkels Asylpolitik

„Wann übernehmen Sie endlich die Verantwortung?“

Der muslimische Islamkritiker Hamed Abdel-Samad hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) in einem Offenen Brief aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz der deutschen Bürger zu ergreifen. Die Schonzeit sei vorbei: Samad

„Kalenderweisheiten und das ständige Warnen vor der AfD reichen nicht mehr aus, um den inneren Frieden im Lande zu bewahren.“

In seinem Schreiben formuliert der deutsch-ägyptische Politologe und Publizist acht Fragen, etwa wie ein vorbestrafter Islamist sich in Deutschland so lange frei bewegen und seine Tat vorbereiten konnte, „ohne dass die Behörden einen blassen Schimmer von seinen Plänen hatten“.

Weiter interessiert Abdel-Samad, wie viele Millionen Euro in Deutschland für die Überwachung von Islamisten verwendet werden, was mit den zwölf Moscheen geschehe, die Amri besucht habe und in denen er teilweise als Imam aufgetreten sei, wie viele Islamisten im Zuge der Grenzöffnung im September 2015 nach Deutschland eingereist seien, wie viele Straftaten von Menschen begangen worden seien, die als „Schutzsuchende“ in den vergangenen 15 Monaten nach Deutschland kamen, wie viele der friedlichen Flüchtlinge bereits Deutsch lernen, eine Arbeitsstelle haben und wie viele von ihnen frustriert seien und „kurz vor der Radikalisierung“ stünden.

Er bezweifle nicht, so Abdel-Samad weiter, dass Merkel „gute Absichten“ gehabt habe, als sie die Grenzen im vergangenen Jahr geöffnet habe: „Aber gute Absichten schützen nicht vor der Verantwortung für das Versagen. Wann übernehmen Sie endlich die Verantwortung? Warum glauben Sie und warum glauben so viele in diesem Land, dass Sie alternativlos sind?“

Merkel gestalte nicht, sondern verwalte nur die von ihr teilweise selbst geschaffenen Probleme. Abschließend fragt Abdel-Samad, ob die Bundeskanzlerin weiterhin glaube, dass der Islam ein Teil von Deutschland sei.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/islamkritiker-abdel-samad-fordert-antworten-von-bundeskanzlerin-merkel-99417.html


Iran: Regime verfolgt Bürgerrechtler und Autoren – Hohe Haftstrafen für Islamkritik

Aus Anlass des international begangenen „Writers in Prison Day“ weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) darauf hin, dass die Verfolgung iranischer Autoren, Journalisten und Blogger mit unverminderter Härte anhält. IGFM_Scharia

Die wirtschaftliche und politische Annäherung an die Islamische Republik Iran hat zu „keiner noch so geringen Verbesserung der Menschenrechtslage geführt“, beklagt die IGFM. Die Hoffnung, dass sich ein „Wandel durch Annäherung“ quasi automatisch einstellen würde, sei reines Wunschdenken.

„Die Islamische Republik zensiert, foltert und missachtet weiter Frauen und Minderheiten. Dabei hat der Iran völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge unterschrieben und ratifiziert – Verträge, zu deren Vertragsstaaten auch Deutschland gehört. Die iranische Regierung brüstet sich sogar mit diesen Abkommen. Teheran macht aber – inzwischen seit Jahrzehnten – nicht die geringsten Anstalten, sie auch nur ansatzweise einzuhalten“, kritisiert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. Sorgen bereiten der IGFM dabei nicht die fehlenden Kontrollen, denn die Vertragsbrüche seien offenkundig. Das Problem liege vielmehr darin, dass Europa der Wille fehle, die Vertragserfüllung auch einzufordern. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Beispielhaft für die Situation iranischer Autoren sei die iranische Schriftstellerin und Menschenrechtlerin Golrokh Ebrahimi Iraee. Sie verbüßt eine 6-jährige Haftstrafe in dem für Folter berüchtigten Evin-Gefängnis. Der Grund dafür ist eine unveröffentlichte Kurzgeschichte. Darin geht es um eine Frau, die aus Wut einen Koran verbrennt, nachdem sie den Film „Die Steinigung von Soraya M“ gesehen hatte  –  einen Film über eine Frau, die wegen Ehebruch zu Tode gesteinigt wird.

Die iranischen Behörden warfen ihr außerdem vor „Iranerinnen zu motivieren, das Kopftuch abzulegen” und „Petitionen zu unterschreiben”. Iraees Mann Arash Sadeghi wird im selben Gefängnis gefangen gehalten. Die iranischen Behörden verurteilten ihn zu 19 Jahren Haft – wegen seines Einsatzes für Meinungsfreiheit und Menschenrechte.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage im Iran: www.menschenrechte.de/iran


Dr. David Berger richtet schwere Vorwürfe an die Grünen in Köln

Kontroverse um geplanten Felix-Rexhausen-Platz

Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurde deutschlandweit darüber debattiert, ob ein Platz in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs nach dem 1992 verstorbenen Schriftsteller Felix Rexhausen benannt werden soll. Der homosexuelle Autor war Mitbegründer der deutschen Sektion von „Amnesty International“; er wird von einem Teil der Schwulen-Bewegung als großes Vorbild angesehen.

Nun wurde in dieser Kontroverse eine neue Runde eröffnet: pressefotoberger11

Die Grünen in der Domstadt hatten ihren ursprünglichen Felix-Rexhausen-Plan fallen gelassen, nachdem Vorwürfe bekannt wurden, wonach der Schriftsteller in seinen Büchern pädosexuelles Verhalten – also Kindesmißbrauch  – verharmlost und Sex mit Jugendlichen bzw. Minderjährigen geradezu angepriesen habe.

Die Kritik an jener Platzbenennung kam vor allem von Dr. David Berger (siehe Foto), einem ebenfalls homosexuell orientierten Schriftsteller, der allerdings jede Verniedlichung von Sex mit Kindern und Minderjährigen strikt ablehnt. Der Philosoph und Theologe aus Berlin äußerte sich zudem deutlich über den massenhaften Kindesmißbrauch in den Anfangsjahren der grünen Partei, der vor allem in Berlin mit ca. tausend Opfern erschreckende Ausmaße angenommen hatte.

Im Internetportal „Huffington Post“ befaßt er sich erneut mit den Grünen in Köln. Unter dem Titel „Wieviele Pädophilieskandal können sich die Grünen noch leisten?“ berichtet er am 12. September über die jüngsten Hintergründe in der Rexhausen-Causa. Demnach soll die anfängliche Absage des Felix-Rexhausen-Platzes plötzlich nicht mehr aktuell sein.  DSC_0568

Dr. Berger, der den Kölner Schauspieler und Komiker Dirk Bach als Alternative zu Felix Rexhausen vorschlägt, kritisiert vor allem den zuständigen grünen Bezirksvertreter Andreas Hupke wegen dessen Gesinnungswechsel. Im Gespräch mit der Kölner „Stadtrevue“ vom August 20154 erklärte Hupke überraschend, am 10. Dezember (dem internationalen „Tag der Menschenrechte“) solle der Felix-Rexhausen-Platz realisiert werden.

Nicht allein für Berger stellt sich die Frage, ob der grüne Kommunalpolitiker vormals nur taktisch reagierte, weil seine Partei im Frühjahr wegen der Pädosex-Skandal unrühmlich in aller Munde war. Hinsichtlich jener erschreckenden Vorgänge allein bei den Berliner Grün-Alternativen schreibt Dr. Berger: „Von mehr als 1000 Opfern innerhalb weniger Jahre sprach der für die Studie zuständige Grünenpolitiker.“

Außerdem bemängelt er, daß sich die parteiunabhängige Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker weitgehend zustimmend zum Felix-Rexhausen-Plan äußerte, während sich SPD-Kandidat Jochen Ott diesbezüglich in tiefstes Schweigen hüllt, was sicherlich ebenfalls keine gute Lösung ist.

Zustimmung erhielt Berger indessen von Torsten Ilg, einem Bezirksvertreter der Freien Wähler; der homosexuelle Kommunalpolitiker erklärte zu dem grünen Ernennungsvorhaben, er schäme sich für solch einen „unsensiblen Vorschlag“, zumal die „erhobenen Vorwürfe gegen Herrn Rexhausen offensichtlich erdrückend“ seien.

Fotos: Dr. D. Berger, Dr. Bernd F. Pelz

 


Israel trauert um Ralph Giordano

Als Reaktion auf die Nachricht vom Tod des jüdischen Schriftstellers Ralph Giordanos erklärte der israelische Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsman: 100714052333-b1-

„Mit großer Trauer haben wir vom Tod Ralph Giordanos erfahren.

Wir haben einen unserer besten Freunde verloren. Ralph Giordano fühlte sich mit Israel unlösbar verbunden. Und wir wussten ihn immer an unserer Seite.

Ralph Giordano hat in Deutschland während der Shoah Unvorstellbares erlitten; und trotzdem entschied er sich für ein Leben in diesem Land. Er fühlte sich der Aufklärung über die unmenschliche deutsche Nazi-Diktatur verpflichtet. Das ist sein politisches Testament.

Es macht uns sehr traurig, dass wir uns nun von diesem klugen, starken und gradlinigen Mann verabschieden müssen. Wir werden Ralph Giordano sehr vermissen und ihn nicht vergessen.“

Quelle: Botschaft des Staates Israel, 11.12.14


Deutsch-israelischer Autor Chaim Noll plant Lesereise durch Deutschland

Der deutsch-israelische Schriftsteller Chaim Noll, der seit 1995 in der Wüste Negev lebt, unterrichtet an der Universität in Be“er Scheva und reist regelmäßig zu Vorträgen und Lesungen nach Deutschland.

Der 1954 in Ostberlin geborene Autor war einst ein politisch Verfolgter in der „DDR“ (damals hieß er Hans Noll).  Sein Vater ist der sozialistische Schriftsteller Dieter Noll. Der Sohn dachte anders und verweigerte den Wehrdienst in der „DDR“. 1983 reiste  er nach Westberlin aus, lebte bis 1991 in Deutschland und danach in Rom. 1995 zog Chaim Noll nach Israel.

Der jüdische Schriftsteller wird im Mai 2013 an verschiedenen Orten im Bundesgebiet aus seinem 2012 erschienenen Buch „Kolja. Geschichten aus Israel“ lesen und sich anschließend den Fragen der Zuhörer zur aktuellen Lage in Israel und dem Nahen Osten stellen.

Chaim Noll hält am 15. Mai 2013 zudem auch in Rom einen Vortrag zum Thema: „Der fünfzigste Tag. Jüdische und christliche Aspekte des Pfingstfestes“ an der Lateran-Universität (Piazza San Giovanni).

Veranstaltungsorte sowie Pressestimmen finden Sie hier.

Über den couragierten Schriftsteller haben wir bereits mehrfach in online-Beiträgen geschrieben; hier einer dieser Berichte über eine frühere Lesereise Nolls. Dabei informierte er über den Judenhaß im Koran, was viel Aufsehen und Widerspruch erregte, obwohl die Islamkritik des Autors gut begründet und sachorientiert war.

Fotoquelle: http://chaimnoll.com/index.htm