Argentinien: Demos für das Lebensrecht

Zehntausende Menschen haben am Wochenende in Argentinien gegen eine Aufweichung des Abtreibungsverbots demonstriert. Bisher ist Abtreibung in der Heimat des Papstes allein bei Vergewaltigung, Lebensgefahr für die Mutter und schweren Missbildungen des Fötus straffrei.

Das will Präsident Alberto Fernández ändern: Dem Parlament hat er am 17. November einen Gesetzentwurf zukommen lassen, der Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche erlauben würde.

Fernández Pläne haben im mehrheitlich katholischen Land eine heftige Debatte ausgelöst; in 200 Städten landesweit gingen am Wochenende Lebensrechtler auf die Straße.

Fabián Alesso ist Rektor der argentinischen Nationalkirche in Rom; er hat mit den Gläubigen einen Rosenkranz für den Schutz des Lebens gebetet.

„Es ist das zweite Mal binnen zwei Jahren, dass dieser Gesetzentwurf vorgelegt wird“, erklärt er im Interview mit Radio Vatikan.

„2018 hat der Senat ihn abgelehnt. Die Menschen, die in Argentinien dagegen demonstrieren, sind nicht nur Katholiken, sondern auch Christen anderer Konfessionen oder Menschen, die keinen religiösen Hintergrund haben.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-11/abtreibung-argentinien-fernandez-demonstrationen-kirche-leben.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Bischof Hanke wirbt für „ONE OF US“

Etwa 1400 Unterschriften für das europäische Bürgerbegehren „One of Us“ wurden am Rande der Willibalds-Woche in Eichstätt gesammelt. Bischof Gregor Maria Hanke (siehe Foto) hatte die Gläubigen zur Unterstützung aufgerufen. 37ae0ccc01

Das Ziel von „One of Us“  –  zu Deutsch: „Einer von uns“  –  ist der Schutz menschlichen Lebens von der Zeugung an.

Es soll erreicht werden, dass die Europäische Union nicht weiterhin Aktivitäten finanziell unterstützt, in deren Zusammenhang Embryonen zerstört werden. Damit sich die Europäische Kommission mit dem Anliegen der Bürgerinitiative beschäftigt, müssen eine Million Unterstützer durch ihre Unterschrift nachgewiesen werden, die aus mindestens sieben EU-Ländern stammen. Die Frist läuft im Oktober aus.

In Deutschland müssen insgesamt 75.000 Unterschriften gesammelt werden, davon sind erst gut 31.000 gesichert  –  ohne die Listen aus Eichstätt. In Kirchen des Bistums liegen die Unterschriftenlisten aus.

Die Petition kann auch online unter http://www.oneofus.eu/de unterzeichnet werden.

Quelle: http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Eichstaett-One-of-Us-1400-Befuerworter;art575,2794894#1584311676