Die Familie als Schutzraum für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen

Von Almut Rosebrock

„Vereinbarkeit“ von Beruf und Familie gibt es eigentlich nicht  –  man muss, will Mutter erwerbstätig sein, zwangsläufig Zugeständnisse in der Verantwortlichkeit für die Kinder machen:  Die Kinder „ganztags“ abgeben und den  –  wahrlich nicht immer guten  –  Einflüssen beliebiger Gruppen unter „professionellen Erziehern“ aussetzen. „Vertrauen“ haben in Einrichtungen. Ich habe das nur sehr begrenzt – und das hat Gründe:

„Sparzwang“ überall. Und doch „klotzen“. Alles „neu“ und angeblich „besser“ machen. 

Almut Rosebrock

Almut Rosebrock

„Moral“ und Ethik (gerade auch in sexueller Hinsicht, aber auch im Umgang miteinander) gibt es, auch mitbedingt durch gewalt- und „liebesschwangeres“ Fernsehprogramm immer weniger.  Als verantwortliche  Mutter möchte ich meine Kinder, so weit es geht, vor solchen Einflüssen bewahren bzw. sie so weit in ihrer Persönlichkeit stärken, dass sie  –   bevor diese Einflüsse sie erreichen  –  einen „guten Weg“ für sich gefunden, ein eigenes Urteilsvermögen haben.

Die aktuelle Politik spricht Eltern die Verantwortlichkeit und das Urteilvermögen ab und stellt sie unter einen „Generalverdacht“. Darauf aufbauend, sollen Kleinstkinder bereits zur „frühkindlichen Bildung“ in Krippen.

Die biologischen und psychischen Bedürfnisse des jungen Lebewesens Mensch nach Liebe und Geborgenheit  –  ZEIT und RUHE  –  werden „zur Seite gewischt“.

Ich halte das  –  zusammen mit anderen Fachleuten und „Familienmenschen“  –  für gefährlich und leichtfertig.
Viel steht auf dem Spiel!

Konkrete Elternbildung zum guten, achtungsvollen Zusammenleben mit ihren Kindern und Jugendlichen wäre angebracht – und nicht, wie sie sich der Kinder am schnellsten „entledigen“ können… .

Die Jugendzeit ist noch „hakeliger“ und anfälliger als das Kleinstkindalter  –  da brauchen unsere Teens gute, sinnstiftende Angebote, in denen sie ihre Persönlichkeit entfalten können, das Leben gestalten können  –  und die möglichst für die Eltern finanzierbar sind. (Freie Jugendzentren, Angebote in Kirchengemeinden, Sportvereinen, Musikschulen!)  –  Auch dabei brauchen sie notwendig Begleitung und Unterstützung durch liebende Eltern!

SCHULE ist für die meisten Jugendlichen „Hassort“ (auch Ort tiefster Demütigungen und Verletzungen)  –  deshalb ist Ganztagsschule für viele eher Fluch als „Segen“ (als der sie uns „verkauft“ wird…).  –  Was man so aus den Schulen hört, ist ziemlich deprimierend!  Immer mehr und härteres Mobbing.

Und da sollen jetzt auch noch (Stichwort Inkusion) behinderte Kinder mit hinein… „Inklusionsleichen“ sind vorprogrammiert  –  leider! (Es gibt sie schon. Ich kenne einige.)  Und – nach SPD /Grünen-Manier möglichst „alle zusammen“.  Auch die vielen Migranten, die oft der deutschen Sprache kaum mächtig sind.

Wie würde es uns als Erwachsene gehen, wären wir tagtäglich, über Jahre, mit Menschen aller Schichten und IQ’s zwangsweise zusammen  – und es würde uns noch als „Vorteil“ verkauft, „propagiert“?

Unsere Kinder können sich nicht wehren  –  aber sie haben nur eine Kindheit und Jugend!
Die Lehrer müssen  –  wohl oder übel  –  „gute Miene zum bösen Spiel“ machen.

Man nimmt Menschen (auch unseren Kleinstkindern!) den „Schutzraum“, den sie für eine gesunde Persönlichkeitentwicklung brauchen!

Almut Rosebrock, Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de