Tel Aviv: Mordanschlag auf Schwulenzentrum erweist sich als Racheakt innerhalb der Homosexuellen-Szene

Aus dem heutigen Newsletter der Israelischen Botschaft in Berlin:

Nach dem Zweifachmord vor vier Jahren in der Bar-No’ar, einem Beratungszentrum für junge Homosexuelle in Tel Aviv, und der Festnahme vierer Verdächtiger vor einer knappen Woche hat das Gericht die bisher über den Fall verhängte Nachrichtensperre aufgehoben.

BILD: „Du sollst nicht töten“ – Plakate und Kerzen nach einer Trauerkundgebung am 8. August 2009, eine Woche nach dem Mord (Foto: Talmoryair)

Dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen zufolge soll der Hintergrund der Tat Rache für eine angebliche oder tatsächliche Vergewaltigung durch einen bekannten Aktivisten der schwul-lesbischen Community sein.

Demzufolge hätte ein damals 15-jähriger junger Mann, der seine Homosexualität entdeckt habe, mehrmals die Bar-No’ar aufgesucht. Ein Verwandter des jungen Mannes, der gleichzeitig der Polizei in Zusammenhang mit verschiedenen Straftaten bekannt ist, habe davon erfahren und den Jugendlichen darauf angesprochen.

Dieser habe bestätigt, in dem Beratungszentrum gewesen zu sein und erzählt, er sei dort von dem besagten bekannten Aktivisten vergewaltigt worden. Er wolle sich nun an ihm rächen.

Der Verwandte des 15-Jährigen habe daraufhin gemeinsam mit zwei weiteren Männern, einer davon heute der Kronzeuge der Anklage, den Plan geschmiedet, den angeblichen oder tatsächlichen Vergewaltiger in der Bar-No’ar zu erschießen. Mehrmals habe die Gruppe den Ort aufgesucht, um den Zugang und mögliche Fluchtwege auszuspionieren.

Am Tag der geplanten Tat jedoch sei der vermeintliche Vergewaltiger nicht in dem Beratungszentrum gewesen, und der Schütze habe plötzlich die Kontrolle über sich verloren und angefangen, um sich zu schießen. Dabei wurden ein Betreuer und eine 16-Jährige getötet, sowie elf weitere Menschen verletzt.

Die Tat hatte in ganz Israel und auch international in der schwul-lesbischen Community Bestürzung ausgelöst. Über Jahre tappte die Polizei bei den Ermittlungen im Dunkeln.

Ausgegangen wurde von einem Einzeltäter, der aus Hass auf Homosexuelle gehandelt habe. Den Durchbruch bei den Ermittlungen brachte schließlich der heutige Kronzeuge, der an der Planung der Tat beteiligt war. Er hatte sich vor einigen Monaten an die Polizei gewandt, um eine Aussage zu dem Fall zu machen.

Bei der vierten festgenommenen Person handelt es sich um den vermeintlichen Vergewaltiger. Er befindet sich seit einer knappen Woche wegen Verdacht auf Vergewaltigung und Behinderung von Ermittlungen in Untersuchungshaft.

Quelle: Israelische Tageszeitung „Haaretz“ / Israelische Botschaft

ERGÄNZENDE MELDUNG: https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/11/tel-aviv-religiose-juden-wurden-zu-unrecht-des-mordes-an-homosexuellen-beschuldigt/


Tel Aviv: Religiöse Juden wurden zu Unrecht des Mordes an Homosexuellen beschuldigt

Rund 100.000 Menschen haben an der Schwulen- und Lesbenparade in Tel Aviv teilgenommen. Ein Großteil der Teilnehmer war dafür eigens aus dem Ausland angereist, darunter auch das erste schwule Paar, das vor kurzem in Frankreich „geheiratet“ hatte.

Foto: KOMM-MIT-VERLAG

 

Bei der Parade wurde der Opfer einer Schießerei in einem Schwulenzentrum in Tel Aviv gedacht, die vor vier Jahren zwei Tote und elf Verletzte forderte. Schwulenverbände und Links-Aktive haben jahrelang gegen religiöse Juden gewettert, die dort aus Haß gegen Homosexuelle gemordet hätten.

Vor wenigen Tagen nahm die Polizei nun vier Männer aus dem kriminellen Milieu unter dringendem Tatverdacht fest.

Die betreffenden linksgerichteten Politiker weigern sich jedoch, sich bei den religiösen Juden für ihre falschen Vorwürfe zu entschuldigen.

Die Ermittlungen der Polizei ergaben, daß es sich bei der Schießerei in dem Club offenbar um einen Racheakt handelte. Der Manager des Clubs soll einen jungen Mann vergewaltigt haben. Er ist mit den dringend Tatverdächtigen verwandt.

Linksorientierte Politiker  –  darunter die Knesset-Abgeordneten Zehava Galon und Nitzan Horwit   –  hatten den damaligen Innenminister Eli Yishai von der orthodoxen Schas-Partei attackiert, weil er nicht gegen strenggläubige Juden vorgegangen sei, die Homosexualität  –  gemäß Hebräischer Bibel bzw. Altem Testament  –  eindeutig ablehnen.

Quelle: http://www.israelheute.de