Hl. Fidelis von Sigmaringen: Philosoph, Jurist, Märtyrer und Beistand der Armen

Am heutigen 24. April feiert die katholische Kirche den Gedenktag des hl. Fidelis von Sigmaringen. Er gilt als erster Märtyrer des Kapuzinerordens (einer Abzweigung der Franziskaner) und als Fürsprecher und Beistand der Armen.

Zunächst wirkte der mit dem Namen Markus Rey 1578 als Sohn des späteren Bürgermeisters von Sigmaringen geborene Priester in seiner oberschwäbischen Heimat, nachdem er in Freiburg Philosophie und Rechtswissenschaft studiert hatte.

Er promovierte zum Doktor in Jura und Philosophie. Als Beisitzer am obersten Gerichtshof in Ensisheim setzte er sich für Unterdrückte und Rechtlose ein und erhielt deshalb schon damals den Titel „Advokat der Armen“.

BILD: Buchtitel einer Biographie über den hl. Fidelis von Sigmaringen

Bei seinem Ordenseintritt 1612 erhielt der Priester den Namen Fidelis. Er half bei der Klostergründung in Biberach mit, dann wirkte er in Altdorf, Österreich, der Bodenseeregion und der Schweiz.

In der Diözese Feldkirch engagierte er sich als Prediger im Bündnerland. Dort gab es – auch infolge der Konfessionswirren während des 30-jährigen Krieges und politischer Ränke – handfeste Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und protestantischen Calvinisten.

Nach einem Gottesdienst in Seewis (Graubünden) wurde er von aufständischen Bauern erstochen, weil er seinem katholischen Glauben nicht abschwören wollte. Er wurde dort beerdigt und später in Chur beigesetzt. 1746 wurde der Ordensmann unter Papst Benedikt XIV. heilig gesprochen.

Fidelis ist Stadtpatron von Feldkirch und Sigmaringen und er wird auch als Patron der Juristen verehrt.