Medjugorje: Monatsbotschaft an „Seherin“ Marija betont Weitergabe der „Schönheit“

Von Felizitas Küble

Am 25. September wurde in der (kirchlich nicht anerkannten, aber weithin bekannten) Pilgerstätte Medjugorje eine neue „Monatsbotschaft“ verkündet, die  – wie es in der offiziellen Mitteilung von dort heißt  – „in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist“. DSC07339

Empfängerin der Privatoffenbarung ist die Visionärin Marija Pavlovic-Lunetti, die  – eigenen Angaben zufolge – tägliche Erscheinungen der Gottesmutter erlebt  – und dies seit über 33 Jahren, nämlich seit dem 24. Juni 1981. 

Angeblich präsentiert sich die Madonna der Familienmutter als „Königin des Friedens“. Die „Monatsbotschaften“ werden stets veröffentlicht; die jüngste lautet wie folgt:

„Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch auf, dass auch ihr wie die Sterne seid, die mit ihrem Glanz dem Nächsten Licht und Schönheit geben, um sich zu freuen.

Meine lieben Kinder, seid auch ihr Glanz, Schönheit, Freude und Frieden und insbesondere das Gebet für all jene, die fern von meiner Liebe und der Liebe meines Sohnes Jesus sind.

Meine lieben Kinder, bezeugt euren Glauben und euer Gebet in Freude, in der Freude des Glaubens, der in euren Herzen ist, und betet für den Frieden, der eine wertvolle Gabe von Gott ist. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Auf den ersten Blick klingt diese angebliche Himmelsmitteilung wieder einmal fromm und nett. Freilich fragt man sich bei näherer Betrachtung Folgendes:

1. Wozu die zweifache Aufforderung an die „lieben Kinder“, sie sollten dem Nächsten „Schönheit“ geben? Welche „Schönheit“? Leibliche, geistige, geistliche?

2. Weshalb zweimal der Appell, „Glanz“ zu sein für die anderen?  – Als Christen sollen wir das Licht der Welt sein  –  von „Glanz“ ist in der Heiligen Schrift nicht die Rede.  Davon, daß wir für andere „Schönheit“ sein sollen, übrigens auch nicht.

3. Reichlich merkwürdig wirkt zudem betr. der Ungläubigen der Hinweis auf jene, die „fern von meiner Liebe und der Liebe meines Sohnes Jesus sind“.  –  Warum sollte die wahre Gottesmutter   z u e r s t   ihre Liebe und danach die Liebe ihres göttlichen Sohnes erwähnen?  – Selbstverständlich ist die umgekehrte Reihenfolge angesagt!

Bild: Evita Gründler

 

 


Die Medjugorje-„Madonna“ widerspricht sich selbst

Neueste Monatsbotschaft der Erscheinungs-„Maria“ vom 25. März 2012:

In einer aktuellen Aussendung dokumentiert das Medjugorje-Zentrum die jüngste „Monatsbotschaft“, die an die „Seherin“ Marija ergangen sein soll. Wörtlich heißt es hierzu:

St. James Church in Međugorje. Polski: Kościół...

„Der Seherin Marija Pavlovic-Lunetti aus Medjugorje / Bosnien-Herzegowina erscheint seit dem 24. Juni 1981 täglich die Gottesmutter als „Königin des Friedens”. An jedem 25. des Monats empfängt sie von Maria eine Botschaft, die in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist.“

Oho, „an die ganze Welt gerichtet“, noch dazu in „besonderer Weise“ –  das läßt hoffen! Vielleicht wird nach über 30 Jahren täglicher (!) Dauer-Erscheinungen ausnahmsweise etwas geboten, das über das übliche fromme Blabla hinausgeht.

Doch weit gefehlt – hier der „himmlische“ O-Ton:

„Liebe Kinder! Auch heute möchte ich euch mit Freude meinen mütterlichen Segen geben und euch zum Gebet aufrufen. Das Gebet möge euch zum Bedürfnis werden, damit ihr jeden Tag mehr in der Heiligkeit wachset. Arbeitet mehr an eurer Bekehrung, weil ihr fern seid, liebe Kinder. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Die „lieben Kinder“ sind also „fern“ von der „Bekehrung“ (und das nach über 30 Jahren „Erscheinungen“), gleichwohl dankt ihnen die Erscheinungs-Madonna, daß sie „ihrem Ruf gefolgt“ seien. Daraus läßt sich weder logisch noch theo-logisch etwas Vernünftiges ableiten  – also alles wie gehabt.

Zudem „erscheint“ es etwas verwunderlich,  daß sich die „Königin des Friedens“ am 25. März mit keiner Silbe zum kirchlichen Hochfest der Verkündigung des HERRN äußert. Damals erklärte die  echte  Gottesmutter dem von Gott zu ihr gesandten Engel Gabriel: „Siehe, ich bin die MAGD des HERRN, mir geschehe nach Deinem Wort.“