Fasziniert von der Pfingstbewegung – und dabei viel Lehrgeld bezahlt

Von Felizitas Küble

Auch gestandene Glaubensmänner und -frauen können sich von einem völlig neuen Sog begeistern und vereinnahmen lassen, bis oft erst nach vielen Jahren die Ernüchterung folgt. Wohl denen, die dann bereit sind, vorherige Irrtümer aufrichtig einzuräumen und zu ihrem Umdenken zu stehen.

So erging es führenden evangelischen Persönlichkeiten in der Erweckungs- und Heiligungsbewegung, die sich nach mehr „geistlicher Vollmacht“ sehnten und  – durchaus in bester Absicht –  freudig daran glaubten, die aufkommende Pfingstbewegung sei eine Chance des Himmels für die Gläubigen auf Erden.

Wir erinnern hier beispielhaft an vier bedeutende Theologen bzw. Evangelisten aus dem pietistischen (heute würde man sagen: evangelikalen) Spektrum, meist aus der frommen Gemeinschaftsbewegung (Gnadau) oder der Evangelischen Allianz.

Beide Verbände hatten sich  – nach anfänglichem Zögern –  mehrheitlich gegen die „charismatische Welle“ gestellt, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Nordamerika kommend über Deutschlands „erweckliche“ Gemeinden hinwegfegte und dabei sogar Persönlichkeiten erfaßte, die vorher durchaus als besonnen galten:

Otto STOCKMAYER (1838 – 1917) war ein württembergischer Theologe, der erst in der Schweiz, später in England wirkte, vor allem in der Oxforder „Heiligungsbewegung“. Diese Strömung erkannte mit Recht, daß die lutherische Rechtfertigungslehre unzureichend war, daß nämlich zur Erlösung durch Christus auch das Bemühen des Menschen um seine „Heiligung“ gehört  – seit jeher ein ebenso paulinisches wie katholisches Anliegen. 

Soweit schön und gut, doch ein Teil dieser evangelischen Strömung verrannte sich allmählich in verstiegene Vorstellungen von einem geistlichen Perfektionismus, vertrat eine Lehre vom „reinen Herzen“, das der Mensch durch den Heiligen Geist schon auf Erden erhalten könne, so daß er sündenfrei zu leben imstande sei. Zudem glaubte man, durch diese geistgesalbte „Überwinderschar“ werde die „Brautgemeinde“ schneller zu Christus „entrückt“ (schon vor jener Trübsalszeit in der kommenden Ära des Antichristen). 

Auf dem Boden dieser überspannten Ansichten war der Schritt in die enthusiastische Pfingstbewegung nicht mehr weit.

Auch Reiseprediger Stockmayer wurde jahrelang von diesem Strom erfaßt, bis er 1909 eine Kehrtwendung vornahm und jenen Theorien ebenso den Abschied gab wie den schwärmerischen Anwandlungen der aufkommenden Charismatik. Als führender Mann in der pietistischen „Gemeinschaftsbewegung“ (Gnadauer Verband) sorgte er gemeinsam mit anderen „Patriarchen“ für eine Trennung von Gnadau und Pfingstlern. Dabei verwies er neben eigenen Erfahrungen auch auf seine Seelsorge mit Belasteten und Aussteigern aus der Charismatik.

Zur Ehrenrettung der Heiligungsbewegung sei noch erwähnt, daß der gemäßigtere Teil in die Oxforder Gruppenbewegung von Frank Buchman einmündete, die sich später in „Moralische Aufrüstung“ umbenannte, aber von der Pfingstbewegung fernhielt.

Prof. Ernst Ferdinand STRÖTER (1846 – 1922) erblickte in Barmen das Licht der Welt, gelangte zuerst nach Paris und später in die USA, wobei er Prediger der von John Wesley gegründeten Methodistenkirche wurde, die zu den neuzeitlichen Erweckungsbewegungen zählt. Er engagierte sich in der Evangelisation der Juden und kehrte Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa zurück.

Ebenso wie Pfr. STOCKMAYER war er mit den Ideen der Heiligungsbewegung vertraut und begünstigte durch einige Sonderlehren das Aufkommen der Pfingstbewegung. Als er jedoch die schwarmgeistigen Auswirkungen mehr und mehr erkannte, distanzierte er sich entschieden davon und warnte in seinen Schriften vor Wundersucht und einer Überbetonung der „außerordentlichen“ Charismen. So erschien 1912 seine Schrift „Die Selbstentlarvung der Pfingst-Geister“.

Frau Jessie PENN-LEWIS (1861 – 1927) war gemeinsam mit dem Evangelisten Evan Robers führend in der sog. „Erweckung von Wales“ (1904/05) tätig, die ebenfalls stark von Methodisten geprägt war und als eine Art Vorläufer der Pfingstbewegung gilt, nicht zuletzt durch ihre Hervorhebung einer „Geistestaufe“, die gleichsam der „zweite Segen“ nach der Taufe bzw. Bekehrung sei.

Als diese erfolgreiche britische Predigerin (sie hatte einst sogar Frank Buchman bekehrt) und ihr Mitstreiter Roberts die grundsätzliche Problematik der religiösen Schwärmerei durchschauten, schrieben sie 1912 gemeinsam das warnende Buch „War on the Saints“ (auf deutsch: Krieg den Heiligen) und mahnten darin zur geistlichen Nüchternheit.

Heinrich DALLMEYER (1870 – 1925) betätigte sich aktiv in der Pfingstbewegung. Im Sommer 1907 zog er mit zwei „visionären“ Norwegerinnen nach Kassel, wo eine Serie schwarmgeistiger Versammlungen für großes Aufsehen sorgte. Nach ca. vier Wochen und immer stärkeren Ausuferungen wurden die Zusammenkünfte am 2. August geschlossen. Dallmeyer verlor die Kontrolle über die ekstatischen Vorgänge und geriet selber in den Strudel enthusiastischer Phänomene. Nach langen inneren Auseinandersetzungen hat er sich dann  – ebenso wie sein leiblicher Bruder  – von der Pfingstbewegung losgesagt (Widerruf 1907) und sie danach entschieden bekämpft.

In seiner Schrift „Erfahrungen in der Pfingstbewegung“ aus dem Jahr 1910 befaßt er sich selbstkritisch mit seinem eigenen Irrweg und schreibt u.a. folgendes:

„Ich habe die Hoffnung zu Gott, dass diese Zeilen mithelfen, dass einige der jetzigen Träger der Bewegung Licht bekommen über die Irreführung, in der sie sich gegenwärtig befinden  –  und ich schreibe diese Schrift, nachdem ich im Kämmerlein öfters mit Tränen zu Gott gerufen: „HERR, führe sie heraus!“. Vielleicht kann diese Schrift eine Mithelferin sein, dass manche Geschwister, die jetzt noch in der Bewegung stehen oder gar Träger von Geistesgaben sind, von diesem Irrgeist befreit werden.“  (Quelle: https://das-wort-der-wahrheit.de/download/heinrich-dallmeyer-erfahrungen-in-der-pfingstbewegung/)

Diese Serie über Persönlichkeiten, die sich einst in der Charismatik befanden, aber dann eine Kehrtwendung zum nüchternen Glauben vollzogen, setzen wir hier im CHRISTLICHEN FORUM weiterhin fort.


CICERO-Autor bedauert sein Schweigen über Unrecht gegenüber AfD-Vertretern

Die klassisch-liberale Kulturzeitschrift CICERO, die auch online vertreten ist, überrascht gelegentlich positiv durch Beiträge, die aus dem Rahmen der üblichen Mainstream-Mentalität fallen.

Das gilt auch für einen aktuellen Artikel des Journalisten Boris Reitschuster; der Publizist leitete von 1999 bis 2015 das Moskauer Büro des Wochenmagazins FOCUS.

Unter dem Titel „Auch Schweigen bereitet den Boden für Gewalt“ äußert er sich am heutigen 9. Januar anläßlich der Attacke auf den AfD-Parlamentarier Magnitz. Die Redaktion des CICERO schreibt eingangs:

„Viele Politiker der AfD können kein normales Leben mehr führen. Unser Autor wusste davon und hat trotzdem geschwiegen. Auch wenn er kein AfD-Freund ist, macht er sich deswegen Vorwürfe und fordert ein Umdenken.“

Reitschuster schreibt, der Anschlag auf Magnitz berühre ihn besonders, obwohl er ihn nicht kenne und seine Ansichten ihm „fremd sind“.
Er schildert, wie eine „bekannte AfD-Politikerin“ vor einigen Jahren bei einem Vortrag von ihm dabei war, wobei die Meinungen weit auseinandergingen:

„Nach der Veranstaltung erzählte sie mir, dass sie ständig Polizeischutz habe, nicht einmal mehr in ein Restaurant könne, ohne Angst zu haben, attackiert zu werden, dass es Brandanschläge auf ihr Auto gegeben habe, dass ihre Kinder in der Schule schikaniert würden – schlicht: Sie könne kein normales Leben mehr führen. Dann griff sie aufgewühlt nach ihrem Handy und zeigte mir die Telefonnummern all der Polizeibeamten, mit denen sie ständig im Kontakt ist.“

Der Autor schreibt weiter, ungeachtet aller Kritik an der AfD gelte: „Solche Zustände sind unerträglich. Unerträglich ist auch, dass viele das hinnehmen und schweigen – oder gar befeuern. Ich frage mich auch selbst, ob es richtig war, zu schweigen.“

Andersdenkende als „Nazis zu verleumden“, verharmlose die Verbrechen der NS-Diktatur, so der Verfasser weiter.

Hier lesen Sie den vollständigen Artikel des CICERO-Autors mit vielen weiteren Hinweisen und Erläuterungen: https://www.cicero.de/innenpolitik/frank-magnitz-afd-anschlag-meinungsfreiheit-russland


ISLAMische Merkmale: Dominanzdenken, Kritikresistenz, Schuldverweigerung, Opferrollen und Forderungsmentalität

Von Dr. Udo Hildenbrand       

Dominanzdenken, (Selbst-)Kritik-Resistenz, Schuldverweigerung und Schuldzuweisung, aber auch Opferrollen-Inszenierung und Forderungs-Mentalität sind in der Lehre des Koran verankert und prägen Mentalität und Bildung, Kultur und Geschichte der Muslime.

Diese Verhaltensweisen stehen grundlegend einer wirksamen Erneuerung der Religion Mohammeds im Weg und machen den Umgang mit der muslimischen Welt schwer, zum Teil auch unerträglich:

Das Streben nach Dominanz nicht nur über alle anderen Glaubensformen, sondern grundsätzlich über alle Nichtmuslime ist integraler Bestandteil des Islam.

Dieses Streben nach Dominanz ist heute bei uns verbunden mit der schrittweisen Durchdringung der staatlich-politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Normen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die für viele Muslime bleibend gültige Scharia, ein Rechtssystem, das Unterwerfung fordert und Rechtsverstöße mit Gewalt ahndet, ist für viele Muslime nur ausgesetzt, solange sie in der Minderheit sind.

Scharia und Gleichberechtigung sind unvereinbar

In vielen Ländern Afrikas und Asiens fordern bzw. befürworten die Muslime z. T. mit großer Mehrheit die Einführung der Scharia. Die Autorin Ayaan Hirsi Ali notiert zur Imkomparabilität von freiheitlich-demokratischer Rechtsordnung und Scharia:

„Bestimmte Wertvorstellungen schließen einander aus: Entweder man glaubt an gleiche Rechte für Männer und Frauen oder eben nicht. Scharia und Gleichberechtigung können nicht nebeneinander existieren.“

Deshalb ist bei uns durch gesetzgebende Maßnahmen, Regelungen und Vorgaben unter allen Umständen zu verhindern, dass sich z. B. Richter in ihrer Rechtsprechung am Scharia-Recht orientieren, und einen „Islam-Rabatt“ bzw. „Islam-Bonus“ einräumen.

Ebenso ist „wasserdicht“ zu klären, dass Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften keine Sonderrechte beanspruchen können, die der deutschen Gesetzgebung widersprechen, bzw. dass Muslime keine Möglichkeit haben, die Grundprinzipien unserer Verfassung im Sinne der Scharia umzudeuten. Durch rechtliche Maßnahmen muss zugleich wirksame Vorsorge getroffen werden, dass islamische Taqyya-Strategien (= Täuschungsstrategien) auch in dieser Frage letztlich keinen Erfolg haben werden.

Islam heißt bekanntlich keineswegs Frieden, sondern schlichtweg Unterwerfung. Letztlich geht es dabei um die Unterwerfung der Welt unter die Dominanz des Islam. Wer jedoch in der Haltung des Herrschens- im Sinne des auch gewalttätigen Beherrschenwollens seine Mitmenschen unterwirft, ist zwangsweise auch intolerant.

Geschichte des Islam belegt Intoleranz und Gewalt

So ist der Islam von seiner Natur aus und von seinem Namen her gekennzeichnet durch Intoleranz. 

Die 1400-jährige Geschichte des Islam belegen diese These. Wer sich demzufolge den Vorschriften und Gesetzen, auch den Brauchtumsformen des Islam unterwirft, hat sich der Intoleranz unterworfen und sich gleichzeitig der Selbstbestimmung in Freiheit erledigt, hat sich bereits selbst aufgegeben.

In diesem Kontext kann die Frage gestellt werden: Darf nicht jeder Mensch, jede Gruppierung subjektiv der Überzeugung sein, dass die eigene Ideologie oder Lebensphilosophie, der eigene Glaube der beste sei und deshalb weltweit verbreitet werden müsste, so wie es z. B. auch die Katholische Kirche tut?

Es ist richtig: Jeder kann für seine Überzeugung, für seinen Glauben werben und  missionieren. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, wird aber in diktatorischen Systemen jeglicher Couleur verhindert.

Niemals aber kann es legitim sein und niemand kann sich das Recht herausnehmen, mit Berufung auf irgendein höheres Wesen oder eine tiefere Einsicht die eigene Überzeugung Andersdenkenden/glaubenden mit irgendwelchen Formen psychischer oder physischer Gewalt aufzuzwingen.

Hier stichwortartig noch einige bekannte Beispiele für das koranentsprechende Überlegenheitsdenken, den Herrschaftsanspruch der Muslime (vgl. Sure 3,110), das  letztlich zur realitätsfernen optimalistischen Selbstsicht der Muslime und gleichzeitig immer auch zur Disqualifikation alles Nichtmuslimischem führt, verbunden mit selbstüberhöhendem und herablassendem Verhalten:

 „Allahu akbar“= Allah ist größer (als z. B. der Gott der Christen) bzw. Allah ist am größten − Muslimsein : das wahre Menschsein – Die menschliche Natur selbst ist muslimisch − Muslime: die beste aller Gemeinschaften – Muslimische Kultur: die beste aller Kulturen – Scharia über allen anderen Rechtssystemen – Der Islam die Lösung aller Probleme – Die Minarette höher als die Kirchtürme – Die Häuser der Muslime höher als die der Nichtmuslime.

Wie aber sieht die Wirklichkeit aus?

Zweifel, Kritik und Selbstkritik nicht möglich

Die islamischen Dominanz-, Unterwerfungs- und zugleich Überlegenheitsdoktrin gegenüber allem Nichtislamischen verhindert Hinterfragen und Zweifel, Kritik und Selbstkritik. Doch der Zweifel mit seinem kritischen Hinterfragen und Suchen, Prüfen, Überprüfen und Nachprüfen gehört zu einem menschenwürdigen Leben, entsprechend auch zum Glauben. 

Hinter dem (Selbst-)Zweifel steht die Erfahrung der Unsicherheit und Ungewissheit, zugleich die Sehnsucht nach Beweisen, Gewissheit und Sicherheit. Das Zweifeln und das Fragen führen zur Weiterentwicklung und zu Entdeckungen in allen Bereichen des Lebens. So ist das Zweifeln und Fragen auch eine unverzichtbare Erkenntnismethode im Bereich der Wissenschaft.

Im Islam jedoch gibt es für die Freiheit zum Zweifel im Bereich des Glaubens keinen Raum und Ort (vgl. Sure 49,15). „Man hat … kein Recht, überhaupt Fragen zu stellen. Kritische Fragen zu stellen bedeutet zu zweifeln. Und Zweifeln ist Gotteslästerung“ (Necla Kelec).

So darf an dem  von Allah „diktierten“ Koran nicht gerüttelt, nichts bezweifelt und so auch nichts historisch eingeordnet werden. Entsprechend trifft man bei Muslimen immer wieder auf Aussagen wie:

Muslime morden nicht − Es gab keinen Völkermord der Osmanen an den Armeniern − Der 9/11 2001 in New York war ein Komplott des „Weltjudentums“ bzw. ein Inside-Job der Amerikaner − Die IS wird von den „Zionisten“ gesteuert − Osama Bin Laden war ein CIA-Agent − Boko Haram sind keine „echten Muslime“ − Sämtliche Attentate von Madrid bis Brüssel haben nichts mit dem „wahren Islam“ zu tun −  Terror im Namen des Islams hat  mit dem Islamnichts zu tun.

Kriminalisierung der Kritiker: „Islamophobie“

Die Verhinderung von Islam-Kritik geschieht häufig durch den Versuch der Pathologisierung und Kriminalisierung der Kritiker mittels des Vorwurfes der „Islamophobie“. Geforderte strafrechtliche Maßnahmen erinnern dabei an den Versuch der Unterbindung von Kritik an der DDR und der Sowjetunion in der zweiten Hälfte des 20.  Jahrhunderts. Dazu zwei kritische Stimmen:

„Wer sich der islamischen Gewalt unterwirft und keine Kritik mehr übt, hat verloren. Wer sich aber zur Wehr setzt und Kritik Übel, wird zum Nazi erklärt und hat also auch verloren“ (Sabatina James, Autorin  – siehe Foto).

Ich hatte ja schon von der Forderung berichtet, antimuslimischen Rassismus zum Strafbestand zu erklären. Mir ist nicht geläufig, dass es einen Strafbestand für antichristlichen, antibuddhistischen Rassismus gibt. Was immer das auch sein mag, wir stehen hier einer ausgeprägten Kritikunfähigkeit gegenüber.“ (Heinz Buschkowsky, ehem. Berliner SPD-Bezirksbürgermeisters und Autor – siehe unten: Titel seines Buches.)

Fehlende Schulderkenntnisse und Schuldbekenntnisse bei gleichzeitiger Schuldzuweisung 

Die islamischen Dominanz-, Unterwerfungs- und zugleich Überlegenheitsdoktrin gegenüber allem, was nichtmuslimisch ist, verhindert auch eigene Schulderkenntnis sowie Schuldeingeständnis. Wer (in seiner eigenen Vorstellung) allem überlegen ist, kann sich natürlich auch in keine Schuld verstricken. Dementsprechend sind dem Islam Schuldbekenntnisse etwa zur eigenen blutigen Eroberungs- und Vertreibungsgeschichte fremd.

Unkultur der Schuldzuweisung

Während Muslime also ein Schuldeingeständnis für eigenes Vergehen in der Geschichte nicht kennen, versuchen sie, insbesondere von den „Ungläubigen und Kreuzzüglern“ Schuldbekenntnisse abzuverlangen. Sie pflegen dabei die Unkultur der Schuldzuweisung. Gegenüber etwa der katholischen Kirche fordern sie in der Sprache der katholischen Liturgie den „Meaculpismus“. Dabei werden sie gelegentlich auch noch von blauäugig-naiven christlichen Gruppierungen unterstützt.

In Gesprächen mit Muslimen wird das schuldhaft schwere Versagen der Christen in bestimmten historischen Situationen immer wieder mit drastischen Worten geschildert. Kommt dann aber die Rede auf die islamischen Gewalttaten und Eroberungskriege mit zig Millionen von Toten, lehnen muslimische Gesprächsteilnehmer gewöhnlich eine Diskussion darüber vehement ab oder leugnen oder bagatellisieren die jahrhundertelangen Kriege und Raubzüge ihrer Vorfahren im Glauben. So lautet die Devise der Islam-Vertreter und der „Islam-Versteher“ nicht nur bei den Talkshows: Alles abstreiten, die Schuld liegt bei den anderen.

Foto: TaskForce

Dabei lassen sie auch anklingen: Die abendländische Wertung islamischer Kriege sei falsch oder ungenau bzw. nicht vorurteilsfrei. Eine weitere Erörterung sei daher sinnlos und kontraproduktiv, andernfalls werde das Gespräch einfach abgebrochen. Diese Taktik findet leider auch bei „wohlmeinenden“ Nichtmuslimen allzu oft Akzeptanz und Zustimmung.

So ist Europa auch durch die Tatsache bedroht, dass der Mainstream-Islam offensichtlich keine Schuldgeständnis-Kultur entwickelt hat etwa auch hinsichtlich der jahrhundertelangen islamischen Diskriminierungs- und Verfolgungspraxis Andersgläubiger, hinsichtlich der grausamen Massaker, der Eroberungs- und Vertreibungskriege und des Sklavenhandels.

Der Islamologe Rainer Glagow stellt dazu fest:

Im Gegensatz zu den Bußübungen der politisch korrekten deutschen Öffentlichkeit und der Kirchen wurde die mitnichten gewaltfrei verlaufene Expansion des Islam auf Kosten der christlichen Ostprovinzen des Byzantinischen Reiches, der blühenden christlichen Gebiete Nordafrikas, des christlichen Spaniens bisher von keinem modernen Theologen oder Würdenträger des Islam bedauert oder auch nur als offensiv kriegerische Handlung anerkannt.“

Bei fehlender Schulderkenntnis aber kann die Vergangenheit leicht zur bedrohlichen Gegenwart und zur Zukunft werden. Denn wenn die grausamen Vorgänge in der Vergangenheit keine Schuld darstellen, ist ihre Realisierung auch im Heute und in der Zukunft schuldfrei und somit auch legitim.

Armenier-Genozid: Holocaust vor dem Holocaust

Paradebeispiele für das Leugnen und Verdrehen sind die verteufelten Kreuzzüge sowie der Armenier-Genozid. Das Abstreiten und Tabuisieren historischer Tatsachen wie die des Armenier-Genozids, dem „Holocaust vor dem Holocaust“ (Elie Wiesel), zählt seit nahezu einem Jahrhundert zur Staatsräson zunächst im Osmanischen Reich, dann in der Türkei.

Selbstanklage, Selbstkritik und Kritikfähigkeit sowie eigene Schulderkenntnis und die Fähigkeit zum Schuldbekenntnis stehen wohl außerhalb der muslimischen Denksysteme und ethischen Vorstellungen.

So ist auch die Erfahrung im Islam weithin fremd, dass Schulderkenntnis und Schuldeingeständnis auch reinigenden Charakter und für die Zukunft entscheidende Bedeutung hat. Erkannte und bekannte Schuld der Vergangenheit öffnet gemeinsame Wege in die Zukunft. Das Leugnen historischer Wahrheiten dagegen birgt die große Gefahr in sich, dass aus der Vergangenheit keine Lehren für die Gegenwart und Zukunft gezogen werden eine Erneuerung nur äußerst schwer bzw. überhaupt nicht möglich ist.

Wo hat man übrigens je davon gehört, dass die muslimische Welt von irgendeiner politischen oder kirchlichen Instanz aufgefordert wurde, ein offizielles Schuldbekenntnis abzulegen für alle Verbrechen, die im Namen des Islam je geschahen und heute geschehen?

Auseinandersetzung mit eigener Tätergeschichte

Dagegen wird vor, bei und nach jedem Gedenken an die 12- jährige Nazi-Vergangenheit Deutschlands mit ihren schrecklichen Folgen immer wieder und mit Recht die Notwendigkeit des Schuldeingeständnisses und des Schuldbekenntnisses betont und eingefordert.

Wo aber hat man je von einer muslimischen Schuldanerkennung, gar von einer Wiedergutmachung gehört angesichts der mehrfachen Millionenopfer der koranlegitimierten weltweiten Expansionen und Invasionen des Islam im Laufe langer Jahrhunderte, auch der von Muslimen zu verantwortenden immensen Opferzahlen unserer Zeit ?

Ja, es gibt diese allerdings folgenlose Forderung auch aus den Reihen der Islam-Kritiker. So fordert die Soziologin, Publizistin und profilierte Islamkritikerin Necla Kelek von den Muslimen die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Tätergeschichte. Dabei nimmt sie Bezug auf den Umgang der Deutschen mit ihrer erkannten und bekannten Schuld nach den Verbrechen des Dritten Reiches:

„Alle Deutschen haben sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzen müssen. Sie mussten sich der Schuldfrage stellen, mussten lernen, zu trauern und anzunehmen, was in ihrem Namen geschehen war. Anders wird es auch für Muslime nicht gehen. Sie müssen sich mit der Tätergeschichte des Islam auseinandersetzen, denn sie können nicht verleugnen, was gestern und heute im Namen des Islam geschieht“.

Opferrolle-Inszenierung und Forderungsmentalität

Auf die allseits bekannte und stets nervende Opferrolle-Inszenierung der Muslimverbände und die damit verbundene Forderungsmentalität sei hier nur kurz hingewiesen. Sie gehen nach dem Motto vor: „Muslime sind nie Täter, immer nur Opfer. Und wer Opfer ist, hat auch das Recht, unnachgiebig zu fordern“. Nach dem Motto „Haltet den Dieb“ schlüpfen sie allzu gerne in die Opferrolle, obwohl sie in Wirklichkeit oftmals Täter waren/sind.

Aus dieser Opferrollen-Inszenierung ergeben sich wiederum die von den Islamverbänden ständig und bedenkenlos gestellten Forderungen an die nichtmuslimische Mehrheitsgesellschaft. Dabei wird jedes Entgegenkommen von Muslimen als Sieg verstanden, aus dem sie wiederum neue Forderungen ableiten und zugleich ihr Anspruchsdenken erhöhen.

Zur Forderungsmentalität der Muslim-Verbände stellt die Schriftstellerin Monika Maron die Frage:

„Wie stellen es die muslimischen Verbände an, dass ihre absurdesten Forderungen die ganze Republik regelmäßig in Aufruhr versetzen, so dass man den Eindruck haben könnte, wir leben tatsächlich schon in einem halbislamischen Staat, dessen säkulare Verfassung unter den religiösen Forderungen der Muslime nach und nach begraben werden soll?“

Unser Autor Dr. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters

Weitere aufschlußreiche Zitate und Infos zum Islam finden Sie in dem Buch “Wortmeldungen zum Islam” (siehe Abbildung) von Dr. Udo Hildenbrand; es ist für 11,80 € portofrei über seine Adresse erhältlich: Dr. Udo Hildenbrand, Josef-Bäder-Weg 4 in 77815 Bühl. – Mail: udo.hildenbrand@gmx.de


 


Beginnt mit dem Wahlsieg Trumps ein kritisches Umdenken in den Medien?

Von Christa Meves

Seit 1989, seitdem die Nachricht vom Fall der Mauer aus dem Fernseher drang, habe ich mich noch nicht wieder so erstaunt darüber gefreut, dass etwas völlig Unerwartetes eintrat, wie kürzlich bei der Talkshow der ARD: Christa Meves

Der Moderator von „Hart aber fair“, Frank Plasberg, hatte einen Passus aus dem Wahlkampf des neuen USA-Präsidenten eingeblendet. Dieser enthielt unter dem hochbrandenden Jubel seiner Zuhörer den Satz: „The forgotten men and women of our country will be forgotten no longer“.

Dann fragte Plasberg in seine Gästerunde hinein: „Gibt es in Deutschland Ihrer Meinung nach auch etwas Ähnliches, die Vergessenen, die endlich Gehör finden müssen?“

Und nun geschah nicht das Übliche, nämlich ein Lobgesang der Meinungsfreiheit in unserer „gerechten Demokratie“, sondern ein plötzlicher Einbruch realer Erkenntnis. Niemand in der Runde war bereit, die übliche Verdrängung aufrecht zu erhalten.

Persönlich eingeleitet von dem Urgestein des ARD, dem ehemaligen Intendanten des WDR, Fritz Pleitgen, unterstützt vom Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, zufrieden umlächelt von der Europaparlamentarierin Beatrix von Storch, begab sich die Runde auf den Pfad ernsthafter Selbstkritik.

Man müsse wohl zugestehen, räumten die Medienmächtigen ein, dass die sogenannte „political correctness“ Einschränkungen und Behinderungen von Äußerungen zur Folge gehabt hätte. Was damit im Einzelnen gemeint war, blieb unerläutert.

Aber jeder Kundige konnte aus den Erfahrungen der vergangenen 40 Jahre in all ihrer Fülle zusammenzählen: Es handelt sich um ein recht großes Potential an pc_piVerlautbarungen und Autoren, die anscheinend konservative, vor allem christliche Einstellungen vertreten, sowie Kritik an dem immer unwirklicher werdenden Trend erheben. Diese seien auszuschalten, war bislang die Devise.

Zwar machte sich die Runde jetzt noch einmal an den anscheinend ungerechten Geldverhältnissen fest, aber dennoch zeigte der Moderator auf, dass ihm eine andere Richtung vorschwebte, indem er fragte: „Geht es eigentlich, wenn man über die ‚forgotten one‘ in Amerika oder über die Vergessenen bei uns spricht, geht es da nur um Dinge, die man mit Geld heilen kann?“

Ein Neuanfang zur Wahrheitsfindung also? Eine neue Hoffnung auf Zukunft? Eine Besinnung darauf, dass es die Wirklichkeit war, die unter einer zerstörerischen Ideologie aus dem Blick verloren wurde?

Diese neue Fragestellung kommt zwar fast 50 Jahre zu spät – endgültig zu spät, weil sie schon so fest eingewachsen ist? Denn seit der 68ger Revolte beherrscht einhellig eine linke, nur scheinliberalistische Meinungsdiktatur die Öffentlichkeit in der BRD-West. Und alle jene „Dümmlinge“, die es seitdem wagen, in der Öffentlichkeit mit gesundem Menschenverstand eine bewährte christliche Wahrheit zu vertreten, wurden und werden hierzulande mundtot gemacht. Oft werden sie ohne jede Selbstkritik der Medienmacher ihrer Würde, ihrer berechtigten Einwände, meist sogar ihrer Existenz beraubt. Foto von Elstrud Consoir

Die törichte, einhellige, ideologische Weltvorstellung, die immer unwirklicher wird – vom Benachteiligungsgetöse bis zum Genderismus – wurde nun auch noch per Wikipedia in die Unlöschbarkeit der Diffamierungen gezwungen. Man versah sie geradezu plakativ mit dem lügenhaften Schandmal eines selten einmal vorhandenen Rechtsextremismus.

Aber die bösen Geister, die hinter dieser neuen Verführung einer globalen Öffentlichkeit stehen, haben trotz ihrer unermesslich geschickten Strategie offenbar eines nicht bedacht: Die neue Technik – in all ihrer Unkontrolliertheit – hat nun auch die ungeplante Möglichkeit erwirkt, ihre unwillkommenen Erfahrungen wie auch neue seriöse Forschungsergebnisse per Mail, über Facebook, Youtube etc. auszusprechen und sich damit untereinander zu vernetzen.

Auf diese Weise entstand, von der zugelassenen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, eine eindrucksvolle, meist christlich getönte, heimliche Parallelgesellschaft. Sie hat – wie das hellrote Licht des der Erde ganz nahe gerückten Mondes – einen weiß-wolkigen Vulkandampf hervorgerufen. Und selbst Fritz Pleitgen hat das erkannt.

Ein erschreckter Journalist brachte das recht unzureichend schlicht zum Ausdruck: „Erst gehen in Frankreich die Leute auf die Straße, dann der Austritt von England, die Osteuropäer sowieso, und nun auch noch die USA. Man sollte da wirklich allmählich umdenken!“ –  Nüchterne Rückkehr zur Realität? Welche Hoffnung!

Christa Meves ist Psychagogin und Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm


Evangelischer Weckruf zum Buß- und Bet-Tag: Wirklich ein Relikt aus alter Zeit?

Von Dennis Riehle

Der Buß- und Bettag ist heute kaum noch in unserer Gesellschaft und dem alltäglichen Leben präsent. Nur noch in einem Bundesland wird er als Feiertag begangen. Er wirkt altmodisch, denn mit seiner Bezeichnung kann in der Sprache der Moderne kaum noch ein Mensch etwas anfangen. Riehle, Dennis_5

Je jünger, umso unbekannter bleibt er in den Kalendern stehen: Der Buß- und Bettag als protestantisches Fest wirkt mit seinem Namen völlig fern dem Zeitgeist, in dem es als normal gilt, nicht an sich selbst zu zweifeln. Wir sind derart von unserer Persönlichkeit, unserem Wirken und dem Denken überzeugt, dass es unattraktiv geworden ist, kritisch mit sich zu sein.

Wieso sollten wir auch? In einer Welt, in der das Ego das Miteinander bestimmt, braucht es keinen Schritt zurück von unserer eigenverliebten Positionierung in der Mitte allen Seins. In einem säkularen Zusammenhang betrachten wir uns als das Zentrum. Wir überhöhen uns – und verlieren den Blick auf die Fehlerhaftigkeit, ja, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz.

Buße tun, das ist keinesfalls etwas aus der Vergangenheit. Es gehört damals wie in diesen Tagen zur Größe eines jeden Einzelnen, sich seiner Schuld bewusst zu werden. Das heißt nicht, sich verdammen zu müssen – im Gegenteil. Nur derjenige, der zur Buße bereit ist, kann seine Sündhaftigkeit auch annehmen. Wir sind menschliche Wesen, klein im Vergleich zur Weite des Alls, aber in der Verantwortung zur Gestaltung, wenn wir mit dieser Gewissheit demütig umgehen. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Aus unseren Sünden kann die Stärke zu neuem, völlig gesunden Selbstbewusstsein erwachsen. Wenn wir durch den Prozess einer ernsthaften und überzeugten Bußfertigkeit gehen, erlernen wir, wie wichtig es ist, Sündhaftigkeit anzunehmen. Wir gehen mit uns ins Gericht, können uns reinigen – nicht nur von dem, was wir gestern und heute verfehlt haben.  Es geht um ein offenherziges Hinarbeiten auf ein besseres Leben – an diese Chance erinnert uns der Buß- und Bettag.

Neben der Buße steht auch das Gebet im Mittelpunkt an diesen Feiertag. Wir müssen uns klar werden, ob wir denn überhaupt bereit sein möchten, mehr Mitmenschlichkeit statt Kleinkriege austragen.  Und wir bitten darum, dass Gott uns dabei helfen möge. Denn ohne sein Zutun wird es schwer, ein anderer Mensch zu werden.

So wird es nicht allein unsere Anstrengung sein, die darüber entscheidet, wie es mit seiner und unserer Vergebung steht. Unser Gebet ist auch ein Bekenntnis dazu, sich Gottes Barmherzigkeit zu stellen und uns auf seine Gnade einzulassen. Der Buß- und Bettag verbindet Innehalten und frische Zuversicht gleichermaßen.  Der 16.11.2016 ist somit auch ein Tag, der zum Ausprobieren aufruft.

Webpräsenz von Dennis Riehle aus Konstanz: http://www.Dennis-Riehle.de

 


Evangelische Selbstkritik: „Liebenzeller Mission“ beleuchtet eigene Rolle in der NS-Zeit

„Erschreckende Erkenntnisse“ nun in Buchform

„Wir glauben, dass das unter dem Fluch des Messiasmordes stehende Volk für die anderen Völker der Erde ein Fluch ist.“  – Diesen Satz aus einer Stellungnahme des Aktionskomitees der Liebenzeller Mission (LM) datiert Helmuth Egelkraut in das Jahr 1934 und qualifiziert ihn als offizielle Linie des Liebenzeller Werkes dieser Zeit. rs_book_white_01

Die Forschungsarbeit des ehemaligen Liebenzeller Missionars, die 2015 unter dem Titel „Die Liebenzeller Mission und der Nationalsozialismus“ im LIT-Verlag erschienen ist, enthält noch weitere schockierende Enthüllungen.

So hatte die damalige Leitung der Organisation, die ursprünglich als deutscher Zweig der britischen China-Inland-Mission gegründet worden war, ihre Mitarbeiter angewiesen, keine jüdischen Ärzte mehr aufzusuchen. Wenigstens zwei Christen jüdischer Herkunft, der Prediger Samuel Ostrer und die Ärztin Vilma Lasser, wurden abgeschoben. Anderen Ärzten jüdischer Abstammung wurde in China die Mitarbeit aus biologisch-rassistischen Gründen verweigert. Ein Missionar zeigte die LM gar bei der Gestapo an, weil sogenannte „Nichtarier“ angestellt waren.

Hitler als „Lichtgestalt“ verklärt

Bereits im Jahre 1904 hatten Missionare aus nationalen Gründen für eine Trennung von der englischen Mutterorganisation plädiert. Etwa die Hälfte der China-Missionare der LM war später Mitglied der NSDAP. Unkritisch hatte man die Nazi-Ideologie übernommen, sah in den Deutschen das weit überlegene und von Gott auserwählte Volk und die Verbreitung eines deutschen Evangeliums als deutsche Kulturaufgabe in dieser Welt.

Missionsgründer Pfarrer Heinrich Coerper betrachtete Hitler als „Lichtgestalt, die von Gott erwählt war, der Retter, Helfer und Erlöser Deutschlands zu werden“, setzte sich früh öffentlich in Briefen und Flugschriften für ihn ein und erteilte in persönlichen Briefen Hitler Ratschläge, wie er die Stimmen der Frommen gewinnen und an die Macht kommen könnte.

Sein Nachfolger, Pfarrer Ernst Buddeberg, sah im Führer der deutschen Nationalsozialisten „auch noch Ende 1944 und Anfang 1945 den von Gott erwählten und gesandten Retter Deutschlands, eine pseudoreligiöse Heilsfigur“.  – Auf 531 Seiten beleuchtet Egelkraut  die Organisation, der er zeitlebens verbunden ist. 

Quelle und Fortsetzung des Artikels von Johannes Gerloff im evangelischen PRO-Magazin: http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/detailansicht/aktuell/die-liebenzeller-mission-und-der-nationalsozialismus-94415/


Grüner Pädosex-Skandal: Selbstkritik auch bei schwulen Gruppen (über)fällig

Bruno Gmünder: „Wir waren schlichtweg verblendet“

Der bekannte homosexuelle Philosoph und Theologe Dr. David Berger (siehe Foto) fordert angesichts der Diskussion über pädosexueller Skandale bei den Grünen in Berlin nun eine verstärkte selbstkritische Debatte auch in der schwulen Bewegung. pressefotoberger11

Am 21. Mai 2015 würdigte Berger in einem Artikel auf „Gaystream“ das persönliche „Schuldbekenntnis“ des homosexuellen Grünen-Politikers Thomas Birk aus Berlin.

Birk hatte wesentlich dafür gesorgt, daß erschreckende Mißbrauchs-Fakten über die Berliner Grünen bzw. deren Vorgängerpartei „Alternative Liste“ aus den 80er Jahren ans Licht der Öffentlichkeit kamen.

Aus Sicht von Dr. Berger verdienen „Mut und Entschlossenheit, mit der man sich selbst der Vergangenheit gestellt hat und diese mit externen Fachleuten aufarbeitet, großen Respekt.“  – Er fügt hinzu: „Auch dass man nun weitgehend davon Abstand nimmt, Dinge schön zu reden, zeigt echte Größe.“

Dr. David Berger: „Es fehlt an Mut und Unrechtsbewußtsein“

Damit ist das Mißbrauchs-Kapitel allerdings nicht beendet, schreibt der Autor weiter:

„Die Aufarbeitung, der die „Grünen“ sich schon seit Jahren stellen, steht der schwulen „Community“ noch bevor. Hier fehlt es  –  wie der Rexhausen-Skandal gezeigt hat  –  bei ganz vielen Protagonisten nicht nur an solchem Mut, sondern auch an Unrechtsbewusstsein. Eine echte Ausnahmefigur im positiven Sinne stellt da der schwule Politiker Thomas Birk dar.“

Dr. Berger erwähnt sodann das auf Facebook veröffentlichte, offenherzige „Schuldbekenntnis“ von Birk: DSC00254
 .
„Darin stellt sich Birk auch die Frage, warum er so lange geschwiegen hat. Und er antwortet sich: „Ich glaube weniger, weil ich den Parteiskandal fürchtete. Ich glaube mehr, weil ich mich schämte, dass ich damals selbst jahrelang zu den Schwulen gehörte, der die aus heutiger Sicht abstruse Vorstellung einer einvernehmlichen Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern bis dahin nicht völlig ausgeschlossen hatte.“

Nun sei aber auch das schwule Spektrum aufgefordert, „endlich ihre Vergangenheit aufzuarbeiten“, appelliert der Verfasser an seine eigene Bewegung.

Causa Berliner Grüne: „Die Keimzelle der Pädogruppen war schwul“

Er verweist sodann auf die folgenden „deutlichen Worte“ von Bruno Gmünder, dem Gründer des gleichnamigen, homosexuell orientierten Verlages:

„Dass sich die Grünen jetzt so intensiv mit dem Thema beschäftigen, ist ehrenwert. Die Grünen waren aber nicht die Keimzelle der Pädogruppen, sondern die schwule Community, die Schwulengruppen der 70er bis 90er Jahre mit Grenzgängern wie Peter Schult aus der Münchner Sponti- und Rote-Hilfe-Bewegung oder Olaf Stüben aus dem Arbeiterkampf-Milieu und taz-Unterstützerkreis.

Wir waren schlichtweg verblendet, und sahen die Pädos als unsere nächsten Verbündeten an. Mein Freund Peter Schult meinte zu mir, die Revolutionäre von morgen schlafen heute in meinen Armen – und ich fand das plausibel.

Das war eine Blindheit in vielerlei Hinsicht. Z.B. wenn Che Guevara mordend und homohassend durch Südamerika zog, fanden wir das heldenhaft.“

Ergänzender Info-Artikel hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/04/15/david-berger-kritisiert-padosexuelle-tendenzen-in-der-schwulen-medienszene/

Foto-Quellen: David Berger (1), Evita Gründler (2)


Der „jüdische Witz“ ist eine Auswirkung heiterer Selbstironie

Von Felizitas Küble

Seit Jahrhunderten ist die heitere Selbstkritik bzw. gelassene jüdische Selbstironie als echte Kunst bekannt und zugleich Gegenstand volkskundlicher bzw. wissenschaftlicher Studien. IMG_0744

Diese schelmische Sicht auf sich selbst bzw. auf das eigene Religionsvolk manifestiert sich besonders im sog. „jüdischen Witz“ (natürlich nicht zu verwechseln mit zynischen „Judenwitzen“).

Die im Jahre 2002 verstorbene,  jüdische Soziologin Dr. Salcia Landmann hat darüber ein gründliches Sachbuch veröffentlicht („Der jüdische Witz“), das zum Standardwerk bzw. Klassiker wurde. 

Unser Christoferuswerk stand mit dieser Schweizer Schriftstellerin im guten Kontakt; wir wechselten viele Briefe und tauschten Ansichten und Erfahrungen aus. Auch wenn die Meinungen zuweilen auseinandergingen, war die Korrespondenz stets respektvoll und freundlich.

HIER präsentieren wir nun beispielhaft ein paar jüdische Witze und beginnen „bitterböse“ mit einem „KZ-Witz“; wer ähnliche Witze oder Gags kennt, möge uns diese mitteilen oder einfach per Leserkommentar beisteuern:

Ein SS-Kommandant sagt im KZ zu einem Juden: „Wenn Du errätst, welches meiner beiden Augen aus Glas ist, laß ich dich laufen.“  – Der Jude: „Das linke.“ –  Der SS-Kommandant: „Das ist richtig!  –  Wie hast Du das so schnell erkennen können?“  –  Der Jude: „Es hat mich so menschlich angeschaut.“

Ein alter jiddischsprechender Zirkusmann reist als „einziger jüdischer Seiltänzer der ganzen Welt“ von Städtel zu Städtel und kassiert zwei Taler pro Nase für seine überragenden Künste. Überall wird ein Seil gespannt und die ganze Kille (jüdische Gemeinde) versammelt sich darunter. Das  Manderl klettert zum Seil hinauf, setzt einen Fuß aufs gespannte Seil und fragt: „Nu, wos is, wenn ich abstirze?  – Dann gibt es keinen einzigen jiddischen Seiltänzer mehr auf der Welt. Wollt ihr das?“    –  Die ganze Kille schreit: „Nein, nein!“  – Gehorsam zieht er den Fuß zurück vom Seil, klettert hinunter, steigt in seine Kalesche und ab die Post… IMG_1183

Mosche trifft seinen alten Bekennten Levi in Venedig. Mosche fragt: „Was machst du denn hier!?“  –  Levi antwortet: „Ich bin auf Hochzeitsreise!“  – Mosche fragt: „Und wo ist Deine Frau?“  –  Levi erklärt: „Die muß doch aufs Geschäft aufpassen.“

Ein ungläubiger Jude sitzt in der Synagoge und weint. „Was heult Ihr, obwohl Ihr doch gar nicht an Gott glaubt?“ fragt ihn einer.  „Es gibt zwei Möglichkeiten“, entgegnet der schluchzende Atheist, „entweder bin ich im Unrecht und es gibt Gott wirklich  –  dann hat man schon allen Grund, vor ihm zu klagen und zu weinen. Oder aber ich habe recht und es gibt ihn nicht  –  dann hat man erst recht allen Grund, darüber zu weinen.“

Ein Rabbi sagt zu Gott: „Hilfe, mein Sohn ist Christ geworden, was soll ich bloß tun?“  –  Gott antwortet: „Mach dir nichts draus, mein Sohn ist auch Christ geworden.“  – Darauf der Rabbi: „Und was hast du getan?“ –  Gott: „Ich habe ein neues Testament geschrieben.“

Da lädt der Rabbi den katholischen Pfarrer zu seiner Geburtstagsfeier ein: „Hochwirden, kommen Sie mit ihrer Frau Gemahlin zu meiner Party.“  –  „Aber ehrwürdiger Herr Rabbiner, wir haben doch den Zölibat.“  –  „Kein Problem, Hochwirden, wir haben da engagiert einen Babysitter.“

Ein Rabbi und ein katholischer Priester kommen bei einem gemeinsamen Spaziergang an einem schönen See vorbei. Da es ziemlich heiß ist, haben beide Lust zu schwimmen, aber natürlich keine Badesachen dabei. Nach kurzer Überlegung entscheiden sie sich, dann halt nackig zu schwimmen. Als sie nach einiger Zeit wieder herauskommen, joggt gerade die Jugendgruppe des örtlichen Sportvereins des Weges. Sofort verdeckt der katholische Priester sein Gemächt. Der Rabbi hingegen verdeckt sein Gesicht.  –  Als die Jugendgruppe weitergezogen ist, fragt der Priester den Rabbi: „Warum haben Sie denn Ihr Gesicht bedeckt?“  –  Sagt der Rabbi: „MEINE Schäfchen erkennen mich am Gesicht, nicht am Gemächt.“

Sagt der katholische Pfarrer provozierend-scherzhaft zum Judenrabbi: “Herr Rabbiner, wann kommen Sie ins Pfarrhaus zum Schweinsbraten essen?“  – “Nu, das wird wohl sein an Hochwirdens Hochzeitstag.“ IMG_0758 - Kopie

Ein jüdischer Geschäftsmann klagt: „Seit einem Jahr fahre ich nur noch Verluste ein.“  – Sein Freund:  „Dann mach doch Deinen Laden dicht.“  – „Wie?! Und wovon soll ich dann leben?!“

Wenn man einem Bauern einen Witz erzählt, lacht er dreimal: das erstemal, wenn er den Witz hört, das zweitemal, wenn man ihm den Witz erklärt, das drittemal, wenn er den Witz versteht.
Der Gutsherr lacht zweimal: das erstemal, wenn er den Witz hört, das zweitemal, wenn man ihn erklärt. Verstehen wird er ihn nie...
Der Offizier lacht nur einmal, nämlich wenn man ihm den Witz erzählt. Denn erklären läßt er sich prinzipiell nichts –  und verstehen wird er ihn ohnehin nicht…
Erzählt man aber einem Juden einen Witz, so sagt er: „Den kenn‘ ich schon!“ und gibt einen noch besseren Witz zum Besten.

Ein evangelischer Pastor, ein katholischer Priester und ein Rabbi sind auf einem Boot auf dem See Genezareth. Es ist unglaublich heiß. Da steht der Pastor auf, läuft über den See und kommt mit drei Flaschen Limonade zurück. Kurze Zeit später erhebt sich der Priester, läuft über das Wasser und kommt ebenfalls mit drei Flaschen zurück. „Was die können, kann ich auch“, denkt sich der Rabbi, springt aus dem Boot und versinkt im See.
Da meint der Pastor: „Wir hätten ihm vielleicht sagen sollen, wo die Steine sind.“  –  Antwortet der Priester: „Welche Steine?“

Ein Rebbe (Rabbi) geht am Sabbat spazieren und sieht eine Geldbörse auf der Erde liegen. Ihn überkommen aber starke Zweifel, ob er mit dem Aufheben schon gegen die Sabbatruhe verstößt. Plötzlich fällt er auf die Knie und ruft laut aus: Danke, oh HERR, für dieses Wunder. Ringsum ist Sabbat, aber an dieser Stelle ist schon Montag.“

Ein Flugzeug befindet sich in Absturzgefahr. Vier mächtige Personen sind an Bord: Netanjahu, Obama, Ahmadinedjad und Bill Gates. Das Flugzeug muß leichter werden, jeder Passagier muß sich von einem Gepäckstück trennen. Obama beginnt damit: „Weg mit dem IPod. Steve Jobs ist tot. Soll er es mit ins Grab nehmen, wir haben genug davon“  –  und schmeißt es aus der Luke.   –  Bill Gates sagt: „Weg mit den alten Win95-CDs. Wir brauchen die nicht mehr und haben genug davon!“  –  und wirft sie aus dem Fenster.   –  Der dritte Passagier, Irans Diktator Ahmadinedjad, erklärt grimmig: „Weg mit den verfluchten Zionisten, wir haben genug von denen“  –  und schmeißt Netanjahu aus der Luke.

Zwei Juden treffen sich am Sabbat (Schabbes) auf der Kurpromenade in Karlsbad: IMG_1093
„Cohn, ich hab’ gehört, du bist geworden ein Ungläubiger?“
„Ja.“
„Sag: Glaubst du noch an Gott?“
„Nu, laß uns reden von was anderem.“
Die beiden begegnen einander wieder am Sonntag.
„Cohn, es hat mir keine Ruh’ gelassen die ganze Nacht: Glaubst du noch an Gott?“
„Nein.“
„Nu, das hättest du nebbich schon antworten können gestern.“
„Bist du meschugge?! Am Schabbes?!“ 

Ein Jude geht ins Fleischergeschäft und zeigt geradewegs auf einen Schinken: „Ich möchte gern diesen Fisch dort!“  –  Der Metzger entgegnet: „Das ist doch ein Schinken!“ –  Der Jude antwortet: „Interessiert mich nicht, wie der Fisch heißt.“

Gott beschließt, eine neue Sintflut zu schicken, und informiert die Abgesandten der drei Religionen: „Genug ist genug! In drei Tagen ist es vorbei mit der Menschheit!“ – Der Papst nach der Rückkehr zu seinen Schäflein: „Hüllt euch in Sack und Asche und tut Buße; das Ende naht.“ – Der evangelische Bischof: „Uns bleibt nur noch das inbrünstige Bitten um Gnade; damit Gott uns erhöre und das furchtbare Schicksal abwende.“ – Der Oberrabbiner: „Juden, wir haben noch 72 Stunden Zeit, um zu lernen, wie man unter Wasser lebt.“

Der kleine David ist eine Niete in Mathe. Seine Eltern versuchen alles: Bücher, Nachhilfestunden, Quizkarten, Legokastenspiele, aber nichts hilft. Dann rät ihnen jemand, es mit einer katholische Schule zu versuchen: „Die Nonnen dort sind streng!“, sagen sie.  David wird dorthin eingeschult. Schon am ersten Tag läuft er daheim schnurstracks in sein Zimmer und büffelt. Gleich nach dem Essen flitzt er wieder nach oben und vergräbt sich noch mehr in seine Schulbücher. Die Eltern sind perplex über solch nie gekannten Eifer, der zudem wochenlang anhält. Am Tag der Notenverteilung kommt David nach Hause, legt das Zeugnis auf den Tisch und geht auf sein Zimmer. Seine Mutter freut sich: David hat in Mathematik eine für ihn sensationelle „Zwei“ erhalten. –  Sie läuft in sein Zimmer hinauf, schlingt die Arme um ihn und fragt: „David, mein Liebling, wie ist das denn möglich?  – Waren es die Nonnen?“  –  „Nein“, antwortet er Knabe: „Am ersten Tag, als ich in der Schule in jedem Klassenraum einen Mann sah, der an ein Pluszeichen genagelt war, wußte ich, daß die Nonnen  keinen Spaß verstehen!“

Fotos: Konrad Ruprecht