IS-Terroranschlag auf Kirche in Pakistan: acht Tote und über 40 Verletzte

In Pakistan sind am 17. Dezember bei einem Selbstmordanschlag auf eine christliche Methodistenkirche mindestens acht Menschen ermordet und mehr als 40 verletzt worden.

Die Tat ereignete sich in der Stadt Quetta (Provinz Belutschistan) im Südwesten des Landes. Die Region grenzt an Afghanistan und hat in den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme an religiös motivierter Gewalt erlebt.

Laut Behördenangaben griffen zwei Attentäter mit Sprengstoffwesten während des Gottesdienstes an. Es kam zu einer Schießerei mit vor der Kirche postierten Sicherheitskräften. Das Gebäude wurde bewacht, weil Islamisten bereits zuvor christliche Einrichtungen in der Region angegriffen hatten.

Die Polizisten sollen einen der Täter erschossen haben, der zweite sprengte sich beim Hauptportal der Kirche in die Luft. Zwei mutmaßliche Komplizen befinden sich auf der Flucht.

Zu der Tat bekannte sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) über ihr Sprachrohr Amak.

Quelle und vollständige IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/pakistan-mindestens-acht-menschen-sterben-beim-anschlag-auf-eine-kirche-103648.html

Foto: Evita Gründler


Syrien: Selbstmordattentat auf christliche Feier

Drei Menschen starben in Qamischli im Norden Syriens bei einem Selbstmordattentat auf eine religiöse Gedenkfeier für die Opfer des sog. “assyrischen GenoziJunge Christin bei Gottesdienst für den Frieden in Syriends”.

Wie einheimische Quellen berichten, versuchte der Attentäter, in den Saal einzudringen, in dem die Feier stattfand, wurde aber von den Sicherheitskräften aufgehalten, so dass er den Sprengsatz in deren Nähe zündete.

Im Rahmen der Feier sollte an das Blutbad im Jahr 1915 erinnert werden, das auch als “Massaker von Sayfo” bekannt ist, und von der osmanischen Armee während des 1. Weltkriegs verübt wurde. Nach Schätzungen von Historikern kamen damals 250.000 Menschen ums Leben. Andere Quellen sprechen von bis zu 750.000 Opfern.

An der Feier nahm auch das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Ignace Ephraim II. teil.

Quelle: Fidesdienst / Foto: Bistum Regensburg


Terroranschlag der Taliban in Pakistan war vor allem gegen Christen gerichtet

Von Felizitas Küble

Die islamische Taliban-Terrormiliz „Jamaat ul-Ahrar“ hat sich zu einem massenmörderischen Anschlag im pakistanischen Lahore (unweit der Grenze zu Indien) bekannt, bei dem bislang 72 Tote und weit über 300 Verletzte zu beklagen sind.

Das Selbstmord-Attentat geschah in der Nähe eines Spielplatzes, auf dem viele Familien das Osterfest mit Picknick feierten. Tatverdächtig für das Verbrechen ist ein muslimischer Lehrer.4077304320

Wie die „Huffington-Post“ berichtet, erklärte Polizeisprecher Mohammed Usman, die meisten Opfer seien Frauen und Kinder  – und Christen, denn der Park sei „voll gewesen mit christlichen Familien, die Ostern feierten“.

Die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ titelt: „Dutzende Tote bei Taliban-Anschlag gegen Christen“:

Ehsanullah Ehsan, ein Sprecher jener pakistanischen Talibangruppe, erkärte telefonisch gegenüber der Nachrichtenagentur AP:  „Wir haben das Attentat von Lahore begangen, weil Christen unser Ziel sind.“  –  Seine Gruppe plane weitere Anschläge, auch gegen Schulen und Universitäten.

Unter den 190 Millionen Einwohnern Pakistans befinden sich ca. 2,5 Millionen Christen. Bereits im März 2015 wurden 17 Christen bei einem Anschlag auf zwei Kirchen in Lahore ermordet. 2013 starben in Peschawar mehr als 100 Gläubige bei einem islamischen Angriff auf ein christliches Gotteshaus.  

Die Bundesregierung erklärte zu dem jüngsten Massenmord: „Dieser abscheuliche Anschlag gegen Familien in einem belebten Park zeigt, dass sich Terrorismus in seinem mörderischen Wahn gegen alle Menschen gleichermaßen richtet  –  gleich ob Mann oder Frau, jung oder alt, gleich welchen Glaubens und welcher Hautfarbe.“

Warum betont die Sprecherin des Auswärtigen Amtes „gleich welchen Glaubens„, obwohl der Anschlag sich offenbar gezielt in erster Linie gegen Christen richtete?! Oder soll genau dieser Sachverhalt unter den Tisch fallen – und wenn ja: warum wohl?!