Neuer Gesetzentwurf: Wachsender Druck zum „sozialverträglichen Ableben“

Beatrix von Storch

Heute haben die drei Bundestagsabgeordneten Katrin Helling-Plahr (FDP), Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) und Dr. Petra Sitte (Linke) in der Bundespressekonferenz einen interfraktionellen Gesetzentwurf vorgestellt, der ein Recht auf Hilfe beim Suizid statuieren würde.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das Anfang vergangenen Jahres ein seit 2015 bestehendes Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt hat, da es das Recht des Einzelnen auf selbstbestimmtes Sterben verletzte.

Mit diesem Gesetzentwurf ist klar erkennbar: SPD, FDP und Linke wollen die gesetzliche Einladung zum Selbstmord. Nach meiner persönlichen Überzeugung verstößt so ein Gesetz gegen die abendländische Ethik, die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens und die Menschenwürde.

Wir müssen der Kultur des Todes eine Kultur des Lebens entgegensetzen und alles in unserer Macht Stehende tun, um alten und kranken Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Aber dieses Gesetz würde, falls so verabschiedet, zur Erhöhung der Selbstmordrate in Deutschland beitragen.

Tatsächlich geht aus Studien von Medizinethikern hervor, dass die Zahl der Selbstmorde in Ländern, die die Sterbehilfe „liberalisiert“ haben, eindeutig zunimmt. 

Mit so einem Gesetz wird der Druck auf alte, kranke, pflegebedürftige, „unproduktive“ Menschen zum „sozialverträglichen Ableben“ dramatisch zunehmen: Das ist furchtbar.

www.beatrixvonstorch.de

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CDU-Politiker Golland beklagt ungewöhnlich hohe Selbstmordrate von Polizisten

Der nordrhein-westfälische CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland schreibt in seinem aktuellen Newsletter:

„Wir müssen mehr tun für unsere Polizistinnen und Polizisten im Land. 41 Selbstmorde von Polizeibeamten, davon alleine 28 mit der Dienstwaffe verübt, sind seit 2010 zu beklagen. Diese Zahlen stammen aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von mir. 033_30

Acht Selbstmorde fanden in Dienstgebäuden der Polizei, 15 im privaten Wohnumfeld und 18 im öffentlichen Raum statt. Gescheiterte Selbstmordversuche werden statistisch nicht erfasst. Diese fast doppelt so hohe Selbstmordquote im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist erschreckend.

Der Polizeiberuf ist sehr stressig und verlangt eine hohe physische wie auch psychische Belastbarkeit. Soziale, familiäre und wirtschaftlicheProbleme können hinzukommen. Offenbar wird die Belastung in vielen Fällen zu groß.

Leider sind häufig nicht einmal die Motive der Polizisten ermittelt worden. Aber nur, wenn man die Motive kennt, kann man gegensteuern und anderen Beamten in Not gegebenenfalls helfen. Der Dienstherr hat eine Fürsorgepflicht. Wenn man frühzeitig mehr psychologische Hilfe anbietet, könnte man viele Leben retten. Deshalb hake ich in dieser Frage nun noch einmal nach: http://kurzlink.de/GG150515″


Studie: Selbstmordrate steigt nach erfolgreicher Diät

Nach einer erfolgreichen Diät unternehmen ehemals Übergewichtige viel häufiger einen Selbstmordversuch als Menschen, die entweder schon immer normalgewichtig waren oder die noch immer übergewichtig sind.

Das berichtet das Magazin Apotheken-Umschau unter Berufung auf eine Studie der Yale-Universität (USA).

Auch Ängste und Depressionen kommen demnach bei Menschen nach einer erfolgreichen Diät öfter vor.

Quelle:  Apotheken-Umschau