Bereschit-Sonde schlug auf dem Mond auf

​Die israelische Mondsonde Bereschit ist am Donnerstag (11.4.) leider nicht erfolgreich auf der Mondoberfläche gelandet. Die Sonde hatte aus 22 Kilometer Höhe noch ein letztes Selfie mit dem Mond aufgenommen (siehe Foto), bevor die Verbindung des Kontrollzentrums zur Sonde abriss und diese mit hoher Geschwindigkeit auf dem Mond aufschlug.

Trotz der gescheiterten Landung erhielt das Team den mit einer Million US-Dollar (ca. 884 Mio. Euro) dotierten Lunar XPRIZE Moonshot Award als Auszeichnung für das erste privatfinanzierte Projekt, das den Mond erreicht hat.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, der am Donnerstag im Kontrollzentrum die geplante Landung live verfolgte, sagte gestern zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung:

„Am Wochenende hat der israelische Staat wieder Geschichte geschrieben. Er wurde eines von sieben Ländern, das die Umlaufbahn des Mondes und eines von vier Ländern, das die Oberfläche des Mondes erreicht hat, auch wenn dies nicht optimal gelang.

Wir planen, „Bereschit 2“ zu starten. Der israelische Staat, der sich am Start der ersten Sonde beteiligte, wird sich auch am Start der zweiten beteiligen. Und ich hoffe, das nächste Mal wird es ein Erfolg. In diesem Falle wären wir dann wirklich das vierte Land, das erfolgreich auf dem Mond gelandet ist.

Durch Misserfolg werden wir nicht gehindert. Der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern ist, dass wir nicht aufgeben.“

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Mondsonde-Bereschit-leider-nicht-erfolgreich-gelandet.aspx  –  Foto: SpaceIL


Israelische Raumsonde fotografierte die Erde

Israels Raumsonde Bereschit hat am 5. März aus 60.000 Kilometer Entfernung ein Foto von der Erde gemacht. Australien ist auf dem Bild deutlich zu erkennen. Auf der ebenfalls gut

sichtbaren Plakette, die an Bereschit angebracht ist, steht auf Hebräisch „Das Volk Israel lebt“ und auf Englisch „Kleines Land, große Träume“.

Die Raumsonde, die von der israelischen NGO (Nichtregierungsorganisation) SpaceIL entwickelt wurde, wurde am 22. Februar 2019 ins All geschossen. Am 11. April soll sie voraussichtlich auf dem Mond landen. Israel wäre dann das 4. Land, das den Mond erreicht hat.
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Quelle (Text / Foto): https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Mondesonde-Bereschit-macht-Selfie-vom-Mond.aspx#p

Idans Familie erhält Todesdrohungen nach einem Selfie-Foto mit Miss Israel

Die Familie der Miss Irak Sarah Abdali Idan sah sich Medienberichten zufolge gezwungen, das Land zu verlassen, nachdem sie ein Selfie mit Miss Israel, Adar Gandelsman gepostet hatte.

Idan und Gandelsman hatten das Bild im November bei einem Schönheitswettbewerb in Las Vegas aufgenommen. „Als Adar mir anbot, sich gemeinsam zu fotografieren, sagte ich: klar, warum nicht“, so Idan laut Internetportal Ynet.

Idan lebt in den USA  –  und am vergangenen Wochenende erklärte ihre Familie, sie sei ihr nun dorthin gefolgt. Nachdem das Foto im Irak und dem Rest der arabischen Welt sehr häufig geteilt worden sei, habe die Familie Todesdrohungen erhalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Selfie mit einer Miss Israel für arabische Schönheitsköniginnen zum Problem wird: Bereits zwei Mal in den vergangenen zehn Jahren wurden allein die Gewinnerinnen des libanesischen Miss-Wettbewerbs bedroht, weil sie sich mit israelischen Amtskolleginnen gezeigt hatten.

Quelle: Israelische Botschaft, Ynet


Berlin: „Festival of lights“ noch bis 18. Oktober

Am vergangenen Freitagabend begann das Berliner FESTIVAL OF LIGHTS, das auch der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsmann miteröffnete.

Israel ist in diesem Jahr anlässlich des 50. Jubiläumsjahres der diplomatischen deutsch-israelischen Beziehungen als Partnerland dabei.

BILD: Das Palais am Berliner Festungsgraben (von Israel installiert)

Die Installationen, die Israel zum Festival beisteuert, sind die Collagen am Palais am Festungsgraben sowie das House of Cards auf dem Potsdamer Platz.

Die israelische Botschaft freut sich, wenn Sie die israelischen Installationen besuchen und ihr ein „Selfie“ von dort senden. Das Bild kommt dann ins Fotoalbum der Botschaft zum FESTIVAL OF LIGHTS.

Quelle (Text/Foto): israelische Botschaft in Berlin


Die Selfie-Sucht nimmt überhand

In den letzten Jahren nahm der Selfie-Wahn rasant zu. Bei Instagram sind über 50 Millionen Aufnahmen mit dem Schlagwort #selfie markiert, 139 Millionen unter #me abgelegt.

Eine Studie in England kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei 30 Prozent aller Fotos, die 18- bis 24-Jährige mit ihrem Smartphone machen, um Selbstportäts handelt. DSC07339

Da wundert es kaum, dass „Selfie“ zum Wort des Jahres 2013 gekürt wurde. Doch für manche wird das harmlose Knipsen von Selbstporträts zur gefährlichen Sucht.

Ein britischer Teenager wollte sich umbringen, nachdem es ihm nicht gelang, dass perfekte Selfie von sich zu machen. Der Junge war so besessen von diesem Gedanken, dass er täglich bis zu 200 Selfies von sich schoss. Bei dem Streben nach dem besten Foto verlor der heute 19-Jährige 13 Kilogramm Gewicht, wurde aus der Schule geschmissen und verließ das Haus ganze sechs Monate nicht.

Leider ist dies kein Einzelfall. Der britische Psychiater David Vea erklärt: „Zwei von drei meiner Patienten, die seit dem Auftauchen der Kamerahandys zu mir wegen einer körperdysmorphen Störung (Störung der eigenen Körperwahrnehmung) kommen, haben einen Zwang, ständig neue Selfies von sich zu machen und diese in sozialen Medien hochzuladen.

Der schweizerische Psychotherapeut Felix Hof aus Zürich sagt, er beobachte das Phänomen vermehrt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: „Menschen mit dem Bedürfnis, ständig und überall Fotos von sich selbst zu machen, haben ein narzisstisches und autoerotisches Problem. Die Betroffenen wollen ein Ideal erreichen, das unerreichbar ist.“

Weiter erklärt Hof, dass nicht das Foto selbst ausschlaggebend sei, sondern die Reaktion darauf in den sozialen Netzwerken. Den jungen Menschen gehe es primär um Betätigung, sie wollen wissen, wie sie beurteilt werden: „Doch egal, wie viele ‘Likes‘ oder positive Kommentare jemand für sein Selfie bekommt, es ist nie genug, nie zufriedenstellend. Diese daraus folgende Enttäuschung führt zu einer emotionalen und sozialen Verarmung“.

Es handelt sich also um ein Ritual der narzisstischen Selbstvergewisserung als Resultat einer tiefen Selbstverunsicherung.

Quelle: Webseite „Kultur und Medien“ der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Gemälde: Evita Gründler