Jung und selig: Der Märtyrer Marcel Callo

Heute  – am 19. April  –  ist der Gedenktag des im Jahre 1987 seliggesprochenen Märtyrers Marcel Callo, geboren am 6. Dezember 1921 in Rennes in Frankreich, gestorben am 19. März 1945 im KZ Mauthausen in Österreich

Er war das zweite von acht Kindern einer gläubigen katholischen Familie. Er wurde Schriftsetzer/Buchdrucker, zudem war er Ministrant und Pfadfinder, später bei der CAJ (Christlichen Arbeiter-Jugend).

Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht verhalf er vielen Franzosen, die zur Zwangsarbeit abkommandiert waren, zur Flucht in die freie Zone des Landes. Selber wählte er die Unfreiheit in Deutschland, um vor allem durch dieses Opfer ein Vorbild zu sein: Er ging nach Deutschland, um andern zu helfen, diese schwere Zeit durchzuhalten.

1943 kam Marcel Callo ins Arbeitslager Zella-Mehlis, wo er trotz seiner stets labilen Gesundheit 10 bis 11 Stunden in einem Rüstungsunternehmen arbeiten musste. Am 19. April 1944 wurde er wegen seines religiösen Einsatzes unter den Kameraden verhaftet: Durch seine katholische Einstellung hatte er sich als Ärgernis für die NS-Diktatur erwiesen. 

Er kam erst ins Gefängnis nach Gotha, dann ins KZ Flossenbürg und im Oktober 1944 ins KZ Mauthausen. Dort starb er an den Folgen von Entbehrungen und Misshandlungen.

Marcel Callo wurde im Jahr 2004 mit eigenem Gedenktag in den Regionalkalender der deutschsprachigen Diözesen aufgenommen. In Frankreich sind ein Dutzend Kirchen seinem Patronat geweiht.

In Andechs hat die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) eine Reliquie des Seligen deponiert, mit der bei einer jährlichen Wallfahrt der Segen erteilt wird.

Er ist Patron der Betriebsseelsorge, der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) und KAB.


Münster: Der Katholikentag erinnert an NS-Opfer wie den Jesuitenpater Benninghaus

Am Samstag, dem 12. Mai 2018, wird eine heilige Messe zum Gedenken an die Opfer der NS-Diktatur zelebriert. Der Gottesdienst beginnt um 18.30 Uhr in der Lamberti-Kirche (Münster-Innenstadt).

Mit Liedern aus dem Oratorium Edith Stein von Jutta Bitsch.

Zelebrant: Weihbischof em. Dieter Geerlings, Münster
Mitwirkung: Ewald Spieker, Pfarrer i.R., Münster

Gestaltung: Bernhard-Poether-Kreis und Karl-Leisner-Kreis

Die Eucharistiefeier erinnert an Pater August Benninghaus SJ (siehe Foto), einen glaubensstarken und mutigen Jesuiten aus Münster, der im KZ Dachau verhungerte. Sein Lebensmotto, das ihm die geistige und charakterliche Richtung gewiesen hat, lautete: „Echt sein, wahr sein, ganz sein!“                                                  (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2017/07/18/osnabrueck-gedenktag-fuer-pater-august-benninghaus-am-20-juli-2017-in-ankum/)

Zudem gedenkt man dort des seliggesprochenen Karl Leisner (ebenfalls ein Dachau-Priester) und des katholischen Kaplans Bernhard Poether (beide aus dem Bistum Münster).

Weitere Infos dazu: https://charismatismus.wordpress.com/2017/12/02/praelat-helmut-moll-sprach-in-telgte-ueber-katholische-maertyrer-aus-der-ns-zeit/

Quelle: Freundeskreis Pater August Benninghaus SJ


Benedict Daswa wird als erster südafrikanischer Märtyrer selig gesprochen

Er starb als Bekenner gegen den Aberglauben

Am kommenden 13. September wird in Südafrika der am 2.2.1990 ermordete Benedict Samuel Daswa selig gesprochen: es handelt sich um den ersten von der katholischen Kirche anerkannten südafrikanischen Märtyrer. 027_24

Zu diesem Anlaß bietet eine eigene Internetseite (www.daswabeatification.org.za) Infos zum Leben dieses vorbildlichen Gläubigen.

Im Februar 1990 gab es in der Region seines Heimatdorfes zahlreiche heftige Unwetter, hinter denen sich nach Ansicht der Einheimischen Hexerei verbarg. Der Ältestenrat beschloss, sich mit einem magischen “Medizinmann” zu beraten, und bat die Dorfbewohner um einen finanziellen Beitrag von je 5 Rand für dessen Bezahlung.

Benedict erklärte, es handle sich bei den Gewittern um natürliche Phänomene und betonte, daß sein katholischer Glaube ihm den Beitrag zur Bezahlung des  Schamanen verbiete. RadioVatikan

Am 2. Februar 1990 wurde Benedict in seinem Fahrzeug bei einer Straßenblockade angehalten. Er konnte zu Fuß fliehen und versteckte sich in einem Haus. Doch nachdem die Frau bedroht wurde, die ihn versteckt hielt, stellte sich Benedict seinen Mördern. Er wurde mit Messerstichen getötet und seine Leiche wurde mit kochendem Wasser übergossen.

Am 22. Januar dieses Jahres genehmigte Papst Franziskus der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen die Veröffentlichung des Dekrets über die Anerkennung des “Martyriums des Dieners Gottes Benedetto Daswa (Bakali)“.

Stellvertretend für Papst Franziskus wird der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, Kardinal Angelo Amato, am 13. September in der Wallfahrtsstätte Benedict Daswa, in Tshitanini in der Provinz Limpopo der Seligsprechung vorstehen.

Quelle: Fidesdienst